Spielberichte
1. Spieltag, 03.08.2003

FC Erzgebirge Aue:SSV Jahn Regensburg
0 1


Erzgebirgsstadion Aue, Sonntag 3. August 2003

(Kick off 15.00 Uhr)



(Alex) Am ersten Spieltag der 2. Bundesliga verlor der gastgebende FC Erzgebirge Aue, bei seinem Profidebüt, verdient mit 1:0 gegen Jahn Regensburg. Nur rund 4 Minuten mussten die knapp 10000 Zuschauer im Erzgebirgsstadion auf das Tor des Tages warten, doch leider konnten nur die 200 Schlachtenbummler aus der Oberpfalz diesen Treffer, durch Hutwelker, bejubeln. Der Neuzugang auf Seiten von Regensburg zog freistehend aus 17 Meter ab und diesen Schuss fälschte Aues - Ersatzlibero Kurth unhaltbar ins eigene Tor ab. Durch dieses schnelles Gegentor wirkten die Hausherren, welche die Partie ohne Neuzugang begangen, sehr nervös. Es lief nur sehr wenig zusammen beim Spiel der Auer, viele Fehlpässe und Stellungsfehler waren die Folge dieser Verunsicherung. Nur mit Glück konnten die Veilchen einen weitern Treffer verhindern. So rettete Shubitidze erst im letzten Moment, als er sich in der 10. Minute mutig in einen Schuss von Hutwelker warf. Nach rund 20 Minuten legte der FCE dann langsam seinen Respekt vor dem Gegner, bei dem immerhin 6 neue Spieler in der Startaufstellung standen, ab. Die erste nennenswerte Chance hatte der Gastgeber nach rund 30 Spielminuten, doch Noveski konnte Gästekeeper Müller, per Kopf, nicht überwinden. Nur kurz darauf scheiterte F. Berger mit einem Schuss aus 14. Metern ebenfalls am starken Torhüter der Regensburger. Doch die beste Möglichkeit vergab Broum in der 41. Minute als er, nach dem schönsten Angriff des gesamten Spiel, mustergültig von Jank angespielt wurde, aber dann, 2 Meter freistehend vor dem Gästegehäuse, den Ball neben das Tor schob, somit ging es mit der 1:0 Gästeführung in die Pause.

Von Beginn des 2. Spielabschnittes an übernahm der FC Erzgebirge Aue die Initiative, ohne sich zunächst aber nennenswerte Chancen zu erspielen. Zu ungenau war der Spielaufbau der Veilchen, die sich, durch die vielen Fehlpässe das Leben bei hochsommerlichen Temperaturen, selbst schwer machten. Erst mit den beiden eingewechselten Neuzugängen, Curri und Tchipev, kam etwas Ordnung ins Spiel und somit ergaben sich für Aue auch noch 2-3 gute Möglichkeiten zum Ausgleichstreffer. Doch sowohl Curri, als auch F. Berger vergaben jeweils freistehend an Gästetorwart Müller. 20. Minuten vor Schluss wechselte Aues-Coach mit „Heimkehrer“ Kunze noch einen frischen Stürmer ein. Doch auch dem Ex-Lübecker gelang es nicht die vielbeinige Abwehr der Regensburger zu knacken, zu einfallslos und monoton waren die Angriffe der Hausherren. Die Gäste aus der Oberpfalz, die sich nach der Pause nur auf ihre Defensivaufgaben beschränkten, konnten somit mit Glück und Geschick die knappe Führung verteidigten, und dieses Auftaktspiel, ohne auch nur einer einzigen Chance in Hälfte zwei, mit 0:1 gewinnen.

Aue steht nun schon nach dem ersten Spiel etwas unter Druck, denn leichter werden die Gegner sicherlich nicht. Auch Trainer Schädlich stellte nach der Partie fest „dass einige Spieler mental noch nicht in der zweiten Liga angekommen sind“, vor allem „ in den der Anfangphase gelang der Mannschaft nichts,“ erst nach der Pause spielte das Team „teilweise“ so wie er es sich vorstelle. Wie auf der Pressekonferenz bekannt wurde, erlitt Aues Noveski einen Nasenbeinbruch, da die Gastgeber aber schon 3 Wechsel durchgeführt hatten, verzichtete Schädlich auf eine Herausnahme des Abwehrspielers. „Nasenbrüche gab es schon vor 30 Jahren, da haben wir auch weitergespielt“, äußerte sich der Trainer nach dem Spiel. Außerdem sollten „die tropischen Temperaturen und Ausfälle“ nicht als Ausreden herhalten.


Aue: Petkov - Kurth - Noveski, Jendrossek - G. Berger, F. Berger (60. Tchipev), Heidrich, Grund - Broum (60. Curri), Jank (67. Kunze), Shubitidze

Regensburg: Müller - Schmidt, Stieglmair, Keuler - Nsaliwa, Kritzer, Paulinho (72. Weinzierl), Knackmuß - Tölcseres (87. Devoli), Hutwelker, Willmann (87. Chalbinski)

Schiedsrichter: Stefan Trautmann

Zuschauer: 8.500

Tore: 0:1 Karsten Hutwelker (4.)

Karten: Gregor Berger