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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN MÜNCHEN

MÜNCHEN, Allianz Arena - Sa. 21. September 2013 (Anstoß 13.00 Uhr)

Die im Jahre 2005 eröffnete Allianz Arena, die Heimstätte der beiden Münchener Vereine FC Bayern und TSV 1860, ist als reine Fußball-Arena konzipiert worden.

Allianz Arena München. Blick aus dem Gästeblock. Foto: Burg (Dezember 2007)

Die Arena war Spielort der Fußball-WM 2006 und war 2012 Austragungsort des Champions-League-Endspiels FC Bayern München vs. Chelsea FC. Zuerst im gemeinsamen Besitz von FC Bayern und 1860 München, kaufte der FC Bayern später die Anteile des TSV 1860 und ist nun alleiniger Eigentümer. Die Löwen sind nur noch Mieter beim verhassten Lokalrivalen. Für viele Sechziger Fans eine Situation die schwer zu ertragen ist.

Mit 71.137 komplett überdachte Plätze (inkl. Logen und Business-Seats) ist die Allianz-Arena das drittgrößte Stadion in Deutschland, lediglich das Berliner Olympiastadion und das Westfalenstadion in Dortmund fassen mehr Zuschauer. Die Besonderheit dabei: Als einziges deutsches Stadion und eines von wenigen weltweit bietet die Allianz Arena drei vollständige übereinander liegende Ränge.


Zu Beginn der Saison 2012/13 wurde eine Erweiterung der Stadionkapazität auf 71.137 durchgeführt, bei der im Oberrang zwei weitere Sitzreihen installiert wurden. Bei internationalen Spielen erhöht sich dabei die Stadionkapazität auf 67.812 Zuschauer. Im achten Betriebsjahr der Arena wurde außerdem im September 2012 zum zehnten Mal ein neuer Rasen verlegt. Aufgrund des Windsoges kann es jedoch passieren, obwohl alle Plätze überdacht sind, das Regen auf Teile der Ränge fällt. In der Winterpause 2005/06 wurden, um den Komfort weiter zu steigern, die Eingänge der Hauptverteilerebene mit Toren versehen, welche bei Spielen heruntergefahren werden. Dadurch bläst der Wind während der Spiele nicht mehr so stark über die Zuschauerränge. Bei hochgefahrenen Toren wird der Rasen besser belüftet.

Auffälligstes Merkmal der Allianz Arena im Münchener Norden, ist ihre Hülle. Riesige Gebläsestationen unter dem Dach sorgen für einen permanenten Überdruck in den 2.760 Kissen und damit für die gleichmäßigen Wölbungen. Schweizer Architekten entwickelten die durchsichtige, teflonbeschichtete und daher selbstreinigende Stadion-Umhüllung, die ständig mit getrockeneter Luft aufgeblasen und und beleuchtet werden kann. Die Beleuchtung der Kissen kann für jedes Kissen getrennt wahlweise in Rot, Blau oder Weiß und in mehreren Helligkeitsstufen erfolgen, je nach gastgebendem Team, wobei Weiß bei Länderspielen verwendet werden soll. Bei Beleuchtungskosten von nur ca. 50 € pro Stunde wird eine so große Leuchtkraft erzeugt, dass die Allianz Arena in klaren Nächten auch noch von österreichischen Berggipfeln, d.h. aus einer Entfernung von über 75 Kilometern, deutlich sichtbar ist. Unter dem Dach sind Rollos angebracht, die während des Spielbetriebes zum Schutz vor Sonnenlicht geschlossen werden können. Auf Grund der anfangs stetigen Wechsel der Stadionfarbe ereigneten sich laut Polizeiangabe täglich durchschnittlich zehn Unfälle mehr. So ist es am Abend nur noch erlaubt, jede halbe Stunde das Stadion in eine Farbe zu tauchen (keine Kombinationen mehr, wie rot-weiß und blau-weiß u.a.).

Namensgeber des Stadions ist die Allianz AE, welche sich die an dem Stadion für 30 Jahre gegen Zahlung von Sponsorengeldern gesichert hat. Gemäß der UEFA-Statuten darf der Stadion-Sponsor bei internationalen Spielen (Länderspiele, Champions/Europa League etc.) nicht genannt werden. In diesen Fällen wird alternativ der Name "FIFA WM-Arena München", oder auch nur "Arena München" verwendet. Die Baukosten des Stadions betrugen rund 286 Millionen Euro (Gesamtkosten inkl. Finanzierungskosten: 340 Millionen Euro). Die Rückzahlung der Kredite läuft indes schneller als ursprünglich erwartet. Nach aktuellen Berechnungen sollen die Verbindlichkeiten bereits im Jahr 2018 getilgt sein. Das ursprüngliche Finanzierungsvorhaben ging von einer zehn Jahre längeren Laufzeit bis 2028 aus. Die Arena wurde am 30. Mai 2005 mit einem Freundschaftsspiel zwischen dem TSV 1860 und dem 1.FC Nürnberg eröffnet. Das erste offizielle Tor erzielte für den TSV 1860 Patrick Milchraum. Das Spiel endete 3:2 (1:2) für die Löwen.

Kein Bayern Anhänger trauert dem alten Olympiastadion hinterher – beim Lokalrivalen 1860 München sieht das anders aus. Nach jahrelangen Diskussionen um die Heimspielstätte der Löwen, wird bei 1860 München nun über einen kompletten Neubau laut nachgedacht und damit das Mieterdasein in der Allianz Arena hinter sich zu lassen. Einige Orte, so in München Riem, wurden schon ins Auge gefasst. Bis es zu einem neuen Stadion kommt, müssen jedoch zunächst die Fragen nach der Finanzierung, dem Standort und des Auszugs aus der Allianz Arena geklärt werden. Der aktuelle Mietvertrag mit dem FC Bayern läuft noch bis in das Jahr 2025. Der Zuschauerschnitt ist für Zweitligaverhältnisse zwar hoch, doch in der riesigen Arena wirken die Fans ein wenig verloren. Der obere dritte Rang blieb in der Vergangenheit gleich ganz geschlossen und wird dann nur noch für Werbezwecke verwendet.

Der FC Erzgebirge Aue gastierte bereits 6 mal in der Allianz-Arena. Bisher stehen 3 Remis und 3 Niederlagen zu Buche. Zum allerersten Besuch dort am 20. November 2005 gab es die größte Zuschauerzahl die je zu einem Auer Pflichtspiel gezählt wurden: 51.700.
Alle Gastspiele in der Allianz-Arena auf einem Blick:
2005/06 | So. 20.11.2005 - 1:1 (ca. 11.000 )
2006/07 | Mo. 18.12.2006 - 0:4 (3.700 )
2007/08 | So. 16.12.2007 - 0:5 (1.950 )
2010/11 | Mi. 22.09.2010 - 0:0 (1.250 )
2011/12 | So. 14.08.2011 - 0:4 (1.700 )
2012/13 | Mo. 22.10.2012 - 1:1 (950 )
Zahl in Klammern: anzahl der mitgereisten Auer Fans.


Die Fahrt an den Stadtrand von München, dort wo sich die A9 aus Nürnberg und der Autobahnring (A99) München keuzen, ist ohne große Mühe zu schaffen. Die A72 nehmen und Richtung Hof orientieren. Am „Dreieck Hochfranken“ (vor Hof) kann man sich zwischen 2 Optionen entscheiden. Entweder über die A93 (Regensburg), oder aber bleiben auf der A72 bis zum Dreieck „Bayerisches Vogtland“ und dann weiter über die A9 (via Bayreuth) gen München fahren. In beiden Fällen kommt man wieder am „Dreieck Holledau“ raus. Die Route über Regensburg (A93) ist für Insider beliebter, weil besser zu fahren. Vom „Dreieck Holledau“ sind es auf der A9 noch ca. 42 Km bis zum Kreuz „München Nord“. Hier ist der Tempel (rechter Hand) nicht zu übersehen. Am Kreuz auf der A9 bleiben (Richtung München/Schwabing/Zentrum) und an der nächsten Abfahrt „Fröttmaning-Süd“ die A9 verlassen. Über die Werner-Heisenberg-Allee gelangt man zum Stadion. Das Parkhaus (P1, P2 und P3) ist das größte Europas. Es bietet auf 4 Etagen ca. 9.800 Stellplätze und ist gebührenpflichtig.

Ausreichend Platz bietet die Infastruktur auch für Reisebusse, rund 350 Busparkplätze befinden sich im Norden (240 Stellplaätze) und im Süden (110 Stellplätze) der Arena. Die Gästebusse parken bei Heimspielen des TSV 1860 München auch in dieser Saison auf dem Busparkplatz Nord und werden über das Verkehrsleitsystem aus allen Richtungen dorthin geleitet. Vom Busparkplatz Nord aus kommen die Gästefans über den Eingang Nord (dort befinden sich auch noch Tageskassen für Gästefans) ins Stadion. Auf der Südseite der Arena befinden sich selbstverständlich auch Gästekassen, und zwar im linken der beiden Kassencanyons, wenn man auf die Allianz Arena zuläuft. Die Stehblöcke 109/110/111 (Kapazität 1.648 ) und die darüber liegenden Sitzblöcke 218/219 mit einer Kapazität von 1.450 Plätzen gelten als Auswärtsblöcke bei den Heimspielen der Sechziger. Die Allianz Arena öffnet grundsätzlich bei allen Spielen 2 Stunden vor Anpfiff.

Sie erleuchtet mal in Rot und mal in Blau, manchmal auch in Weiß. Am St. Patrick´s Day (17.3.2013) erstrahlte die Arena in Fröttmaning nun erstmals komplett in Grün erstrahlen - zu Ehren eines berühmten Iren. Die spektakuläre Aktion in der Allianz-Arena ist Teil einer weltweiten "Greening"-Kampagne der Iren. Auch andere berühmte Bauwerke werden am St. Patrick's Day grün strahlen - das Empire State Building, der Schiefe Turm von Pisa oder die Christus-Statue in Rio de Janeiro. Foto: Allianz

Vor dem Spiel 1860 vs. Aue, August 2011. Foto: Burg


Beim Besuch der Allianz-Arena gilt es zu bedenken, dass dort ein externes Zahlungsmittel gilt: Die ArenaCard. Diese Chipkarte (ähnlich einer EC-Karte) ist wie Bargeld, kann bei Verlust nicht zurückerstattet werden und beinhaltet mehrere Funktionen. Denkt vorab daran, die Karte bereits auf der Esplanade im Kassencanyon (vor den Drehkreuzen) zu erwerben bzw. aufzuladen. Eine weitere Möglichkeit, die Karte im Vorfeld aufladen zu lassen, besteht bei den mobilen Verkäufern vor der Arena, sowie direkt in der Arena. Generell ist die Karte mit 10,-€ Guthaben geladen.
Für die Bezahlvorgänge in der Allianz Arena ist die ArenaCard dann an allen Verkaufsständen einsetzbar. Bargeld gibt es in der Allianz Arena nur noch in den Fanshops und im Restaurant Arena à la Carte.
Die Parkgebühr wird bei der Ausfahrt an der Ausfahrtschranke erhoben. Diese beträgt einheitlich 10,00 € und ist nur bargeldlos mit der ArenaCard möglich. Ein Verbleib von nindestens 10,00 € auf der ArenaCard für die Parkgebühr muss also noch vorhanden sein. Bei der Ausfahrt hält man die ArenaCard an das Kartenlesegerät und die Schranken öffnen sich. Alternativ können auch das P+R Parkhaus (ca. 1.200 Stellplätze) Nähe der U-Bahn Station Fröttmaning (U6) genutzt werden. Diese sind etwas preiswerter und kosten für Stadionbesucher nur 8 €. (Stand 2010) Außerdem kann hier mit Bargeld bezahlt werden.
Besucher aus dem Stadt- und MVV-Gebiet Münchens fahren mit der U6 (Richtung Garching-Hochbrücke) bis zur Haltestelle Fröttmaning. Der U-Bahnhof liegt ca. 900 m von der Arena entfernt, diese ist dann zu Fuß über die „Esplanade“ (der begrünte Zugangsweg über den Parkhäusern) zu erreichen.
Taxis haben über den Busparkplatz Nord-Mitte Zufahrt zum Eingang Nord der Arena.

Mehr Infos auch unter www.allianz-arena.de.

Adresse Navi: Werner-Heisenberg-Allee 25 | 80939 München

Entfernung Aue – Allianz Arena ca. 370 Km
Geschrieben von Burg am 15.09.2013, 20:16   (908x gelesen)