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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN AACHEN

Aachen|So. 11. Dezember 2011 – Tivoli (Anstoß 13.30 Uhr)

Aachen liegt unmittelbar an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden. Die Kaiserstadt ist nicht nur aufgrund ihrer geographisch günstigen Lage ein beliebtes Reiseziel, sondern auch wegen der Vielfalt von Sehenswürdigkeiten sowie eleganten Geschäften und Kneipen in der malerischen Altstadt.

Blick auf den Neuen Tivoli. Foto: Burg (April 2011)

Als westlichste Stadt Deutschlands hat Aachen 258.664 Einwohner (Stand Dezember 2010), davon fast 40.000 Studenten, die fünf Aachener Hochschulen besuchen (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule, Fachhochschule, Katholische Fachhochschule, Musikhochschule sowie die Hochschule für Kirchenmusik). In Aachen verbinden sich Tradition und Fortschritt. Im Jahr 765 erfolgte die erste bekannte schriftliche Erwähnung Aachens als "Aquis villa" durch König Pippin.


Karl der Große hinterließ in der Stadt seine Spuren. Der Dom, das erste deutsche Bauwerk der UNESCO-Liste (seit 1978) bedeutender Kulturdenkmäler und das gotische Rathaus, in dem 32 deutsche Könige zwischen 936 und 1531 ihr Königsmahl feierten, sind nach wie vor Herzstücke der Aachener Altstadt. Karl steht zudem Pate für einen Preis der Aachener Bürgerschaft für Persönlichkeiten, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben: den Internationalen Karlspreis zu Aachen. Seit 1950 wird dieser Preis jährlich am Himmelsfahrtstag verliehen.
Auch in Sachen "Lebensqualität" hat Aachen einiges zu bieten. Es gibt viel zu sehen in Aachen – eigentlich Bad Aachen, denn die heißen Quellen haben die Stadt zu einer beliebten Kurstadt gemacht. Die Stadt hat Flair und Atmosphäre. Der liebevoll gestaltete Stadtkern, die bedeutenden Kulturdenkmäler, die Brunnen und Bäder über den heißesten Quellen Europas, das bunte Leben auf den Straßen und Plätzen, die kulturelle Vielfalt und Qualität (Ludwig Forum für internationale Kunst, Suermondt-Ludwig Museum, Couven Museum, Museum Burg Frankenberg, Internationales Zeitungsmuseum) sowie die zahlreichen Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten machen Aachen zu einem besonderen Ensemble.

Der Gästeblock im alte Tivoli vor dem letzten Auer Gastspiel am 16. April 2008. Foto: Burg


Alemannia Aachen spielt zum Beginn der Saison 2009/10 in ihren neuen Stadion, das sich in unmittelbarer Nähe zum alten Tivoli befindet. Der Name TIVOLI rührt von einem alten Landgut her, das sich vorher auf dem Gelände des heutigen Stadions befand. Dort stand seit dem 19. Jahrhundert ein Ausflugslokal namens „Gut Tivoli“, dessen Park an die Gärten des italienischen Ortes Tivoli erinnerte.

Blick vom Würselener Wall im alten-Tivoli vor Anpfiff zum DFB-Pokalspiel Aachen vs. Aue 4-2 n.V. Foto: Burg (Oktober 2006)

Die Entfernung zum alten Tivoli beträgt nur knapp einen Kilometer Richtung Stadtzentrum. Die Auer-Veilchen spielten dort im alten-Tivoli (Einweihung am 3. Juni 1928) fünf Spiele gegen die Alemannia. Die Bilanz: 1 Sieg und 4 Niederlagen. Der letzte Besuch dort war bitter. Am 16. April 2008 verloren die Auer, in jener 2.Liga-Abstiegssaison, durch ein Plaßhenrich-Tor in der 88. Minute mit 0-1. Es war auch zugleich das letzte Spiel von Roland Seitz als damaliger verantwortlicher Auer Trainer. Jeder, der in den ersten Zweitliga-Jahren von Aue die Gelegenheit hatte den Alten-Tivoli zu besuchen, wird auch noch heute von Nostalgie pur schwärmen und von der Stimmung, die vor allem bei Flutlichtspielen einfach etwas Besonderes dort waren. Der Ton und die Beschallung in diesen engen Hexenkessel war ebenfalls vom Feinsten.

Ende September 2011 begann der Abriss im alten-Tivoli Stadion. Foto: Andreas Steindl (26.09.2011)


Heute ist die ehemalige Spielstätte der Alemannia schon wieder fast Geschichte. Übergangsweise wurde die alte Spielstätte noch bis Juni 2011 als Fußballstadion genutzt. Zum einen trainierte hier die 1. Mannschaft, zum anderen fanden die Ligaspiele der Amateure in der NRW-Liga statt.
Am 26. September 2011 begann die Stadt Aachen offiziell mit dem Abriss des alten Tivoli, einschließlich aller Nebenanlagen. Seitdem läuft der„Hochbau-Abriss“ insbesondere der beiden Tribünendächer. Im Winter 2011/12 wollen die von der Stadt beauftragten Firmen mit dem Abtragen der Wälle beginnen. Diese Arbeiten sollen bis ungefähr April nächsten Jahres abgeschlossen sein, so dass im Sommer Straßen und Kanäle angelegt und im Herbst 2012 die ersten Häuser gebaut werden können. Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp legte selbst Hand an und startete mit einem symbolischen Bagger-Akt die Abbrucharbeiten.

Foto: stadionwelt.de

Seit 1928 hatte das Stadion der Alemannia an dieser Stelle gestanden und diente bis 2009 als Hauptspielstätte des Vereins. Unter den Gegnern war bei entscheidenden Spielen die Hexenkessel-Atmosphäre gefürchtet. An der Stelle, an der alleine die erste Mannschaft der Alemannia bis 2009 in 81 Jahren 2.216 Spiele absolvierte ,sollen neue Flächen für Wohn- und Geschäftsbebauung entstehen. Ein erstes Konzept sieht vor, neue Wohnhäuser sollen entlang von Straßen errichtet werden, deren Verlauf sich an den Umrissen des Spielfeldes inklusive Mittellinie orientiert. Der ehemaligen Anstoßpunkt soll sogar auf einer dann neu gebauten Straße wieder sichtbar gemacht werden. Weitere einzelne Reliquien sollen innerhalb von Grünflächen erhalten bleiben. Kleinere Einzelteile wird die Alemannia in den Museumsbereichen des neuen Tivoli ausstellen, andere Stücke wurden bereits zugunsten der Hilfsaktion "Menschen helfen Menschen" versteigert. Bestehen bleiben soll der Würselener Wall zum Bau von Terrassenhäusern in Hanglage. An der Krefelder Straße sollen neben Grünflächen ein Hotel (Ecke Merowinger Straße) und ein Supermarkt (Bereich alte VIP-Zelte) entstehen.

Zusammen mit dem Reitstadion in dem jährlich der CHIO stattfindet, und der gegenüber liegenden Eissporthalle, bildet der Neue-Tivoli den Sportpark Soers. Der erste Spatenstich zum Bau der Neuen Arena erfolgte am 17. Mai 2008. Aus 3.186 Beton-Fertigteilen wurde das Stadion zusammengesetzt. Die letzten Tribünenteile wurden Ende Februar 2009 eingesetzt, nachdem im Monat zuvor bereits mit der Montage der ersten Dachteile begonnen worden war. Bauherr, Eigentümer und Betreiber ist die vom Verein dafür eigens gegründete Alemannia Stadion GmbH, welche ein 100 prozentiges Tochterunternehmen der vereinseigenen Alemannia Aachen GmbH darstellt die den Spielbetrieb des Profikaders leitet. Der Traditionsname TIVOLI wurde übrigens erhalten bzw. auf die neue Anlage übertragen, indem man ihn via Schuldverschreibung für insgesamt ca. 4,2 Millionen Euro an die eigenen Fans verkaufte.
Das Stadion wurde am 12. August 2009 mit einem Freundschaftsspiel gegen den belgischen Zweitligisten Lierse SK eröffnet. Das Spiel endete 2:2 Unentschieden. Das erste Tor im neuen Stadion gelang dabei dem Lierser Mohamed El-Gabas. Das erste Pflichtspiel fand am 17. August 2009 gegen den FC St. Pauli statt. Die 2. Liga Partie am ersten Spieltag endete mit einer 0:5 Heimniederlage für die Alemannia und stellt die höchste Aachener Heimniederlage der Zweitliga-Geschichte dar.

Gleich in ihrem ersten Spiel gewannen die Auer Veilchen mit 5-1 im Neuen-Tivoli. Foto: Burg (17. April 2011)


Das Stadion weist eine Kapazität von 32.960 Plätzen auf, die sich wie folgt verteilen: 11.681 Stehplätze, davon allein 10.584 auf der Südtribüne auf denen die Heimfans stehen, die restlichen 1.097 Stehplätze befinden sich im Gästeblock, 19.345 Sitzplätze, 1.348 Business-Seats, 28 Logen mit je zwölf Plätzen, 100 Behinderten-Plätze sowie 110 Presseplätze. Zusätzlich bieten zwei Eventlogen Raum für weitere 40 Gäste. Um den Service für behinderte Fans weiter zu verbessern, wurden von den Behindertenplätzen zehn Plätze für Sehbehinderte geschaffen, die das Geschehen auf dem Rasen mittels einer speziellen Sendetechnik von einem eigenen Reporter geschildert bekommen.
Die anderen 90 Plätze sind den Rollstuhlfahreren vorbehalten.
Für den Fall eines internationalen Spieles reduziert sich die Kapazität durch Umrüstung der Steh- in Sitzplätze auf 27.250 Plätze. Dieser Fall trat zum ersten Mal am 13. Mai 2010 beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Malta ein. Für den 7. Juni 2011 ist ein Freundschaftsspiel der deutschen Frauen-Nationalmannschaft gegen die Niederlande geplant.

Da das langjährige Stadion der Alemannia in diversen Punkten nicht mehr modernen bau- und sicherheitsrechtlichen Vorschriften entsprach und angesichts des Aufstiegs in die 1. Bundesliga nach der Saison 2005/06 eine größere Kapazität in Angriff genommen werden sollte, entschied sich der Verein zu einem kompletten Neubau. Das Projekt war vor allem unter langjährigen Fans der Alemannia lange Zeit umstritten. Da ein Aus- oder Umbau des "alten" Tivolis aus rechtlichen Gründen nicht in Betracht kam, fanden sich die Fangemeinschaften schließlich auch dank der Nähe des neuen Baugrundes zur bisherigen Spielstätte mit dem Neubau ab.
Ganz bewusst haben sich die Verantwortlichen im Wettbewerbsverfahren für ein Einrangstadion entschieden. Das Stadion besticht vor allem durch seine Kompaktheit und die steilen Tribünen. Darüber hinaus arbeiteten die organisierten Fans und Fangruppen zwei Positionspapiere mit realistischen und umsetzbaren Wünschen und Anforderungen an einen Stadionneubau aus, welche beim Stadionbau auch weitgehend berücksichtigt und umgesetzt wurden. So befinden sich beispielsweise die steilen Tribünen so nah wie nach den geltenden Uefa-Regularien nur irgendmöglich am Spielfeld. Die erste Zuschauerreihe ist daher nur 80 cm über dem Spielfeldniveau erhöht und der Abstand zum Spielfeld beträgt an den Seiten nur 6 Meter, hinter den Toren 7,5 Meter. Hoch liegende Mündlöcher ermöglichen den Fans nicht nur den fast hautnahen Kontakt mit den Spielern, sondern sorgen auch für ein stimmungsvolles Kamerabild. Das markante gelbe Metalldach des Stadions ist zur Förderung einer lauten Akustik sehr tief angeordnet und liegt nicht wie sonst üblich oben auf der Tragkonstruktion auf, sondern befindet sich stattdessen darunter. Die Stadionarchitektur des Tivolis ist klar, einfach und puristisch gehalten und orientiert sich in Teilen an seinem Vorgänger, dem alten Tivoli in Aachen.

Der Verein wurde am 16. Dezember 1900 unter dem Namen Fußballklub Aachen von 18 Schülern des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums, der Oberrealschule und des Realgymnasiums, die auf dem Marienthaler Kasernenhof zusammen trainierten, gegründet. Da der Name 1.FC Aachen gerade durch einen kurz zuvor gegründeten und bald wieder aufgelösten Verein vorweggenommen wurde, gab man sich den Namen "Alemannia Aachen". Der Name Alemannia soll das Deutschtum im äußersten Westen betonen. Nach der Fusion mit dem Aachener TV 1847 am 17. September 1919 hieß der Verein Aachener TSV Alemannia 1847. Am 26. Januar 1924 trennten sich beide Clubs wieder und der Verein erhielt seinen Namen Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1900 e.V., den er bis heute trägt. Am 12. Juni 2010 gab der Sportdirektor Erik Meijer auf der Mitgliederversammlung eine Änderung des Vereinswappens bekannt. Das traditionelle Wappen, welches erstmals 1925 auftauchte, kehrte zur Saison 2010/11 wieder auf die Trikots der Spieler zurück. Als erster Verein in Deutschland durchbrach am 14. Spieltag der aktuellen Saison Alemannia Aachen die Schallmauer von 1.000 Zweitliga-Spiele. Diese Zahl muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: 1.000. Zum Vergleich: Beim Spiel am Sonntag gegen Aachen bestreiten die Auer ihre 222. Begegnung in der 2. Bundesliga.

Blick von der Südtribüne (Bittburger Wall). Hier haben die Alemannia-Fans ihre neue Heimat. Foto: Burg (17.April 2011)

Die Strecke zur alten Kaiserstadt Aachen geht westwärts über Eisenach, Gießen und Köln. Über die A4 wie gewohnt über Hermsdorfer Kreuz und Eisenach bis zum Kirchheimer Dreieck. Dort auf die A7 (Richtung Fulda) abbiegen und 2 Km später weiter auf der A5 (Richtung Gießen) orientieren. Ab Reiskirchener Dreieck die A480 immer in Richtung Dortmund folgen und über B429/49 (Schnellstrasse) gelangt man nach 27 km auf die A45, die man über Siegen ca. 79 km bis zum Kreuz Olpe/Süd hochfährt. Ab hier weiter auf der A4 (Richtung Köln) bis zum Kreuz Köln-Ost fahren (jetzt sind es noch 81 Km bis zum Stadion) und dann weiter auf den Kölner Ring (Süd-Ring) immer in Richtung Aachen bleiben. 51 km nach dem Kreuz Köln-West ist das Aachener-Kreuz erreicht. Hier auf der A4 in Richtung Niederlande (Antwerpen) bleiben und an der nächsten Abfahrt (AC-Zentrum) abfahren. Nach ca. 1,5 km auf der Krefelder Straße (B57) stadteinwärts, liegt der „Tivoli“ unübersehbar auf der rechten Seite. Für Gästefans und Ortsfremde ist schon von Weitem erkennbar, dass es sich um das Stadion von Alemannia Aachen handelt. Genau wie die Sitze im Inneren ist auch die Dachkonstruktion ganz in Gelb gehalten. An der zur Krefelder Straße hin orientierten Ostfassade des Stadions befindet sich ein Fanshop und die Fankneipe mit dem selbstironischen Namen "Klömpchensklub", welcher gleichzeitig ein traditioneller Spitzname für die Alemannia Aachen selber ist und liebenswert verniedlichend auf eine allgemeine Unprofessionalität im Klub anspielt. Darüber prangt der großdimensionierte, weithin sichtbare und abends beleuchtete Schriftzug mit dem Stadionnamen "TIVOLI".

Nach Angaben des Vereins sollen über 7.500 Parkplätze zur Verfügung stehen, die zum überwiegenden Teil von der APAG, der Aachener Parkhaus GmbH, bewirtschaftet werden. Je nach Entfernung zum Stadion gibt es Parkplätze zum Preis von 3 Euro, 5 Euro oder 15 Euro. Drei Parkplätze P5a, 5b und 5c sind u.a. am alten Tivoli-Stadion eingerichtet. Einfach am Neuen-Tivoli vorbeifahren und dann rechts halten.

Gästeblock N1 im Neuen-Tivoli mit Toten Winkel. Foto: Archiv

Die Gästeblöcke im neuen Tivoli befinden sich auf der Nordseite im Nord-West Eckbereich (Stehplatz Block-N1) und unmittelbar links daneben im Sitzplatzbereich der Tabac Original Tribüne der Block-N2. Der Stehplatzblock wurde in der Diagonalen oberhalb des Marathontors eher etwas „unglücklich“ platziert. Weitere Nachteile des Gästeblocks sind zum einen, daß der Stehplatzbereich mit nur 1.097 Plätze sehr klein ist, im Gegensatz zu dem über 10.000 der Heimfans, die eine komplette Hintertortribüne nutzen können und daß zusätzlich noch eine Mauer rechter Hand zur Haupttribüne hin einen gewissen Anteil (Toter Winkel) dieses Stehplatzblockes faktisch unnutzbar macht.Wer es nicht glaubt, sollte sich vor Ort überzeugen. Aber das kannte man ja schon aus dem alten Tivoli. Dort konnte man aber durch die verglaste Seite der Haupttribüne hindurchschauen.

Navi-Adresse: Krefelder Str. 205 | 52070 Aachen

Entfernung Aue – Aachen ca. 580 km. Ist zugleich die weiteste Auswärtsfahrt in dieser Saison.


Schon fast Geschichte: der alten-Tivoli im November 2011. Im Hintergrund das neue Stadion (rechter Kran). Foto: diekartoffelkaefer.de


Alle ausführlichen Informationen zum Parken unter: www.alemannia-aachen.de/tivoli/anreise/
Geschrieben von Burg am 06.12.2011, 22:26   (1656x gelesen)