Spielberichte
33. Spieltag, 13.05.2007

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Stadion Oberwerth Koblenz, Sonntag 13. Mai 2007
(Kick off 14.00 Uhr)




Aue bleibt ein gern gesehener Gast in der Fremde
Fans sehnen das Saison-Ende entgegen

Der FC Erzgebirge Aue bleibt im Jahr 2007 weiter ohne Auswärtssieg. Im letzten Saisonspiel auf fremdem Platz unterlagen die Auer bei TuS Koblenz mit 1:2. Ein Punkt (im Januar...) aus acht Auswärtsbegegnungen lautet die Veilchen-Bilanz 2007. Mit Außnahme dem 9 Tore-Spiel in Freiburg, konnte man auf jeden Spiel 2007 in der Fremde ein Schablone legen – passte immer. Die Fans sehnen förmlich das Saisonende entgegen. Noch mal 90 Minuten gegen 1860 München, dann kann man den Archivdeckel auf diese Saison klappen.

Das Stadion Oberwerth in Koblenz war, entgegen anderen Berichten (u.a. im DSF), nicht ausverkauft! Die Veilchen wieder mit ihren Kapitän Jörg Emmerich und Mittelfeldmalocher Marco Kurth von Anfang an. Klinka bekam eine erneute Chance und enttäuschte auf der ganzen Linie! Auch Schädlich fiel dazu nicht mehr viel ein: „Es ist schon peinlich wie er sich so präsentierte“. Die erste Viertelstunde passierte so gut wie nichts. Die Gastgeber trotzdem einen Tick optisch besser und mit mehr Spielfreude.
Gleich die erste Chance im Spiel nutzte Dzaka (15.), als er eiskalt und clever eine Eingabe von Rahn, der Adamski ganz alt aussehen ließ, einschoss. Aue brauchte 21 Minuten für den ersten Torschuss von Rangelov. Eilhoff hielt aber. Fünf Minuten später war es erneut Dzaka, der allein auf Torhüter Bobel zulief, diesmal aber am rechten Pfosten scheiterte. Sukalo hatte ihn schön den Ball in den Lauf gespielt, die Auer Abwehr konnte nur noch hinterher hecheln. In der Phase musste man schwarzsehen für die Veilchen! Die Gäste wirkten einfach zu bieder und agierten zu umständlich.

Bobel hielt mit Glanzparaden gegen Maierhofer (37.) und Langen (44.) sein Team noch im Spiel, aber in der Nachspielzeit von Hälfte eins klingelte es dann doch zum zweiten Mal im Auer Kasten, als Babatz eine hohe Freistoßeingabe auf sein Tor schlug und der Ball zum Entsetzen der Gäste ins Tor einschlug. Aue war mit dem 0:2 zur Pause noch gut bedient und hatte Koblenzer Spielfreude nichts entgegen zusetzen.

Nach dem Wechsel waren die Gäste vor rund 670 mitgereisten Auer Fans um Schadensbegrenzung bemüht. Schädlich brachte für die völlig indisponierten Klinka und Adamcki, Juskowiak und Liebers. Curri forderte TuS-Keeper Eilhoff per schönen Schrägschuss zu einer Glanzparade (53.), dann scheiterte Juskowiak zwei Mal (56. + 60.) knapp. Für Liebers (61.) wurde der Winkel zu spitz. Die wohl bis dato beste Auer Chance bot sich in Minute 64, als Rangelov den Koblenzer Forkel austanzte und Geißler bediente, dieser scheiterte mit schöner Direktabnahme an Eilhoff. Im Gegenzug bewahrte Bobel mit Fußparade gegen Rahn sein Team vor dem dritten Gegentor. Beim Gastgeber machte sich Nervosität und Lethargie breit. Die Gäste konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Sechs Minuten vor Schluss hätte der eingewechselte Keita das 3:0 machen müssen, Liebers und Geißler hatten größte Mühe, den allein durchgelaufenen Koblenzer zu stoppen.
Im Gegenzug keimte doch noch einmal Hoffnung für Aue auf. Rangelov wurde im Strafraum von Richter gefoult, den fälligen Elfmeter verwandelte Emmerich souverän und vervenstark. TuS Koblenz schaukelte den Vorsprung geschickt über die Zeit. Nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Georg Schalk, brachen im Stadion alle Dämme und die Koblenzer strömten auf den Platz.



Aues Trainer Gerd Schädlich gratulierte seinen Kollegen Uwe Rapolder zum Verbleib in Liga zwei: „. . . allerdings dachte ich nicht, dass wir TuS soviel Symphatie entgegenbringen und durch unsere passive Spielweise im ersten Durchgang Koblenz förmlich zum Siegen einladen. Im zweiten Durchgang wurden wir etwas besser, aber der Koblenzer Sieg geht völlig in Ordnung wenn ich die 90 Minuten in der Summe sehe .“
Uwe Rapolder bedankte sich bei Schädlich für die Glückwünsche und meinte: „das Spiel war keine leichte Aufgabe für uns. Fußball-Deutschland guckt am nächsten Sonntag nach Freiburg. Wir wollen dort aber alles geben.“ burg



Koblenz: Eilhoff - Wiblishauser, Forkel, Richter, Mavric - Dzaka, Babatz (67. Adzic), Langen (80. Keita), Sukalo - Maierhofer (67. Holzer), Rahn

Aue: Bobel - Kos, Adamski (46. Liebers), Loose, Emmerich - Kurth, Schäfer, Geißler - Klinka (46. Juskowiak), Curri (70. Hampf), Rangelov

Schiedsrichter: Georg Schalk|München

Zuschauer: 13.591 (davon ca. 670 Auer Schlachtenbummler. Quelle: Ticketservice TuS Koblenz - Herr Vogt.)

Tore: 1:0 Dzaka (15.), 2:0 Babatz (45.+1), 2:1 Emmerich (85./Foulelfmeter)

Karten: Mavric (52.) - Rangelov (42.), Emmerich (77.), Bobel (79.)