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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL ZUM POKALSPIEL IN JENA

JENA – Sonntag, 17. August 2014 (Ernst-Abbe-Sportfeld Anstoß - 14.30 Uhr)


Das Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena ohne Flutlichtmasten. Foto: Ballonteam Jena 14. August 2013
In Jena bestreitet Aue sein nun insgesamt 20. DFB-Pokalspiel. Die Lila-Weißen starten zum 15. Mal in diesen Wettbewerb. Das 1. Spiel bestritten sie gegen den VfB Leipzig (2-4 n.V.) am 27. Juli 1991 im heimischen Stadion. Fünfmal (2005, 2006, 2008, 2011 und 2012) ereichten die Lila-Weißen die 2. Runde. Jena und Aue standen sich Historisch schon in 5 Pokalduellen gegenüber. 3 mal behielten die Auer die Nase vorn (1958, 1972 und 1988 ). Zweimal gewann Jena (1964 und 1972). In der 1. Runde des diesjährigen Wettbewerbs 2014/15, geht es zu einen alten Bekannten: den FC Carl Zeiss Jena. 90 mal standen sich beide in Pflichtspielen gegenüber. Die Statistik mit 27 Siegen, 17 Remis und 46 Niederlagen sieht den FCC deutlich vorn. Die Erste Begegnung gab es am 5. November 1950 in der zweitklassigen DS-Liga Staffel Süd. Aue gewann dieses Spiel vor heimischen Publikum mit 4-0. Nur gegen Dynamo Dresden (92 Spiele) und den FC Rot-Weiß Erfurt (93) haben die Veilchen mehr Spiele absolviert.
Das idyllisch in der Oberaue gelegene Stadion des FC Carl-Zeiss ist Bestandteil eines riesigen Sportgeländes und wurde nach gut zweijähriger Bauzeit am 24. August 1924 mit einem Gesellschaftsspiel des 1. SV Jena gegen den VfL Halle 96 (1-1) eingeweiht und am 25. August 1939 nach dem Physiker und Sozialreformer Ernst Abbe benannt, der einst gemeinsam mit Zeiss die Grundlage zur Entwicklung von Linsen gelegt und 1889 die Carl-Zeiss-Stiftung gegründet hatte. Das Stadion befindet sich zusammen mit weiteren Fußball-, Faustball- und Hockeyplätzen sowie einer Wurfanlage südlich des Zentrums von Jena, direkt an der Saale. Eigentümer des Ernst-Abbe-Sportfelds ist die Stadt Jena. Sie hatte das Areal 1991 aus dem Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung Jena erworben.


Das Fußball- und Leichtathletikstadion im Ernst-Abbe-Sportfeld ist Heimstätte des FC Carl Zeiss Jena. Es hat eine Zuschauerkapazität von derzeit 12.990 Plätzen. 1997 wurde die 420 Zuschauern Platz bietende alte Holztribüne aus dem Jahr 1924 abgerissen und durch eine moderne Tribüne ersetzt, die 4.020 überdachte Sitzplätze bereitstellt. Die 1978 installierte Anzeigetafel war die erste elektronische Anzeigetafel in der DDR. Sie wurde im Frühjahr 2005 durch einen Blitzschlag irreparabel beschädigt und in der Sommerpause 2006 durch eine neue Videotafel ersetzt, die zuvor während der Fußballweltmeisterschaft 2006 auf dem Fanfest in Nürnberg in Betrieb war. Wegen Auflagen der DFL für Stadien der zweiten Bundesliga wurden in der Sommerpause 2007 eine Rasenheizung und eine Videoüberwachungsanlage installiert sowie das Spielfeld leicht auf die vorgeschriebene Größe von 105 m Länge und 68 m Breite vergrößert. Auch die Toilettenanzahl wurde erhöht, eine Videoüberwachungsanlage installiert und der VIP-Bereich erweitert. Durch Aufstockung der Gegengeraden – die Anzahl der Sitzplätze wurde hier fast verdoppelt – mittels Anbau in Form einer Stahlrohrtribüne, erhöhte sich die Gesamtkapazität auf über geforderte 15.000 Zuschauer im Ernst-Abbe-Sportfeld. Diese Stahlrohrtribüne wurde aber Ende Mai 2009 – nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga 2008 - aus Kostengründen wieder abgebaut. Dadurch und auch wegen der Vergrößerung des Pufferblocks zwischen Heim- und Gästefans verringert sich das Fassungsvermögen des EAS auf knapp 13.000.
Der eigentliche Zuschauerrekord datiert aus dem Jahr 1962. Trotz des damals offiziellen Fassungsvermögens von 20.000 Zuschauern, fanden im Europapokalhalbfinale gegen Atlético Madrid 27.500 Besucher den Weg ins Stadion. Der Nachwenderekord wurde am 27. Januar 2009 im Achtelfinale des DFB-Pokals 2008/09 gegen den FC Schalke 04 aufgestellt. Durch die Errichtung einer Zusatztribüne in der Nordkurve sahen 17.600 Zuschauer das Spiel.

Im Juli 2013 begann der Abriss der Flutlichtmasten in Jena. Foto: Ballonteam Jena


Das Stadion verfügte über eine 1974 erbaute und 1995 generalüberholte Flutlichtanlage mit vier Stahlhohlmasten. Mit imposanten 70 Metern Höhe waren sie ein fester, markanter Teil im Stadtbild von Jenas. Sogar von der Autobahn A4 waren die Masten gut auszumachen. Um ihre besondere und nahezu einzigartige Konstruktion mit dem Dreifuß, dem hohen Mast und den 9 Plateaus an denen die Strahler befestigt waren, wurde Jena und der FC Carl Zeiss von vielen Gästen des Stadions beneidet. Während des Hochwassers in Mitteleuropa 2013 wurde das Sportfeld komplett überflutet. Am 14. April 1994 stand das Stadion schon einmal komplett unter Wasser. Nach dem 2013-Hochwasser ergab eine Korrosions- und Statikprüfung an den vier Flutlichtmasten, dass deren Standfestigkeit wegen Rostschäden nicht mehr gewährleistet sei. Nachdem ein entsprechendes Gutachten am 10. Juli 2013 beim Eigentümer Kommunale Immobilien Jena eingereicht worden war, wurde das Stadion einschließlich seiner nächsten Umgebung bis zum Abbau der Masten mit sofortiger Wirkung gesperrt. Die "Giraffen" (Flutlichtmasten) wurden ab dem 19. Juli 2013 abgerissen. Rund Ein Jahr ohne Flutlicht im EAS wisse man beim Stadioneigner „Kommunale Immobilien Jena“ nicht so richtig wie es in Stadion ohne Flutlicht weitergeht. Da ein Umbau zu einer reinen Fußballarena geplant ist, in der ohnehin die Lampen an den Tribünen hängen, lohne es sich nicht, vier Masten aufzustellen. Die Planer spielen derzeit verschiedene Szenarien durch. Das favorisierte sieht vor, ans Haupttribünen-Dach weitere Scheinwerfer zu hängen und auch über der Gegengeraden Lampen zu installieren. Weil diese aber nicht überdacht ist, muss wohl ein Provisorium herhalten. Aber auch eine improvisiert aufgebaute Beleuchtung kostet viel Geld. Demnächst planen die kommunalen Immobilien einen Blendtest: Ein Experte soll Scheinwerfer an verschiedenen Punkten und Stellungen ausprobieren. Unabhängig von der Liga wird aber auf alle Fälle Flutlicht benötigt.

Blick aus der Nordkurve im Jahr 2008. Foto: Burg (2.8.2008 | FCC vs. Aue 3-2)
Auf der Regionalliga-Staffelltagung habe der Fußballverband angekündigt, dass es künftig keine Ausnahmen mehr gebe. Wegen der geplanten Aufstockung der vierten Liga auf 18 Teams werde es verstärkt Spieltage in der Woche geben und deshalb schärfere Anforderungen an die Stadien. Einziger Ausweg, um ohne Flutlicht einen Lizenzentzug zu verhindern, wäre die Suche nach einem Ausweichstadion. Das ist nicht praktikabel, weil nicht nur Mannschaft und Fans, sondern auch alle Werbebanden mit umziehen müssten. Die nächsten zugelassenen Stadien mit Flutlicht befinden sich in Erfurt, Meuselwitz, Leipzig oder Halle.

Die Anfahrt zu diesen alten Klassiker geht gewohnt über die A4 in Richtung Eisenach bis zur Abfahrt Jena-Göschwitz (nach dem Tunnel). Von da in Richtung Zentrum fahren bleiben und den zur Verfügung stehenden kostenfreien Gästeparkplatz am Justizzentrum Jena in der Rathenaustraße nutzen. Zufahrt nur über Felsenkellerstraße. Von dort sind es ca. 15 min Fußweg zum Gästeeingang. Über eine neue Brücke der Saale gelangt man direkt bis zum Gästeblock in der Südkurve des Stadions mit eigenen Zugangs- und Kassenbereich. Alle 1200 Gästekarten für das Spiel sind ausverkauft. (Burg)

Navi-Adresse: Rathenaustraße 13 | 07745 Jena (Gästeparkplatz)

Entfernung: Aue – Jena ca. 118 Km

OTZ Lutz Lindemann Interview

OTZ - Ticketabsatz zum Pokalspiel

Infos zum Spiel FCE Homepage

Infos zum Spiel auf FCC Homepage
Geschrieben von Burg am 13.08.2014, 21:20   (818x gelesen)