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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN KAISERSLAUTERN

KAISERSLAUTERN, 17. August 2013 - Fritz-Walter-Stadion

Kaiserslautern liegt 251 Meter über dem Meer am nordwestlichen Rand des Pfälzerwaldes im Kaiserslauterer Becken. Die Stadt wird im Süden und Osten von bewaldeten Höhen wie dem Humberg oder dem Kahlenberg und im Norden vom Rothenberg umrahmt und dehnt sich im Westen in das Landstuhler Bruch aus, das im Süden von der Sickinger Höhe begrenzt wird.

Die zahlreichen Erweiterungen und Modernisierungen der Tribünen seit 1972 sowie der Ausbau zur Fifa WM 2006 erfolgten nach Plänen der Fiebiger GmbH Architekten + Ingenieure unter der Leitung des Architekten Folker Fiebiger (Kaiserslautern). Foto: fatbudda.org

Kaiserslautern lebt von den Gegensätzen. Für eine Großstadt ist sie eher beschaulich. Für eine internationale Stadt ist sie unglaublich ursprünglich geblieben. Für eine Stadt mitten im Pfälzerwald ist sie dank hervorragender Infrastruktur bestens erreichbar. Und für eine historische Stadt ist sie unglaublich modern.. Die Stadt liegt am nordwestlichen Rand des Pfälzerwaldes im Süden des Landes Rheinland-Pfalz. Sie hat den Status einer kreisfreien Stadt und ist gleichzeitig Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Kaiserslautern und der Verbandsgemeinde Kaiserslautern-Süd.


Die Stadt hatte laut Zensus 2011, 96.963 Einwohner und ist damit neben Trier, Mainz, Ludwigshafen und Koblenz ein Oberzentrum des Landes Rheinland-Pfalz. Hinzu kommen knapp 48.000 US-Amerikaner (Soldaten, ehemalige Soldaten, amerikanische Zivilangestellte und ihre Familienangehörigen), die in Kaiserslautern und auf dem Luftwaffenstützpunkt Ramstein Dienst tun und in Stadt und Landkreis wohnen. Die Kernstadt, ohne eingemeindete Dörfer, zählt etwa 85.000 Einwohner.

Das Gebiet der Kaiserslauterer Kernstadt ist traditionell in Fünftel eingeteilt, die durch die Farben blau (Südwesten), weiß (Westen), gelb (Nordwesten), rot (Nordosten) und grün (Südosten) gekennzeichnet wurden. Diese Einteilung spiegelt sich noch beispielsweise in den althergebrachten Emailleschildern mit der Hausnummer, die durch die Farbe auch die Zugehörigkeit zum Fünftel angeben; auch die Farbe der alten, an Hauswänden angebrachten Straßenschilder oder Namen wie Rote Apotheke und Grüne Apotheke beziehen sich auf die Fünftel. Die Gliederung wurde durch die französische Besatzungsverwaltung im 18. Jahrhundert eingeführt. Verwaltungstechnisch haben die Fünftel keine Bedeutung mehr.

Blick von der Nordtribüne. Foto: Burg (28.10.2007 | FCK vs. Aue 2-0)


Das Fritz-Walter-Stadion befindet sich auf dem sagenumwobenen Betzenberg, oder kurz "Betze" wie ihn die Pfälzer nennen und thront wie eine Herrscherburg hoch über der Stadt. Seinen heutigen Namen erhielt das Stadion am 2. November 1985, anlässlich des 65. Geburtstags des Ehrenspielführers der Nationalmannschaft, Fritz Walter. Zuvor wurde es schlicht Betzenbergstadion oder Stadion auf dem Betzenberg genannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg trug das Stadion für kurze Zeit den Namen „Stade Monsabert“, benannt nach dem Befehlshaber der französischen Besatzungsstreitkräfte, General Joseph de Goislard de Monsabert.
Es sind vorallem die Abendspiele, die ihren ganz eigenen Reiz im Fritz-Walter-Stadion haben. Deshalb gehört das Stadion wohl zu den magischsten unter Deutschlands Fußballarenen. Wenn man dieses Stadion sieht, und die Art, wie es sich über der Stadt erhebt, dann wird einem klar, dass Kaiserslautern eine Fußballstadt sein muss. Davon konnten sich am 15. Oktober 2006 ca. 2.500 Auer Schlachtenbummler mit eigenen Füßen und Augen überzeugen. Trotz der 4-0 Niederlage bereuten die meisten mitgereisten Fans in keinster Weise ihre damals Erste Fahrt in die Pfalz. Eins war schnell klar: Hier wird der Fußball noch gelebt und Pfälzer feierten mit Erzgebirger vor und nach dem Match. So muss es sein. Tradition steht hier noch an erster Stelle. Fast überall wurde man als Lila-Weißer freundlich begrüßt. Bis heute sorgt allein der Weg hinauf auf die 286 Meter hoch gelegene Erhebung für Gänsehaut. Benannt nach dem 2002 verstorbenen Kapitän der Deutschen Weltmeistermannschaft von 1954 ist das Fritz-Walter-Stadion neben dem Berliner Olympiastadion die wohl geschichtsträchtigste deutsche Arena. Es ist das einzigste Stadion im deutschen Profifussball, das den Namen des größten Kickers seiner Vereinsgeschichte trägt.

Blick aus dem Gästestehplatzblock 17.1 in Kaiserslautern. Gegenüber befindet sich die Westkurve. Auch wenn das Stadion aufgrund seines annähernd rechteckigen Grundrisses schon lange keine der früher für Fußballstadien typischen Kurven mehr aufweisen kann, so wird die Westtribüne (offizieller Name: Karlsberg-Westtribüne) umgangssprachlich nach wie vor als Westkurve bezeichnet. Foto: Burg (28.10.2007)

Durch den Ausbau aller Tribünen in den Jahren vor der WM 2006 hat das Fritz-Walter-Stadion auf dem Betzenberg jetzt eine Kapazität von 49.780 Plätzen (33.310 Sitz- und 16.470 Stehplätze) bei nationalen Spielen - alle Plätze sind überdacht. Bei internationalen Spielen beträgt die Kapazität 48.500 Sitzplätze. Für die Bewerbung als WM-Spielort bauten die Pfälzer ihre traditionsreiche Spielstätte, die seit ihrer Eröffnug im Jahr 1920 vom FCK genutzt wird, munter aus. Die Ausbau Kosten in Höhe von fast 50 Mio. Euro für ein WM gerechtes Outfit bedrohten nachhaltig die Existenz des Vereins. Die schwere finanzielle Krise wurde zur Hauptursache des sportlichen Niedergangs. Im Zuge der Konsolidierung mußte der Verein 2003 das Stadion veräußern. Heute ist der FCK nur noch Mieter in seiner guten Stube.

Die Umbaumaßnahmen für die WM begannen 2002 mit der Osttribüne. Die alte Tribüne wurde um den als Oberrang bezeichneten Bereich erweitert. Das gleiche Spiel wiederholte sich mit der Erweiterung der Westtribüne im Jahr 2004 - auch dort kam ein Oberrang dazu.
Im Zuge dieser Umbau-Etappe wurde zwischen West- und Nordtribüne der Medienturm sowie zwischen Ost- und Nordtribüne der Logenturm errichtet. Im September 2005 wurde schließlich noch das Dach der Südtribüne (Gegengerade) angehoben, damit es auf gleicher Höhe mit der West- und Osttribüne ist. Die Umbaumaßnahmen waren neben der zahlreichen finanziellen auch mit technischen Schwierigkeiten überschattet. Während der Erweiterung der Osttribüne musste das beauftragte Bauunternehmen Philipp Holzmann Insolvenz anmelden, was zwischenzeitlich zu einem Baustopp führte. Für Negativschlagzeilen sorgte der Umbau erneut, als am 2. Dezember 2005 das Stadion durch die Stadt Kaiserslautern vorläufig gesperrt wurde und das ursprünglich für den 3. Dezember 2005 angesetzte Bundesligaspiel 1. FC Kaiserslautern gegen Eintracht Franfurt verlegt werden musste, nachdem Schäden am Dach der Osttribüne aufgetreten waren. Zur vorläufigen Sicherung wurden Stützpfeiler eingebaut, die nach der Sanierung vor der WM 2006 wieder entfernt wurden. Für die weiteren Spiele der Saison und während der WM 2006 kam es zu keinen Beeinträchtigungen. Seit der Saison 2010/11 ist auf dem Stadiondach die angeblich größte Solaranlage der Welt auf einem Stadiondach angebracht.

Die Eingänge zum Stadion tragen in Erinnerung die Namen bedeutender ehemaliger Spieler FCK-Nationalspieler. So besitzt das Tor zum Gästebereich-Ost die Bezeichnung „Werner-Liebrich-Tor“. Foto: Burg (Oktober 2010)

Die Fahrt in die Metropole der Westpfalz geht über Hof, Nürnberg und Heilbronn. Zuerst auf die A72 und über Plauen und Hof später dann weiter auf der A9 bis zum Kreuz Nürnberg-Ost fahren. Die ersten 216 km sind bis hierher absolviert. Nun auf die A6 in Richtung Heilbronn und auf dieser ca. 213 Km bis zum Dreieck Hockenheim bleiben. Dann ab hier die Saarbrücker Ausschilderung auf der A61 folgen und ca. 38 km bis zum Kreuz Frankenthal fahren. Jetzt wieder auf die A6 und restlichen 40 Kilometer bis zur Abfahrt Kaiserslautern-Centrum auf der A6 bleiben. Hier abfahren und auf der B40 (Mainzer Strasse) in Richtung Zentrum orientieren. Über die Donnerberger Strasse weiter bis deren Ende fahren und dort den Ausschilderungen rechts in Richtung Hauptbahnhof und TU folgen. Auf der Barbarrossastrasse ca. 500 m geradeaus bleiben. Nach passieren (linker Hand) von den NETTO und ALDI Märkten links in die Kantstrasse abbiegen. Nach der kurz darauf folgenden Bahnunterführung könnte man schon im Prinzip mit der Parkplatzsuche beginnen. Eine Möglichkeit wäre bei Getränke Koch. Eine weitere besteht die Zufahrt gegenüber von Getränke Koch zur Speisegaststätte des VfR Kaierslautern Am Stadion „Erbsenberg“ zu nutzen. Dort kann man parken inklusiver Stadionkneipe mit preiswertem Essen und Trinken. Das urige alte Stadion Erbsenberg des VfR Kaiserslautern gibt es gratis dazu. Der Rest des Weges bis zum Stadion muss per Fuß erfolgen. Vorteil ist aber, man kommt direkt von der Kantstrasse aus, direkt an der Ostkurve (Gästebereich) heraus. Man kann zwar die Kantstrasse weiter hoch fahren aber später an der AGIP-Tankstelle dürfte Schluss sein. Rechts führt die Fritz-Walter-Strasse bis zum Stadion. Diese ist aber an Spieltagen gesperrt. Fast überall besteht Parkverbot an Spieltagen oder die Anwohner haben ihre privaten Stellplätze markiert.
Alternativ wäre noch die Möglichkeit auf der Barbarrossastrasse weiter zufahren bis zum Hauptbahnhof. Dort gibt es aber auch nur wenige Parkplätze (Am Wochenende ohne Gebühr) und das Stadion ist schon in Sichtweise. Wer kurzfristig Geld braucht, findet in der Nähe des Hbf drei verschiedene Geldautomaten. Der Weg hoch zum Stadion geht dann vom HbF auch per Fuß. Vorbei am Löwenburgkreisel. Dort stehen seit 2004 die 11 Fußballer als Beton-Denkmal. Oben am Stadion angekommen entschädigt der Ausblick aber für den steilen Aufstieg. Zu erwähnen ist noch das Denkmal direkt oben am Eingang zur Westkurve. Den fünf Kaiserslauterer Spieler gewidmet die 1954 den WM Titel errungen für Deutschland.

Denkmal vor der Westkurve. Das Denkmal wurde am 6. Mai 2006 beim letzten Heimspiel der Saison 2005/2006 gegen den FC Bayern München im Beisein der zwei noch lebenden "Lautrer Helden" Horst Eckel und Ottmar Walter vor dem Bundesligaspiel im Eingangsbereich der Westtribüne eingeweiht. Das vom Lautrer Bildhauer Richard Henkel geschaffene Kunstwerk zeigt die fünf Lauterer WM-Helden von Bern 1954: Werner Liebrich, Fritz Walter, Werner Kohlmeyer, Horst Eckel, Ottmar Walter (von l. n. r.), in der Sekunde ihres größten sportlichen Erfolgs nach dem Abpfiff in Bern, mit Blick auf den Coupe Jules Rimet. Foto: Burg (Oktober 2010)

Parken für die Fußballfans direkt am Stadion soll so gut wie nicht möglich sein. Es sei denn man ist Stunden vor dem Anstoß vor Ort, denn die Zufahrtsstrassen hoch zum Stadion werden ab einem bestimmten Zeitpunkt komplett gesperrt. Dann ist nur Besuchern mit Sonderausweisen wie z. Bsp. Presse und TV oder den Vereins Offiziellen die Zu- oder Auffahrt gestattet. Stadionbesucher können und sollten auf das gut ausgebaute und kostenlose Park & Ride - System der Stadt Kaiserslautern zurück greifen. Der Pluspunkt für Fans:
Die Eintrittskarte ins Stadion gilt bereits ab vier Stunden vor Spielbeginn gleichzeitig als Fahrkarte in den Linienbussen der Technischen Werke Kaiserslautern (TWK) und natürlich in den P&R – Bussen. Der Weg zu den Park & Ride - Parkplätzen ist durch ein spezielles Schild gekennzeichnet. Von den P&R – Plätze (z. Bsp. Messeplatz oder Schweinsdell), bringen Pendelbusse die Fans im 10-Minuten-Takt ab zwei Stunden vor Spielbeginn kostenlos zum Stadion.

Die Gästebereiche befinden sich in der Osttribüne. Eingang: Werner Liebrich Tor. Stehplatz Block 17.1. Sitzplätze daneben im Block 18.1 und darüber in den Blöcken 17.2./17.3 und 17.4. Besonderheit diesmal, das auch in den Stehplatzblock 17.1 wegen des Länderspieles gegen Paraguay noch die Sitzschalen drin sind!
Im gesamten Stadion – auch im Gästebereich – ist eine Bezahlung ausschließlich über JustPay-Karten möglich.

Naviadresse. Kantstrasse 5-7 | Kaiserslautern. Alternativ: Erbsenberg

Entfernung Aue - Kaiserslautern ca. 515 Km.


Blockplan Kaiserslautern. Quelle: der-betze-brennt.de
Geschrieben von Burg am 13.08.2013, 19:03   (869x gelesen )