Spielberichte
21. Spieltag, 13.02.2005

LR Ahlen:FC Erzgebirge Aue
1 2


Wersestadion, Sonntag, 13. Februar 2005

(Kick off 15:00 Uhr)



PLATZFEHLER BEENDET AUES NEGATIV-SERIE IN DER FREMDE

(Burg) Gerd Schädlich brachte es nach dem Spiel auf dem Punkt: "Heute hatten wir mal Glück und sind natürlich froh und glücklich dieses Spiel gewonnen zu haben. Ich denke nur an die aus unserer Sicht recht unglücklichen Niederlagen in Köln und bei 1860". Genauso dachten fast alle der 450 mitgereisten Auer-Schlachtenbummler, Spieler und Vereinsoffizielle, die natürlich alle unmittelbar nach Schlusspfiff einer Zweitliga-Partie mit streckenweise Regionalliga-Niveau nur noch happy waren. Endlich war diese schon leidige schwarze Auswärts-Niederlagen-Serie im positiven Sinne gerissen.

Die Gäste schon fast traditionell wieder ganz in gelb spielend, spielten im ersten Durchgang nicht unbedingt mutig und hatten je länger diese erste Hälfte lief, Mühe in die Nähe des gegnerischen Strafraumes zu kommen. Auch der Gastgeber versuchte erst gar nicht so was Ähnliches wie Spannung auf zu bauen. So entwickelte sich eine Partie auf recht dürftigen Regionalliga-Niveau. Nur zu Recht war Trainer Gerd Schädlich nicht gut auf seine Mannschaft zu sprechen, ob der gezeigten Leistung in der 1. Halbzeit. Einziger Aufreger war die Szene als Curri von Frascarelli mit den Stollen am Kopf getroffen wurde.

Im zweiten Durchgang kommt Ahlen mit etwas mehr Elan aus der Kabine. Der eingewechselte Bamba kommt vor Rehm zum Flanken und Svitlica kann aus der sich plötzlich sich bietenden Chance keinen Nutzen ziehen. Bobel ist gedankenschnell zur Stelle. Als die Begegnung drohte, fast wieder auf Erster-Halbzeit-Nivau, dahin zu plätschern, fasste sich Curri nach Bogenlampe-Flanke von Juskowiak mal ein Herz und zog ab. Der Ball wurde von da Silva noch abgefälscht und landete an den Pfosten (56.). Es passte irgendwie zum Spiel, das ein Ahlener Spieler den zurückspringenden Ball zur Ecke befördete. Den anschließenden Eckball von Kurth und Versuchen von Heidrich und Ehlers, drosch Kos aus 10 Metern als wäre es das normalste der Welt in den rechten oberen Winkel. Die Szenen als Kurth (69.) oder Trehkopf (72.) versuchten auf 2-0 zu erhöhen waren nicht unbedingt zwingend. Schädlich monierte dies auch in seiner gewohnten sachlichen Art. LR-Trainer Ingo Peters reagierte und brachte noch mal zwei frische Leute. Trotzdem fällt Ahlen bis zur 75. Minute fast nichts ein. Aber als Jugovic Svitliva bediente und der mit einer Flanke Felgenhauer in der Mitte fand, stand es plötzlich unentschieden. Ein Tor der Marke: Wie aus dem Nichts. Damit konnten eigentlich beide leben. Ein Spiel zum schnellen Vergessen. Trotzdem ging es in der Schlußphase plötzlich auf und ab. Beide wollten dann doch irgendwie den Sieg.

In der 88. Minute ging es dann blitzschnell für alle im Stadion. Gledson Menezes da Silva, etwas leicht bedrängt von Helbig spielt den Ball zu seinen Keeper Bernd Meier zurück. Weit und breit kein Gegenspieler in Sicht, doch Meier am Freitag zuvor noch 33. Geburtstag feiernd, will den Ball ohne Not sofort wieder nach vorne schießen. Ein Loch im Rasen oder ein Hügel werden ihm zum Verhängnis. Der Ball springt vor seinen Fuß auf und findet unter den Jubel der Auer Fans, ganz knapp den Ball ins leere Tor. Beide Trainer lassen übereinstimmend in der Pressekonferenz kein gutes Haar am desolaten Platz. "Nur wer heute selber auf diesen spielen musste, konnte ermessen wie schlecht es um diesen Rasen bestellt war", brachte es Aues Trainer auf dem Punkt. Einen Aufreger gab es dann doch noch. Schiedsrichter Christian Dingert zeigte in seinem 5. Zweitliga-Spiel eine Minute Nachspielzeit an. Er verdoppelte aber klammheimlich die angezeigte Minute auf über Zwei Minuten, was Gerd Schädlich nach den Abpfiff erst recht in Rage brachte. Bella hätte in der letzten Aktion der Ahlener fast noch den Ausgleich geschafft. Sein Schuss rollte nur um Zentimeter am Pfosten vorbei.

Ahlen: Meier - Frascarelli, Djenic, Gledson, Ndjeng - Langeneke (62. Bella), Felgenhauer, Machado (61. Jugovic), Schäfer (46. Bamba) - Thioune, Svitlica

Aue: Bobel - Kos, Emmerich, Trehkopf - F. Berger, Heidrich, Kurth, Rehm (50. Ehlers) - Curri, Juskowiak, Demir (71. Helbig)

Schiedsrichter: Christian Dingert (Thallichtenberg)

Zuschauer: 3.831 (450 Auer, Quelle: Ticketservice LR Ahlen)

Tore: 0:1 Kos (56.), 1:1 Felgenhauer (75.), 1:2 Gledson (88./Eigentor)

Karten: Frascarelli, Langeneke - Kurth, Demir und Kos (seine 5. Gelbe-somit ist er gegen Unterhaching gesperrt)