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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN DARMSTADT

Darmstadt, So. 13. Mai 2018 - Merck-Stadion am Böllenfalltor (15.30 Uhr)

Darmstadt ist eine kreisfreie Großstadt im Süden Hessens, Verwaltungssitz des Regierungsbezirks Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Die Stadt gehört zum Rhein-Main-Gebiet und der Region Starkenburg und bildet eines der zehn Oberzentren des Landes Hessen. Darmstadt hat 160.868 Einwohner, Stand März 2018. Darmstadt ist nach Frankfurt am Main, Wiesbaden und Kassel die viertgrößte Stadt des Landes Hessen. Der Ursprung des Namens Darmstadt ist ungeklärt. Die älteste erhaltene Erwähnung der Ansiedlung unter der Bezeichnung Darmundestat stammt aus dem 11. Jahrhundert, mehrere Jahrhunderte nach Gründung der Siedlung. Die Stadt entstand im Mittelalter

Blick aufs Merck-Stadion am Böllenfalltor in Darmstadt mit einer derzeitigen Kapazität von 17.468 Plätzen. Foto: echo-online.de
aus einer fränkischen Siedlung. Nach der Teilung Hessens im 16. Jahrhundert wurde Darmstadt Residenzstadt und politisches Zentrum der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, im 19. Jahrhundert Hauptstadt des Großherzogtums Hessen, nach Ende des Deutschen Kaiserreichs Hauptstadt des Volksstaat Hessen. Mit Gründung des Landes Hessen sank die politische und administrative Bedeutung, da dem größeren Wiesbaden, welches kaum zerstört war, der Vorzug als Landeshauptstadt gegeben wurde. Ihre Bedeutung als Wissenschaftsstadt – dieser Titel wurde ihr 1997 vom Hessischen Innenministerium verliehen – verdankt sie der 1877 gegründeten Technischen Universität und den beiden Hochschulen mit insgesamt circa 41.000 Studenten sowie über 30 weiteren Forschungseinrichtungen und Instituten, darunter das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, das Europäische Raumflugkontrollzentrum (ESA/ESOC), die Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten (EUMETSAT) und drei Institute der Fraunhofergesellschaft. Dazu kommen große Firmen und Einrichtungen der Kommunikations- und IT-Branche, die angewandte Forschung und Entwicklung betreiben.


Das Stadion am Böllenfalltor - das von Kennern nur „das Bölle“ genannt wird - ist eines der letzten Stadien in der 1. und 2. Liga dem noch nicht mit Stahlbeton der Charme ausgetrieben wurde. Seit 1921 ist das Stadion die Heimspielstätte des SV Darmstadt. Eine mächtige Stehtraverse als Gegengerade von dort auch eine enorme Kraft ausgeht die auf die Spieler schon Eindruck macht, eine angejahrte Haupttribüne und vier Flutlichtmasten die aus dem Jahre 1981 in den Himmel ragen. Benannt ist das Stadion am

Innenaufnahme mit Blick von der Gegengeraden. Quelle: sv98.de
Böllenfalltor nach Pappeln, den sogenannten „Böllen“, die zu Zeiten des großherzoglichen Darmstadt an dieser Stelle wuchsen. Als „Falltor“ bezeichnet man Tore, die durch eine Spiralfeder selbstständig zufallen können. Sei werden heute noch zum Beispiel bei Wildgehegen benutzt, waren damals aber auch etwa bei Zollstationen im Einsdatz und wurden zum Teil von Wärtern bewacht. Das Böllenfalltor war somit ein Zugangstor zu einem bestimmte Waldgebiet und befand sich nur wenige hundert Meter südlich vom Stadion.

In den beiden Spielzeiten der Erstklassigkeit (1978/79 + 1981/82) der Lilien sorgten Auflagen des Deutschen Fußball-Bundes dafür, dass das Stadion 1978 auf eine Kapazität von 30.000 Plätzen erweitert und 1981 eine Flutlichtanlage installiert werden musste. Diese Investitionen hatten einen finanziellen Zusammenbruch zur Folge, von dem sich der Verein lange Zeit nicht erholte. Daher wurde das Stadion in den Folgejahren an die Stadt Darmstadt verkauft. In den Jahren 1993 bis 2011 bewegte sich der Verein in der Dritten und Vierten Liga und daher gab lange keine großen Veränderungen im Stadion. Das Böllenfalltor begann zu verfallen. Außerdem sank die zugelassene Zuschauerzahl aufgrund von Sicherheitsbedenken immer weiter. Erst durch den unerwarteten Höhenflug, der die Lilien 2015 dann erneut in die 1. Bundesliga führte, kam Bewegung in der Stadionfrage. Mittlerweile sind anstatt der bisherigen Kurven neue, wenn auch provisorische, Tribünen entstanden. Zudem wurden eine Rasenheizung und eine moderne LED-Anzeigetafel installiert. Gespielt wird nur mit Ausnahmegenehmigung des DFB.

Die Stadt Darmstadt und der SVD 98 hatten sich nach jahrelangem Hickhack um die Zukunft der Spielstätte im vergangenen Herbst auf eine Erbpacht-Lösung geeinigt. Diese sieht vor, dass die Lilien das Stadion über eine Tochtergesellschaft von der Stadt übernehmen. Der Vertrag umfasst eine Laufzeit von 40 Jahren. Das Stadion soll sukzessive umgebaut werden. Die Stadt rechnet im Sommer 2018 mit dem Baubeginn. Laut

Luftaufnahme aus dem Jahr 2005 als der SVD in der Regionalliga Süd spielte. Foto: Birgitt Kretzschmar
Darmstadt 98 ist mit einer Bauzeit von mindestens zwei Jahren zu rechnen. Der Spielbetrieb soll während der gesamten Umbauphase erhalten bleiben. Einen bestimmten Umbauplan gibt es derzeit aber genauso wenig wie eine Kostenschätzung. Bis Ende Oktober 2018 soll der Deutschen Fußball-Liga ein Masterplan vorgelegt werden. Dann gebe es auch eine Aussage über die Kosten. Der Umbau am alten Standort sei aber wesentlich günstiger zu realisieren, als eine Multifunktionsarena an einem der untersuchten vier Alternativstandorte. Aber wie auch immer das Stadion nach dem Umbau aussehen wird: Ein bisschen „anders“ als andere darf das „Bölle“ gerne bleiben.

Die Heimstätte des Fußball-Zweitligisten SV Darmstadt 98 wird auch in den kommenden sechs Spielzeiten "Merck-Stadion am Böllenfalltor" heißen: Das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck erwarb das Namensrecht für sechs weitere Jahre. Die Premium-Partnerschaft mit Merck wurde ebenfalls bis 2024 verlängert. Merck hatte bereits 2014 die Namensrechte für das Böllenfalltor erworben. In der Saison 2016/17 verzichtete Merck auf sein Namensrecht und benannte die Spielstätte zugunsten der "Du musst kämpfen"-Initiative, die krebskranken Kindern und deren Angehörigen hilft, in "Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor" um.

Anfahrt mir dem PKW
Für die Fahrt nach Darmstadt mit dem PKW muß rund 400 Kilometer eingeplant werden. Eine Möglichkeit von mehreren Streckenvarianten nach Südhessen wäre die Route A72 über Hof und danach weiter auf der A9 bis zum Dreieck Bayreuth/Kulmbach. Hier nun die A70 (Richtung Bamberg/Schweinfurt) nehmen und bis zum Bamberger Kreuz auf dieser bleiben. Am Kreuz auf die A73 (Richtung Nürnberg) und wenig später die Ausfahrt Bamberg-Süd (3. nach dem Kreuz) nehmen, um über der B505 zur A3 zu gelangen. Die Bundesstraße ist gut ausgebaut. Auf der 19 Kilometer langen Strecke sind sichere Überholmöglichkeiten vorhanden. An der Auffahrt „Pommersfelden“ ist die A3 erreicht. Richtung Würzburg/Frankfurt a.M. drauffahren und 156 Km später an der Ausfahrt „Stockstadt“, unmittelbar hinter Aschaffenburg, die A3 verlassen. Auf der B469 geht es weiter in Richtung Großostheim/Dieburg. Am nächsten großen Kreuz nimmt man dann rechts weg die B26 in Richtung Babenhausen/Dieburg/Darmstadt. 32 Km jetzt immer auf dieser B26 bis Darmstadt bleiben. Nach Dieburg ist diese als 4-spurige Schnellstraße angenehm zu fahren.

Am Ortseingang Darmstadt (Ampel links) an den Hinweisschildern Richtung Stadion und Gästeparkplatz/Parkplatz der TU Darmstadt orientieren. Diese führen erst geradeaus über die Heinrichstraße und dann später links weg in die Eugen-Kogon-Straße (ehemals Petersenstraße). Dort befindet sich das Gästeparkhaus. Es besitzt keine Hausnummer. Hier weiterfahren bis zu den Ordnern, die die Pkw´s in das Parkhaus leiten. Aufgrund der Anmietung der Parkplätze bei der TU Darmstadt ist der SV Darmstadt zur Erhebung einer Parkgebühr verpflichtet. Die Parkgebühr für Pkw beträgt 5,00 Euro. Grosse Fanbuss und 9er Busse parken auf dem Busparkplatz in der Alarisch-Weiss-Straße (Zufahrt ebenfalls über Heinrichstraße und Eugen-Kogon- Straße). Busse sind zu einer Parkgebühr von 20,- Euro verpflichtet. Wer das Parkhaus meiden möchte, sucht sich einfach eine Parkplatz im Areal der TU Lichterwiese. Von den Parkplätzen gelangt man in ca. 10 Minuten per Fuß zum Zugang Gästeblock (Waldkasse Nord). Ordner weisen den Weg.

Der Gästeblock, mit 1.850 unüberdachten Stehplätzen plus 416 unüberdachten Sitzplätze, befindet sich auf der Ostseite des Stadions und ist nur über einen kleinen Waldweg zu erreichen. Der SVD bittet Gästeanhänger nicht die Haupteingänge zu nutzen. Ein Zugang zum Gästebereich über die Haupteingänge ist nicht möglich. Vom Parkhaus gelangt soll man in ca. 10 Minuten per Fuß zum Gästeblock (Waldkasse Nord) gelangen. Das Stadion öffnet 90 Minuten vor Anstoß. Auch die Gäste-Tageskasse in Darmstadt öffnet. Es werden dort noch ca. 600 Restkarten angeboten.

Naviadresse: Eugon-Kogon-Straße | 64287 Darmstadt (Parkhaus der TU Darmstadt /Gästeparkhaus für Pkw)
Alternativ: Alarisch-Weiss-Straße

Aue – Darmstadt: 408 Km (über A72/A9/A70/B505/A3/B469/B26)

Blockplan Stadion. Quelle: Sv98.de
Geschrieben von Burg am 10.05.2018, 20:33   (216x gelesen)