Spielberichte
23. Spieltag, 07.03.2004

FC Erzgebirge Aue:VfL Osnabrück
1 0


Erzgebirgsstadion Aue, Sonntag 07. März 2004

(Kick off 15.00 Uhr)



(Alex) Nach 3 Niederlagen in Folge konnte sich der FC Erzgebirge Aue, durch den 1:0 Heimsieg im Spiel gegen den VfL Osnabrück, 3 wichtige Punkte im Abstiegskampf sichern.

Aue begann mit 3 Veränderungen zur 0:2 Pleite in Nürnberg. Neben den gesperrten Trehkopf und den verletzten Barten saß Mittelfeldspieler Tchipev wieder auf der Bank. Neu in der Startelf waren im Mittelfeld Kurth und Heidrich und in der Abwehr bekam Jendrossek eine Chance.

Von der ersten Minute an merkte man den Siegeswillen der Auer-Mannschaft. Doch zunächst waren die Aktionen der Hausherren zu wenig durchdacht. Die erste Möglichkeit für die Erzgebirger hatte Abwehrspieler Noveski, doch Gästekeeper Ochs reagierte glänzend. Danach kamen die sehr defensiv stehenden Gäste zweimal gefährlich vor das Auer Gehäuse. Doch auch Aues Torwart war auf dem Posten, zunächst parierte er einen Trakysschuß und kurz darauf lenkte er einen Lenze-Freistoß über das Gehäuse (20.). Viel mehr Torchancen bekamen die rund 9200 Zuschauer in Hälfte eins dann nicht mehr geboten. Man konnte beiden Teams ansehen das sie sich im Abstiegskampf befinden, viel Kampf auf beiden Seiten, wobei der FCE das engagierte Team war.

Nachdem Pausentee war es wiederum die Mannschaft aus Aue die das Heft in die Hand nahm. Die Gäste beschränkten sich fast ausschließlich auf die Abwehrarbeit, Offensivfußball fand bei den Osnabrückern kaum noch statt. Aue konnte seine Überlegenheit aber nur selten in gute Chancen umnützen. Die größte Chance hatte der zur Pause eingewechselte Jank (er kam für den schwachen Shubitidze). Doch er ließ sich, als er allein auf das Tor stürmte, den Ball von Keeper Ochs abluchsen. Den Nachschuss vergab der auffällig spielende Toppmöller aus kurzer Distanz. Kurz darauf hatten schon einige den Torschrei auf den Lippen, als sich der VfL-Schlussmann Ochs eine Freistoß-Flanke von Curri beinahe ins eigene Netz gelegt hätte, doch im Nachfassen schnappte er sich das Leder auf der Linie.
Schrecksekunde für die Hausherren dann in der 82. Minute. Als, nach dem einzigen gefährlichen Konter der Gäste in der 2. Halbzeit, auf einmal Osnabrücks Schüßler allein vor Aues Keeper Hahnel auftauchte. Doch der Auer-Schlußmann konnte den Ball abwehren. Zu diesem Zeitpunkt spielte Aue nur noch zu zehnt, da der kurz zuvor ins Spiel gekommene Ullmann verletzt vom Platz musste und Trainer Schädlich schon 3 mal gewechselt hatte.
Aber Aue glaubte weiter an den Sieg, und sollte in der 88. Minute für die tollen Kampf doch noch belohnt werden. Nach einer Ecke von Kurth sorgte der überragende Noveski mit einem Kopfballaufsetzer für die verdiente 1:0 Führung. Der Jubel im weiten Rund kannte keine Grenzen, man konnte förmlich den Stein hören der Spielern und Fans vom Herzen gefallen ist. Da in den letzten beiden Spielminuten nichts mehr passierte, gewann der FCE das Duell der beiden Veilchen-Teams und schöpft nach dem Sieg über einen direkten Mitkonkurrenten wieder Hoffnung im Abstiegskampf.

Auch Trainer Schädlich zeigte sich nach dem „erwarteten Kampfspiel bei schwierigen Platzverhältnissen“ zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft. Auch wenn es „Abstiegskampf pur“ war hat sich das Team „mehrere gute Chancen“ erspielt und „etwas glücklich, aufgrund des späten Treffers, aber insgesamt verdient gewonnen“.



Aue: Hahnel - Noveski, Emmerich, Jendrossek - Kurth, Heidrich, Toppmöller, Rehm, Shubitidze (46. Jank) - Curri (73. G. Berger), Juskowiak (73. Ullmann)

Osnabrück: Ochs - Gledson, Langeneke, Dogan - Tredup, Dzaka (46. Flavio), Enochs, Lenze, Sidney - Trakys, Schied (58. Schüßler)

Schiedsrichter: Felix Brych (München)

Zuschauer: 9.200

Tore: 1:0 Noveski (87.)

Karten: Jendrossek, Toppmöller - Dzaka, Schied