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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN BIELEFELD

Bielefeld, SCHÜCOArena - Samstag, 8. März 2014 (Anstoß 13.00 Uhr)

Mit über 328.000 Einwohnern ist Bielefeld die größte Stadt der Region Ostwestfalen-Lippe und deren wirtschaftliches Zentrum. Auf der Liste der größten deutschen Städte steht sie an 18. Stelle. Die erste Erwähnung lässt sich auf den Anfang des 9. Jahrhunderts datieren, als Stadt wird sie als Kaufmannstadt erstmals 1214 bezeichnet. Heute präsentiert sich Bielefeld heute als junge Hochschulstadt mit rund 35.000 Studenten. Der Bielefelder Campus entwickelt sich gerade zu einem der modernsten Hochschulstandorte Deutschlands. Bekannte Marken – wie Oetker, Seidensticker, Schüco oder Alcina - haben ihren Standort im Zentrum der wirtschaftsstarken Region Ostwestfalen-Lippe.

Die SchücoArena in Bielefeld. Foto: Sandra Sanchez|September 2009


Die SchücoArena (traditionell: Bielefelder Alm oder Alm-Stadion; im Grundbuch: Stadion an der Melanchthonstraße, während der Frauen FIFA-WM Stadion Bielefeld) ist das Stadion des Deutschen Sportclubs (DSC) Arminia Bielefeld. Das Stadion an der Melanchthonstraße, dessen Namensrechte am 13. Januar 2004 an die Firma Schüco International KG vergeben wurden, bietet 27.300 Zuschauern Platz und ist im Besitz des Vereins, der es ohne öffentliche Zuschüsse betreibt.


Im Februar 2014 beschloss der Verein und die Fa. Schüco eine Verlängerung des Vertrages über das Stadion-Namensrecht. Bis zum 30. Juni 2017 wird die Spielstätte den Namen des in Bielefeld ansässigen Unternehmens aus der Bauzulieferbranche tragen. Medienberichten zufolge soll der Wert des Namensrechts bei 1,8 Mio. Euro liegen.

Die SchücoArena ist in der heutigen deutschen Stadionlandschaft beinahe ein Unikum: Sie liegt mitten in der Stadt, im studentischen Bielefelder Westen. Vor und nach dem Spiel kann man die Anhänger auf dem nahe gelegenen Siegfriedplatz Ihr Bier trinken sehen, ohne dass sich jemand in überfüllte Shuttle-Busse zwängen muss. Und mag die letzte Ausbaustufe von manchen Geburtswehen begleitet gewesen sein, wie zu enge Sitzreihen auf der neuen Hauptribüne, schlechte Sicht auf den Gästeplätzen und eine oftmals schwache Auslastung, ist doch die enge Bauweise und der „englische“ Charakter der Alm etwas, nach dem man sich an vielen anderen Orten die Finger lecken würde.

Über die Frage, wie es Mitte der 1920er Jahre zu dem für ein Stadion außergewöhnlichem Namen „Alm“ kam, kann heute nur noch spekuliert werden. Nach der am häufigsten genannten Version geht der Name auf das Vereinsmitglied Heinrich Pehle zurück, der beim Anblick des Geländes „Hier sieht es ja aus wie auf der Alm“. sagte. Eine zweite Variante geht auf ein Zitat des späteren Vereinsführers Karl Demberg zurück („Lasst sie man kommen, auf unserer Alm werden wir sie schon knicken!“). Die Handballabteilung des Verein hatte stets die Urheberschaft der Namensgebung für sich reklamiert. Humorvolle Zungen behaupten, dass das Stadion deshalb „Alm“ hieße, weil es der höchstgelegene Bundesliga-Spielort sei – man brauche dort ein Jahr für den Aufstieg und ein Jahr für den Abstieg.


Blick aus der Süd-West Ecke. Diagonal gegenüber der Stehplatz Gästeblock. Foto: Starke (bielefeld.de)
Als die Arminia während der Saison 1995/96 aussichtsreiche Chancen auf den direkten Durchmarsch in die Bundesliga entwickelte, entbrannten neue Diskussionen über einen möglichen Aus- oder Neubau der „Alm“. Das Stadion befand sich zum damaligen Zeitpunkt nicht in einem bundesligatauglichen Zustand. Pläne über Neubauten im „Neuen Bahnhofsviertel“, einem ehemaligen innerstädtischen Industriegebiet oder „auf der grünen Wiese“ zusammen mit dem wurden kontrovers diskutiert. Schließlich einigte man sich darauf, die „Alm“ Stück für Stück auszubauen.
Nach langen Verhandlungen mit den Anwohnern der Melanchthonstraße erreichte der Verein einen Kompromiss, der den Ausbau ermöglichte. Der Verein finanzierte die Ausbauvorhaben zu zwei Dritteln und erhielt dabei von der Stadt Bielefeld und dem Land. Nach dem Ende der Saison 1995/96 wurden die alten Nord- und Westtribünen abgerissen und durch neue, überdachte Tribünen ersetzt. Die neuen Tribünen wurden in Fertigbauweise hergestellt und vor Ort zusammengesetzt. Die Zuschauerkapazität wuchs damit auf 22.512 Plätze.
In den Katakomben der Westtribüne entstanden moderne Umkleideräume sowie Presse- und VIP-Räume. Unter dem Dach wurden vierzig Logen errichtet. Außerdem erhielt die Alm zum ersten Mal eine elektronische Anzeigetafel. Nach dem letzten Heimspiel der Saison 1998/99 wurde die Rasenfläche komplett entfernt, damit die vom DFB vorgeschriebene Rasenheizung eingebaut werden konnte. Ein Jahr später wurde die Südtribüne abgerissen und passend zu den bestehenden neuen Tribünen neu aufgebaut. Auf dem Dach der Südtribüne wurde eine Solaranlage installiert. Die Kapazität stieg auf 26.601 Zuschauer, die die Heimspiele der Arminia fortan verfolgen konnten. Im Sommer 2000 wurde zwischen der Süd- und Osttribüne die neue Geschäftsstelle des Vereins errichtet. Juristisch gesehen gehört der Gebäudeteil allerdings nicht zum Stadion.

Die letzte Ausbaustufe – der Neubau der Gegengeraden (der heutigen Haupttribüne) – wurde nach dem 1. Liga-Abstieg 2003 vorerst nicht weiter verfolgt, mit der Realisierung wurde schließlich erst im Mai 2006 begonnen. Die Initialzündung für den Ausbau gaben gesetzliche Vorgaben bezüglich des Lärmschutzes. Im Zuge des Ausbaus wurde die alte Steh-Gegentribüne abgerissen und eine neue Haupttribüne als reiner Sitzplatzbereich errichtet. Außerdem wurde die Südtribüne in eine reine Stehplatztribüne umgewandelt. Die Zuschauerkapazität steigerte sich damit auf 27.300 Plätze. Die ursprünglich angedachte Erhöhung auf 28.008 Plätze konnte aufgrund baubehördlicher Auflagen nicht verwirklicht werden.
Vor dem Bau regte sich von Seiten der Anwohner Widerstand, was durch mehrere Klagen zu einer Verzögerung des Projektes führte. Durch ein Mediationsverfahren am Verwaltungsgericht Minden konnte eine einvernehmliche Lösung mit den Anwohnern gefunden werden.

Das Stadion zeichnet sich durch seine innenstädtische Lage aus und befindet sich im Stadtbezirk Mitte inmitten eines Wohngebietes. Foto: Starke (2008 ) | bielefeld.de


Besonderes Merkmal der neuen Tribüne ist unter anderem die Glasdachkonstruktion, in die eine neuartige Form von eingebaut wurde. Die Solarzellen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht auf das Dach montiert werden mussten, sondern in dieses integriert wurden. Die Umbauarbeiten konnten wochentags von der Südtribüne aus beobachtet werden. Zudem gab es auf der Vereinshomepage eine Webcam, die rund um die Uhr Bilder der Baustelle lieferte. Die offizielle Einweihung des Stadions wurde am 1. Juni 2008 im Rahmen eines Herbert Grönemeyer Konzertes von vollzogen. Schon vor dem Beginn des eigentlichen Ausbaus wurde der Umbau der Westtribüne zur Schaffung neuer Plätze für die Rollstuhlfahrer, die sich bislang auf der Osttribüne befanden, abgeschlossen. Die Kapazität der Rollstuhlfahrerplätze erhöhte sich von 30 auf 41, dazu kommt die gleiche Anzahl an Plätzen für Begleitpersonen.
Die Finanzierung des Ausbaus wurde zum einen durch Anleihen von Fans (Aktion "Bau auf Blau") und zum anderen durch ein besonderes Stadionkonzept, das eine Kombination aus moderner Zuschauertribüne und Bürokomplex vorsieht, realisiert. In der zweiten Etage ist eine Bürofläche von 1460 m² (3 Büroeinheiten) vermietet worden, in der oberen Etage eine Fläche von 1100 m² (6 Büroeinheiten). Der Bau der Tribüne sollte ursprünglich 11 Millionen Euro kosten, verteuerte sich durch Fehlplanungen aber auf 19 Millionen Euro, was einer der Gründe für die finanzielle Krise des Vereins Arminia Bielefeld ab dem Jahr 2010 ist.

Die Route mit dem Auto nach Bielefeld müsste noch aus den beiden Spielzeiten 2003/04 und 2010/11 bekannt sein. Am 21. November 2003 spielte Aue zum ersten Mal in Bielefeld (1-1) um Punkte. Damals hieß das Stadion noch Stadion Alm und der Gästeblock war auf der alten Gegengeraden. Beim zweiten Mal, im September 2010, sprang ein 1-0 Sieg heraus. Im August 2013 wurde der Abschnitt auf der A72 zwischen Rochlitz und Borna-Süd freigegeben - seither ist die Strecke zwischen Chemnitz und Leipzig durchgängig vierspurig. Seit Juli vergangenen Jahres laufen die Bauarbeiten am vorletzten, 9,5 Kilometer langen Abschnitt der Autobahn 72 zwischen Borna-Süd und Rötha. Die Strecke von Borna-Süd und der Anbindung zur A38 am Kreuz Leipzig-Süd (17 Km) muß deshalb noch auf der alten B95 zurückgelegt werden. Achtung: in der Ortslage Espenhain lauern Blitzer. Am Kreuz Leipzig-Süd dort dann auf die A38 in Richtung Göttingen fahren. Später am Dreieck Drammetal auf die A7 in Richtung Frankfurt/M.|Kassel um am Dreieck Kassel|Süd auf die A44 in Richtung Dortmund abzubiegen. Wenig später den Blitzer (80er Zone) kurz vor der Fulda-Brücke nicht vergessen! Die folgenden 72 Km bis zum Kreuz Wünnenberg|Haaren auf der A44 bleiben und am besagten Kreuz die A33 in Richtung Bielefeld nehmen. Am Autobahnkreuz Bielefeld weiter auf einem neuen Teilstück der A33 bleiben und dem Ziel „Bielefeld" in Richtung Osnabrück bis zur Ausfahrt Nr. 19 Bielefeld-Zentrum und von dort aus der Stadionwegweisung über den Ostwestfalendamm (B61) bis zur Ausfahrt Stapenhorststrasse/Uni/Schüco Arena folgend. Das Stadion liegt etwa 2 km weiter auf dieser Stapenhorststrasse, dann rechter Hand. Es empfiehlt sich jedoch, der Beschilderung zur nahe gelegenen Universiät zu folgen, um dort einen der zahlreichen Parkplätze im Großraum-Parkhaus zu nutzen. An der SchüoArena gibt es nur ca. 100 Parkplätze, da die Schüo Arena mitten in einem Wohngebiet liegt. Außerdem werden die angrenzenden Strassen, wie z. Bsp die Melanchthonstraße die direkt am Stadion vorbeifährt, an Spieltagen fü den Durchgangsverkehr gesperrt.
Bis in die Nähe des Gästeeingang Nord (Blöcke A1 und A2) fährt man wie folgt: Von der Stapenhorststrasse rechts in die Kurt-Schumacher Strasse einbiegen, nach 500 m dann in die Jakob-Kaiser-Strasse einbiegen und diese bis zum Schluss durchfahren um dann dort rechts in die Schloßhofstrasse abzubiegen. Mit etwas Glück findet man hier auch einen Parkplatz. Nach ca. 500 m beginnt der Fußweg zum Gästeblock der Schüo-Arena, dieser ist ausgeschildert. Busse, auch 9er, sollen direkt am Stadion parken (Schloßhofstrasse 73) und werden von der Polizei eingewiesen.


Blick aus dem Gästeblock A1. Foto: Burg (September 2010 | DSC vs. Aue 0-1)
Für die Fans der Gastmannschaft stehen in der SchücoArena die Blöcke A1 (Stehplatz mit 1.300 Plätze) und A2 (Sitzplatz mit 900 Plätze) zur Verfügung. Die Kapazität der Sitzplätze ist je nach Gästeaufkommen erweiterbar. Die Gästeblöcke befinden sich auf der Nordtribüne. Aufgrund behördlicher Auflagen müssen alle Karteninhaber den auf dem Ticket angegebenen Eingang nutzen. Das heißt, Gästefans nutzen bei 2. Liga-Spielen den Eingang “Nord” über die Schloßhofstraße. Der Stehplatz-Block für die Gäste ist in Bielefeld nicht fanfreundlich. Er ist in die Ecke gequetscht und man hat keine besonders gute Sicht. Arminias architektonischer Stolz, die neue Haupttribüne, liegt im zentralen Sehfeld, das Spielfeld dafür weit rechts verrückt. Immerhin hatten die Fans exakt die Seitenlinie im Blick, so dass aus tausend Kehlen ein kollektives "Aus" bei strittigen Situationen ertönen konnte.

Wer an der Universität parkt, für den ist es sinnvoll etwas früher zu kommen, da diese Plätze sehr begehrt sind. Von den Uni-Parkplätzen kann man dann das Stadion zu Fuß (ca. 15 Min.) oder mit der Stadtbahn-Linie 4 (Eintrittskarte gilt als Fahrausweis; Haltestellen: "Rudolf Oetker-Halle" oder "Graf-von-Stauffenberg-Straße") erreichen. Wer noch keine Eintrittskarte besitzt, kann von der Universität mit einem Kurzstreckenticket fahren.

Naviadresse: Schloßhofstrasse 73 | 33615 Bielefeld - Alternativ: Universitätsstrasse 25 (Parkhaus)

Entfernung Aue - Bielefeld ca. 463 Km (über A72 und A38 ) – ca. 466 Km (über A4 und A7 )

Mehr Infos für Gästefans unter Fanzone der Auer Homepage: http://www.fc-erzgebirge.de/index.php?shlink=1659&artins=by_number&artval=9238


21. November 2003 - Aue zum 1.Mal zu Gast auf der Alm. Der heutige Gästeblock (A1 ) befindet sich jetzt da, wo diagonal gegenüber der Flutlichtmast stand. Foto: Burg
Geschrieben von Burg am 03.03.2014, 20:04   (684x gelesen)