Eishockey: ETC Crimmitschau-Bietigheim

10.02.2002

Eishockey: ETC Crimmitschau – SC Bietigheim-Bissingen 3:4

(Kay) Aufgrund der ungünstigen Sonntagsspiele sollte es für uns das erste Mal sein, das wir den ETC in der zweiten Eishockey-Liga spielen sehen. Vom Olympia-Fieber befallen, nutzten wir die Gelegenheit. Das erste Spiel an diesem Wochenende hatten die Crimmitschauer in Regensburg verloren, Gegner im Sahnpark war nun der Angstgegner Bietigheim (in dieser Saison konnte der ETC gegen Bietigheim erst einen einzigen Zähler verbuchen). Trotz neuer Liga und überraschendem zweiten Platz fanden nur 3.597 Zuschauer den Weg ins Eisstadion und dies wurde schon mit Freude verzeichnet, ob der schlechten Zuschauerresonanz in letzter Zeit.

Der Gastgeber machte von Beginn an Druck, lautstark unterstützt durch den eigenen Anhang. Leider gelang es nicht, eine der zahlreichen Chancen zu verwerten. Mit zunehmender Spielzeit fanden auch die Schwaben besser zu ihrem Spiel, die Stimmung im Stadion wurde zudem immer schlechter). Es kam wie es kommen musste, wer die Chancen nicht nutzt… Bis zum Ende des ersten Drittels konnten die Bietigheimer schockierende zwei Tore erzielen, des zweite nur Sekunden vor der Pause und auch noch in Unterzahl.

Im zweiten Drittel das gleiche Bild, der ETC nun deutlich schwächer als die Gäste. Dennoch gelang es durch Henkel den Anschlusstreffer zu erzielen. Was fehlte war ein Aufbäumen. Nur zehn Minuten später stellte Bietigheim den alten Abstand wieder her. Wir hatten die Crimmitschauer ehrlich gesagt schon abgeschrieben, kein schönes Spiel und wenig Stimmung.

Doch im letzten Drittel sollte sich dies ändern! Nachdem zunächst sogar das 1:4 gefallen war, kam der ETC noch einmal – mit ihm die Stimmung im Oval. In der 54. und 56. konnte man durch Maas und Losch bis auf ein Tor aufschließen. Der zweite Treffer fiel allerdings sehr glücklich, ein Abpraller von der Kufe an Losch’s Schuh hatte zum Erfolg geführt, wir dachten zunächst das dies irregulär sei, doch scheint es i.O. sofern nicht absichtlich mit dem Fuß gespielt wird (wieder was gelernt!). Doch es war sowieso egal, 3:4 kurz vor Spielende, der ETC in Überzahl - da musste doch noch was gehen! Jetzt war es endlich das was wir sehen wollten: das Stadion brodelte, ein mögliches Penalty-Schießen vor Augen und die Zeit im Nacken. Kurz vor Ultimo gabs dann eine Disziplinarstrafe gegen Crimmitschau, während eines Wechsels hatte der Schiri bereits wieder angepfiffen als der ETC noch einen Spieler zu viel auf dem Eis hatte (noch nicht mal der Torwart war wieder in seiner Kiste) – ein Glanzstück des Berliner Schiris… So war der Überzahlvorteil aufgehoben und es wurde nichts aus dem Remis nach 60 Minuten.

Letztlich wäre es – aus neutraler Sicht betrachtet – wohl auch unverdient gewesen, doch wen interessiert das schon… Gegen Bietigheim hat der ETC nun seit sieben Spielen nicht gewinnen können.