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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN FÜRTH

FÜRTH, TrolliARENA – Sa. 12. April 2014 (Anstoß 13.30 Uhr)

Fürth bildet mit den Städten Nürnberg und Erlangen ein Städtedreieck, das das Kernland des mittelfränkischen Ballungsgebiet bildet und eines der 23 Oberzentren in Bayern ist. Gemeinsam mit ihrem Umland bilden diese Städte die Europäische Metropolregion Nürnberg, eine von insgesamt 11 Metropolregionen in Deutschland. Die über 121.000 Einwohner starke Stadt ist reich an Geschichte und Geschichten, reich an einer Vielzahl von Traditionen und Bräuchen. Und Fürth ist eine sehr

Blick ins, nach dem Bundesliga Aufstieg 2012, umgebaute Stadion. Gegenüber die neue Südtribüne mit Gästebereich. Foto: spvgg-fuerth.com (August 2012)
geschichtsbewusste Stadt. Vieles von dem, was die Kleeblattstadt noch heute auszeichnet und einzigartig macht, geht auf historische Fakten, geschichtliche Ereignisse und Entwicklungen zurück. Die erste gesicherte Erwähnung Fürths in einer Urkunde König Heinrichs II., durch die er sein Eigentum "locum Furti dictum" im Nordgau dem Domkapitel Bamberg schenkt, datiert aus dem Jahr 1007.


Die Stadt weist mit fast 18 Baudenkmälern pro 1.000 Einwohnern die höchste Denkmaldichte aller bayerischen Großstädte auf. Zum Vergleich: Nürnberg und München bringen es nur auf 5,06 bzw. 6,33 Denkmäler pro 1.000 Einwohner. Und selbst touristisch bekannte Großstädte wie Regensburg (1.500 Baudenkmäler) und Würzburg (800) weisen auch „nur“ 11,72 bzw. 6,08 Denkmäler pro 1.000 Einwohner auf.
Allein in der Fürther Innenstadt befinden sich fast 60 Prozent oder genau 1.169 der 2.000 Baudenkmäler. Zu den innerstädtischen Einzeldenkmälern zählen weit mehr Gebäude als die "üblichen Verdächtigen" wie Rathaus, Berolzheimerianum oder Stadttheater. Die Stärken der Kleeblattstadt liegen aber generell weniger in Einzelbaudenkmälern, als in Ensembles.
Das Wappen der Stadt Fürth zeigt in Silber ein dreiblättriges grünes Kleeblatt. Die Stadtfarben sind weiß-grün. Das dreiblättrige Kleeblatt taucht erstmals 1562 in den Siegeln der Stadt auf, als es von einer Hand gehalten wird, welche von zwei Halbmonden beseitet ist. Die Herkunft ist nicht geklärt, vermutlich geht die Dreiheit jedoch auf die „Dreiherrschaft“ während des Mittelalters zurück. Ab 1792 erscheinen sogar drei Kleeblätter auf einem Dreiberg. 1818 erhielt die Stadt ein neues Wappen, das ein grünes Kleeblatt, umgeben von einem grünen Eichenzweig, zeigte. Dieses Wappen wurde über 100 Jahre lang geführt. 1939 wurde jedoch der Eichenzweig beseitigt. Gleichzeitig wurde eine Flagge eingeführt, die in Weiß zwei grüne Streifen und im grünen Oberteil das Wappen zeigte. Später wurde die Flagge jedoch auf die Farben Weiß (oben) und Grün (unten) vereinfacht.
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren. Mit dem Sturz bis in die Bayerische Landesliga versank der Traditionsverein in den 1980er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangengeit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt.

Zum 100-jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 2003 wurde das Vereins-Wappen erneut verändert, unter anderem enthielt es drei Sterne, die die gewonnenen Meisterschaften der SpVgg Greuther Fürth symbolisieren. Diese Änderung trat noch vor der Einführung der Regelung der DFL bezüglich der Meistersterne in Kraft, sodass der Verein später gezwungen wurde, die Sterne auf den offiziellen Trikots zu entfernen.
Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelang. Dort allerdings blieb der Erfolg aus, so dass Fürth in der Saison 2013/14 wieder im Unterhaus antreten muss. Seine Heimspiele trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, dann wie gewoht im altehrwürdigen Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen. Die Geschehnisse, die sich bei Alemannia Aachen ereigntet hätten, seien für die SpVgg ein Warnschuss gewesen. Der Verein wird nun ohne großen Zeitdruck Pläne für den Umbau seines Stadions entwickeln. Erste Details wurden schon genannt, so soll eine neue Haupttribüne gebaut werden. Weitere Verbesserungen in der Infrastruktur sind ebenfalls geplant. Der Investor Thomas Sommer, der sich an der Finanzierung des geplanten neuen Stadions im großen Umfang beteiligen wollte, hat seine Unterstützung für den Ausbau der Trolli ARENA bereits zugesichert.

Die seit 1910 bestehende Spielstätte lässt die SpVgg (Greuther) Fürth nach den Stuttgarter Kickers (1905 ) und Altona 93 (1908 ) bundesweit Platz 3 der am längsten am selben Ort spielenden Traditionsvereine einnehmen. Jedoch sind solche Ranglisten eher von nostalgischer Natur und mit Vorsicht zu betrachten, da ein hundert prozentiger kontinuierlicher Punktheimspielbetrieb selten gewährleistet war. Außerdem gibt es noch ältere Spielstätten an denen schon seit langem am selben Ort gespielt wird. Zu nennen wäre da Viktoria Aschaffenburg (1909) oder Victoria Hamburg (1907).

TrolliARENA heißt das Fürther Fussballstadion seit dem 1. Juli 2010. Davor war es (ab 1997) nach einem Kinderspielzeug Hersteller (Playmobil-Stadion) benannt. Der Fürther Süßwarenhersteller Mederer hatte die Namensrechte vor fast 4 Jahren erworben. Im Dezember 2013 wurde bekannt, das die Trolli GmbH weiterhin für die Namensgebung des Fürther Ronhofs bezahlen wird. Allerdings nur bis zum 30. Juni 2014. Die Anwälte des Süßwarenherstellers Trolli GmbH und der Spielvereinigung Greuther Fürth GmbH und Co. KGaA hatten sich rechtzeitig geeinigt, bevor es zu einem Gerichtstermin gekommen wäre. Als Ende 2012 bekannt wurde, dass der Verein kein Stadion in der Fürther Südstadt bauen werde, sondern den Pachtvertrag im Ronhof bis 2040 verlängerte, stellte der Namenssponsor Trolli die Zahlungen an die Fußball-GmbH mit dem 30. Juni dieses Jahres ein. Die neue Situation wird die Sportfreunde Ronhof auf den Plan rufen, die ein Konzept erarbeitet haben, den Namen des Stadions nicht mehr zu verkaufen, sondern ihn „Sportpark Ronhof“ zu nennen, ohne dass der Verein große finanzielle Einbußen erleiden muss. Viel Hoffnung macht die Fürther Geschäftsführung diesen Plan aber nicht, weil die Erträge aus der Vermarktung des Namensrechtes für den Verein ein wichtiger Baustein ist.

Die Fürther Arena, wurde am 11. September 1910 mit einem 2-2 gegen den amtierenden Meister Karlsruher FV eröffnet. Zur Legende wurden die Derbys gegen den großen Rivalen aus Nürnberg in den 1920er Jahren. Franken beherrschte damals Fußball-Deutschland. Der imposanten alten historischen Haupttribüne aus dem Jahre 1951, die markante Tribüne prägt bis heute das Bild des Stadions, stehen moderne Beton- bzw. Stahlträgerteile gegenüber. 1983 war die damals schwer verschuldete SpVgg gezwungen gewesen, den Sportpark Ronhof zu verkaufen. Horst Brandstätter von Playmobil griff zu und nannte den zuvor nach einem Fürther Stadtteil benannten Sportpark Ronhof in Playmobil-Stadion um, allerdings erst im Jahr 1997, als die Fürther in die zweite Bundesliga aufgestiegen waren und das Stadion den neuen Anforderungen entsprechend umgebaut worden war. Die SpVgg war damals einer der ersten Vereine im deutschen Profi-Fußball, der sich mit dem Thema Benennung einer Sportanlage befasst hatte. Bei seiner Einweihung im Jahr 1910 hatte das Stadion noch „Sportplatz am Ronhofer Weg gegenüber dem Zentral-Friedhof“ geheissen.

Acht Jahre nach den zuvor letzten baulichen Maßnahmen (1997 bis 1999) im Playmobilstadion, wurde im Sommer 2007 eine Rasenheizung im Ronhof installiert. Dabei verschwand das letzte Relikt des alten Ronhofs, der Block 1, linker Hand der Haupttribüne. Hier an dieser Stelle wurde ein VIP-Gebäude für 700 Zuschauer errichtet. Die Fürther-Heimfans können sich seit dem Sommer 2008 über ein Dach in der Nordkurve freuen und auf der Haupttribüne mussten die altehrwürdigen Grünen Holzbänke modernen Schalensitzen weichen. Alles getreu dem Auflagen der Deutschen Fußball Liga. Zudem wurden die Ecken zwischen Gegentribüne und den anschließenden Hintertor-Blöcken mit Schallschutz-Wänden geschlossen. Seit 2010 ist das komplette Stadion in den Vereinsfarben weiß-grün bestuhlt, die Gegengerade trägt den Schriftzug Kleeblatt. Auch die alte markante Haupttribüne erhielt einen neuen Anstrich. 2011 wurden die ehemals bunten Flutlichter weiß-grün angestrichen und Fans gestalteten die Wellenbrecher und den Eingangsbereich der Nordtribüne um. Nach dem Bundesligaaufstieg der SpVgg Fürth im Jahre 2012 wurde die Südtribüne neu gebaut, was die Gesamtkapazität des Stadions für die verbleibende Zeit im Sportpark Ronhof um 3.000 Plätze auf 18.200 erhöht. Die Südtribüne, wo auch der Gästebereich untergebracht ist, wurde vollständig überdacht.

Die Auer Veilchen konnten sich bei ihren bisherigen sieben Gastspielen im Ronhof, immer auf eine respektable Unterstützung ihrer Fans verlassen. Sagenhafte 19.200 Auer-Fans waren nun schon dort insgesamt vor Ort. Vor fast 10 Jahren, am 2. Mai 2004, spielten sie dort zum Ersten Mal um Punkte. Nach einer Serie von davor 6 Siegen und 2 Unentscheiden verlor die Auer Mannschaft etwas heftig 1-5 beim damaligen Tabellenzehnten Greuther Fürth. Aue stand zu diesen Zeitpunkt als Aufsteiger auf einem respektablen 7. Tabellenplatz. Bemerkenswert war an diesen Tag aber, es war der 31. Spieltag in der 2. Bundesliga-Saison 2003/04, die Tatsache das fast 5.000 Auer Schlachtenbummler ihre Mannschaft ins 245 Kilometer entfernte Fürth folgten. Die Euphorie um die Lila-Weißen war damals grenzenlos, weil man eben noch in Sichtweite vom aufstiegsberechtigten 3 Tabellenplatz war. Gute alte Zeiten. Auch diesmal wird die Zahl nicht unter 1.000 sein.

Historisch vor 10 Jahren, im Mai 2004, waren fast 5.000 Auer Schlachtenbummler im Ronhof zu Gast. Blick auf die komplette Südseite des Stadions in Lila-Weiß. Foto: Othaler.



Die Anfahrt zu diesem Samstag Spiel ist leicht erklärt. Eine Auffahrt zur A72 suchen und weiter in Richtung Plauen/Hof bis zum Dreieck Bayrisches Vogtland. Dort auf die A9 in Richtung Nürnberg wechseln. Vor Bayreuth, am Dreieck Bayreuth/Kulmbach, auf die A70 abbiegen in Richtung Schweinfurt/Bamberg und weiter auf dieser bis zum Kreuz Bamberg fahren. Jetzt auf die A73 in Richtung Nürnberg und ca. 55 km bis zur Abfahrt Fürth-Ronhof fahren. Gästefans wird eigentlich per Hinweisschild gebeten eine Abfahrt weiter zu fahren bis AS Poppenreuth. Hier können Gästefans u.a auf dem Großparkplatz bei IKEA parken. Über die Hans-Vogel-Straße, Dieselstraße, Alte Reutstraße und den Laubenweg erreicht man nach ca. 1 Km den Gästebereich der Trolli ARENA.

Insider, die schon siebenmal in Fürth waren, wissen das man an der AS Ronhof trotzdem abfahren kann und an der 1. Ampel rechts auf die Seeackerstraße abbiegen sollte. Wenig später an der 2. Ampel links in die Kronacher Straße (hier weist auch ein Stadionsymbol den Weg) abbiegen, die später dann zum Laubenweg wird. Der Laubenweg wird an Spieltagen kurz vorm Stadion immer abgesperrt! Das Stadion erscheint dann kurz darauf linker Hand. Gäste nutzen den Eingang-Süd, rechts von der Tribüne. Die Parkplatzsituation ist rund um den Ronhof miserabel, man sollte zum Parken am besten in Nebenstraßen ausweichen. Bei rechtzeitiger Anreise bietet sich auch die Kronacher Strasse bis zur Sperre zum Parken an. Zum Stadion sind es dann nur noch wenige Minuten zu Fuß. Alternativ I aber nach der Abfahrt Ronhof rechts den Parkplatz der Fa. RUAG nutzen. Oder aber Alternativ II auch gegenüber der Kreuzung am NETTO – Markt oder KIK-Markt. Bis zum Ronhof sind es jetzt nur noch ca. 900 Meter zu Fuß. Ein SPK – Automat befindet sich in der Kronacher Strasse. Parallel zum Laubenweg, (etwa in Höhe Stadion rechts abbiegen) auf der Erlanger Straße, befindet sich eine ARAL – Tankstelle. Gäste-Fanbusse können direkt am Stadion vor Tor C parken! Die Anfahrt erfolgt über den Laubenweg.
Die überdachte Südkurve (Hintertorseite: Blöcke 5, 6 und 7) ist als Gästeblock deklariert.

Navi-Adresse: Laubenweg 60, 90765 Fürth, Alternativ: Kronacher Straße oder Hans-Vogel-Straße 110 (IKEA Parkplatz)

Entfernung Aue – Fürth|Ronhof: ca. 243 km (über A70 und A73)


Blockplan der TrolliARENA. Quelle: Greuther Fürth



Infos zum Spiel unter: http://www.fc-erzgebirge.de/index.php?shlink=1659&artins=by_number&artval=9370
Geschrieben von Burg am 08.04.2014, 20:19   (675x gelesen)