Spielberichte
32. Spieltag, 09.05.2004

FC Erzgebirge Aue:MSV Duisburg
2 1


Erzgebirgsstadion Aue, Sonntag 09. Mai 2004

(Kick off 15.00 Uhr)



(Kay) Wer dachte, unter der 1:5-Schlappe in Fürth würde der Zuspruch der Fans leiden, sah sich getäuscht; während der Trainer Wiedergutmachung forderte, pilgerten erneut 13.000 Auer Anhänger ins Stadion, welches einzig im Gästebereich noch freie Kapazitäten bot. Doch eben diese mitgereisten Gäste (ca. 300) hatten nach vier Minuten alleinigen Grund zum Jubeln. Der Ex-Dynamo-Bösewicht Ahanfouf ließ Hahnel keine Chance mit einem eiskalten Schuss ins Dreiangel. Die Gastgeber hatten eine Weile mit dem frühen Rückstand zu tun, ehe sie das Spiel in die Hand nehmen konnten. Die Zebras standen jedoch sehr gut und machten es den Schädlich-Schützligen schwer. Dabei gelang es den Duisburgern sogar gefährliche Konter nach Abspielfehlern der Auer-Elf zu spielen, wobei auch ihnen das Glück verwehrt blieb. Aue wirkte in der Offensive zu unentschlossen, kaum zwingende Torschüsse waren die Folge. Die besten Möglichkeiten hatte Shubitidze (31.) und Juskowiak kurz vor der Pause.

In der Kabine wird es wohl laut zugegangen sein, während im Stadion Stefan Gerlach seine Aue-Lieder vortrug. Zur zweiten Hälfte kam Kurth für Tchipev, den Schädlich vor einer Strafe schützen wollte. Weiter ging es mit den Auer Bemühungen um den Ausgleich. In der 54. Spielminute sprang dann endlich zählbares dabei raus: Juskoviak vollbrachte seine beste Tat des Tages und schickte Shubitidze in Richtung MSV-Kasten. Dieser nahm dankend an, strafte MSV-Keeper Langerbein (Tunnel) und glich ganz cool aus. Nach einem groben Foul an Libero Emmerich sah Van Houdt gelb-rot und durfte vorzeitig duschen.
Die Entscheidung besorgte Tino Toppmöller nach Vorlage von Rehm mit seinem ersten Tor für den FCE. Nach geklärtem Kopfballversuch setzte er dabei selber nach und markierte den 2:1 Endstand aus Nachdistanz.

Nach dem Spiel hieß es ausgiebig feiern, während der MSV sein Saisonziel (Aufstieg) endgültig verpasste, kann für die Veilchen nichts mehr anbrennen. Mit acht Punkten Vorsprung ist nun auch rechnerisch der Klassenerhalt vorzeitig erreicht. So wurden dann auch viele Hände geschüttelt und „Dankeschöns“ verteilt. Besonderen Wert legte Präsident Uwe Leonhardt dabei auf seinen Dank gegenüber der Bevölkerung und den begeisterungsfähigen Fans, die nicht zuletzt gegen Duisburg auch einen entscheidenden Teil beigetragen haben.


Aue: Hahnel - Noveski (74. Krasselt), Emmerich, Trehkopf - Heidrich, Tchipev (46. M. Kurth), Toppmöller, Rehm - Curri, Juskowiak, Shubitidze

Duisburg: Langerbein - Wolters, Drsek, Baelum, Hirsch (84. Caca)- Keidel, Maas (46. El Kasmi), Bugera - Kurth (65. Spizak), Ahanfouf, van Houdt

Schiedsrichter: Stephan Kammerer

Zuschauer: 13.200

Tore: 0:1 Ahanfouf (4.), 1:1 Shubitidze (54.), 2:1 Toppmöller (79.)

Karten: Tchipev - Maas, van Houdt, Wolters
van Houdt (62.)