Spielberichte
31. Spieltag, 02.05.2004

SpVgg Greuther Fürth:FC Erzgebirge Aue
5 1


Playmobil Stadion, Sonntag 02. Mai 2004

(Kick off 15.00 Uhr)




FÜRTH DEKLASSIERT AUE MIT 5-1
Nun hat es die Veilchen aus den Lößnitztal im 31. Saisonspiel der laufenden 2.Liga-Saison erwischt und sie kassierten mit dem 1-5 bei der SpVgg Greuther Fürth ihre höchste Saison-Niederlage. Damit die zuletzt so erfolgreiche Serie (8 Spiele in Folge ohne Niederlage) gerissen war, interessierte am Ende niemanden mehr. „Deutlich war zu sehen das wir mit dem Lob aus den letzten Wochen einfach nicht umgehen können“, blickte ein sichtlich angefressener Trainer Gerd Schädlich unmittelbar nach der Partie zurück und fügte hinzu: „Einige Spieler haben heute echte Probleme mit der Einstellung gehabt“. Von der ersten Minute an waren die Hausherren bis in die Haarspitzen motiviert in dieses für Sie so wichtige Spiel gegangen und setzten den Gast aus dem Erzgebirge unter Druck. Schon nach 7 Minuten lag der Ball zum Entsetzen der fast 5.000 mitgereisten Auer-Schlachtenbummler im Netz von Jörg Hahnel. Einen Eckball vom sehr agilen Olivier Caillas verlängerte Kleine mit dem Kopf und Marcus Feinbier nutzte die Träumerei von Nic Noveski gnadenlos aus. Danach überschlugen sich in der hektischen Startviertelstunde der Partie die Ereignisse. Matthias Heidrich donnerte einen abgewehrten Eckball von Curri an die Querlatte des Fürther Tores (9.) und zwei Minuten später spritze Curri in eine zu kurze Rückgabe von Weber. Nachdem der Ex-Auer Mirko Reichel Curri zu Fall brachte und der nachsetzende Juskowiak auch noch von Weber umgerannt wurde, konnte Schiedsrichter Uwe Kemmling nur noch auf den Punkt zeigen. Jörg Emmerich verwandelte den erst zweiten Elfmeter der Saison zum umjubelten Ausgleich für die Veilchen. Doch Fürth schlug postwendend zurück. René Trehkopf trifft Westermann am Standbein und wieder zeigte Uwe Kemmling auf den Punkt. Sascha Rösler lässt Jörg Hahnel keine Chance (15.). Danach war von Aue nichts mehr zu sehen. Sie leisteten sich einfach zu viele Konzentrationsfehler im Aufbauspiel. Fürth dagegen spielte einen Klasse Tempo-Fußball. „Wir hatten speziell in der 1.Halbzeit Riesenprobleme wenn Fürth über die Außen kam“, legte Schädlich den Finger in die Wunde. Rösler (30.), Ruman (39.) und noch mal Rösler (42.) hätten schon bis zum Wechsel für klare Fronten für die Fürther sorgen können. Dies erledigte dann aber doch noch der Fürther Kapitän Petr Ruman. Nach einer lang gezogener Flanke von der linken Seite (Caillas), zeigte er gegen Rüdiger Rehm, der unverständlicherweise nicht mitsprang, einen perfekten Kopfball, der schließlich im Netz landete (43.). Nach den Seitenwechsel kamen René Krasselt für den schwachen Rehm und Gregor Berger für den zu hektischen Dino Toppmöller. Auf dem Rasen wurde es etwas ruhiger und die SpVgg Greuther Fürth hatte aber trotzdem regelmäßig seine Chancen das Ergebnis höher zu gestalten. Aue blieb weiterhin erschreckend schwach und ergab sich fast wehrlos seinen Schicksal. Präsident Uwe Leonhardt fand in der Pressekonferenz dann deutliche Worte: „ Für diese Niederlage gibt es keine Entschuldigung heute. Keiner darf jetzt denken, das wir schon gesichert sind, denn es wird noch ganz eng werden. Das war nicht Aue heute!“. Trainer Gerd Schädlich setzte noch einen drauf als er fast sarkastisch meinte: „Ein zweites Tor hätten wir heute nicht verdient gehabt“, sprach´s und verschwand wortlos im Mannschaftsbus um dieses Debakel erstmal für sich alleine zu verarbeiten. Er sprach die einzige nennenswerte Chance durch Shubitidze an (68.), der schön von Juskowiak angespielt, den Ball am Fürther Torwart vorbeischob aber leider auch am Pfosten. Die Gäste wurden von den Kleeblättlern in der Schlußphase noch vorgeführt. Beim 4-1 durch Rösler (75.) und 5-1 von Eigler (87.) wurde die komplette Auer Abwehr völlig ausgespielt. Alleine Jörg Hahnel im Tor war es zu verdanken, das es nicht noch ein Desaster wurde. (burg)




Fürth: Neuhaus - Westermann, Kleine, Burkhardt (76. Azzouzi), Weber - Reichel, Surmann, Ruman (81. Heller), Caillas - Feinbier (85. Eigler), Rösler

Aue: Hahnel - Emmerich, Trehkopf, Noveski - Heidrich, Toppmöller (46. Krasselt), Tchipev, Rehm (46. G. Berger) - Jank, Curri, Juskowiak (64. Shubitidze)

Schiedsrichter: Uwe Kemmling (aus Burgwedel)

Zuschauer: 12.700 (knapp. 5.000 Aue-Fans, Quelle: SpVgg Greuther Fürth))

Tore: 1:0 Feinbier (7.), 1:1 Emmerich (12./Elfmeter), 2:1 Rösler (15./Elfmeter), 3:1 Ruman (43.), 4:1 Rösler (75.), 5:1 Eigler (87.)

Karten: Caillas - Trehkopf, G. Berger