Spielberichte
6. Spieltag, 21.09.2003

VfL Osnabrück:FC Erzgebirge Aue
0 1


Piepenbrock-Stadion an der Bremer Brücke, Sonntag 21. September 2003

(Kick off 15.00 Uhr)




Toppmöllers Goldenes Tor

(Burg) Aue überstand an der Bremer Brücke erstmals in dieser Saison ein Zweitligaspiel ohne Gegentor. Das hatte zwei Gründe: Einen gut aufgelegten Russi Petkov im Tor und jede Menge Glück. Vom Anstoß weg spielte nur Osnabrück - sie schienen Aue überrollen zu wollen. Nach vorn, wo erstmals Neuzugang Dino Toppmöller neben Curri und Shubitidze stürmte, war von den Gästen die ersten 45 Minuten nichts zu sehen. Hinten standen die Erzgebirger unter Dauerdruck. Petkov rettete gegen den freien Schied (7.) und hatte in der 19. Minute Glück bei seinen Ausflug aus den Kasten als ihm Emmerich helfend zur Stand. Gregor Berger köpfte eine Rückgabe zu schwach, Vier dazwischen, der Ball kommt zu Schied und der umkurft Petkov. Den Rückpass von Schied auf Vier gedacht, schnappte sich der gut aufgelegte Emma und verhinderte Schlimmeres. Bei Schüßlers Knaller an das Quergebälk war auch Petkov machtlos (25.). Das 1-0 schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Hackenablage von Schied auf Dzaka und der hat freie Bahn auf den Auer Kasten, doch Noveski klärt im letzten Augenblick (27.). Danach entspannte sich die Situation etwas, der Druck ließ nach. Trotzdem ging nach vorne für die Gäste nichts. Keine Durchschlagskraft, keine Ideen. Das es 0-0 zur Pause stand - fast ein Wunder aus Auer Sicht und zudem ein Novum.

Noch nie schaffte man es mit einen Torlosen Remis die Kabine zu ereichen zur Pause. Fußball folgt manchmal ganz einfachen Regeln-Wer seine Chancen nicht verwertet wird am Ende noch bestraft. So sollte es noch kommen. Die zweite Halbzeit begann erstmal so wie die erste aufhörte. Der VfL drängte auf das 1-0 aber schon nach 55. Minuten die ersten Pfiffe vom eigenden Publikum. Auch Pagelsdorf wurde immer ungeduldiger und brachte mit Claaßen (63.) und Guscinas (68.) zwei weitere Stürmer. Der VfL warf alles nach vorne und lockerte seine Deckung. Nocheinmal wurde es brenzlig für Petkov, als Vier alleine auf ihn zumarschierte aber in Petkov wieder seinen Meister fand (62.). Jetzt schwamm sich Aue plötzlich frei und nahm dankend die Räume zum Kontern an. Scheuer verhinderte noch mit einer Glanzparade den Rückstand gegen Curri (69.). Aber 10 Minuten später war auch er machtlos. Toppmöller traf im Nachsetzen, nachdem Jank aus aussichtsreicher Situation nicht die Nerven hatte selber zu verwandeln. Der VfL war total geschockt. Die Hilflosen Angriffe brachten nichts mehr ein. Dagegen war der nimmermüde Curri auf rechts nochmal durch, doch seine Flanke für Jank am langen Pfosten gedacht landete aufs Tornetz (83.). Der eingewechselte Frank Berger hatte in der Schlußminute noch eine Schußchance, doch verzog er.

Gerd Schädlich blieb nach der Partie ganz nüchtern als er meinte: "Wir haben hier nur mit viel Glück und geschick gewonnen und müßen uns in den nächsten Wochen steigern". Um dann aber hinterher noch anzumerken: "Heute könnte der letzte Spieltag sein", nachdem er einen kurzen Blick auf die tabelle geworfen hatte.


Osnabrück: Scheuer - Tredup, Langeneke, Da Silva, Berbovic - Spork, Enochs (63. Claasen), Dzaka, Schüßler - Vier (68. Guscinas), Schied

Aue: Petkov - Krasselt, Emmerich, Noveski - Grund (77. F. Berger), G. Berger, Görke, Rehm - Shubitidze (71. Jank), Curri, Toppmöller

Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees

Zuschauer: 10.700 (ca. 350 Auer)

Tore: 0:1 Toppmöller (78.)

Karten: Langeneke, Vier, Krasselt, Emmerich


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