Spielberichte
12. Spieltag, 10.11.2003

FC Energie Cottbus:FC Erzgebirge Aue
2 1


Stadion der Freundschaft, Montag 10. November 2003

(Kick off 20.15 Uhr)




AUE VERLIERT UNGLÜCKLICH IN COTTBUS – Schädlich sauer über Schiedsrichterentscheidung

(Burg) Nach Abpfiff des insgesamt guten Schiedsrichter Torsten Koop, war das normalste eingetreten: Cottbus gewann die Partie und eroberte sich die Tabellenführung in der 2. Bundesliga zurück. Der couragiert aufspielende Aufsteiger FC Erzgebirge Aue hätte sich am Ende aber zumindest einen Punkt verdient gehabt und haderte ein bißchen mit dem Unparteiischen. Als alles schon auf ein Remis hinauslief, holte der Rumäne Adrian Iordache geschickt einen Freistoß Fünf Minuten vor Schluß in aussichtsreicher Schussposition gegen Frank Berger heraus. Genau diese Szene brachte Trainer Gerd Schädlich so richtig in Rage: „Ein geschenkter Freistoß für Cottbus, diese Schiedsrichterentscheidung kann ich nicht aktzeptieren“. Auch FCE-Abwehrschef Jörg Emmerich brachte es ähnlich auf den Punkt: „Das Spiel hätte nicht unbedingt einen Sieger verdient gehabt, denn ein Remis wäre verdienter gewesen. Zu der Situation die zum Spiel entscheidenden Freistoß führte fügte er hinzu: „Hier müssen wir insgesamt abgebrühter werden“.

Genau diese Abgebrühtheit hatte Energie Cottbus nach schwacher erster Hälfte und drehte die Partie noch glücklich in einen Sieg. „Wir wollten die Drei Punkte und bekamen sie auch am Ende-egal wie sie zustande kamen“, meinte der Cottbuser Abwehr-Organisator Christian Beeck, der Anfang der zweiten Hälfte für Jiri Kaufmann geopfert wurde um noch mehr Druck gegen nun sich zurückziehende Auer Gäste zu erzielen. Und genau dieser Jiri Kaufmann bereitete auch den Cottbuser Ausgleich vor, als er im Straufraum gleich gegen Zwei Auer (Karsselt und Noveski) die Übersicht behielt und klug zu Rehgecampf legte der überlegt einschoß zum 1-1 (60.).

Bis zur Halbzeit waren aber die Gäste, in ihren ersten TV-Live Spiel seit 16 Jahren, die dominierende Mannschaft. Wie schon in den Spielen zuvor vergaßen sie aber wieder den Sack endgültig zu zumachen. „Das 1-0 zur Pause war schmeichelhaft für Energie, denn wir sind sehr fährlässig mit unseren Chancen umgegangen und das rächt sich meist im Fußball meistens“, so ein frustierender Auer Coch Gerd Schädlich. Der fast nie zufriedende Cottbuser Trainer „Ede“ Geyer bestätigte dies: „Es war eine Zumutung was wir in der 1.Halbzeit unseren Publikum geboten haben, dies hatte mit Fußball nichts zu tun“. Das 1-0 für die Gäste in der 31. Minute (Curri) war hochverdient, denn schon davor musste Georg Koch zweimal gegen F. Berger (7.) und Heidrich (10.) klären. Shubitidze (13.) verzog nach schönen Paß von Toppmöller. Cottbus kam kaum zur Entfaltung und hatte nur durch einen Kopfball von Tanque Silva (7.) sowie einen Pfostenschuß von Regecampf (18.) seine besten Szenen. Dies änderte sich aber in Duchgang zwei. Vom Wiederanstoß weg schnürrten sie nun die Gäste ein. Dieser immense Druck hielt aber nur bis zum 1-1 an, danach befreite sich wieder Aue und hatte seinerseits gute Szenen. Aber weder Curri (50.), Rehm (67.), Kurth (68.) und wieder der quirrlige Curri (72.) hatten das Qeuntchen Glück auf ihrer Seite. Dieses verließ den Veilchen auch in der Turbulenten Schlussphase die es in sich hatte. Nach den exelenten Freistoß-Tor des Rumänen Reghecampf (85.) warfen die Gäste alles nach vorn und hatten noch drei aussichtsreiche Freistoßpositionen. Die letzte und beste in der Nachspielzeit parrierte Georg Koch im Stile eines Klassemannes, Heidrich hatte geschossen. Den Nachschuß jagte Dino Toppmöller an die Latte des Cottbuser Tores. Auch die Hereinnahme, nach der Gelb/Roten Karte für den Beniner Latoundji, von zwei zusätzlichen Stürmern (Jank + Broum) auf Auer Seite brachte nichts mehr.

Insgesamt verkauften sich die Auer recht gut in der Lausitz, wo schon ganz andere verloren haben. „Dies muß nun in den nächsten Auswärtsspielen der Maßstab für uns sein“, so ein Jörg Emmerich nach den Spiel und Präsident Uwe Leonhardt meinte: „Wir haben noch nicht den Killerinstinkt, solche Spiele für unseren Gunsten zu ziehen und Kopflos brauchen wir jetzt nach diesen Spiel überhaupt nicht zu werden“.


Cottbus: Koch - da Silva, Beeck (53. Kaufman), Berhalter, Nikol - Reghecampf, Rost, Latoundji, Gebhardt (80. Brunnemann) - Vagner (75. Iordache), Tanque Silva

Aue: Petkov - Krasselt, Emmerich, Noveski - F. Berger (88. Broum), Kurth, Heidrich, Rehm - Curri, Toppmöller, Shubitidze (65. G. Berger / Jank 88.)

Schiedsrichter: Torsten Koop (Lüttenmark)

Zuschauer: 13.300 (ca. 900 Auer)

Tore: 0:1 Curri (31.), 1:1/2:1 Reghecampf (60./85.)

Karten: Kaufmann - Krasselt, G. Berger
Latoundji (87.)