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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN MAGDEBURG

Magdeburg, Freitag, 1. April 2016 | MDCC-Arena (Anstoß 20.30 Uhr)


Die MDDC-Arena in Magdeburg. Das erste Spiel im neuen Stadion fand am 19. Dezember 2006 vor über 13.000 Zuschauern gegen Eintracht Braunschweig statt und endete mit einem 0:0. Danach folgte das eigentliche Eröffnungsspiel gegen Werder Bremen am 23. Januar 2007 vor 24.053 Zuschauern, das die Gäste mit 3:0 gewannen. Foto: Foto: mapio.net
Magdeburg ist mit 1.200 Jahren eine der ältesten Städte in den östlichen Bundesländern. Kaum eine andere Stadt im mitteleuropäischen Raum hat eine vergleichbar bewegte historische Vergangenheit wie sie. Einst Kaiserresidenz, Hansestadt und preußische Festung wurde Magdeburg immer wieder von Krieg und Zerstörung heimgesucht. Doch auch immer wieder gab sie sich eine neue Zukunft und wurde neu aufgebaut, wobei der Pflege und Erhaltung der kulturellen Güter ein ganz besonderer Stellenwert zukam. Die Stadt an der Elbe ist eines der drei Oberzentren von Sachsen-Anhalt und steht mit 232.306 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2014) auf der Liste der Großstädte in Deutschland auf Platz 32. Das Wahrzeichen ist der Magdeburger Dom.
Erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 805, ging die Christianisierung der Slawen vom Erzbistum Magdeburg aus, das Otto I. im Jahr 968 begründete, erster Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und zusammen mit Otto von Guericke Namenspatron der heutigen „Ottostadt Magdeburg“. Im Mittelalter erlangte die Hansestadt große Bedeutung durch das gleichnamige Stadtrecht und war im Spätmittelalter eine der größten deutschen Städte und Zentrum der Reformation. Nach der völligen Verwüstung im Dreißigjährigen Krieg wurde Magdeburg zur stärksten Festung des Königreichs Preußen ausgebaut und 1882 mit über 100.000 Einwohnern zur Großstadt erklärt. Im Zweiten Weltkrieg wurde Magdeburg erneut schwer getroffen und nach dem Luftangriff am 16. Januar 1945 waren 90 % der Altstadt, 15 Kirchen und weite Teile der Gründerzeitviertel total zerstört.

Das waren noch Zeiten als die beiden Kontrahenten in der DDR-Oberliga um Punkte kämpften. Das erste Duell um Punkte fand am 30. April 1960 statt. Da empfing der Oberliga-Aufsteiger SC Aufbau Magdeburg den amtierenden DDR-Meister SC Wismut Karl-Marx-Stadt vor ausverkauftem Haus und verlor nach großem Kampf mit 0-1. In den sechziger Jahren trafen sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, wobei der 1. FC Magdeburg nach seinem Oberliga Wiederaufstieg 1967 zu seinem einzigartigen Siegeszug bis auf den europäischen Thron im Europapokal der Pokalsieger im Jahre 1974 ansetzten. Allerdings hingen selbst zu besten FCM-Zeiten die Trauben im Lößnitztal immer recht hoch. Insgesamt konnte der FCM bei 35 Besuchen im Auer Stadion dieses nur fünfmal als Sieger verlassen – 1968, 1972, 1974, 1976 und zuletzt im Mai 2000. In den achtziger Jahren entwickelten sich die Auer zu einem Angstgegner für den 1. FC Magdeburg. So konnten die „Blau-Weißen“ zwischen März 1983 und November 1985 sechs Spiele in Folge nicht gegen die „Veilchen“ gewinnen. Doch Anfang Mai 1986 endete diese Serie jäh mit einer 0-6 Klatsche in Magdeburg. Zwei äußerst wichtige Siege feierten die Wismut Fußballer in diesen Jahrzehnt gegen den FCM. Beide Male konnte dadurch die Klasse gehalten werden. Im Mai 1981 am letzten Spieltag im heimischen Stadion mit 2-1 und sieben Jahre später im Mai 1988 im Magdeburger Ernst-Grube-Stadion mit 1-0. Nach der Wende geriet dieses Spiel noch einmal in den Fokus der Öffentlichkeit, als Behauptungen auftauchten, dass dieses Spiel manipuliert worden sei, bzw. seitens von Aue der Versuch dazu unternommen wurde. Allerdings konnten die Behauptungen nicht restlos bewiesen werden. Ein weiteres Highlight in der Historie beider Vereine war das 1.000. DDR-Oberligaspiel der Wismut Elf, welches am 13. Oktober 1989 stattfand und den 1. FCM als Gegner und damaligen Spitzenreiter präsentierte. An dem bedeutungsvollen Abend wurde die Flutlichtanlage im Auer Otto-Grotewohl-Stadion eingeweiht. 26.000 Zuschauer sahen ein 0-0 der spannenden Sorte. Das letzte Aufeinandertreffen beider Vereine gab es am 26. Februar 2002 in Magdeburg. In der drittklassigen Regionalliga-Nord trennte man sich 1-1. Es war auch ein Freitagabend unter Flutlicht im alten Ernst-Grube-Stadion. Zwar belegten die Magdeburger in jener Saison, fünf Punkte hinter Aue den 12. Tabellplatz, aber erhielten für die folgende Spielzeit aus finanziellen Gründen keine Lizenz und musste zwangsabsteigen.

1955 wurde das Magdeburger Ernst-Grube-Stadion mit einem Fassungsvermögen (bei Fußballspielen) von 45.000 Zuschauern im Stadtteil Cracau errichtet. Nach dem erstmaligen Aufstieg in die DDR-Oberliga, im Jahre 1960, wurde das eigentliche Heimstadion, das Heinrich-Germer-Stadion, zeitweise den Zuschauerzahlen nicht mehr gerecht. Der Club wich somit bei Spitzenspielen in das Grubestadion aus. Ab Mitte der 1960er Jahre siedelte sich der FCM dauerhaft im Ernst-Grube-Stadion an, das in den folgenden Jahren mit einer Haupttribüne, Flutlichtmasten sowie einer elektronischen Anzeigetafel ausgestattet wurde. Aufgrund von Renovierungsarbeiten im Grubestadion, zwischen Mai 1979 und Mai 1981, spielte der DDR-Oberligist dann wieder im Heinrich-Germer-Stadion. Während dieser Zeit fanden dort auch die Europapokalspiele des FCM statt. Zu Gast waren der FC Wrexham, Arsenal London, FK Moss und der FC Turin. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten blieb das Grubestadion für 23 Jahre die Heimat des FCM. Dort erlebten die Fans die größten Erfolge, aber auch die schwierigen Jahre nach der politischen Wende. Neben mehreren Länderspielen der DDR-Fußballnationalmannschaft waren im Stadion so bekannte Mannschaften wie der FC Bayern München, Malmö FF, Juventus Turin, FC Schalke 04, Borussia Mönchengladbach und PSV Eindhoven zu Gast. Wegen des zunehmenden Sanierungsbedarfs der Anlage nach fast 50-jährigem Bestehen beschloss der Magdeburger Stadtrat im Jahr 2004 den Abriss der alten Anlage und den Neubau eines modernen Fußballstadions. Die Flutlichtmasten, gleiche Bauart wie die Anlagen in Rostock und Erfurt, wurden durch eine Sprengung abgerissen. Wieder wich der 1. FC Magdeburg zwischen Februar 2005 bis Ende 2006 erneut ins Heinrich-Germer-Stadion aus, das zu diesem Zweck umfangreich modernisiert wurde. Im Dezember 2006 wurde die neue Arena von Fußballlegende Franz Beckenbauer feierlich eröffnet, wodurch sich der Zuschauerschnitt beim FCM mehr als verdreifachte. Das Stadion verfügt über 22.750 Sitz- und 4.500 Stehplätze. Das Fassungsvermögen wird jedoch aus

Blick aus dem z. Zeit gesperrten Stehpltzblock 14. Foto info-stades.fr
Sicherheitsgründen oft nicht voll ausgeschöpft wird. Bei Bedarf können die Stehplätze in 2.250 Sitzplätze umgewandelt werden, damit ist das Stadion länderspieltauglich. Das Eröffnungsspiel gegen Werder Bremen am 23. Januar 2007 vor 24.053 Zuschauern, gewannen die Gäste mit 3-0. Davor fand am 19. Dezember 2006 vor über 13.000 Zuschauern gegen Eintracht Braunschweig eine inoffizielle Eröffnung statt und endete mit einem 0-0. Seit 2009 trägt das Stadion den Namen des Magdeburger Telekommunikationsanbieters „MDCC-Arena“. Davor wurde die Sportanlage „Stadion Magdeburg“ genannt.

Anfahrt per PKW
Magdeburg ist über die A72, A38 und A14 eigentlich gut zu erreichen. Auf der A72 bis Kreuz Chemnitz, ab hier weiter Richtung Leipzig orientieren. Am Kreuz Leipzig-Süd auf die A38 (Richtung Dresden) bis zum Dreieck Parthenaue. Hier Wechsel auf die A14 und über das Schkeuditzer Kreuz gen Magdeburg anvisieren. In Magdeburg soll momentan durch mehrere Baustellen eine katastrophale Verkehrssituation herrschen. Die Polizei MD rät deshalb schon die A14 an der Abfahrt Schönebeck zu verlassen. Weiter dann über die B246a (Ortsumgehung Schönebeck) bis Gommern fahren und hinter Gommern auf die B184 in Richtung Magdeburg wechseln. Über Köningsborn auf der B184 weiterfahren bis Heyrothsberge. Dort auf die B1 nach Magdeburg wechseln. Ab Ortseingang MD geht es zunächst weiter auf der B1 (Berliner Chaussee) bis auf der linken Seite das VW Autohaus City erscheint. Ab dort findet man auch eine Beschilderung zum Gästeparkplatz am Stadion. Hier links in die Straße „Am Hammelberg“ einfahren und bis zum Ende weiterfahren. Bitte beachten, dass die Straße im Verlauf einen Rechtsknick macht. Die Straße endet am Gübser Weg. Hier rechts einfahren und weiter bis zur Einfahrt Gästeparkplatz.

Das Stadion öffnet um 18.30 Uhr. Die Gästekasse bleibt am Spieltag in Magdeburg geschlossen. Der Gästebereich sind die Blöcke 15 und 16 (Sitzplatz hinterm Tor), der eigentliche Gäste-Stehplatzblock 14 wird als Pufferblock benutzt. Der 1. FC Magdeburg begann ab Anfang Februar 2016 mit Umbauarbeiten am Gästestehplatz-Block. Es sollen Plexiglaswände, Fangnetze und ein höherer Zaun mit Übersteigschutz installiert werden. Dadurch wird der Gästeblock vom Rest des Stadions abgetrennt, sodass Pufferzonen künftig entfallen. Die Umbaumaßnahmen kosten etwa 270.000 Euro und sollen bis zum 4. Mai dauern. Durch die Pufferbereiche rechts und links neben dem Gästeblock sind dem FCM bei ausverkauften Derbys zuletzt immer wieder Ticket-Einnahmen entgangen. Mit dem Umbau des Gästebereichs können künftig alle Plätze in den Verkauf gehen. Um die Blöcke für die auswärtigen Fans vom Rest des Stadions abzutrennen, werden in den kommenden Wochen Trennwände und höhere Zäune eingebaut. Auch der Stadionumlauf wird modernisiert, sodass gegnerische Fangruppen künftig nicht mehr aufeinander treffen können. Nach Abschluss der Umbauarbeiten wird der Gästebereich 2.676 Plätze umfassen.

Navi-Adresse: Gübser Weg 8 | 39114 Magdeburg (Gästeparkplatz)

Entfernung: Aue – Magdeburg MDCC-Arena ca. 268 Km (über A72/A38/A14/B246a/B184/B1)


Blockplan
Geschrieben von Burg am 30.03.2016, 20:21   (899x gelesen)