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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL BEIM 1.FC UNION BERLIN

BERLIN, Stadion an der Alten Försterei - Fr. 15. Oktober 2010 (Anstoß 18.00 Uhr)


Luftfoto Stadion An der Alten Försterei, Foto: Michael Schmidt
Der 1. FC Union Berlin trägt seine Heimspiele im Stadion An der Alten Försterei aus. Das Stadion ist das größte, reine Fußballstadion in Berlin und bietet 18.432 Fans und Zuschauern Platz (15.414 Steh- und 3.018 Sitzplätze). Namensgeber für das Stadion ist ein benachbartes altes Forsthaus, in welchem sich aktuell die Geschäftsstelle des Vereins befindet. Am 7. August 1920 wurde das Stadion eröffnet und erfuhr im Laufe der Jahrzehnte immer wieder bauliche Veränderungen. Die wesentlichsten Modernisierungen waren aber wohl die Installation einer Flutlichtanlage im Dezember 2000 sowie die komplette Sanierung und Überdachung der Stehplatzränge (Bauzeit Juni 2008 bis Juli 2009).


Die Bautätigkeiten in der Saison 2008/09 sind zudem durch eine Besonderheit gekennzeichnet: Die Fans des Vereins haben ihr Stadion selbst gebaut. Mehr als 2.300 freiwillige Helfer leisteten 140.000 Arbeitsstunden und haben so ihrem Verein einige Millionen Euro eingespart. Ein Engagement in dieser Form ist wohl weltweit ohne Beispiel und wird es wohl auch auf einige Zeit hinaus bleiben. Die Umbaumaßnahmen starteten am 2. Juni 2008 und sollten ursprünglich nur drei Monate dauern. Aufgrund von Verzögerungen im Bau wurde der Fertigstellungstermin jedoch mehrmals auf einen späteren Zeitpunkt korrigiert, bis der Verein im April 2009 schließlich entschied, dass die Saison 2008/09 komplett in der Ausweichspielstätte Jahnsportpark beendet wird. Besonders die Fertigstellung des Dachs verlief problematisch, da die beauftragte Dachkonstrukteursfirma zunächst Lieferschwierigkeiten hatte und letztendlich auch bei der Montage im Stadion nicht die Erwartungen erfüllte. Aufgrund dessen wurde der Vertrag mit der Firma gekündigt und eine neue mit der Dachfertigstellung beauftragt. Durch die Verzögerungen im Dachbau wurde es aber auch möglich, den Einbau der Rasenheizung vorzuziehen.

Am 8. Juli 2009 wurde das Stadion dann mit einem Spiel gegen den Stadtrivalen Hertha BSC wiedereröffnet und blieb weiterhin ein fast reines Stehplatzstadion. Im Zeitalter der multifunktionalen Kommerz-Arenen, mit ihren zum Teil absurden Namen, wird hier im Stadtteil Köpenick der Gegenentwurf zum Event-Mainstream verwirklicht und gelebt. Bei einem Besuch kann man das selbst erfühlen und erleben. Sogar ein Denkmal hat man den Stadionbauern von heute errichtet, hinter der Kurve auf der Wuhleseite, gekrönt von einem riesigen roten Bauhelm, bestehend aus alten Stahlträgern und neuen Tafeln, auf denen der Name eines jeden Helfers eingraviert wurde. Helfer, die unentgeltlich arbeiteten und teilweise sogar ihren Jahresurlaub für Union opferten - und dem Klub Arbeitskosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro gespart haben. Insgesamt beträgt der Wert des Stadions nun sieben Millionen Euro. Unterteilt wird das Stadion in vier Abschnitte. Während die „Waldseite“ im Norden und die Gegengerade im Osten reine Stehplatztraversen sind, sind an der „Wuhleseite“ im Süden sowohl Sitz- als auch Stehplätze vorhanden. Dort befinden sich die Blöcke für die Fans der gegnerischen Mannschaft. Auf der Haupttribüne auf der Westseite befinden sich ausschließlich Sitzplätze sowie der VIP-Bereich.


1.FC Union Berlin-Greuther Fürth, Foto: Michael Schmidt
In einer zweiten Umbauphase soll eine neue Haupttribüne mit 3.700 Sitzplätzen und 38 Logen errichtet werden. Weiterhin ist das Anlegen von 450 Parkplätzen vorgesehen. Die Kosten für den gesamten Umbau wurden auf ca. 17 Millionen Euro geschätzt und sollten so aufgeteilt werden, dass 3,2 Millionen Euro durch das Land Berlin, 1,8 Millionen Euro durch den Verein und die restlichen zwölf Millionen Euro durch Fremdkapital aufgebracht werden. Der ursprünglich vorgesehene Starttermin der zweiten Bauphase Mitte 2010 wurde inzwischen verworfen, da die Finanzierung zunächst komplett gesichert werden soll. Daher mussten im Gästebereich weitere Stehplätze in temporäre Sitzplatzkonstruktionen umgewandelt werden, um auf die von der DFL vorgeschrieben 3.000 Sitzplätze zu kommen (in der Saison 2009/10 besaß der 1. FC Union noch eine Ausnahmeregelung).

Der 1. FC Union Berlin und Aue stehen sich zum 55. Mal in einem Liga Spiel gegenüber. Die Bilanz sieht die Lila-Weißen im Vorteil: 25 Siege, 11 Remis bei 18 Niederlagen. Die letzten drei Vergleiche aber gingen alle an die Köpenicker. In der Saison 2008/09 spielten die Unioner wegen des Umbaues der Alten Försterei sämtliche Heimspiele im Jahnsportpark. Der FCE verlor Ende November 2008 dort beim letzten Berliner Gastspiel mit 0-2.

Die Fahrt in die deutsche Hauptstadt sollte nicht sonderlich aufwendig sein. Über die A72 bis zum Chemnitzer Kreuz und ab da weiter auf der A4 via Dresden bis zum Dreieck Dresden-Nord. Hier den Abzweig auf der A13 in Richtung Berlin nehmen und 151 Kilometer bis zum Schönefelder Kreuz „hochfahren“. Am Kreuz die A113 weiter in Richtung Berlin-Zentrum folgen und ca. 13 Km weiter diese an der Ausfahrt Berlin-Adlershof verlassen.
Weiter den Strassenverlauf Ernst-Ruska-Ufer / Köpenicker Straße folgen. Nach der Querung des Adlergestells (B96a) immer weiter geradeaus und den Straßenverlauf auf dem Glienicker Weg und später Glienicker Strasse folgen. An der TRIBAC Baumaschinen GmbH dann nach links auf die Spindlersfelder Straße abbiegen. Wenn man dann am Ende dieser Straße (nach der Spree-Brücke) wieder nach rechts abbiegt, befindet man sich bereits auf der Straße „An der Wuhlheide“. Wenig später erscheint linker Hand das Stadion. Der Gästebereich befindet sich wie in früheren Zeiten auf der Südseite (Wuhleseite). Von der Straße „An der Wuhlheide“ führt ein Fußweg zum Gästeeingang: Sektor 4.
ACHTUNG: In der unmittelbaren Umgebung des Stadions gibt es nur wenige Parkplätze! Nähere Tips zur Anreise/Parken speziell für die Auer Gästefans und zu den Fanutensilien erfolgen nach der Sicherheitsberatung am Dienstag (12. Oktober) zu diesem Spiel. Siehe auch: www.fc-erzgebirge.de unter Fanzone.

Adresse für Navigationsgeräte:
12555 Berlin, An der Wuhlheide 263

Entfernung Aue – Berlin (Köpenick) ca. 285 km
Geschrieben von Burg am 13.10.2010, 01:07   (789x gelesen)