Arminia Bielefeld - FC Karl Marx Stadt 5:1

Da man sich 2 Stunden vor Spielbeginn in einer Kneipe vor dem Stadion der Alm auf ein paar Bierchen verabredet hatte, waren wir alle der Meinung, das es völlig reicht, um Punkt 15 Uhr, passend zum Anstoß auf unseren Stammblock 4 zu erscheinen. Wir hatten gerade den Block betreten und dachten, wir wären im falschen Film. 1:0 für unsere Arminia in der 4. Spielminute durch Alexander Klitzpera. Eine Minute später dann Schrecksekunden auf der Alm. Nach einem Freistoß der Gäste knallt der Ball erst am linken und dann am rechten Pfosten, bevor Torhüter Hain ihn dann schließlich aufnehmen kann. In der 7. Minute geht es munter weiter, 2:0 durch Christian Wück durch einen schönen Linksschuß. Spätestens ab diesen Zeitpunkt war die Gegenwehr der Gäste endgültig gebrochen. Milde ausgedrückt hatte das Gekicke der Sachsen auch höchstens Verbandsliganiveau und man sprach auch von Aufbauhilfe West. Mit dem 2:0 ging es dann auch in die Kabine. Man diskutierte in der Pause darüber, ob dieser Vorsprung denn für einen Punkt reichen würde. Auch zu Beginn der 2. Halbzeit nahm Arminia wieder das Heft in die Hand, dank eines überragenden Markus Weissenberger, der nach 6 Monaten Pause endlich wieder die Spielmacherrolle übernahm. Dann kam der große Auftritt von Artur Wichniarek. Der Pole, vor einem Jahr für 3 Millionen Mark aus Lodz gekommen, machte an diesem Tag wohl sein bestes Spiel für die blauen. Mit einem mustergültigen Kopfball bescherte er uns das 3:0 und die 8081 Zuschauer waren aus dem Häuschen, naja die 200 aus C.... vielleicht nicht gerade. In der 71. Spielminute zeigte dann Bruno Labbadia seine Torgefährlichkeit und es hieß 4:0. Auf Block 4 wurden selbstverständlich die Hämmer gekreuzt und ein Stück Erzgebirge wehte über Bielefeld, wie bei jedem Heimspiel. Der einzigste Schönheitsfehler dann in der 86. Minute, Gästestürmer Muratovic konnte sich gegen zwei Bielefelder durchsetzen und erzielte das 4:1. Aber da war ja noch König Artur, mit einem schönen Drehschuß vollendete er zum 5:1. Ersteinmal hat Benno Möhlmann seinen Kopf aus der Schlinge gezogen und die Fans träumen vielleicht doch noch von der 1. Liga. Wie gesagt, manchmal werden Träume ja wahr.

Schwarz-weiß-blaue Grüße aus Bielefeld, Karsten