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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN KIEL

KIEL, Sam. 07. November 2009 - Holstein Stadion (Anstoß 14.00 Uhr)


Luftansicht des Holstein-Stadions am 21. Oktober 2006 | Holstein Kiel - FC St. Pauli 1:2 - Regionalliga Nord 2006/07. Foto: Holstein Kiel

Kiel, zwischen 1233 und 1242 von Graf Adolf IV. von Holstein aus dem Hause Schauenburg gegründet, ist die Landeshauptstadt und mit etwa 237.000 Einwohnern größte Stadt des norddeutschen Bundeslandes Schleswig-Holstein. Sie liegt an der Kieler Förde und am Nord-Ostsee-Kanal. Die nächstgelegene Metropole ist das etwa 90 km südlich von Kiel gelegene Hamburg. International bekannt ist Kiel im Sport durch das Segelereignis Kieler Woche und den Handballverein THW Kiel. Wirtschaftlich bedeutsam ist der Kieler Ostseehafen, der lokale Schiffbau und der Dienstleistungssektor. Kiel ist Sitz der 1665 gegründeten Christian-Albrechts-Universität und zudem ein Stützpunkt der Deutschen Marine.


Kiel verfügt mit der Kieler Förde als Tiefseehafen über einen der wichtigsten Seehafenschlüsse an der Ostsee und erstreckt sich hufeisenförmig um seinen Naturhafen. Mit 1,6 Millionen Passagieren im Jahr 2007 ist der Kieler nach dem Puttgardener und Rostocker Hafen der drittgrößte Passagierhafen in Deutschland. Der Warenumschlag, der hauptsächlich im Ostuferhafen stattfindet, spielt deutschlandweit eine eher untergeordnete Rolle. Seine günstige geografische Lage, durchgehend seeschiffstiefes Wasser und der direkte Anschluss an das Schienen- und Fernstraßennetz machen den Hafen für Güterumschlag und Passagierverkehr attraktiv. Durch Kiel verläuft die Wasserscheide zwischen Nordsee und Ostsee. Der Hafen profitiert dadurch von seiner Lage am Eingang zur weltweit meist befahrenen künstlichen Wasserstraße, dem Nord-Ostsee-Kanal.

Holstein Stadion vor Umbau. Kiel vs. Aue 1-0 (2.11.2002) in der Regionalliga Nord 2002/03. Foto: Burg

Das 1949 bis 1950 erbaute Holstein-Stadion ist bis heute das größte Stadion in Kiel und Heimatstadion des Drittligisten Holstein Kiel sowie des American-Football-Erstligisten Kiel Baltic Hurricanes. Seit 1911 trägt Holstein Kiel an diesem Ort seine Heimspiele aus. Es ist somit eine der traditionsreichsten und ältesten Spielstätten im deutschen Fußball. Am Ende der Saison 2005/2006 erklärte die Deutsche Fußball Liga (DFL), dass das Stadion von den für die Lizenzierung zuständigen DFB-Kontrollgremien als nicht mehr drittligatauglich eingestuft worden war. Damit forderte die DFL umfangreiche Sanierungen, darunter eine Erhöhung der Gesamtkapazität- und Sitzplatzkapazität, eine fernsehtaugliche Flutlichtanlage, und gewisse Sicherheitsmaßnahmen. Bei Nichterfüllung der Auflagen drohte der DFB, Holstein Kiels Lizenz zu entziehen, was den Club davon abgehalten hätte, sich im Falle eines Aufstiegs für die 2. Bundesliga zu qualifizieren. Zu den deutlichsten Verbesserungen zählt die Entfernung der baufälligen Betonstufen, die früher das Spielfeld umringten. Zwei neue überdachte Tribünen auf der alten Gegengerade und in der Westkurve entstanden. Einzig und allein die alte Haupttribüne wurde erhalten. Aus dem alten Rund ist ein schmuckes kleines, stimmungsvolles und enges Stadion geworden bei dem man sehr nah am Spielgeschehen ist.
Die Nordtribüne auf der Gegengeraden ist mit 954 Sitzplätzen ausgestattet, eingerahmt von zwei Stehplatzblöcken für je 1.200 Zuschauer. Die ehemalige Westkurve wurde durch die 81 Meter lange Westtribüne ersetzt und bietet 3.380 Stehplätze. Beide Tribünen sind beinahe zwölf Meter hoch und rücken jetzt bis auf nur sechs (Gegengerade) bzw. acht Meter an die Spielfläche heran. Durch eine Neugestaltung der Wege zum Stadion sind getrennte Zugänge für Spieler, Schiedsrichter und sonstige Offizielle ermöglicht. Zusätzlich wurden neue Kioske, WC-Anlagen, und ein aufgeständerter Polizeicontainer aufgestellt. Das Fassungsvermögen nach dem Umbau liegt bei 11.386 Plätzen und kann auf 15.000 erweitert werden, genug um die Bedingungen einer Zweitliga-Lizenz zu erfüllen. Durch den Umbau hat sich die Akustik merklich verbessert, so dass Fangesänge jetzt weit über die Blockgrenzen hinaus im ganzen Stadion gehört werden können.
Durch den Aufstieg 2009 in die 3.Liga wurde die Stadion-Thematik wieder aufgerollt, da das Holstein-Stadion die hohen DFB Anforderungen für die 3.Liga und sogar die Anforderungen der Regionalliga (4. Liga) nicht erfüllte. Im Sommer 2009 wurden neue Flutlichtmasten aufgestellt. Die vier neuen 40,3 Meter hohen, fernsehtauglichen Flutlichtmasten leuchten mit 800 Lux und können sogar auf 1.200 Lux nachgerüstet werden. Außerdem wurden zum Beispiel Pufferzonen in den Zuschauerblöcken, neue Rettungs- und Fluchtwege, Sicherheitsbeleuchtung inklusive Ersatzstromversorgung, Befestigung der Parkflächen, eine Videoanlage, eine Sicherheitszentrale sowie medientechnische Anforderungen vom DFB verlangt und umgesetzt. Die Bauarbeiten begannen am 22. Juni 2009.

Sicht aus Richtung Norden. Foto: Holstein Kiel

Die Fahrt nach Kiel bleibt die ultimativ längste Strecke zu einer Auswärtsfahrt der Veilchen. Davon konnten sich die hartgesottenen Auer Fans schon mal 2002 überzeugen. Innerhalb von nur 7 Monaten fuhr man gleich zweimal den 631 Km langen „Kanten“ hoch zur Ostsee an die Kieler Bucht. In der Regionalliga Nord 2001/02 (Rückrunde) wurde die lange Rückfahrt mit einem 1-1 Remis belohnt. In der Hinrunde der Aufstiegsaison 2002/03 Im November 2002 verlor man knapp mit 0-1 bei den „Störchen“.
Wer keine Kilometer scheut, um die Veilchen auch im fernen Holstein-Stadion zu unterstützen könnte folgende Route nehmen:
Los geht es über die A4 (Richtung Erfurt) und Hermsdorfer Kreuz. Hier am Kreuz abbiegen auf die A9 und auf dieser nun die rund 75 Kilometer hoch bis zum Schkeuditzer Kreuz fahren und dort die A14 in Richtung Magdeburg nehmen. 107 Kilometer später am Kreuz Magdeburg auf die A2 in Richtung Hannover abbiegen und über Braunschweig rund 120 Km bis zum Kreuz Hannover-Ost fahren. Die A 2 gehört aufgrund ihrer Bedeutung als Ost-West-Achse zu den am meisten frequentierten Autobahnen Deutschlands. Die hohe Anzahl der polnischen Verkehrsteilnehmer brachte der A 2 den Spitznamen „Warschauer Allee" ein. Am Kreuz Hannover-Ost geht es auf die A7 (Hamburg|Flensburg). Auf dieser A7 nun immer in Richtung Flensburg bleiben. 24 Km nach dem Horster Dreieck ist man am Elbtunnel.
Er wird von etwa 120.000 Fahrzeugen pro Tag durchquert und zählt zu den längsten Unterwasserstraßentunneln (Gesamtlänge 3.325 m) der Welt. Gebaut wurde der Neue Elbtunnel von 1968 bis 1975. Er wurde am 10. Januar 1975 von Bundeskanzler Helmut Schmidt eröffnet. 2002 wurde die 4. Röhre eröffnet. Seit seiner Fertigstellung hat der Elbtunnel einen Stammplatz im Verkehrsfunk der regionalen Radioprogramme. Ab dem 12. Januar 2009 gibt es eine längerfristige Sperrung der alten Mittelröhre, zwecks Umsetzung des Nachrüstprogramms zur Erhöhung der Tunnelsicherheit. Nach der Tunneldurchfahrt weiter auf der A7 bis zum Dreieck Bordesholm (ca. 71 Km) und hier dann auf der A215 die bis Kiel führt. An der Abfahrt Kiel|Mitte (rechter CITTI-Park und IKEA) den Beschilderungerungen „B76 / Eckernförde / Olympiazentrum" links folgen und nach ca. 4 km die Ausfahrt "Eckernförde / Wik / Universität “ nehmen. Zunächst in der rechten Spur der Ausfahrt bleiben (Wik / Universität), an der Ampel dann links halten. Das Holsteinstadion ist dort bereits auf der linken Seite zu sehen. Mit Parkplätzen sieht es im Umfeld des Stadions nicht gut aus. Wie so oft gilt auch hier, bei zeitiger Ankunft hat man noch die beste Auswahl. Gegenüber der Shell-Tankstelle befindet sich der Gästeeingang. Die Stehplatzränge des "Gästeblocks" in der Ostkurve sind mit neuen Wellenbrechern und rund 400 Meter neuem Zaun versehen.

Adresse für Navifreunde: Westring 501, 24106 Kiel

Enfernung Aue – Kiel ca. 631 Km

(burg)
Geschrieben von Burg am 02.11.2009, 11:47   (1191x gelesen)