Spielberichte
25. Spieltag, 11.03.2005

FC Erzgebirge Aue:FC Rot-Weiß Erfurt
3 2


Erzgebirgsstadion Aue, Freitag 11. März 2005

(Kick off 19.00 Uhr)



Im ewigen jungen Duell der beiden ostdeutschen Traditionsvereine setzte sich der Gastgebende FC Erzgebirge Aue, vor 14200 Zuschauern, verdient mit 3:2 gegen den FC Rot-Weiss Erfurt durch.

Bei widrigen äußeren Bedingungen baute Veilchen-Coach Schädlich seine Mannschaft auf 5 Positionen, gegenüber der Vorwoche, um. Es rückten die beiden gesperrten Heidrich und Trehkopf sowie Tchipev, Günther und Helbig in die Startformation.
Kaum hatte die Partie begonnen, führte der Gastgeber schon 1:0. Zu bedanken hatten sich die Erzgebirger vor allem bei Gäste-Keeper Twardzik. Dieser faustet eine Flanke genau vor die Füße von Heidrich. Dies Vorlage nutzte Aues - Mittelfeldspieler mit einem gefühlvollen Heber zur Führung. Mit dem 1:0 im Rücken agierte die Wismut-Elf sehr souverän und bestimmte weitgehend das Geschehen auf dem Platz. Chancen blieben aber Mangelware, weil das entscheidende Zuspiel in die Spitze in der vielbeinigen Abwehr der Erfurter steckenblieb. Die Gäste aus der Blumenstadt kamen erst nach gut 25 Minuten ins Spiel. Sie erarbeiten nach und nach eine optische Überlegenheit. Doch auch die Thüringer konnten sich kaum nennenswerte Möglichkeiten erspielen. Glück hatten die Auer aber bei einem Kopfball an die Querlatte von Richter nach rund einer halben Stunde. In den letzten 10 Minuten der 1. Hälfte überboten sich beide Teams mit Fehlpässen und dadurch lausigen Spielaufbau.
Der Auftakt in den 2. Spielabschnitt ähnelte dem Beginn der 1. Hälfte. Wiederum gelang den Veilchen ein Auftakt nach Maß. Der starke Trehkopf zirkelte einen indirekten Freistoß aus ca. 20 Meter in das Gästetor, wobei Erfurts - Schlußmann Twardzik erneut eine unglückliche Figur machte. Danach kontrollierten die Hausherren, wie schon nach dem 1:0 in der 1. Halbzeit, die Partie und diesmal nutzten die Erzgebirger ihre Überlegenheit und erhöhten auf 3:0. Torschütze für die Auer war in der 64. Minute Mittelfeldspieler Tchipev, der aus gut 25 Meter unhaltbar ins rechte untere Eck traf.
Alles sah nach einem sicheren Heimsieg für die Wismut-Elf aus, doch unverständlicher Weise zog sich der Gastgeber zurück und gab den Erfurtern das „Heft“ in Hand. Die Blumenstädter nutzten schon 3 Minuten nach dem 3:0 einen Stellungsfehler von Aues Keeper Bobel zum Anschlusstreffer durch Keller. Als die wackeren Thüringern in der 78 Spielminute, nach schöner Vorarbeit von Hebestreit, sogar das 3:2 durch Dworrak gelang, verkrampften die Erzgebirger immer mehr. Doch zum Glück überstanden die Hausherren die hektische Schlussphase ohne weiteren Gegentreffer und gewannen das Ostderby am Ende etwas glücklich aber über die gesamte Spieldauer verdient mit 3:2.
Durch diesen Sieg bleibt der FC Erzgebirge im 8. Heimspiel in Folge ohne Niederlage und kann die restliche Saison nun ohne Abstiegssorgen angehen.

Aues Trainer Schädlich, der wie am Rande des Spiels bekannt wurde „noch einige Jahre in Aue arbeiten wird“, zeigte sich nach dem Spiel nur teilweise zufrieden. „Bis zum 3:0 hat die Mannschaft guten Fußball gespielt“ lobte er sein Team zunächst, doch „nach der sicheren 3:0 Führungen hat die komplette Mannschaft aufgehört Fußball zu spielen“ tadelte der Coach seine Truppe zurecht.



Aue: Bobel - Kos, Emmerich, Trehkopf - Günther (89. Ehlers), Heidrich, Tchipev, Rehm - Curri (90. Demir), Juskowiak (74. Kunze), Helbig

Erfurt: Twardzik - Bürger (88. Zedi), Richter, Traub, Keller - Kreuz, Barletta, David, Hebestreit - van Buskirk (65. Tiganj), Dworrak

Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees (Mainz)

Zuschauer: 14.200

Tore: 1:0 Heidrich (3.), 2:0 Trehkopf (47.), 3:0 Tchipev (64.), 3:1 Keller (67.), 3:2 Dworrak (78.)

Karten: - Bürger, Kreuz