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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN KARLSRUHE

Karlsruhe - Sonntag, 23. März 2014, Wildparkstadion (Anstoß 13.30 Uhr)

Karlsruhe, die drittgrößte Stadt von Baden-Württemberg, ist eine noch relativ junge Stadt, knapp 300 Jahre alt. Ihr Gründer Markgraf Karl-Wilhelm von Baden-Durlach (der seine Residenz 1715 „Carols-Ruhe“ taufte), hatte
sie auf dem Reißbrett entwerfen, und dann mitten im Wald bauen lassen.

Wildparkstadion in Karlsruhe. Foto: Sven Scharr (April 2009)

Die Überreste des Stadtgründers sollen sich in einer Gruft unter der 6,50 Meter großen und aus rotem Sandstein erbauten Pyramide liegen. Dieses
Wahrzeichen von Karlsruhe befindet sich inmitten des zentral gelegenen Markplatzes. Die kanpp 295.000 starke Einwohnerstadt überzeugt auch durch ausgedehnte Grünflächen. Als Mittelpunkt war das von einem großen Park umgebene Schloß, von dem aus alle Straßen und Wege wie ein Fächer in alle Himmelsrichtungen strebten. Diese Geometrie hat heute noch ihre Gültigkeit. Auch der Wald nördlich des Schlosses ist erhalten und nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt. Und in diesem Wald liegt auch das Wildparkstadion.

Das Wildparkstadion in Karlsruhe ist der Mittelpunkt einer Anlage aus mehreren Sport- und Übungsplätzen, einer Tennisanlage und weiterer Sportstätten im Karlsruher Hardtwald.


Der Hauptnutzer ist die Fußballabteilung des Karlsruher SC. Eine Nutzung als Leichtathletikstadion findet nicht mehr statt, da die Tartanbahn im Zuge einer Spielfeldverlegung teilweise entfernt wurde. Das Stadion wurde im Jahr 1955 an Stelle des alten FC-Phönix-Sportplatzes von 1921 gebaut und verfügte ursprünglich über 55.000 Plätze. Diese Zahl wurde mehrfach durch geänderte Vorschriften reduziert und durch Umbauten erweitert, aktuell verfügt es heute über 29.699 Sitz- und Stehplätze. Es ist Eigentum der Stadt Karlsruhe und wird an dessen Nutzer verpachtet.

Das Karlsruher Wildparkstadion ist schon ein wenig in die Jahre gekommen. Während anderswo hochmoderne Tempel aus Glas, Stahl und Sichtbeton entstehen, ist der Wildpark, inmitten eines kurfürstlichen Waldgebietes gelegen, ein Stadon vom alten Schlag das durch seinen maroden Charme besticht. Die Akustik im alten Oval ist nicht unbedingt optimal. Nur die Gesänge der Gegengeraden, dort wo die sangesfreudigen KSC-Fans ihre Heimat haben, erreichen eine passable Lautstärke und werden von der Haupttribüne zurückgeworfen. Die überdachte Gegengerade ist eine Mixtur aus Steh- und Sitzplätzen mit ihren für deutschen Stadien untypischen Knickdach, wie vielerorts in englischen Stadien bis Ende des letzten Jahrhunderts zu sehen war. Die Gästefans hingegen stehen im toten Winkel zwischen der Gegengeraden und der Anzeigetafel. Von diesen nicht überdachten Bereich müht man sich vergeblich um Unterstützung seines Teams. Die Anfeuerungsrufe schaffen es selten über die Tratanbahn hinaus.

Die zuletzt größten sichtbaren Umbauarbeiten im Wildpark begannen im Januar 1991 mit dem Abriss der Haupttribüne. Binnen zweieinhalb Jahren wurde eine neue, hochmoderne und architektonisch einzigartige Tribüne aus dem Boden gestampft. Über den dort maximal 6.400 Zuschauern schweben nun 1.200 Tonnen formvollendeter Stahl. Gigantisch wie das Gewicht der Tribüne, waren am Ende auch die Kosten. Ging man zu Beginn der Baumaßnahmen noch von 22 Millionen D-Mark aus, so verdoppelte sich der Preis bis zur Fertigstellung der Tribüne auf 45 Millionen, was immer wieder zu heftigen Debatten im Karlsruher Rathaus führte.
Bei der Einweihung der neuen Tribüne im Juli 1993 waren jedoch alle Differenzen vergessen und Oberbürgermeister Gerhard Seiler resümierte: "Der Karlsruher Fußball besitzt jetzt eine moderne, komfortable Anlage, die architektonisch und funktional über dem Durchschnitt der Bundesliga liegt."
Im Einweihungsspiel sicherte sich der KSC mit einem 3:0 über Borussia Dortmund den sechsten Tabellenplatz und somit den Einzug in den UEFA-Pokal.

Wildparkstadion Karlsruhe im Jahre 1972. Foto: Hammer


Seit 2000 wurde oft eine Modernisierung des Stadions - insbesondere der veralteten Gegentribüne und der Kurvenplätze - diskutiert. Aufgrund der klammen Vereins- und Stadtkassen gab es allerdings nie konkrete Pläne. Auch die ausgefallenen Entwürfe des Stararchitekten Luigi Colani mussten schon bald als nicht realisierbar in den Schubladen verschwinden.
In der Winterpause der Saison 2004/05 wurden die Kurvensitzplätze im Wildparkstadion erneuert. Dank der Unterstützung des Seniorpartners "Karlsruher Versicherungen" wurden rund 6.500 Sitzschalen ausgetauscht und durch neue Sitzmöglichkeiten für die Zuschauern der Blöcke E2, E3, A2 und A3 ersetzt. "Die Benennung der beiden Kurven in "KARLSRUHER Nordkurve" und KARLSRUHER Südkurve" soll nicht nur werbewirksam sein, sondern bei den Fans auch eine neue Art von Heimatgefühl wecken", äußerte sich Dr. Axel Munaretto, Vertriebsvorstand der Karlsruher Versicherungen zu dem Projekt.
Im Sommer 2006 bekräftigte die Stadt Karlsruhe ihre Bereitschaft zum Umbau des Wildparkstadions in eine reine Fußballarena. Drei Viertel des Stadions sollen bei laufenden Spielbetrieb abgerissen und direkt wieder am Spielfeld neu aufgebaut werden. Nur die Haupttribüne soll weiterhin erhalten bleiben. Doch der ursprünglich geplante Baubeginn im Sommer 2007 war nicht einzuhalten, nach späteren Planungen sollte der Umbau im Sommer 2009 beginnen. Auch das klappte nicht.

In Sachen Stadionneubau gab es in Karlsruhe auch in den folgenden Monaten keinerlei Einigung. Hinzu kam der Streit zwischen den Karlsruher SC und einem Architektenbüro. Dabei ging es um entstandene Kosten für Pläne, die bis in das Jahr 1996 zurückreichen. Nachdem dieser Vertragsstreit im März 2010 aufgelöst werden konnte, wollte man seitens des KSC weiter mit der Stadt über eine neue Spielstätte diskutieren. Seitdem blieb das Stadion - ein zutiefst umstrittenes Thema. Einzige Änderungen im Wildparkstadion waren nach dem Aufstieg des KSC in die 1. Bundesliga im Sommer 2007 der Einbau einer Rasenheizung und das Spielfeld wurde im Zuge der geplanten weiteren Baumaßnahmen bis unmittelbar vor die Haupttribüne gerückt. Mit 36 zu 11 Stimmen legte der Gemein­­de­rat Karlsruhe im Dezember 2013 den Wildpark als Standort für ein Stadion fest, in dem neben Profi­fuß­ball auch andere Veran­­stal­tun­­gen durch­ge­führt werden können. Nach der Sommerpause 2014 soll das Gremium darüber entscheiden, wie das Stadion und das zugehörige Sicherheits- und Verkehrskonzept aussehen soll und ob neu gebaut oder eine Generalsanierung durchgeführt wird. Im Juli 2014 soll es eine öffentliche Veranstaltung geben, bei der sich interessierte Bürger über den Stand der Dinge informieren können, teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit.

Haupteingang Wildparkstadion am Adenauerring. Der Nackte Mann ist eine Skulptur in Karlsruhe vor dem Wildparkstadion am Adenauerring. Die Steinfigur in Form eines Sportlers wurde etwa 1958/59 von Bildhauer Emil Sutor geschaffen und dem Karlsruher SC geschenkt. Zeitweise wurde sie auch „Schlotter-Beck” genannt in Erinnerung an den ehemaligen Mittelstürmer des KSC, Heinz Beck. (Foto: Burg, 3.12.2006)


Die Fahrt ins Badische nach Karlsruhe dürfte sich verkehrstechnisch nicht sonderlich schwer gestalten. Sechsmal gastierten die Auer Veilchen bisher im Wildparkstadion und verloren davon zwei Spiele. Zur Legende wurde das erste Spiel dort am 28. März 2004. Aue gewann mit 5-3. Durch Tore von Juskowiak, Heidrich, wieder Juskowiak und Noveski führten die Gäste schon nach 19 Minuten mit 4-0. Jeder der vor 10 Jahren dabei war, bekommt nur beim bloßen Gedanken an dieses Spiel Gänsehaut.
Über die A72 in Richtung Hof und weiter auf der A9 bis Nürnberg fahren. Am Autobahnkreuz Nürnberg-Ost Wechsel auf die A6 (Richtung Heilbronn). 206 Kilometer später ist das Kreuz Walldorf erreicht. Hier die A5 in Richtung Karlsruhe/Basel nehmen. Nach ca. 34 km an der Ausfahrt Karlsruhe - Durlach runter von der A5 und über die Durlacher - Allee (rechts herum auf die B10) gen Zentrum fahren. Das erste Hinweisschild gleich nach der Abfahrt (Ball/Wildparkstadion) kann entweder gefolgt werden (ist aber ein bißchen umständlich...) oder gemieden werden. Im letzteren Fall bleibt man einfach weiter geradeaus Richtung Zentrum/UNI, immer parallel den Straßenbahnschienen (linker Hand) entlang, bis wieder nach ca. 2 km ein weiterer Hinweis-Ball rechts auftaucht. Genau in Höhe 2. Kirche, rechter Hand, den Ball/Uni folgend weiter auf den Adenauerring fahren. Das Wildparkstadion erscheint dann wenig später (nach 1.300 m) linker Hand. An der Ampel Höhe Stadion befindet sich linker Hand der Eingang zum Gästeblock. Die 9er Busse dürfen direkt auf den Gästeparkplatz bei den grosse Fan-Bussen vor dem Block parken. Biegt man an dieser Ampel rechts ab (Th.-Heuss-Allee), kann man entlang dieser schon einige Parkplätze (gratis) nutzen oder aber den kostenpflichtigen „Birkenparkplatz“ (PKW 5,-€) direkt am Adenauerring rechter Hand zwischen Ampel und Haupteingang. Alternativ kann auch rechts und links am Adenauerring vorm Stadion geparkt werden. Man sollte aber nicht auf den letzten Drücker zum Stadion fahren, denn der Adenauerring ist schon mal schnell staugefährdet. Bitte Beachten: Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Lenkung des Parksuchverkehr wird der Adenauerring im Bereich zwischen Einmündung Theodor-Heuss-Allee und Haupteingang „Nackter Mann“ 2 Stunden vor Spielbeginn gesperrt.

Blick aus dem Gästeblock. KSC vs. Aue 0-1 am 3.12.2006. (Foto: Burg)


Die Tageskassen öffnen am Spieltag zwei Stunden vor dem Anpfiff. An der Frühkasse am Haupteingang sind Tickets bereits fünf Stunden vor dem Spiel erhältlich.

Die Kapazität am Hauptparkplatz („Birkenparkplatz“ gegenüber vom Haupteingang) ist begrenzt (800 Plätze) und alternativ bleiben die Waldwege rund ums Stadion. Doch Vorsicht! Bei verkehrswidrigem Parken wird in Karlsruhe rigoros abgeschleppt. Der Gästeeingang (Ost) befindet sich unmittelbar am Adenauerring linker Hand neben der Gegentribüne.

Naviadresse: Adenauerring 17 | 76131 Karlsruhe

Entfernung Aue – Karlsruhe 465 km.

Mehr Infos zum Spiel: [url=http://www.fc-erzgebirge.de/index.php?shlink=1659&artins=by_number&artval=9298]fc-erzgebirge.de[/url]

Vorschau zum Spiel: [url=http://www.veilchenpower.de/news/index.php]veilchenpower.de[/url]
Geschrieben von Burg am 19.03.2014, 19:47   (596x gelesen)