Spielberichte
2. Spieltag, 08.08.2003

SV Eintracht Trier:FC Erzgebirge Aue
2 1


Moselstadion, Freitag 8. August 2003

(Kick off 19.00 Uhr)



Erstes Zweitliga-Tor für Aue, aber die Punkte blieben wieder aus

(Burg) Trotz der wieder nur sehr knappen Niederlage mit einem Torunterschied konnten sich Trainer Gerd Schädlich und die Spieler des FC Erzgebirge Aue vor vielen Komplimenten nicht retten. „Aber Komplimente nützen uns nichts, wenn wir nun gegen Union nicht endlich punkten“, meine Gerd Schädlich nach dem Spiel. Auch der vielleicht beste Auer an diesem Abend im Trierer Moselstadion, Rüdiger Rehm sah dies ähnlich: „Mit dieser Leistung brauchen wir uns in der 2. Bundesliga nicht zu verstecken und mit erhobenen Hauptes können, ja müssen wir in die kommende Partie gegen den 1. FC Union Berlin gehen.“ Dabei war den Debütant, der erstmalig für die ganz in Weiß spielenden Gäste auflief, der tragische Held aus Auer Sicht. Von der ersten Minute sah man ihn seine Zweitliga-Erfahrung an. Kaum ein all der ihm versprang, seine Pässe waren immer mit Sinn und Verstand, kurz um: Alles was er anpackte hatte Hand und Fuß. Innerhalb von 60 Sekunden konnten sich die fast 300 mitgereisten Auer-Schlachtenbummler die Haare raufen. Nach Doppelpasse mit Shubitidze hatte Rehm plötzlich freie Schussbahn, doch Keller im Trierer Kasten kratzte den Ball gerade so zur Ecke (16.). Nach dieser, von Petr Grund getreten, kam Rehm wieder zum Kopfball, doch wiederum Keller mit einer Klasse-Parade vereitelte die Gästeführung die in dieser Phase verdient gewesen wäre (17.). „In diesen zwei Szenen hat Axel Keller super reagiert und ich hätte es nicht besser machen können. Ein Kompliment für den Torwart“, so der Ex-Reutlinger nach dem Spiel. Gerd Schädlich fügte auch an: „da0 wir mit Rüdiger Rehm noch viel Freude haben werden.“ Doch leider ging die Führung der Gastgeber, die in der guten spielerischen Phase wie aus heiterem Himmel fiel (21.), auf die Kappe von Rehm: „Keine Frage, dies war klar mein Fehler. Nach der Flanke von Kevbric rechnete ich nicht mit einen gegnerischen Spieler in meinem Rücken.“ Aue steckte diesen Rückschlag fast unbeeindruckt weg und nahm das Zepter wieder in die Hand, doch Stürmer Maik Kunze konnte zwei schöne Anspiele von Rehm (24./29.) nicht verwerten. Der Rückkehrer aus Lübeck kam in der sturminterenen Wertung nur auf den dritten Platz, hinter Shubitidze und Curri. Seine Ballsicherheit ließ zu wünschen übrig – kurz gesagt: eine Effektivität. Nachdem er versucht hatte in der 61.Minute zum ersten Mal aufs gegnerische Tor zu schießen wurde er in der 79. Minute für Mirko Ullman vom Platz genommen. Maik resümierte nach dem Spiel: „das wir in der Anfangsphase zu viel Respekt hatten vorm Gegner. Doch mir der Leistung in der zweiten Halbzeit können wir erhobenen Hauptes Trier verlassen.“

Nach dem 2:0 in der 32.Minute wieder von Daniel Winkler, war Trainer Gerd Schädlich froh, „Daß wir uns nicht haben noch abschlachten lassen. Und fügte noch hinzu: „Wenn man diesen Winkler zweimal so blank stehen lässt, braucht man sich nicht zu wundern.“ Tragisch auch aus Auer Sicht, das Matthias Heidrich noch in der Szene vor dem 2:0 eine Kopfball knapp am Tor vorbeisetzte. Nachdem der sehr agile Kvicha Shubitidze nach 14. Und fügte noch hinzu: „Wenn man diesen Winkler zweimal so blank stehen lässt, braucht man sich nicht zu wundern.“ Tragisch auch aus Auer Sicht, das Matthias Heidrich noch in der Szene vor dem 2:0 eine Kopfball knapp am Tor vorbeisetzte. Nachdem der sehr agile Kvicha Shubitidze nach 140 Zweitliga-Minuten für den ersten Torjubel in dieser Klasse verantwortlich zeichnete (60.), keimte noch einmal Hoffnung auf für die Veilchen. Doch nur Skerdilaid Curri schaffte es in der verbleibenden Restzeit für das Tor von Axel Keller zu schießen /6.).

Paul Linz, der Trainer von Trier, war nach dem Abpfiff überglücklich diese Partie gewonnen zu haben. „Ich hatte in der zweiten Halbzeit Angst, dass wir uns noch das 2:2 einfangen.“ Trotz der derzeitigen personellen Probleme die Gerd Schädlich hat, sind nach den ersten beiden Spielen in der 2. Bundesliga und dem ersten Tor nun endlich die ersten Punkte in der neuen Klasse fällig.


Trier: A. Keller - Koch, Lösch, Vural, Marell - Kevric (84. Bauer), Grzeskowiak (33. Thömmes), Racanel, M. Keller (78. Klasen) - Winkler, Patschinski

Aue: Petkov - Noveski (46. Krasselt), Jendrossek, Rehm - Heidrich - G. Berger, Kurth, Curri, Grund (78. Jank) - Shubitidze, Kunze (78. Ullmann)

Schiedsrichter: Dr. Wack (Bieberach)

Zuschauer: 6.125 (ca. 300 Auer)

Tore: 1:0 Winkler (20.), 2:0 Winkler (32.), 2:1 Schubitidze (50.)

Karten: Kunze (24.), Lösch (28.), Vural (49.), G. Berger (62.)