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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN BIELEFELD

Bielefeld, SCHÜCO Arena - Samstag, 25. September 2010 (Anstoß 13.00 Uhr)

Die imposante Schüco Arena in Bielefeld. Foto: Thomas F. Starke (Juli 2008 )

Die SchücoArena (traditionell: Bielefelder Alm oder Alm-Stadion; im Grundbuch: Stadion an der Melanchthonstraße; während der U-20-Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2010: FIFA WM Stadion Bielefeld) ist das Fußballstadion des (DSC) Deutschen Sportclubs Arminia Bielefeld. Das Stadion an der Melanchthonstraße, dessen Namensrechte am 13. Januar 2004 an die Firma Schüco International KG vergeben wurden, bietet 27.300 Zuschauern Platz und ist im Besitz des Vereins, der es ohne öffentliche Zuschüsse betreibt. Das Stadion zeichnet sich durch seine innenstädtische Lage aus und befindet sich im Stadtbezirk Mitte inmitten eines Wohngebietes.


Über die Frage, wie es Mitte der 1920er-Jahre zu dem für ein Stadion außergewöhnlichem Namen „Alm“ kam, kann heute nur noch spekuliert werden. Nach der am häufigsten genannten Version geht der Name auf das Vereinsmitglied Heinrich Pehle zurück, der beim Anblick des Geländes „Hier sieht es ja aus wie auf der Alm.“ sagte. Eine zweite Variante geht auf ein Zitat des späteren Vereinsführers Karl Demberg zurück („Lasst sie man kommen, auf unserer Alm werden wir sie schon knicken!“). Die Handballabteilung des Verein hatte stets die Urheberschaft der Namensgebung für sich reklamiert
Humorvolle Zungen behaupten, dass das Stadion deshalb „Alm“ hieße, weil es der höchstgelegene Bundesliga-Spielort sei – man brauche dort ein Jahr für den Aufstieg und ein Jahr für den Abstieg.

Als die Arminia während der Saison 1995/96 aussichtsreiche Chancen auf den direkten Durchmarsch in die Bundesliga entwickelte, entbrannten neue Diskussionen über einen möglichen Aus- oder Neubau der „Alm“. Das Stadion befand sich zum damaligen Zeitpunkt nicht in einem bundesligatauglichen Zustand. Pläne über Neubauten im „Neuen Bahnhofsviertel“, einem ehemaligen innerstädtischen Industriegebiet oder „auf der grünen Wiese“ zusammen mit dem FC Gütersloh wurden kontrovers diskutiert. Schließlich einigte man sich darauf, die „Alm“ Stück für Stück auszubauen.
Nach langen Verhandlungen mit den Anwohnern der Melanchthonstraße erreichte der Verein einen Kompromiss, der den Ausbau ermöglichte. Der Verein finanzierte die Ausbauvorhaben zu zwei Dritteln und erhielt dabei Bürgschaften von der Stadt Bielefeld und dem Land Nordrhein-Westfalen. Nach dem Ende der Saison 1995/96 wurden die alten Nord- und Westtribünen abgerissen und durch neue, überdachte Tribünen ersetzt. Die neuen Tribünen wurden in Fertigbauweise hergestellt und vor Ort zusammengesetzt. Die Zuschauerkapazität wuchs damit auf 22.512 Plätze.
In den Katakomben der Westtribüne entstanden moderne Umkleideräume sowie Presse- und VIP-Räume. Unter dem Dach wurden vierzig Logen errichtet. Außerdem erhielt die Alm zum ersten Mal eine elektronische Anzeigetafel. Nach dem letzten Heimspiel der Saison 1998/99 wurde die Rasenfläche komplett entfernt, damit die vom DFB vorgeschriebene Rasenheizung eingebaut werden konnte. Ein Jahr später wurde die Südtribüne abgerissen und passend zu den bestehenden neuen Tribünen neu aufgebaut. Auf dem Dach der Südtribüne wurde eine Solaranlage installiert. Die Kapazität stieg auf 26.601 Zuschauer, die die Heimspiele der Arminia fortan verfolgen konnten. Im Sommer 2000 wurde zwischen der Süd- und Osttribüne die neue Geschäftsstelle des Vereins errichtet. Juristisch gesehen gehört der Gebäudeteil allerdings nicht zum Stadion.

Die letzte Ausbaustufe – der Neubau der Gegengeraden (der heutigen Haupttribüne) – wurde nach dem 1. Liga-Abstieg 2003 vorerst nicht weiter verfolgt, mit der Realisierung wurde schließlich erst im Mai 2006 begonnen. Die Initialzündung für den Ausbau gaben gesetzliche Vorgaben bezüglich des Lärmschutzes. Im Zuge des Ausbaus wurde die alte Steh-Gegentribüne abgerissen und eine neue Haupttribüne als reiner Sitzplatzbereich errichtet. Außerdem wurde die Südtribüne in eine reine Stehplatztribüne umgewandelt. Die Zuschauerkapazität steigerte sich damit auf 27.300 Plätze. Die ursprünglich angedachte Erhöhung auf 28.008 Plätze konnte aufgrund baubehördlicher Auflagen nicht verwirklicht werden.
Vor dem Bau regte sich von Seiten der Anwohner Widerstand, was durch mehrere Klagen zu einer Verzögerung des Projektes führte. Durch ein Mediationsverfahren am Verwaltungsgericht Minden konnte eine einvernehmliche Lösung mit den Anwohnern gefunden werden.

Besonderes Merkmal der neuen Tribüne ist unter anderem die Glasdachkonstruktion, in die eine neuartige Form von Solarzellen eingebaut wurde. Die Solarzellen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht auf das Dach montiert werden mussten, sondern in dieses integriert wurden. Die Umbauarbeiten konnten wochentags von der Südtribüne aus beobachtet werden. Zudem gab es auf der Vereinshomepage eine Webcam, die rund um die Uhr Bilder der Baustelle lieferte.
Die offizielle Einweihung des Stadions wurde am 1. Juni 2008 im Rahmen eines Konzertes von Herbert Grönemeyer vollzogen.
Schon vor dem Beginn des eigentlichen Ausbaus wurde der Umbau der Westtribüne zur Schaffung neuer Plätze für die Rollstuhlfahrer, die sich bislang auf der Osttribüne befanden, abgeschlossen. Die Kapazität der Rollstuhlfahrerplätze erhöhte sich von 30 auf 41, dazu kommt die gleiche Anzahl an Plätzen für Begleitpersonen.
Die Finanzierung des Ausbaus wurde zum einen durch Anleihen von Fans (Aktion "Bau auf Blau") und zum anderen durch ein besonderes Stadionkonzept, das eine Kombination aus moderner Zuschauertribüne und Bürokomplex vorsieht, realisiert. In der zweiten Etage ist eine Bürofläche von 1460 m² (3 Büroeinheiten) vermietet worden, in der oberen Etage eine Fläche von 1100 m² (6 Büroeinheiten).

Die Route mit dem Auto nach Bielefeld müsste noch aus der Saison 2003/04 bekannt sein, denn Aue spielte am 21. November 2003 zum ersten und bisher einzigsten Mal in Bielefeld (1-1) um Punkte. Damals hieß das Stadion noch Stadion Alm.
Auch die letzten Fahrten nach Paderborn und Osnabrück können vom Prinzip her als Streckenvergleich herhalten. Wie in diesen beiden Fällen kann die Fahrt nach Bielefeld auf der A4 beginnen. Auffahrt HOT oder Meerane und über Hermsdorfer Kreuz und Eisenach bis zum Kirchheimer Dreieck auf dieser A 4 bleiben. Hier nun auf die A7 (Richtung Dortmund|Hamburg) und am Dreieck Kassel|Süd auf die A44 in Richtung Dortmund abbiegen. Den Blitzer (80er Zone) kurz vor der Fulda-Brücke nicht vergessen! Die folgenden 72 Km bis zum Kreuz Wünnenberg|Haaren auf der A44 bleiben und am besagten Kreuz die A33 in Richtung Bielefeld nehmen. Bis zum nächsten Kreuz (Bielefeld) auf dieser A33 bleiben und dort auf die A2 (Richtung Hannover). Unmittelbar darauf eine Abfahrt später an der Ausfahrt "Bielefeld- Sennestadt" wieder von der A2 runter und nun immer weiter auf der B68 in Richtung Brackwede|Osnabrück bleiben. Nach ca. 6 km rechts auf den Ostwestfalendamm (B61, Richtung Bielefeld-Zentrum|Herford) bis zur Abfahrt Stapenhorststraße|Uni und Schüco Arena. Das Stadion liegt etwa 2 km weiter auf dieser Stapenhorststrasse, dann rechter Hand. Es empfiehlt sich jedoch, der Beschilderung zur nahe gelegenen Universität zu folgen, um dort einen der zahlreichen Parkplätze im Großraum-Parkhaus zu nutzen. An der Schüco Arena gibt es nur ca. 100 Parkplätze, da die Schüco Arena mitten in einem Wohngebiet liegt. Außerdem werden die angrenzenden Strassen, wie z. Bsp die Melanchthonstraße die am Stadion vorbeiführt, an Spieltagen für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Wer an der Universität parkt, für den ist es sinnvoll etwas früher zu kommen, da diese Plätze sehr begehrt sind. Von den Uni-Parkplätzen kann man dann das Stadion zu Fuß (ca. 15 Min.) oder mit der Stadtbahn-Linie 4 (Eintrittskarte gilt als Fahrausweis; Haltestellen: "Rudolf Oetker-Halle" oder "Graf-von-Stauffenberg-Straße") erreichen. Wer noch keine Eintrittskarte besitzt, kann von der Universität mit einem Kurzstreckenticket fahren.

Melanchthonstraße 31a | 33615 Bielefeld

Entfernung Aue - Bielefeld ca. 458 Km
Geschrieben von Burg am 19.09.2010, 20:06   (769x gelesen)