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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN HAMBURG

Hamburg – So., 9. Dezember 2012 – Stadion Millerntor (Anstoß 13.30 Uhr)

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist mit 1,7 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und eines der 16 Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland. Hamburg ist also sowohl Stadt als auch Staat. Wirtschaftlich und kulturell ist Hamburg auch das Zentrum ganz Norddeutschlands. In der Metropolregion Hamburg leben 3,5 Millionen Menschen - für sie ist Hamburg Einkaufs- und Kulturmetropole.

Blick auf die Rückfront der Südtribüne aus Richtung Budapester Strasse. Die offizielle Eröffnung der Südtribüne fand am 18. Juli 2008 mit einem Spiel St. Pauli gegen die Kubanische Nationalmannschaft (7-0) statt. Foto: Burg (August 2011)

Das Stadtgebiet ist mit 755 Quadratkilometern siebenmal größer als Paris und zweieinhalbmal größer als London. Deswegen verfügt Hamburg über eine besonders hohe Lebens- und Wohnqualität. Mit 30 Quadratmetern Wohnfläche pro Person hat Hamburg die größte durchschnittliche Wohnfläche aller Großstädte der Welt.


Allein 14% des Stadtgebiets sind Grün- und Erholungsflächen. Hamburg hat 2.302 Brücken, mehr als Venedig und Amsterdam zusammen. Mit über 90 Konsulaten steht Hamburg nach New York an zweiter Stelle in der Welt. Der Hamburger Hafen ist die Drehscheibe für den Handel mit Ost- und Nordeuropa. Als Containerhafen nimmt er den zweiten Platz in Europa und den siebten Platz in der Welt ein. Er ist 120 km vom Meer entfernt und kann trotzdem von den größten Containerschiffen der Welt angelaufen werden.

Bereits seit dem Beginn der 20er Jahre ist der FC St. Pauli auf dem Heiligengeistfeld heimisch. Der erste Anstoß dort erfolgte bereits kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Die Anlage wurde aber im Zweiten Weltkrieg jedoch völlig zerstört. Nach 1945 wurde die Anlage sogleich wieder aufgebaut und musste 1961 wegen der Internationalen Gartenbauausstellung zum heutigen Standort „umgesetzt“ werden. Eingeweiht werden konnte es jedoch erst im Jahr 1963 – zuvor stand die Spielfläche regelmäßig unter Wasser, denn man hatte den Einbau einer Drainage vergessen.

1970 wurde das Stadion zu Ehren des ehemaligen Präsidenten Wilhelm Koch (Amtszeit von 1933 bis 1945 sowie 1947 bis 1969) in Wilhelm-Koch-Stadion umbenannt. Am 30. Oktober 1998 wurde dann auf einer turbulenten Jahreshauptversammlung gegen den Wunsch der Traditionalisten des Vereins beschlossen, die Spielstätte erneut in Millerntor-Stadion umzubenennen, da Wilhelm Koch einstmals ein Mitglied der NSDAP war, dies aber wahrscheinlich nur geworden ist, weil er sich, wie die meisten „Sportführer“, dem politischen Druck beugen musste. Seit der Saison 1999/00 heisst die Spielstätte des FC St. Pauli wieder „Millerntor-Stadion“. Auf der Jahreshauptversammlung am 18. November 2007 beschlossen die Mitglieder des FC St. Pauli mit großer Mehrheit, dass der Name "Millerntor-Stadion" nicht zu Zwecken der Werbung, des Sponsorings, der sonstigen Erhöhung der finanziellen Einnahmen oder als Gegenleistung für finanzielle Zuwendungen an den Verein oder verbundene Gesellschaften verkauft, erweitert oder verändert werden darf.

Es war über lange Jahre technisch veraltet, dauerhaft renovierungsbedürftig und erfüllte die Ansprüche moderner Fußballarenen bei Weitem nicht. Trotzdem war und ist das Hamburger Millerntorstadion weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt und bei den Hamburgern beliebt. Das Stadion liegt im Gegensatz zu vielen anderen Stadien im Profi-Fußball zentral in der Stadt am Rande des großen Heiligengeistfeld unweit von Michel, Hafen und Reeperbahn und ist ein Ort der Innovation was Fußball-Kultur und Fanszene betrifft. Es gilt als das Tollhaus im bezahlten Fußball. Die Heimstätte der Kiezkicker verwandelt sich bei Heimspielen regelmäßig zu einer kollektiven Party. Im Laufe der Zeit wurde das Stadion noch einige Male umgebaut. So musste das maximale Fassungsvermögen von einst 32.000 Zuschauern aus Sicherheitsgründen in mehreren Einzelschritten über die Jahre verteilt auf 20.629 verringert werden. Es gibt eine jahrzehntelange „unendliche Planungsgeschichte“ um einen möglichen Um- bzw. Neubau („Sport-Dome“, „Weisener-Arena“), der allerdings bisher hauptsächlich an den knappen Vereinsfinanzen gescheitert ist. 2005 wurde vor dem Achtelfinalspiel im DFB-Pokal gegen Hertha BSC aus Sicherheitsgründen das marode Stadion nochmals um 829 Plätze verkleinert und hatte ein Fassungsvermögen von 19.800 Plätzen.

Blick aus dem Gästeblock im Millerntorstadion. 2. Bundesliga: FC St. Pauli vs. Aue 2-3 (November 2011). Linker Hand: die alte Gegengerade vor dem Abriss. Foto: Burg

Das Stadion wird seit Dezember 2006 runderneuert und auf eine Kapazität von zukünftig 27.500, eventuell sogar 30.000 Zuschauern gebracht werden. Im Laufe des Umbaus wurde jeweils nur eine der vier Tribünen abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, während die restlichen Tribünen zeitgleich für den normalen Stadionbetrieb verwendet wurden. Seit der Fertigstellung der ersten beiden neuen Tribünen, der Südtribüne (November 2007 ) und der Haupttribüne (August 2010), bietet das Stadion aktuell Platz für 24.800 Zuschauer. Im Sommer 2012 begann dann der Abriss der alten Gegengerade. Schon beim zweiten Saison-Heimspiel im September gegen Aufsteiger Sandhausen wurde die Baustelle zur teilweisen Nutzung freigegen. Anfang Dezember soll die gesamte Tribüne mit 10.000 Steh- und 3.000 Sitzplätzen eingeweiht werden. Die Fertigstellung der letzten neu zu bauenden Nordtribüne ist spätestens für 2014 geplant. Die Nordtribüne des Millerntorstadions, indem sich auch der Gästebereich befindet, wurde im Frühjahr 2008 von der Nüssli GmbH, Spezialist für mobile Tribünenlösungen, mit einer zusätzlichen überdachten Sitzplatztribüne vor den bereits bestehenden Stehplätzen, ausgestattet. Alle Sitze wurden im besonderen „St. Pauli-Braun“ gefertigt.

In der Eckbebauung, zwischen Süd- und neuer Haupttribüne, entstandt die weltweit erste Kindertagesstätte in einem Fußballstadion für ca. 100 Kinder. Die Kita „Piraten-Nest“ wurde am 15. November 2010 eröffnet.



Vereinswappen aus Beton auf dem Vorplatz der Südtribüne. Foto: Burg (Mai 2008 )

Die Geschichte des Betonwappens ist ebenso kurios wie bewegt: Der Zweite Weltkrieg war gerade zu Ende, da wollte der Präsident von Rasensport Harburg die hochgelobte "Wunderelf" des FC St. Pauli für ein Freundschaftsspiel engagieren. Da besagter Präsident gleichzeitig Inhaber eines Bauunternehmens war, einigte er sich 1946 mit den St. Paulianern auf eine ungewöhnliche Antrittsprämie: ein in Beton gegossenes Vereinswappen. Das Wappen wurde bald geliefert. Das verabredete Spiel jedoch geriet in Vergessenheit und fand nie statt.
Das drei Meter hohe Betonmonument thronte zunächst auf dem Eingangstor des damaligen Stadions an der Ecke Glacischaussee/Budapester Straße. Als das Millerntor-Stadion Anfang der 60er Jahre an seinen heutigen Platz verlegt worden war, "wanderte" das Wappen auf den Vorplatz der Südkurve an der Budapester Straße. Dort steht es noch heute.
Das ursprünglich betongraue Wappen ist mittlerweile braun, weiß und rot bemalt. Ein "Teer und Federn"-Attentat von HSV-Fans in der Nacht vor einem Regionalliga-Derby im Mai 2004 hat das Schmuckstück unbeschadet überstanden. Einige St. Pauli-Fans revanchierten sich für die Attacke auf kreative, wenn auch illegale Weise: Sie lackierten Uwe Seelers überdimensionalem Bronzefuß vor dem HSV-Stadion die Fußnägel braun-weiß. Quelle: Spiegel
Die Fahrt nach Hamburg könnte Anfangs über die A4 gehen bis zum Hermsdorfer Kreuz und dann weiter die A9 (Richtung Berlin) bis zum Schkeuditzer Kreuz. Ab hier in Richtung Magdeburg halten (A14) und am Kreuz Magdeburg auf die A2 in Richtung Braunschweig|Hannover weiterfahren auf der man bis zum Kreuz Hannover-Ost bleibt. Jetzt auf die A7 in Richtung Hamburg abbiegen und ca. 125 Km bis zum Horster Dreieck fahren. Hier nun weiterfahren auf der A7 in Richtung Flensburg und Kiel, durch den Elbtunnel und danach die 2. Abfahrt (Hamburg-Bahrenfeld) nach dem Elbtunnel abfahren. Nun rechts auf die Von-Sauer-Strasse (Achtung! hier steht ein Blitzkasten...) fahren. Die Strassenführung wird wenig später zur Bahrenfelder Chaussee (B431) und zur Stresemannstraße (B4) und man bleibt immer auf dieser geradeaus ca. 5 Km in Richtung Centrum bzw. Landungsbrücken bis zur Kreuzung „Neuer Pferdemarkt“. Diese Kreuzung ist erreicht wenn diagonal links eine Kneipe im roten Backsteinbau („Feuerstein) auftaucht. Hier jetzt links abbiegen (Richtung Messe|CCH) auf die Straße „Neuer Kamp“. Kurze Zeit später erscheint rechts eine JET-Tankstelle und die U-Bahn Station „Feldstrasse“. Ab hier geht der Fußweg zum Gästeblock des Millerntorstadions (Nordkurve) und auch zum Busparkplatz für die Fanbusse. Bis zu 5 Fanbusse sollen dort Platz habe. Fährt man auf der Straße weiter (wird zur Feldstrasse), an der U-Bahn Station, dem Bunker und einer weiteren Tankstelle vorbei, kann man danach rechts auf den Heiligengeistfeld gegen Gebühr parken. Weitere Parkmöglichkeiten bestehen, wenn auch begrenzt, entlang der Feldstrasse und der Glacischaussee. Einfach diese beiden Strassen ins Navi eingeben.

Sollte es zu Stau vor dem Elbtunnel (A7) kommen kann man Alternativ ab dem Horster Dreieck über die A1 zum Millerntor Stadion fahren. Am Kreuz Hamburg-Süd weiter in Richtung HH-Centrum auf die A255 die später in die B4/75 übergeht. An der Ausfahrt Centrum links abbiegen und immer auf der B4 bleiben. Über die Amsinkstraße, Högerdamm, Willy-Brandt-Strasse und Ludwig-Erhard-Strasse bis zur Budapester Straße die B4 nicht verlassen. Man kommt an der Kreuzung „Neuer Pferdemarkt“ (Kneipe im roten Backsteinbau „Feuerstein“ rechter Hand) und biegt hier rechts ab (Richtung Messe|CCH) auf die Straße „Neuer Kamp“. Bis zur JET-Tankstelle und U-Bahn Station „Feldstrasse“ dort geht es zum Eingang Gäseblock.

Navi-Adresse: Heiligengeistfeld 1|20359 Hamburg. Alternativ: Glacischaussee oder Feldstrasse

Entfernung Aue – Hamburg|St. Pauli ca. 545 Km.
Geschrieben von Burg am 05.12.2012, 22:20   (745x gelesen)