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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN AACHEN

Aachen|So. 17. April 2011 – Tivoli (Anstoß 13.30 Uhr)

Der neue TIVOLI in Aachen. Links: die Krefelder Strasse. Rechte Bildecke - unten: Eingang zum Gästeblock. Foto: Stadionwelt

Aachen liegt unmittelbar an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden. Als westlichste Stadt Deutschlands hat Aachen 258.380 Einwohner (Stand Dezember 2009), davon fast 40.000 Studenten, die fünf Aachener Hochschulen besuchen (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule, Fachhochschule, Katholische Fachhochschule, Musikhochschule sowie die Hochschule für Kirchenmusik). In Aachen verbinden sich Tradition und Fortschritt. Im Jahr 765 erfolgte die erste bekannte schriftliche Erwähnung Aachens als "Aquis villa" durch König Pippin.
Karl der Große hinterließ in der Stadt seine Spuren. Der Dom, das erste deutsche Bauwerk der UNESCO-Liste (seit 1978 ) bedeutender Kulturdenkmäler und das gotische Rathaus, in dem 32 deutsche Könige ihr Königsmahl feierten, sind nach wie vor Herzstücke der Aachener Altstadt. Karl steht zudem Pate für einen Preis der Aachener Bürgerschaft für Persönlichkeiten, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben: den Internationalen Karlspreis zu Aachen. Seit 1950 wird dieser Preis jährlich am Himmelsfahrtstag verliehen.


Auch in Sachen "Lebensqualität" hat Aachen einiges zu bieten. Es gibt viel zu sehen in Aachen – eigentlich Bad Aachen, denn die heißen Quellen haben die Stadt zu einer beliebten Kurstadt gemacht. Die Stadt hat Flair und Atmosphäre. Der liebevoll gestaltete Stadtkern, die bedeutenden Kulturdenkmäler, die Brunnen und Bäder über den heißesten Quellen Europas, das bunte Leben auf den Straßen und Plätzen, die kulturelle Vielfalt und Qualität (Ludwig Forum für internationale Kunst, Suermondt-Ludwig Museum, Couven Museum, Museum Burg Frankenberg, Internationales Zeitungsmuseum) sowie die zahlreichen Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten machen Aachen zu einem besonderen Ensemble.

Alemannia Aachen spielt zum Beginn der Saison 2009/10 in ihren neuen Stadion, das sich in unmittelbarer Nähe zum alten Tivoli befindet, begonnen. Der Name TIVOLI rührt von einem alten Landgut her, das sich vorher auf dem Gelände des heutigen Stadions befand. Dort stand seit dem 19. Jahrhundert ein Ausflugslokal namens „Gut Tivoli“, dessen Park an die Gärten des italienischen Ortes Tivoli erinnerte.
Die Entfernung zum alten Tivoli beträgt nur knapp einen Kilometer Richtung Stadtzentrum. Die Auer-Veilchen spielten dort im alten-Tivoli (Einweihung am 3. Juni 1928 ) fünf Spiele gegen die Alemannia. Die Bilanz: 1 Sieg und 4 Niederlagen. Der letzte Besuch dort war bitter. Am 16. April 2008 verloren die Auer, in jener 2.Liga-Abstiegssaison, durch ein Plaßhenrich-Tor in der 88. Minute mit 0-1. Es war auch zugleich das letzte Spiel von Roland Seitz als verantwortlicher Aue Trainer. Jeder, der in den ersten Zweitliga-Jahren von Aue die Gelegenheit hatte den Alten-Tivoli zu besuchen, wird auch noch heute von Nostalgie pur schwärmen und von der Stimmung, die vor allem bei Flutlichtspielen einfach etwas Besonderes dort waren. Der Ton und die Beschallung in diesen engen Hexenkessel war ebenfalls vom Feinsten. Heute ist die ehemalige Spielstätte Spielort für die Reserve der Alemannia die in der 5-klassigen NRW-Liga spielt. Die Kapazität beträgt 21.300 Zuschauer, allerdings sind zu den Heimspielen nur noch die Haupt- sowie Gegentribüne geöffnet. Nach der Saison 2010/11 soll das Stadion abgerissen werden, der nachfolgende Spielort steht noch nicht fest. Der Bau des neuen Amateurstadions, das nach dem ehemaligen Alemannia-Trainer Werner Fuchs benannt werden soll, ist in Planung.

Alte Tivoli. DFB-Pokal Aachen vs. Aue 4-2 n.V. am 25. Oktober 2006. Foto: Burg

Zusammen mit dem Reitstadion in dem jährlich der CHIO stattfindet, und der gegenüber liegenden Eissporthalle, bildet der Neue-Tivoli den Sportpark Soers. Der erste Spatenstich zum Bau der Neuen Arena erfolgte am 17. Mai 2008. Aus 3.186 Beton-Fertigteilen wurde das Stadion zusammengesetzt. Die letzten Tribünenteile wurden Ende Februar 2009 eingesetzt, nachdem im Monat zuvor bereits mit der Montage der ersten Dachteile begonnen worden war. Bauherr, Eigentümer und Betreiber ist die vom Verein dafür eigens gegründete Alemannia Stadion GmbH, welche ein 100 prozentiges Tochterunternehmen der vereinseigenen Alemannia Aachen GmbH darstellt die den Spielbetrieb des Profikaders leitet. Der Traditionsname TIVOLI wurde übrigens erhalten bzw. auf die neue Anlage übertragen, indem man ihn via Schuldverschreibung für insgesamt ca. 4,2 Millionen Euro an die eigenen Fans verkaufte. Das Stadion wurde am 12. August 2009 mit einem Freundschaftsspiel gegen den belgischen Zweitligisten Lierse SK eröffnet. Das Spiel endete 2:2 Unentschieden. Das erste Tor im neuen Stadion gelang dabei dem Lierser Mohamed El-Gabas. Das erste Pflichtspiel fand am 17. August 2009 gegen den FC St. Pauli statt. Die 2. Liga Partie am ersten Spieltag endete mit einer 0:5 Heimniederlage für die Alemannia und stellt die höchste Aachener Heimniederlage der Zweitliga-Geschichte dar.

Das Stadion weist eine Kapazität von 32.960 Plätzen auf, die sich wie folgt verteilen: 11.681 Stehplätze, davon allein 10.584 auf der Südtribüne auf denen die Heimfans stehen, die restlichen 1.097 Stehplätze befinden sich im Gästeblock, 19.345 Sitzplätze, 1.348 Business-Seats, 28 Logen mit je zwölf Plätzen, 100 Behinderten-Plätze sowie 110 Presseplätze. Zusätzlich bieten zwei Eventlogen Raum für weitere 40 Gäste. Um den Service für behinderte Fans weiter zu verbessern, wurden von den Behindertenplätzen zehn Plätze für Sehbehinderte geschaffen, die das Geschehen auf dem Rasen mittels einer speziellen Sendetechnik von einem eigenen Reporter geschildert bekommen. Die anderen 90 Plätze sind den Rollstuhlfahreren vorbehalten.
Für den Fall eines internationalen Spieles reduziert sich die Kapazität durch Umrüstung der Steh- in Sitzplätze auf 27.250 Plätze. Dieser Fall trat zum ersten Mal am 13. Mai 2010 beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Malta ein. Für den 7. Juni 2011 ist ein Freundschaftsspiel der deutschen Frauen-Nationalmannschaft gegen die Niederlande geplant.

Ganz bewusst haben sich die Verantwortlichen im Wettbewerbsverfahren für ein Einrangstadion entschieden. Das Stadion besticht vor allem durch seine Kompaktheit und die steilen Tribünen. Darüber hinaus arbeiteten die organisierten Fans und Fangruppen zwei Positionspapiere mit realistischen und umsetzbaren Wünschen und Anforderungen an einen Stadionneubau aus, welche beim Stadionbau auch weitgehend berücksichtigt und umgesetzt wurden. So befinden sich beispielsweise die steilen Tribünen so nah wie nach den geltenden Uefa-Regularien nur irgendmöglich am Spielfeld. Die erste Zuschauerreihe ist daher nur 80 cm über dem Spielfeldniveau erhöht und der Abstand zum Spielfeld beträgt an den Seiten nur 6 Meter, hinter den Toren 7,5 Meter. Hoch liegende Mündlöcher ermöglichen den Fans nicht nur den fast hautnahen Kontakt mit den Spielern, sondern sorgen auch für ein stimmungsvolles Kamerabild. Das markante gelbe Metalldach des Stadions ist zur Förderung einer lauten Akustik sehr tief angeordnet und liegt nicht wie sonst üblich oben auf der Tragkonstruktion auf, sondern befindet sich stattdessen darunter. Die Stadionarchitektur des Tivolis ist klar, einfach und puristisch gehalten und orientiert sich in Teilen an seinem Vorgänger, dem alten Tivoli in Aachen.

Blick aus dem Gästeblock im alten Tivoli. Am 16. April 2008 verloren die Auer, durch ein Plaßhenrich-Tor in der 88. Minute mit 0-1. Es war auch zugleich das letzte Spiel von Roland Seitz als verantwortlicher Aue Trainer. Foto: Burg

Die Strecke zur alten Kaiserstadt Aachen geht gewohnt westwärts über Eisenach, Gießen und Köln. Über die A4 (Auffahrt Meerane oder Zwickau-Ost) und dann wie gewohnt weiter über Hermsdorfer Kreuz und Eisenach bis zum Kirchheimer Dreieck. Dort auf die A7 (Richtung Fulda) abbiegen und 2 Km später weiter auf der A5 (Richtung Gießen) orientieren. Ab Reiskirchener Dreieck die A480 immer in Richtung Dortmund folgen und über B429/49 (Schnellstrasse) gelangt man nach 27 km auf die A45, die man über Siegen ca. 79 km bis zum Kreuz Olpe/Süd hochfährt. Ab hier jetzt weiter auf der A4 (Richtung Köln) bis zum Kreuz Köln-Ost fahren (ab hier sind es noch 81 Km bis zum Stadion) und dann weiter auf den Kölner Ring (Süd-Ring) immer in Richtung Aachen bleiben. Ca. 51 km nach dem Kreuz Köln-West ist das Aachener Kreuz erreicht. Hier auf der A4 in Richtung Niederlande (Antwerpen) bleiben und an der nächsten Abfahrt (AC-Zentrum) abfahren. Nach ca. 1,5 km auf der Krefelder Straße (B57) stadteinwärts, liegt der „Tivoli“ auf der rechten Seite. Für Gästefans und Ortsfremde ist schon von Weitem erkennbar, dass es sich um das Stadion von Alemannia Aachen handelt. Genau wie die Sitze im Inneren ist auch die Dachkonstruktion ganz in Gelb gehalten. An der zur Krefelder Straße hin orientierten Ostfassade des Stadions befindet sich ein Fanshop und die Fankneipe mit dem selbstironischen Namen "Klömpchensklub", welcher gleichzeitig ein traditioneller Spitzname für die Alemannia Aachen selber ist und liebenswert verniedlichend auf eine allgemeine Unprofessionalität im Klub anspielt. Darüber prangt der großdimensionierte, weithin sichtbare und abends beleuchtete Schriftzug mit dem Stadionnamen "TIVOLI".

Gute Parkmöglichkeiten bestehen schon vorher auf der rechten Seite am großen Reitturnierstadion/Eishalle (gegen Gebühr). Fußweg von da, ca. 5 Minuten. Desweiteren ist ein großer Parkplatz linker Hand, vor der Fußgängerbrücke links abbiegen (2. Ampel nach Autobahnabfahrt, auch gegen Gebühr), unmittelbar in der Nähe des Stadions. Nach Angaben des Vereins sollen sich 2.651 Parkplätze in unmittelbarer Nähe des Stadions befinden. Direkt am Stadion gibt es zudem noch ein Parkhaus mir 1.200 Stellplätzen.

Blick in den neuen Tivoli. Foto: Groundhopping.de

Die Gästeblöcke im neuen Tivoli befinden sich auf der Nordseite im Nord-West Eckbereich (Stehplatz Block-N1) und unmittelbar links daneben im Sitzplatzbereich der Tabac Original Tribüne der Block-N2. Der Gästeblock befindet sich in der Diagonalen oberhalb des Marathontors und ist eher etwas „unglücklich“ platziert. Weitere Nachteile des Gästeblocks sind zum einen, daß der Stehplatzbereich mit nur 1.097 Plätze sehr klein ist, im Gegensatz zu dem über 10.000 der Heimfans, die eine komplette Hintertortribüne nutzen können und daß zusätzlich noch eine Mauer rechter Hand zur Haupttribüne hin einen gewissen Anteil (Toter Winkel) dieses Stehplatzblockes faktisch unnutzbar macht. Aber das kannte man ja schon aus dem alten Tivoli.

Navi-Adresse: Krefelder Str. 205 | 52070 Aachen

Entfernung Aue – Aachen ca. 580 km. Ist zugleich die weiteste Auswärtsfahrt in dieser Saison.


Tivoli - Blick von der Krefelder Strasse. Foto: PeBa
Geschrieben von Burg am 12.04.2011, 19:09   (1410x gelesen)