Spielberichte
33. Spieltag, 07.05.2006

SC Paderborn 07:FC Erzgebirge Aue
0 2


Hermann-Löns-Stadion, Sonntag, 07. Mai 2006

(Kick off 15:00 Uhr)




40. Sieg in der 2. Bundesliga

Der FC Erzgebirge Aue bleibt in der Erfolgsspur. Im 101. Spiel in der 2. Bundesliga gelang der 40. Sieg. Im Platzierungsschlager Neunter vs. Achter ließen die Gäste zumindest in den ersten 20 Minuten keine Langeweile aufkommen. Recht Unbekümmert beschäftigte man immer wieder die Abwehr des Aufsteigers. Früh ging man in Führung durch einen Kopfball vom seit Wochen gut in Form spielenden Kevin Hampf (7.). Florian Heller schlug einen Freistoß hoch in den Strafraum und der Torwart Tom Starke blieb wie angewurzelt stehen. Von den Gastgebern weiterhin nichts zu sehen. Einzig ein Schussversuch von Müller (10.), der aber am Tor vorbeiging. Zwei Minuten später jubelten wieder die 500 mitgereisten Auer Schlachtenbummler, doch Linienrichter Sascha Thielert aus Hamburg hatte was dagegen. Er hob beim Kopfballtor von Lenze seine Fahne. Aus Sicht von Gerd Schädlich hätte er dies nicht tun sollen. Die erste ernstzunehmende Chance der Gastgeber vereitelte Tomasz Bobel, als er den Schuß von Schulp (13.) in Klassemanier zur Ecke lenkte. Im Gegenzug hatten Curri und Lenze den zweiten Treffer (14.) auf den Fuß aber zweimal reagierte Starke im Paderborner Tor stark.
Jetzt verflachte das Spiel etwas. Die Gastgeber viel zu emotionslos. Jos Luhukay musste außerdem verletzungsbedingt seinen Sturm (Müller und Schulp) auswechseln. Und hatte Glück das Starke reaktionsschnell gegen seinen eigenen Mann Bollmann (39.) aus Nahdistanz reagierte. Kos hatte geschossen. Gegen Ende der ersten Halbzeit drehte Paderborn noch mal auf, aber es reichte nur zu einer Dragusha-Chance (43.) die Bobel wieder reaktionsschnell entschärfte.

Nach den Wechsel spielte dann eigentlich nur noch der Gast aus dem Erzgebirge. Schädlich hatte Dostalek in der Kabine gelassen. „Seine Rippenprellung aus dem Bochum-Spiel machte sich bemerkbar“, so der Auer Coach zu dieser Auswechslung. Doch Helbig konnte eine Doppelchance in der 53. Minute nicht verwerten. Starke hält zweimal. Auch gegen den diesmal sehr agilen Curri (58.) muß er außerhalb vom Strafraum Kopf und Kargen riskieren. Als Heller (61.) alleine auf und davon ging und dann völlig unmotiviert quer legte ins Nichts, schüttelte nicht nur Gerd Schädlich den Kopf: „Aufgrund der zweiten Halbzeit ein hoch verdienter Sieg für uns obwohl es ziemlich lange dauerte bis wir das 2.Tor gemacht haben“. Dies fiel dann doch noch in einer Phase als die Paderborner zwar leicht optisch überlegen waren aber nicht zwingendes produzierten. Aue wartete geschickt auf sich bietende Konterchancen. Über Curri und Demir gelangt der Ball zum völlig freistehenden Heller der den Ball knapp unter die Latte hämmerte (71.). Die Paderborner Abwehr völlig konfus i dieser Szene. Zu dritt laufen sie auf Demir und Curri. Heller hatte damit freie Bahn. Jetzt kommen auch hörbar Pfiffe von den Blau-Schwarzen Fans. Das Spiel war gelaufen. Paderborn trifft zwar noch mal ins Tor (Bunjaku/83.), aber auch hier Abseits. Die Veilchen waren der 3. Verein gegen die Paderborn alle 6 Punkte vergab. Außerdem noch: TSV 1860 und Wacker Burghausen.

Aues Trainer Gerd Schädlich war nach dem Spiel rundherum total zufrieden mit seiner Mannschaft. „Ich freue mich über die gute Moral bei diesen Spiel 9. – 8.“. Ein Sonderlob an Youngster Kevin Hampf: „Er kann mit Lob gut umgehen. Gut finde ich das er die Geduld aufbrachte bei uns zu bleiben, deshalb bin ich so froh das er bei uns geblieben ist. Wenn man so will, ist Kevin eigentlich unser erster Neuzugang für die nächste Saiosn. Jos Luhukay der den FCE in höchsten Tönen lobte: „ Es fehlte uns heute die letzte Qualität die wir nicht mehr aufstellen konnten“.
Die Mannschaft bedankte sich bei den mitgereisten Fans und entledigte sich ihrer Orangen Trikots in der Menge. Eine nette Geste. Im dritten Zweitliga-Jahr verzeichnete der FCE außerdem seine beste Auswärtsbilanz auf Fremden Plätzen. Mit 19 Punkten (5/4/8) holte man 1 Punkt mehr als im Vorjahr und 3 Punkte mehr gegenüber der Aufstiegssaison 2003/04. Beachtenswert auch, das wieder über 23.000 Schlachtenbummler (in 17 Spielen) ihre Mannschaft hinterher reisten. (burg)



Paderborn: Starke - Bollmann, Djurisic, de Graaf, Ndjeng - Brinkmann, Gouiffe a Goufan, Dragusha (ab 78. Schüßler), Fall - Müller (ab 34. Schoof), Schulp (ab 24. Bunjaku)

Aue: Bobel - Kos, Emmerich, Ehlers - Heller (ab 89. Loose), Dostalek (ab 46. Halbig), Lenze, Liebers - Demir (ab 80. Klinka), Curri, Hampf

Schiedsrichter: Norbert Grudzinski (Hamburg)

Zuschauer: 5.592 (davon 500 Auer Fans/Quelle: Ticketservice des SCP)

Tore: 0:1 Hampf (7.), 0-2 Heller (71.)

Karten: Bollmann, Bunjaku, Schoof