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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN LEIPZIG

Leipzig, Red Bull Arena – Fr.. 22. August 2014 (Anstoß 18.30 Uhr)

Im Jahr 2000 entschied die Stadt Leipzig den Umbau des Leipziger Zentralstadions zu einer 44.345 Zuschauer fassenden reinen Fußballarena. Den Zuschlag für Umbau und Betrieb des neuen Stadions bekam die EMKA Immobilien-Beteiligungs-GmbH des Unternehmers Michael Kölmel. Die gigantischen Dimensionen des ursprünglichen 1954-1956 erbauten

Die Red Bull Arena aus der Luft. Foto: Philip Flickr - Juli 2011
Zentralstadions, ermöglichten das neue Stadion einfach in das alte hineinzubauen. Der 23 Meter hohe Wall wurde aus 1,5 Millionen Kubikmetern Kriegstrümmern geformt. Einweihung des „Stadions der Hunderttausend“, so der frühere Name, war am 4. August 1956 während des II. Deutschen Turn- und Sportfestes (2. bis 5. August 1956). Am gleichen Abend bestritten die Mannschaften von SC Wismut Karl-Marx-Stadt und Honved Budapest unter Flutlicht das Eröffnungsspiel. Die Ungarn gewannen mit 3-1. Es wurde mit einer Kapazität von 100.000 Sitzplätzen eröffnet und war bis zu seinem Umbau 2000 (Fertigstellung 2004) das zweitgrößte Stadion Europas nach dem Strahov-Stadion, noch vor dem Camp Nou in Barcelona. Hier fanden die Turn- und Sportfeste der DDR, alle wichtigen DDR-Fußballänderspiele und Leichtathletikwettkämpfe statt. Der bis heute gültige Zuschauerrekord für Fußball-Punktspiele in Deutschland wurde am 9. September 1956 erreicht, als 100.000 Zuschauer das Ortsderby zwischen SC Rotation Leipzig und SC Lokomotive Leipzig (1-2) besuchten.


Von 1992 bis 1995 bestritt der VfB Leipzig wegen Baufälligkeit des Bruno-Plache-Stadions seine Heimspiele im Zentralstadion, wobei zu dieser Zeit die Zuschauerkapazität durch Sperrung ebenfalls baufälliger Blöcke bereits auf 37.000 Besucher begrenzt war. Dennoch kamen am 6. Juni 1993 etwa 38.000 Zuschauer ins Stadion, um den Aufstieg des ersten deutschen Fußballmeisters VfB Leipzig mit einem 2-0-Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05 zu sehen. Nach der Rückkehr des VfB Leipzig ins Bruno-Plache Stadion wurde es wegen Baufälligkeit gesperrt. Aber eigentlich wurde es auch nicht mehr benötigt.

Nachdem bereits im Mai 2002 im damals noch im Bau befindlichen Stadion die Abschlussgala des Deutschen Turnfestes stattgefunden hatte, wurde das Zentralstadion am 16. und 17. Juli 2004 im Rahmen des „1. Internationalen Fußballturniers im Zentralstadion“ (IFiZ 2004) offiziell wiedereröffnet. Bereits davor, am 7. März 2004, fand vor 28.595 Zuschauern das erste Fußballspiel statt, als der FC Sachsen Leipzig im Rahmen der Regionalliga-Saison 2003/04 die Mannschaft von Borussia Dortmund (Ama.) empfing (0-1). Von 2005 bis 2007 wurde das Finale des DFL-Ligapokals jeweils im Zentralstadion Leipzig ausgetragen. Zudem war das neue Zentralstadion eine von zwölf Spielstätten der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und bestand dazu seine Generalprobe beim Konföderationen-Pokal 2005.

Man hatte gehofft, dass einer der Leipziger Fußballvereine in das Stadion hineinwächst. Doch die Hoffnung erfüllte sich nicht. Das hochmoderne Areal stand seit der Fußballweltmeisterschaft 2006 meist leer und die Betreiber schrieben jedes Jahr 1,2 Millionen Euro Verlust. Ab und zu trugen die beiden Leipziger Vereine ihre Heimspiele hier aus. Ausverkauft war das Zentralstadion nur bei Konzerten, wenn AC/DC oder Depeche Mode spielten. Der Stadionbetreiber Michael Kölmel zog deshalb einen Verkauf in Betracht, der jedoch im April 2005 scheiterte. Daraufhin versuchte Kölmel, finanzkräftige Investoren für ein Engagement im Leipziger Fußball zu gewinnen, welches schließlich im Sommer 2009 mit der Gründung des RB Leipzig unter Federführung des österreichischen Getränkeherstellers Red Bull GmbH erfolgreich zu Ende gebracht werden konnte. Ende 2009 bestätigte Michael Kölmel in diesem Zusammenhang Pläne für eine mittelfristige Umbenennung des Zentralstadions, da sich Red Bull im Zusammenhang mit dem Engagement beim RB Leipzig eine Option auf den Erwerb der Namensrechte gesichert hatte.

Seit dem 1. Juli 2010 trägt das Stadion den Namen Red Bull Arena, nachdem es im März seitens des Leipziger Stadtrates kein Veto gegen eine Umbenennung gegeben und Kölmel die Namensrechte für dreißig Jahre an die Red Bull GmbH verkauft hatte. Gleichzeitig wurde die Heimstätte des damaligen Regionalliga-Aufsteigers RB Leipzig vom Markranstädter „Stadion am Bad“ in die Red Bull Arena verlegt. Zu diesem Anlass bestritt RB Leipzig am 24. Juli 2010 ein Freundschaftsspiel gegen den FC Schalke 04 (1-2).

Das alte Zentralstadion aus der Luft in einer Aufnahme aus dem Jahr 1997. Foto Wolfgang Zeyen

Der SC Wismut Karl-Marx-Stadt bzw. Wismut Aue spielten neben der Stadioneröffnung 1956 gegen Honved Budapest, weitere Male im alten Leipziger Zentralstadion. Kurioser Wiese immer gegen einen anderen Gegner. Ebenfalls 1956, am 6. Oktober, kam es zum legendären Freundschaftsspiel des SC Wismut gegen den 1. FC Kaiserslautern (3-5). Am 1. Spieltag der DDR-Oberligasaison 1959 (8. März) trugen der SC Wismut und der Aufsteiger Lok Stendal ihr Punktspiel im Zentralstadion aus. Wismut verzichtete auf sein Heimrecht, denn das Otto-Grotewohl-Stadion verfügte damals noch nicht über Flutlicht, doch die Erzgebirger wollten sich auf ihr Viertelfinal-Hinspiel im Europapokal der Meister beim Schweizer Titelträger Young Boys Bern vorbereiten und wollten unbedingt unter Flutlicht spielen. Vor 20.000 Zuschauer siegte Wismut mit 2-0. In der DDR-Oberliga Saison 1981/82 gab es am 30. Oktober 1981 ein damals seltendes Freitag-Abend Spiel im Zentralstadion. Vor nur 5.500 Zuschauern trotzte Wismut Aue den favorisierten 1.FC Lok Leipzig ein 2-2 Unentscheiden nach zweimaligen Rückstand ab.

Zurück in die jetzige Zeit. Aue gegen RB Leipzig gab es schon ein mal! Aue vs. RB 2-3 | Februar 2010 Scheint bei vielen schon in Vergergessenheit geraten zu sein. Am 14. Februar 2010 kam es in Chemnitz, im Stadion an der Beyerstrasse auf Kunstrasen, zu einem Testspiel. Dieses gewann der damalige Spitzereiter der Oberliga-Süd mit 3-2. Zwischen Aue und RB Leipzig gibt es noch keine richtige Derby-Tradition. Damit es irgendwann ein richtiges, ein klassisches Derby ist, braucht es Tradition. Fankultur basiert wesentlich auf Erinnerung an Triumphe und Schmerzen. Rivalität vertieft sich mit der Häufigkeit des Aufeinandertreffens.


Buß- und Bettag 2008 - Aue verliert im Sachsenpokal gegen Sachsen Leipzig mit 0-1. Foto: Burg

Die Fahrt in das WM-Stadion von 2006 dürfte noch in „frischer Erinnerung“ sein. In der Drittliga-Saison 2008/09 spielte der FCE ebenfalls im schon neuen Zentralstadion und schied am Buß- und Bettag 2008 gegen den FC Sachsen Leipzig mit 0-1 n.V. aus. Die Route nach Leipzig mit dem PKW kann ab Aue über den Zubringer zur A72 bis zur Auffahrt Hartenstein beginnen. Auf der A72 dann weiter in Richtung Chemnitz bis zum Kreuz Chemnitz. Ab hier dann immer Ausschilderungen nach Leipzig folgen. Im August 2013 wurde der Abschnitt auf der A72 zwischen Rochlitz und Borna-Süd freigegeben - seither ist die Strecke zwischen Chemnitz und Leipzig durchgängig vierspurig. Seit Juli vergangenen Jahres laufen die Bauarbeiten am vorletzten, 9,5 Kilometer langen Abschnitt der Autobahn 72 zwischen Borna-Süd und Rötha. Die Strecke von Borna-Süd und der Anbindung zur A38 am Kreuz Leipzig-Süd (17 Km) muß deshalb noch auf der alten B95 zurückgelegt werden. Achtung: in der Ortslage Espenhain lauern Blitzer. Am Kreuz Leipzig-Süd nun immer ca. 9,5 Km weiter geradeaus auf der B2 gen Zentrum bleiben. Auf dieser bleibt man bis zum Ende der Schnellstrasse (B2). Dieses ist erreicht wenn linker Hand die Pferderennbahn „Scheibenholz“ mit der alten Markanten Tribüne auftaucht. Ist die Rennbahn fast passiert, an der folgenden Ampelkreuzung links in die Karl-Tauchnitz-Strasse abbiegen. Nun immer auf dieser Strasse bleiben bis zum Kreisverkehr und die 3. Ausfahrt Edvard-Grieg-Allee nehmen, die nach der nächsten Kreuzung in die Marschnerstrasse übergeht. Ab dem Kreisverkehr müsste das Zentralstadion (Sportforum) eigentlich schon ausgeschildert sein. Auf der Marschnerstrasse weiter immer geradeaus die direkt bis zur Arena führt. Gästefans können im Bereich „Marienweg“ (P10) parken. Am Stadion (linker Hand) einfach auf der Strasse „Am Sportforum“ geradeaus bleiben bis zum Kreisel. Hier rechts in die Leutzscher Allee abbiegen und die nächste links in die Waldstrasse. Von hier zweigt der Marienweg ab. Weitere Gästeparkplätze: P7-Cottaweg, P8-Cottaweg und P9-Schneekippe. Die Gästeeingänge C3 und C4 sind auschließlich über den Uferweg erreichbar.
Adresse für Navifreunde: Am Sportforum 3, 04105 Leipzig - Alternativ: Marienweg/Ecke Waldstrasse, 04109 Leipzig eingeben (P 10).

Entfernung Aue – Leipzig / Stadion 112 Km


Stadionumfeld mit Parkplätzen

Infos auf Homepage FCE
Geschrieben von Burg am 20.08.2014, 20:57   (1260x gelesen)