Spielberichte
30. Spieltag, 22. 04.2005

Karlsruher SC:FC Erzgebirge Aue
0 1


Wildparkstadion, Freitag, 22. April 2005

(Kick off 19:00 Uhr)



VEILCHEN GUT ERHOLT VOM FRANKFURT-DEBAKEL
FCE schafft 4. Sieg gegen Karlsruhe im 4. Spiel gegeneinander

(Burg) Unmittelbar nach dem Schlusspfiff musste Trainer Gerd Schädlich erst einmal seine Mannschaft loben: „Kompliment, eine 0-5 Niederlage steckt man nicht so einfach weg“. Dabei war in der Anfangsphase nicht zu übersehen, das die Mannen um Jörg Emmerich die hohe Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt noch nicht so richtig verdaut hatten. Zu viele Ballverluste monierte Gerd Schädlich. Die Gastgeber hatten ganz andere Sorgen. Steckten sie doch schon wieder das mittlerweile 4. Jahr in Folge im Abstiegskampf. So entwickelte sich im ersten Durchgang ein verteiltes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Die größte für die Gäste hatte Sebastian Helbig (19.). Carnell schießt Kurth an und Helbig hatte plötzlich freie Bahn. Doch Miller im Kasten des KSC klärt zur Ecke. Diese von Curri getreten, köpft Juskowiak (20.) dem KSC-Keeper in die Arme. Die nervliche Anspannung des KSC war nicht zu übersehen. Immer wieder rennen sie sich an der Gäste-Deckung fest. Der FCE spielte mit wenig Aufwand und die Spuren vom 0-5 Debakel gegen Frankfurt waren noch irgendwie zu sehen. Glück auch in der Szene als Saenko (26.) auf der rechten Seite auf und davon ging, doch völlig frei vor Bobel die Kugel am langen Pfosten vorbeischob. Danach wurde das Spiel immer langweiliger und plätscherte vor sich hin.

Die 2. Halbzeit riss aber auch Anfangs keinen von den Sitzen im Wildparkstadion. Dem KSC fiel nichts ein, spielte zu Ideenlos und hatte seine Nerven nicht im Griff. Der schwache Saenko ging für den Torschützenkönig der KSC-Amateure Daniel Reule raus. Nach einer Stunde wurden die Gäste immer mutiger und hatten wohl endgültig ihr Selbstbewußtsein zurückgefunden. Jetzt spielten sie ihre ganze Klasse aus, wie es KSC-Trainer Edmund Becker neidlos anerkannte. Nachdem Curri (60.) einen Freistoß knapp neben den KSC-Kasten setzte, hatten die Gäste aber noch mal Glück bei einen Latten-Unterkante-Schuss vom eingewechselten Reule (65.). Aduobe hatte schön von rechts geflankt und Reule nahm die Kugel aus spitzen Winkel völlig überraschend für Bobel volley. Das Tor des Tages gelang dem an diesen Tage besten Mann auf dem Platz. In der 69. Minute zog der kleine 1,66 m grosse Albaner einfach mal ab, nachdem Frank Berger einen Angriffsversuch der Badener abfing. Gegen den Flatterball (der so nicht unbedingt gewollt war, O-Ton Skerdi) hatte Markus Miller im KSC-Tor keine Chance. Die Gastgeber bäumten sich in der Schlussphase zwar noch mal auf, aber Bobel war weder von Reule (75.), noch von Aduobe (85.), herlich freigespielt von Dundee, zu überwinden. Auf die Frage was jetzt noch geht in den restlichen 4 Saison-Spielen für den FC Erzgebirge Aue, antwortete Trainer Gerd Schädlich: „ Wir wollen ganz einfach die Punktzahl vom Vorjahr (48) verbessern“. Dies dürften seine Männer, bei aktuell 47 erreichten Punkten, doch wohl schaffen. Der KSC musste nach den Schlusspfiff ein gellendes Pfeiffkonzert über sich ergehen lassen.


Karlsruhe: Miller – Carnell, Oswald, Kies (58. Dick), Rothenbach – Schwarz, Männer (73. Freis), Aduobe, Masmanidis – Dundee, Saenko (56. Reule)

Aue: Bobel – Kos, Emmerich, Ehlers (36. Hasse, 67. Heidrich), Trehkopf – F. Berger, Tchipev, Kurth – Helbig, Juskowiak, Curri (87. Demir)

Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover)

Zuschauer: 12.100, davon 730 aus Aue/Quelle: Ticketservice KSC.

Tore: 0:1 Curri (69.)

Karten: Rothenbach - Helbig