Spielberichte
21. Spieltag, 11.02.2007

SpVgg Greuther Fürth:FC Erzgebirge Aue
2 1


Playmobil-Stadion, Sonntag, 11. Februar 2007

(Kick off 14:00 Uhr)





AUE VERSAGTE ZUM ZWEITENMAL VOM PUNKT

Der FC Erzgebirge Aue hat sein Zweitligaspiel bei der SpVgg Greuther Fürth mit 1:2 verloren. Christian Timm traf zwei Mal für die Gastgeber. Er hatte auch schon im Hinspiel (3-0 für Fürth) zweimal für die Kleeblättler getroffen. Skerdilaid Curri gelang erst kurz vor Schluss nur noch der Anschlusstreffer. Florian Heller flog vor 6.400 Zuschauern, darunter etwa 2.100 Auer, mit Gelb-rot vom Platz (81.). Aue bleibt trotz der Niederlage Fünfter.

Die Gastgeber taten sich zu Beginn der Partie einige Zeit schwer, gegen die früh störenden Auer in die Partie zu kommen. Die ersten 15 bis 20 Minuten, war es eher ein laues Zweitligaspiel. Aue optisch etwas besser. Trotz der vielen Umstellungen, Liebers, Schäfer, Dostalek und Demir, kamen neu in die Mannschaft, versuchten die Gäste ansprechend nach vorn zu kombinieren. Erste nennenswerte Aktion von der rechten Seite als Heller auf Geißler querlegte (18.), doch der den Ball übers Tor schoß. Dann der Höhepunkt aus Auer Sicht der ersten Hälfte: Dostalek mit weiten und genauen Paß aus der eigenen Hälfte auf Rangelov. Der Bulgare dringt entschlossen in den Fürther Strafraum ein und wird von Mijatovic von den Beinen geholt. Rangelov (22.) schnappt sich entschlossen auch gleich den Ball doch Torwart Loboué ahnt die Ecke. Gerd Schädlich: „Ich denke wir haben heute bei den Standards versagt und müssen auch mal in der Lage sein einen Ball aus 11-Metern zu verwandeln. Das Spiel hätte sicher einen anderen Verlauf genommen“. Trehkopf (26.) hätte dann fast doch noch zum Führungstreffer getroffen, doch sein Freistoß aus der Drehung parierte Loboué im Fürther Kasten. Danach fanden die Gastgeber den Spielfaden und erzwangen ihrerseits die ersten Chancen. Liebers (29.) rettet fast auf der Linie vor den einschussbereiten Adlung und Timm (30.) zwang Keller zu einer Parade. Dieser Eckball von Achenbach führte zum 1-0 für Fürth. Zweimal sprang der Ball an den Pfosten. Erst per Kopf von Kleine an den rechten Pfosten und dann schoß Mijatovic Geißler an der den Ball an den linken Pfosten lenkte. Von da schoß ihn dann Timm ins Tor (31.). Die Gäste weiterhin bemüht nach vorne zu spielen, doch es happert an Genauigkeit oder wie es Schädlich umschrieb wurden die Angriffe nur halbherzig ausgeführt. Glück hatte man dann noch eine Minute vor dem Halbzeitpfiff, als Reisinger eine Lanig Ablage frei vor Keller verstolperte.

Halbzeit begann der FC Erzgebirge mit Curri für den blass gebliebenen Demir. Für das zweite Tor des Spiels sorgte aber erneut Christian Timm, der nach einem Adlung-Pass in die völlig entblößte Auer Abwehr, den Ball überlegt an Keller zum 2:0 von der Strafraumgrenze vorbeischlenzte (54.). Danach war für Fürth das Spiel gelaufen. Sieht man mal von einer Chance in der 56. ab, Keller hielt einen Schuß von Reisinger, spielten dann nur noch die Gäste. Mit Curri kam auch endlich mehr Schwung in die Auer Angriffsbemühungen. Er war an fast jeden Angriff beteiligt. So in der 55. Minute, doch seine Eingabe erreichte Rangelov nur noch im Rückwärtslaufen – schwer zu nehmen, Schade. Nach einer Stunde bringt Trainer Schädlich den Grippegeschwächten Andrzej Juskowiak für den sichtlich verunsicherten Mitja Schäfer bei den fast gar nichts zusammenlief. Fast hätte Juskowiak einen Einstand nach Maß gehabt, doch die Flanke von Rangelov (62.) war zu hoch für den Polen der am langen Pfosten lauerte. Zehn Minuten später traf Dostalek nur den Pfosten nach schöner Kopfballablage von Curri. Aue drückte jetzt mit Schwung und Elan, doch der Anschlusstreffer wollte einfach nicht fallen. In der 81. Minute kassierte Florian Heller nach wiederholten Foulspiel (39. schon mal Gelb) die Ampelkarte. Aue unbeeindruckt. Dostalek (87.) mit Direktschuss kanpp vorbei. Es war zum verzweifeln. Erst 62 Sekunden vor dem Ende schaffte Curri mit einem wunderschönen direkten Freistoß über die Fürther Mauer das ersehnte 2-1. Doch es fiel zu spät. Trotz angezeigter einer Minute Nachspielzeit kamen die Gäste nicht mehr in die Nähe des Fürther Strafraumes.
Trainer Gerd Schädlich wollte die Niederlage nicht auf die vielen Umstellungen schieben: „Ich bleibe dabei, es waren alles Profis die für uns auf den Platz standen. Am Ende hat die letzte Entschlossenheit und das Durchsetzungsvermögen gefehlt. Es war ein Aufschlussreiches Spiel für die Zukunft. Wir haben jetzt Zwei Spiele in Folge verloren und sind wieder auf den Boden der Realität. Das nächste Spiel am Freitag gegen Burghausen müssen wir nun gut vorbereiten“. Fürths Trainer zeigte sich rundherum zufrieden: „Ich bin zufrieden, denn wir haben gegen einen guten Gegner gewonnen“. (burg)

Fürth: Loboué - Mijatovic, Kleine, Felgenhauer, Achenbach - Lanig (60. Karl), Caillas, Judt, Adlung (78. Da Silva) - Timm, Reisinger (65. Schröck)

Aue: Keller - Kos, Heller, Liebers, Trehkopf - Adamski, Schäfer (60. Juskowiak), Geißler (65. Kurth), Dostalek - Rangelov, Demir (46. Curri)

Schiedsrichter: Christian Dingert

Zuschauer: 6.400 (davon 2.100 Auer Fans. Quelle: Ticketservice der SpVgg Herr A.Stahl)
die Jahre zuvor: 2003/04: 5.000
2004/05: 4.000
2005/06: 2.400

Tore: 1:0 Timm (31.), 2:0 Timm (54.), 2:1 Curri (89.)

Karten: Mijatovic (22.), Reisinger (23.) - Heller (39.), Kurth (86.)

Heller (81./wiederholtes Foulspiel)

Besondere Vorkommnisse: Rangelov verschießt Foulelfmeter (22.)