Spielberichte
2. Spieltag, 14.08.2005

SV Wacker Burghausen:FC Erzgebirge Aue
1 1


Wacker-Arena, Sonntag, 14. August 2005

(Kick off 15:00 Uhr)




DIE VEILCHEN MIT GLÜCKLICHEM REMIS

Mit einem blauen Auge kehrten die Fußballer des FC Erzgebirge Aue von ihren ersten Auswärtsspiel der neuen Saison zurück. In Burghausen wurde das Glück arg strapaziert und ist nun hoffentlich für die restliche Saison nicht schon aufgebraucht. Das sah auch ein äußerlich zufriedener Auer Trainer Gerd Schädlich so: „Hin und wieder braucht man auch ein Quäntchen Glück. Unser schnelles Führungstor hat Wacker erst so richtig wütend gemacht. Unsere Fehlerquote war viel zu hoch. Es war doch nur eine Frage der Zeit wann das 1-1 fällt“.

Dachte man als mitgereister Auer Schlachtenbummler die schnelle 0-1 Führung durch Ersin Demir (3.) wirkt sich Positiv auf die Lila-Weißen aus, so war das Gegenteil der Fall. Der SV Wacker zeigte sich nicht geschockt und drückte mit hohem Tempo auf den Ausgleich. Gleich zweimal tief durchatmen konnten die knapp 1000 mitgereisten Gäste Fans als erst Drescher (8.) per Direktabnahme und dann Wiesinger (13.) mit einem Freistoß jeweils beide Torpfosten trafen. Danach setzte der Regen ein. Auch Krejci (19.) hatte mit dem Kopf kein Glück auf Burghausener Seite. Die Gäste tauchten erst wieder nach einer knappen halben Stunde vor dem Tor der Gastgeber auf. Doch für den schnellen Klinka (28.) wurde der Winkel zu spitz und der aufgerückte Emmerich (31.) konnte einen Klasse Konter über Klinka nicht veredeln. Die Schlussphase der 1. Halbzeit gehörte noch mal Wacker. Gleich Dreimal!!! (43.+45.+45.) hatte der von Fürth gekommende Thorsten Burkhardt den Ausgleich auf den Fuß. Jedesmal versagten ihn freistehend die Nerven. Spektakulär sein zweiter versuch Sekunden vor Halbzeitpfiff: Wunderbar vom überragenden Wiesinger am 16 Meterraum freigespielt, scheiterte er an die Fußspitze von Tomasz Bobel im Tor der Auer. Den folgenden Eckball donnerte er wieder freistehend am langen Pfosten ans Außennetz.

Der zweite Durchgang begann nahtlos mit Wacker-Dauerdruck. Verhinderte Bobel (46.) mit Glanzparade noch den Ausgleich, so war er 6 Minuten später machtlos. Das überfällige Tor fiel nach Eckball. Björn Hertl am kurzen Eck stehend konnte unbedrängt einköpfen. Nach rund einer Stunde wurde es farbig im anhaltenden Dauerregen. Der recht unauffällige Richard Dostalek sah nach wiederholten Foulspiel völlig zu recht die Ampelkarte. Trainer Gerd Schädlich ordnete kurz danach mit einem Doppelwechsel die Reihen und hatte Erfolg. Florian Heller sorgte auf der rechten Seite für so manche Entlastung und neue Impulse. Zudem wurde die Numerische Unterlegenheit ab der 71. Minute wieder ausgeglichen, als der Torschütze Hertl auch per Ampelkarte vom Platz flog. Die Gäste, die grade dabei waren sich etwas frei zu schwimmen bei den Regen, hielten in der Schlussphase mehr mit Glück als mit Geschick das 1-1 fest. Wacker packte noch mal 4 dicke Chancen auf sein ohnehin schon hohes Chancen-Konto drauf. Burkhardt (77.) – Bobel hält. Tiganj (79.) vorbei, Krejci (79.) – Bobel in die Arme und Wiesinger vergab in der 89. Minute völlig freistehend den Siegtreffer.

Unterm Strich war Aues Trainer Gerd Schädlich zufrieden mit den einem Punkt. „Die Abwehr stand natürlich zu oft unter Druck. Wir müssen jetzt aber nicht alles negativ sehen wenn man mal auf die Tabelle schaut. 4 Punkte nach 2 Spielen, das ist schon o.K.“ fügte er noch hinzu. Als Tabellen-Dritter (auch wenn nur für ca. 29 Stunden) konnte man zufrieden die Heimreise ins 400 km entfernte Erzgebirge antreten. (Burg)


Burghausen: Gospodarek - Herzig, Forkel, Paul, Hertl - Schmidt, Drescher (83. Kneissl), Burkhardt, Wiesinger - Kazior (61. Tiganj), Krejci

Aue: Bobel - Loose, Emmerich, Ehlers - Dostalek, Günther (64. Heller), Kurth, Trehkopf - Klinka (64. Nagorny), Helbig, Demir (70. Jungwirth)

Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)

Zuschauer: 5.700 (920 Aue-Supps/Quelle: SV Wacker Ticketservice)

Tore: 0:1 Demir (3.), 1:1 Hertl (52.)

Karten: Burkhardt (71.), Kneissl (87.), Forkel (84.) - Ehlers (12.), Heller (66.)
Dostalek (62./wiederholtes Foulspiel), Hertl (71./wiederholtes Foulspiel)