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ANFAHRT UND INFOS ZUM NÄCHSTEN AUSWÄRTSSPIEL IN OBERHAUSEN

Oberhausen, Freitag, 11.03.2011, Niederrheinstadion (Anstoß 18.00 Uhr)


Niederrheinstadion in Oberhausen. Blick aus der sogenannten Kanalkurve (Gäste) am letzten Spieltag der 2. Liga Saison 2004/05: Rot-Weiß Oberhausen vs. FC Erzgebirge Aue 1-1. Foto: Burg

Jahrzehntelang galt Oberhausen landauf, landab als Inbegriff von Stahl, Schweiß und schlechter Luft. Damit ist es nun vorbei, denn seit 1998 präsentiert sich die einstige Montanhochburg als attraktives und grünes Stück Ruhrgebiet. Ganzer Stolz der Stadtväter ist das CentrO, ein auf dem ehemaligen Gelände der Thyssen-Niederrhein AG entstandenes riesiges Einkaufs- und Erlebnisparadies, das praktischerweise in Wurfweite vom Niederrheinstadion liegt. Mit rund 215.000 Einwohnern zählt Oberhausen zu den mittleren Großstädten des Ruhrgebietes. 1758 entstand im heutigen Ortsteil Osterfeld die erste moderne Eisenschmelze des Ruhrgebietes, die St. Antony-Hütte. Doch Oberhausen selbst ist eine junge Stadt. Erst 1862 wurde die Landgemeinde Oberhausen gegründet, die 1874 die Stadtrechte erhielt. Das heutige Stadtgebiet entstand durch den Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Städte Sterkrade, Osterfeld und Oberhausen im Jahre 1929.


Oberhausen gilt heute als gelungenes Beispiel für den Strukturwandel einer ganzen Region. Die Neue Mitte mit dem CentrO, dem Gasometer, dem Metronom Theater, dem Sea-Life-Aquarium und weiteren Besucheratraktionen ist Ausgangspunkt für jährlich über 23 Millionen Gäste. Ein bereits erwähntes Wahrzeichen der Stadt, taucht kurz vor der A 42-Ausfahrt OB-Zentrum linker Hand auf. ist der ehemalige Gasometer der Gutehoffnungshütte. Im Rahmen der IBA Emscher Park wurde er zu einem Veranstaltungsort umgebaut. Das Dach des 117,5 m hohen Gasometers ist seitdem als Beobachtungsplattform zu Fuß oder per Aufzug zu erreichen und bietet eine eindrucksvolle Sicht auf die facettenreiche Kulturlandschaft des Ruhrgebiets.

Das Stadion Niederrhein wurde 1926 erbaut und liegt auf der sogenannten "Emscherinsel" zwischen Rhein-Herne-Kanal und Emscher, direkt an der Autobahn A42. Seit jeher ist es Heimspielstätte der Kleeblätter als größtem Fußballverein der Stadt und bietet Platz für 21.318 Zuschauer, darunter 4.039 überdachte Sitzplätze.

Eingeweiht wurde das Stadion am 28.02.1926 mit dem Spiel Duisburger SpV gegen Arminia Bielefeld. Seit März 1970 verfügt das im Jahr zuvor modernisierte Stadion über eine Flutlichtanlage mit 4 Masten und je 55 Halogenstrahlern sowie einer Gesamtleistung von 800 KW. Diese leuchteten das Spielfeld so aus, dass die Helligkeit damals erstmals für Farbfernsehübertragungen geeignet war. 1982 folgte eine Kunststofflaufbahn, ein Jahr später die Sanierung der kleinen Vortribüne. Von 1989 bis 1994 erneuerte die Stadt dann auch die Stehränge und errichtete auf der verwahrlosten Gegengerade eine Sitztribüne für 2.000 Zuschauer. Im nächsten Bauabschnitt ( 1996-1998 ) versah man dann noch diese Tribüne mit einem Dach. Die Anzeigetafel holte man sich 1996 vom Leverkusener .Ulrich-Haberland Stadion.

Das Niederrheinstadion zwischen Rhein-Herne-Kanal (rechts) und der Emscher (links). Der 107 Meter hohe Gasometer befindet sich links oben im Bild. Foto: Horst W. Bühne (Essen)

Die letzte umfassende Renovierung wurde 1998 vorgenommen, dabei wurde die Haupttribüne komplett erneuert und auf der Gegengeraden ebenfalls eine überdachte Tribüne errichtet. Seit November
2007 heißt die Haupttribüne evo-Tribüne, benannt nach dem langjährigen Sponsoren des SC Rot-Weiß Oberhausen der Energieversorgung Oberhausen. Nach dem 2. Liga Wiederaufstieg 2008 wurde, entsprechend den DFL Richtlinien, eine Rasenheizung verlegt und seit 2009 verfügt das Stadion Niederrhein übereine verbesserte starke Flutlichtanlage, die auch Ansprüchen der UEFA genügt. Ein echter Blickfang ist der denkmalgeschützte Uhrenturm, der seit jeherdie Gegengerade in der Mitte teilt. Er gilt alsSymbol für die wechselhafteGeschichte der Kleeblätter, denn er sah in den vielen Jahrzehnten Fußball Legenden wie Franz Beckenbauer, Gerd Müller und Uwe Seeler, aber auchzahllose, längst vergessene Amateurkicker auf dem grünen Rasen. Der Bauboom in deutschen Fußballstadien soll auch um Oberhausen keinen Bogen machen. Der Emschersportpark soll bis 2012 neu- bzw. umgebaut werden. Die Tartanbahn soll entfernt werden, und die Tribünen näher ans Spielfeld kommen.

Der FC Erzgebirge Aue tritt zum dritten Mal die Fahrt zu den vierblättrigen Kleeblättlern nach Oberhausen an. Zum ersten Spiel werden sicherlich noch Erinnerungen wach werden an dem 14. März 2004, als der FCE mit einem 4-1 Sieg, bei den noch um den Aufstieg mitspielenden Oberhausener, seinen bis dato höchsten Saisonsieg in der 2. Bundesliga feierte. Zum zweiten Besuch (1-1) im Mai 2005 am letzten Spieltag, stand RWO bereits als Absteiger aus der 2. Bundesliga fest.

Auer Mannschaft unmittelbar nach dem Spiel gegen Oberhausen am 22.Mai 2005. Foto: Burg

Anfahrt:
Für die PKW-Fahrer geht es wie so oft Richtung Auffahrt zur A4 (Zwickau-Meerane). Auf dieser A4 wie gewohnt gen Eisenach fahren und danach immer weiter bis zum Kirchheimer Dreieck. Dort auf die A7 in nördlicher Richtung Hamburg/Dortmund und bis zum Süd-Kreuz Kassel fahren. Am Kreuz auf die A44 in Richtung Dortmund bis zum Kreuz Dortmund/Unna (ca. 150 km) fahren und hier weiter auf der A44 Richtung Dortmund bleiben. Einige Kilometer später wird die A44 zur B1, später nach Dortmund zur A40. Rund 28 km nach dem Kreuz Dortmund/Unna ist das Kreuz Bochum erreicht. Am Kreuz Bochum dann von der A40 auf die A43 (Richtung Münster einordnen) und bis zum Kreuz Herne (hier in Richtung Duisburg orientieren) fahren, um auf die A42 (Emscherschnellweg) zu gelangen. 27 Kilometer weiter an der Ausfahrt Oberhausen-Zentrum, wenn linker Hand der 107 m hohe Oberhausener Gasometer auftaucht, könnte man schon die A42 verlassen. Hier sind auch schon die Flutlichtmasten vom Niederrheinstadion zu sehen. An der Ampel links in Richtung OB-Zentrum (B223) schräg über die Emscher-Brücke fahren und die nächste sofort rechts abbiegen in die Lindnerstraße, die direkt bis zum Stadion führt.

Einlauf der beiden Mannschaften beim Spiel aus der Saison 2003-04. Foto: O´thaler

Achtung! An Spieltagen wird die Einfahrt Lindnerstrasse ab einem bestimmten Zeitpunkt für den Durchgangsverkehr gesperrt. Wer frühzeitig anreist kommt noch durch und findet weiter hinten nach dem Stadion, Parkplätze gegen Gebühr (2 €). Später eintreffende Fans sollten lieber eine Abfahrt später, am Stadion vorbei (linker Hand), abgefahren (OB-Buschhausen). Hier an der Ampel links in die Buschhausener Straße abbiegen und an der nächsten Ampelkreuzung biegt man dann rechts in die Lindnerstraße ein und folgt dem Straßenverlauf für ca. 500 Meter. An der Straßensperre dann links in die Max-Eyth-Straße einbiegen und weiter die ausgeschilderten Parkplätze beachten. Die Fanbusse Gästefans parken in der Konrad-Adenauer-Allee (Abfahrt OB-Zentrum) auf den rechtsbündig abgesperrten Seitenstreifen.

Gästefans sind in der Kanalkurve (ca. 8.000 Stehplätze, davon 500 überdacht) und der evo-Tribüne Block F1 (Sitzplätze) untergebracht.

Naviadresse: Lindnerstraße 2-6 | 46149 Oberhausen
Alternativ: Max-Eyth-Straße | 46149 Oberhausen

Entfernung Aue – Oberhausen ca. 533 km.
Geschrieben von Burg am 04.03.2011, 14:06   (790x gelesen)