Spielberichte
12. Spieltag, 05.11.2004

SG Eintracht Frankfurt:FC Erzgebirge Aue
2 0


Waldstadion, Freitag, 05. November 2004

(Kick off 19:00 Uhr)



Viel zu ängstliche Auer - Veilchen liefern artig in Frankfurt die Punkte ab

(Burg) Man kann im Fußball keine Siege herbeireden, so war im Frankfurter Stadionmagazin zu lesen und bezog sich auf die Niederlagen-Serie der Eintracht zuvor. Aus dem Auer Lager hörte man aber in der Woche nach der selbstbewussten Heimpartie gegen Burghausen viele gute Worte die aber spätestens beim Anpfiff im Frankfurter Waldstadion Schall und Rauch waren. Die Eintracht war es, die nach den zuletzt 4 Niederlagen in Folge, sofort das Zepter in die Hand nahm und die Gäste aus dem Erzgebirge Spiel- und Laufstark unter Druck setzten. Konnte Jörg Hahnel im Tor der Veilchen noch gegen Du-Ri Cha parieren (5.), so hatte er beim Pfostenschuss von Ochs (16.) Glück. In dieser Phase hätte die Eintracht schon klar führen müssen. Aue agierte viel zu zögerlich, passiv und unentschlossen, die Fehlerquote im Spielaufbau war einfach zu hoch. Sebastian Helbig, bei dem letzte Woche der Torknoten zu platzen zu schien, hätte dem Spiel eine Wende geben können (21.), doch auch er zögerte zu lange als ihm der Ball freistehend nach Schussversuch von Juskowiak vor die Füsse sprang. Pröll im Tor der Frankfurter, konnte die einzigste gefährliche Aktion der Gäste im ersten Durchgang klären. Auch von den beiden „Frankfurt-Rückkehrer“ Sven Günther und Dino Toppmöller war so gut wie nichts zu sehen. Grade der Ex-Frankfurter Dino Toppmöller der gerne in der Hessen-Metropole geblieben wäre, hatte einen schweren Stand. „Wir haben 90 Minuten schlecht gespielt“, redete er nach einer weiteren verkorksten Auswärtspartie nicht lange um den heißen Brei herum. In der Nachspielzeit schlug es dann doch noch im Kasten der Auer ein. Erst verlor Marco Kurth leichtfertig und völlig unnötig den Ball, leistete sich dann ein Foul an Ari van Lent. Den fälligen Freistoß von Du-Ri Cha nutze Arie van Lent um zur längst fälligen Führung einzuköpfen. Jörg Hahnel und Tomasz Kos sahen dabei nicht gerade glücklich aus. Diese Führung war optimal für die Eintracht die dann mit viel Schwung aus der Kabine kamen. Irgendwie konnte die Eintracht mit den Druck der zuletzt 4 Niederlagen in Serie viel besser umgehen. Wieder bewahrte Jörg Hahnel seine Mannschaftskameraden vor einen schnellen Gegentor, als er großartig gegen Beierle (50.) hielt. Die Gäste spielten im zweiten Durchgang mit ein bißchen mehr Mut aber ohne jegliche Durchschlagskraft im gegnerischen Strafraum. Viel zu bieder und Hausbacken präsentierten sich die Veilchen. Der einzigste der dann wenigstens mal aufs Tor von Pröll schoss war der eingewechselte Holger Hasse. Erst prüfte er den Frankfurter Keeper mit einem Freistoß (71.) und zwei Minuten später wurde er schön von Sven Günther freigespielt, aber sein Schuß blieb in der vielbeinigen Abwehr der Eintracht hängen. Den Nachschuss jagt „Matze“ Heidrich über das Tor. Arie van Lent (69.) und Meier (74.) jeweils nach Klasse Zuspielen von Du-Ri Cha, hätten schon längst für ein Vorentscheidung sorgen können. Die viel dann 9 Minuten vor dem Ende wieder nach einen Freistoß. Lenze brachte den Ball hoch in den Strafraum und wie schon beim ersten Gegentor machte Aues Torwart Jörg Hahnel nicht gerade die beste Figur, denn der Ball war wieder lange in der Luft. Das Spiel war aus Auer Sicht dann gelaufen. Holger Hasse versuchte es noch mal mit einem Schuß (82.) – vorbei und als sich Andrzej Juskowiak endlich mal durchsetzen konnte (84.) war Pröll zur Stelle. Aues Trainer Gerd Schädlich musste anerkennen, das die Eintracht sehr guten Fußball spielte und die Führung der Hausherren kurz vor der Halbzeit nicht unverdient war. „Wir spielten nach vorn viel zu zaghaft und leisteten uns hinten zu viele Fehler. So waren wir natürlich nur bedingt Torgefährlich und können so auswärts natürlich keine Punkte holen“. Aues Kapitän Jörg Emmerich meinte: „Wir haben durch zwei Standard-Situationen verloren die völlig unnötig waren. Im Moment fehlt uns einfach die Konstant in den Spielen“.

Frankfurt: Pröll – Ochs, Wiedener, Hoffmann, Husterer – Meier (ab 86. Chris), Schur, Cha (ab 76. Lenze), Reinhard – van Lent, Beierle

Aue: Hahnel – Emmerich, Kos, Trehkopf – Rehm (ab68. Liebers), Kurth (ab 68. Heidrich), Toppmöller, Günther – Helbig, Juskowiak, Shubitidze (ab 46. Hasse)

Schiedsrichter: Dr. Franz Xaver Wack (Bieberbach)

Zuschauer: 16.400 (davon 1.200 Aue-Supps/Quelle: Ticketservice EINTRACHT FRANKFURT))

Tore: 1:0 van Lent (45.+1), 2:0 van Lent (81.)

Karten: Cha - Trehkopf, Rehm, Helbig