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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL BEIM 1.FC UNION BERLIN

Samstag, 29. November 2008 - Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark (Anstoß 14 Uhr)

Das Friedrich-Ludwig-Jahnstadion, mit seinen 19.708 bunten Sitzplätzen, liegt im Stadtteil Prenzlauer Berg und bekommt Ende November 2008 wieder mal Besuch aus dem Erzgebirge. Vor über 8 Jahren spielte der FCE zuletzt dort. Da der 1. FC Union Berlin sein Stadion „Alte Försterei“ derzeit umbaut, sind die Eisernen in den Jahnsportpark ausgewichen. Zwar war die Partie gegen Aue für eine Art „Wiedereröffnung“ der Alten Försterei ausgelobt, doch haben unvorhergesehene Ereignisse auf der Baustelle Alte Försterei diese Wiedereröffnung erst einmal verschoben. Diese soll nun erst im Februar 2009 im Heimspiel gegen Kickers Offenbach stattfinden. Mit fast 20.000 Sitzplätzen (davon 15.000 überdacht) ist der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark derzeit noch das zweitgrößte Berliner Stadion.


Bevor das heutige Gelände als Sportstätte diente, wurde es vom Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1 der preußischen Armee als Exerzierplatz genutzt, nachdem das Militär das Areal 1825 vom Vorbesitzer Wilhelm Griebenow erworben hatte. Daher erhielt der Platz auch seinen Spitznamen „Exer“. Ein weitere Bezeichnung war „Platz zur Einsamen Pappel“, abgeleitet von einer auf dem Exerzierfeld freistehenden Schwarz-Pappel, unter welcher am 26. März 1848 eine der ersten Volksversammlungen der aufständigen Berliner Bevölkerung während der Märzrevolution stattfand. Als der Platz am Ende des 19. Jahrhunderts mittlerweile von Wohnhäusern umbaut war, wurde die militärische Nutzung aufgegeben und stattdessen ein Übungsplatz errichtet, der unter anderem bis 1904 die erste Spielstätte des Fußballvereins Hertha BSC (damals noch BFC Hertha 1892) war. Im Jahr 1912 kaufte die Stadt Berlin den größten Teil des Geländes und ließ es 1913 zur Spiel- und Sportanlage umbauen. 1951 erfolgte anlässlich der Weltjugendfestspiele ein erneuter Umbau, wodurch neben weiteren Spiel-, Trainings- und Wettkapmpfstätten auch ein Fußball- und Leichtathletikstadion mit einem Fassungsvermögen von 30.000 Zuschauern entstand. Zunächst wurde die Anlage Berliner Sportpark genannt, 1952 entschied sich der Ost-Berliner Magistrat jedoch dazu, sie zu Ehren Friedrich Ludwig Jahns, dessen Todestag in jenem Jahr zum 100. Mal begangen wurde, in Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark umzubenennen. In den Jahren 1986/87 wurde das Stadion umfassend renoviert, 1998 dann noch einmal komplett saniert und fasst nun 20.000 Zuschauer.
Zu DDR-Zeiten nutzte ab 1953 zunächst ASK Vorwärts Berlin den Jahn-Sportpark als Heimspielstätte in der DDR-Oberliga. Als der Verein 1971 nach Frankfurt (Oder) delegiert wurde, übernahm der BFC Dynamo das Stadion von Vorwärts und nutzte es von 1971 bis 1992 – mit Ausnahme der Saison 1986/87 – als Heimat. Außerdem fanden zwischen 1951 und 1990 auch zehn Länderspiele der Fußballnationalmannschaft der DDR im Stadion statt. Das Spiel der DDR-Auswahl am 13. März 1974 gegen Belgien (die DDR gewann 5:2) erzielte dabei die Rekordzuschauerzahl von 30.000. Darüber hinaus wurden auch die letzten beiden Finalspiele des FDGB-Pokals (1990 und 1991) im Jahn-Sportpark ausgetragen.
Zu den bekanntesten Veranstaltungen im Jahn-Sportpark seit der Deutschen Wiedervereinigung zählt das Finale des Berliner Landespokals, welches seit 1995 jährlich hier stattfindet. Darüber hinaus wurde und wird das Stadion von einer Vielzahl an Mannschaften als feste oder temporäre Heimspielstätte genutzt. So weichen viele Mannschaften in den Jahn-Sportpark aus, wenn ihr eigenes Heimstadion aufgrund zu erwartender hoher Zuschauerzahlen oder aus Sicherheitsbedenken für sie nicht nutzbar ist, so z. B. die Amateuermannschaft von Hertha BSC oder auch der BFC Dynamo. Im September und Oktober 2001 verlagerte auch der 1. FC Union Berlin seine beiden Heimspiele im UEFA-Pokal gegen Haka Valkeakoski 3-0 (27.9.01 vor 12.111 Zuschauer) und Litex Lowetsch 0-2 (am 18.10.01 vor 11.255 Zuschauer) in den Prenzlauer Berg, da die angestammte Heimat der Unioner – das Stadion An der Alten Försterei – nicht die Sicherheitsbestimmungen der UEFA erfüllte. SD Croatia Berlin spielte hier in der Saison 1998/99 und gewann u.a. auch am 24.10.1998 sein Heimspiel vor nur 200 Zuschauern gegen den FC Erzgebirge Aue mit 1-0. In der Saison 2006/07 nutzte der NOFV-Oberligaverein Berlin AK 07 den Park als Heimstadion.
Derzeit nutzt als bekanntester Berliner Fußballverein Türkiyemspor Berlin das Stadion für seine Heimspiele in der Regionalliga Nord, da das Katzbachstadion nicht die sicherheitstechnischen Auflagen des DFB erfüllt. Des Weiteren muss der 1. FC Union hierhin ausweichen, solange die Heimspielstätte der Unioner saniert wird. Auch Hertha BSC hat seine beiden UEFA-Cup-Qualifikationsspiele (gegen den FC Nistru Otaci und Interblock Ljubljana) hier austragen, da das Olympiastadion aufgrund von anderen Veranstaltungen nicht nutzbar war.
Zum letzten Mal spielten die Auer Veilchen am 20. Mai 2000 im Berliner „Jahnsportpark“. Am letzten Spieltag der Quali-Saison 1999|00 zur damaligen neuen Regionalliga-Nord, unterlag man Hertha BSC|Amat. vor nur 209 Zuschauern mit 0-2 und verpasste somit den Vizemeistertitel. Dafür hätte schon ein Remis gereicht. Am Ende wurde man punktgleich mit dem Dresdner SCF´98 dritter.
Der Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark hat sich aber allen älteren Wismut Aue Anhänger als die Stätte des so schmerzlichen Abstieges aus der DDR-Oberliga in die Seele eingebrannt. Am 26. Mai 1990 stieg man nach 1019 Spielen in Folge aus der Oberliga ab. Zwar siegten die Veilchen mit 4-1 gegen den BFC-Nachfolger FC Berlin, doch Eisenhüttenstadt und Bischofswerda spielten nicht mit. Hütte gewann mit 2-0 und verringerte sein Torkonto auf –9. Die Aufholjagd von Wismut in Form von zwei John Bemme Toren in den letzten 120 Sekunden des Spieles kam zu spät. Mit –11 Toren bei Punktgleichheit mit „Hütte“ stieg Wismut damals ab. Die Rückfahrt aus Berlin heim ins Erzgebirge war ein einziges Trauma. Später zu Regionalliga-Nordost Zeiten war man dann noch 5 Mal zu Besuch im Jahnsportpark.
4.9.1994 Hertha BSC|Amat. vs. Aue 2-1
6.11.1994 Türkiyemspor Berlin vs. Aue 0-0
14.10.1995 Hertha BSC|Amat vs. Aue 1-2
24.10.1998 SD Craoatia Berlin vs. Aue 1-0
20.5.2000 Hertha BSC|Amat. vs. Aue 2-0

6.11.1994 Türkiyemspor vs. Aue 0-0. Im Hintergrund war die Max-Schmeling-Halle noch im Bau. Foto:burg

Die Fahrt nach Berlin beginnt auf der A72. Weiter geht es nach Chemnitz und dort auf die A4 in Richtung Dresden. Nach der Landeshauptstadt auf die A13 immer in Richtung Berlin. Am Schönefelder Kreuz (hier kreuzt der Berliner Ring A10) ca. 5 Km geradeaus bleiben. Die A13 geht über in die A113 und bis zum Dreieck Waltersdorf fahren. Ab hier nun auf der A113 bleiben und 14 Km bis zum Dreieck Neukölln fahren. Jetzt abfahren und rechts über Grenzstrasse und Dammweg bis zur Kreuzung B96a (unmittelbar nach der Überquerung der S-Bahngleise) fahren. Hier nun links in die Strasse „Am Treptower Park“ abbiegen und im Prinzip jetzt immer den Strassenverlauf der B96a folgen. Weiter geht’s bis zum Ende des Treptower Park´s. Dort rechts abbiegen auf den “Markgrafendamm“, über die Spreebrücke und nach dieser links ab in die Stralauer Allee. Auf dieser bleiben bis die B96a rechts in die „Warschauer Strasse“ abzweigt. Von nun an jetzt immer geradeaus auf der B96a bleiben. Über Prenzlauer Strasse und Danziger Strasse bis zur Kreuzung Schönhauser Allee fahren. Hier befindet sich in unmittelbarer Umgebung der Jahnsportpark.

Der Gästeblock (Blöcke R und S) befindet sich in der Nordkurve, Nähe der Max-Schmeling-Halle. Achtung: In unmittelbarer Stadionnähe gibt es nur eine stark begrenzte Anzahl an Parkplätzen!
Zudem gibt es eine Parallelveranstaltung in der benachbarten „Max-Schmeling-Halle“. Dort findet am Samstag ein Tanzfestival statt, wodurch sich die ohnehin schon angespannte Verkehrssituation um das Stadion noch verstärkt. Weiterhin kommt es durch Bauarbeiten zu Sperrungen im Bereich der Eberswalder Strasse.

Deshalb wird für Pkw- anreisende Fans aus Aue bei der Anreise empfohlen: das Fahrzeug etwas abseits zu parken (Park & Ride Plätze) und mit den Nahverkehr zum Stadion heranzufahren. Die am nächsten mögliche U-Bahn Station (Linie U2 in Richtung Pankow) ist: Eberswalder Strasse.

Wichtige Info vom Fanprojekt Union Berlin:
Taschen sind am Stadion abzugeben oder verbleiben am besten im Bus oder Auto. Abstellort für die anreisendende Fan-Busse und PKW´s ist in der Gustav- Meyer- Allee (westlich des Stadions in Berlin Wedding). Von dort und dorthin zurück werden die Auer Fans durch die Polizei begleitet. Ankunftsbahnhof für die mit dem Zug anreisenden Gästefans ist der, in der Nähe des Busabstellortes gelegene, Bhf. Berlin Gesundbrunnen.
Der Zugang zum Stadion erfolgt für Gästefans über die Nordseite (Falkplatz/ Schmelinghalle).
Für die Fans von Erzgebirge Aue ist ausschließlich der Kurvenbereich Nord (Block R|S) vorbehalten. Wobei Block S nur im Bedarfsfall genutzt wird. Der Zugang erfolgt über den Eingangsbereich der Rampe Nord. Für die Gästefans werden am Stadionzugang Falkplatz 3 mobile Gästekassen (Verkaufshäuschen) aufgestellt.

Beim Stadionzugang werden Stichprobenartig Alkoholtests mit Alkoholtestgeräten durchgeführt.
Alkoholisierten Personen, oder welche unter dem Einfluss anderer beeinträchtigender Mittel stehen, wird der Zugang verweigert. ggf. werden diese der Polizei überstellt.

Für die Gästefans ist das Mitbringen von Spruchbändern, Doppelhaltern und Schwenkfahnen in den Jahnsportpark gestattet. Der Einsatz von Block- oder Überziehfahnen ist verboten. Nach Namentlicher Anmeldung kann eine Person (Capo Ultras) mit Megaphon ins Stadion. Fahnen mit Stocklänge bis zu 1,5 m Länge, hohl und 3,0 cm Durchmesser sind erlaubt (pro Person max. 1 Fahne mit einem Stock). Trommeln werden nur ins Stadion gelassen wenn diese einsehbar sind. Andere Lärminstrumente sind untersagt. Banner und Transparente dürfen nur am Innenraumzaun in einer Höhe von bis max. 1.20 m angebracht werden. Das Besteigen der Zäune wird im Rahmen Fantypischer Reaktionen vorübergehend geduldet mit der Maßgabe diese dann wieder zu verlassen.

Die Gästefans aus Aue werden vor und nach dem Spiel durch Polizeiliche Maßnahmen von und zu ihren Verkehrsmitteln begleitet. Ein Abstrom der Gästefans in Richtung Osten (Schönhauser Allee) wird nach dem Spiel unterbunden. Weshalb auch die mit PKW anreisenden Gästefans die Parkflächen in der Gustav- Meyer- Allee nutzen sollten. Diese erreicht man indem man von der Kreuzung Danziger Strasse|Eberswalderstrasse|Schönhauser Allee kommend rechts abbiegt und den Strassenverlauf der B96a in Richtung Pankow folgt. An der nächstgrößeren Kreuzung (Stargarder|Schönhauser Allee|Gleimstrasse, etwa Höhe Schmeling Halle) links ab in die Gleimstrasse fahren und auf dieser und der Rügener Strasse immer geradeaus fahren. Über die Brunnenstrasse (kreuzen) gelangt man dann auf die Gustav-Meyer-Allee. Rechts von dieser ist der Volkspark Humboldthain.

Entfernung Aue – Berlin|Prenzlauer Berg ca. 300 km





20. Mai 2000. Aue verliert gegen die Amateure von Hertha BSC mit 0-2 und verpasst am letzten Spieltag die Vizemeisterschaft in der Saison 1999/00. Foto: burg
Geschrieben von Burg am 24.11.2008, 15:32   (1742x gelesen)