Spielberichte
4. Spieltag, 15.08.2009

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Erzgebirgsstadion, Sonnabende 15. August 2009
(Kick off 14.00 Uhr)



Ein Remis mit dem beide Seiten leben können


Im 87. Aufeinandertreffen (Punkt- und Pokalspiele) der beiden ostdeutschen Traditionsvereine, trennte man sich zum 27. Mal unentschieden. Es war aber ein torloses Remis der etwas besseren Sorte. Aues Trainer Rico Schmitt brachte es nach dem Spiel treffend auf den Punkt: „Wir können auch mit dem 0-0 leben, es können ja nicht immer 5 Dinger werden“. Er verwies dabei galant auf die letzten 3 Heimsspiele seiner Veilchen, in denen die Lila-Weißen insgesamt 15 Tore gegen diesen Kontrahenten erzielten. Insgesamt war Schmitt mit der Leistung seiner Mannschaft im Großen und Ganzen zufrieden, der außerdem höchsten Respekt zollte, ob der gezeigten Laufbereitschaft seiner Mannen bei tropischen Temperaturen.

Spuren vom Giftanschlag. Foto: Burg.

In der Tat nahmen die ganz in lila gekleideten Gastgeber das Heft sofort in die Hand und schlugen bei der fast schon mörderischen Hitze ein Höllentempo an. Ein 5-0 Eckenverhältnis für den FCE nach 20 Minuten sprach schon Bände, war aber ohne zählbaren Erfolg. Curri agierte sehr spielfreudig. Vom Spitzenreiter war erst einmal nicht viel zu sehen. Nur Amirante (18.) zeigte mit seinem Dribbling an, das die Gäste auch anwesend waren. Sein Schuss landete aber in die Arme vom wieder sehr aufmerksamen Männel im Auer Tor. Nach 25 Minuten legten die Hausherren eine Pause ein und ihr Spiel verflachte etwas. Jetzt trauten sich die Gäste etwas mehr in die Ofensive. Wieder prüfte Amirante (27.) Männel im Auer Tor. Diesmal mit einem Kopfball, nach Freistoß Ziegner. Auch beim geplanten Querpass von Smeekes (41.) verhinderte Männel gedankenschnell den Rückstand, denn Amirnate war schon gefährlich in Position gelaufen. Zum Ende der 1. Halbzeit kam Aue dann endlich zu seinen ersten Torchancen. Erst setzte der kleine Curri (42.), etwas irritiert vom mitspringenden Cimen, eine feine Müller-Eingabe per Kopf! am Tor vorbei. Dann scheiterte Braham (43.) freistehend am Zeiss-Keeper Nulle. Wieder kam die Vorarbeit von Müller, der im Mittelfeld unauffällig spielte aber teilweise sehr präzise Pässe schlug und das Zuspiel auf Braham war eines zum Zunge schnalzen.

Nach dem Wechsel traten die Thüringer dann etwas besser auf, wie es ihr Trainer René van Eck beschrieb: „In der Ersten Halbzeit haben wir uns sehr schwer getan, auch weil die Räume von den Auern sehr eng gemacht wurden“. Lobend fügte er noch hinzu: „Aue ist schon eine sehr kompakte Mannschaft“. Die Gastgeber machten aber erst mal weiter, wo sie kurz vor dem Wechsel aufgehört haben. Ein Doppelpass mit Cimen bringt Curri (52.) in guter Schussposition, leider trifft er den Ball nicht richtig. Und die wohl schönste Ballstafette mit Ausgangspunkt Le Beau, bringt Ramaj (57.) halb links in guter Poition, doch fehlte ihm beim Abschluss die Kraft um Nulle zu überwinden. Nun kamen die Gäste das eine und andere Mal gefährlich vor das Auer Tor. Schaffrath hatte unübersehbar seine liebe Mühe und Not mit dem Ballgewandten Smeekes. Als er Schaffrath nach 62 Minuten auf der rechten Seite leichtfüßig umspielte, konnte Paulus im Zentrum den Ball abwehren. Dieser sprang aber genau vor die Füße vom Ex-Dynamo Truckenbrod, der auch sofort abzog. Wieder klärte Paulus in höchst prekärer Situation. Dies tat auch Aues Torwart Männel mit einer spektakulären Flugeinlage bei der Flanke von Nagy (66.).

Pressekonferenz in Aue. Foto. Burg
Das Spiel stand auf Messers Schneide und war auch deshalb nie langweilig. Den Torschrei auf den Lippen hatten die Zuschauer noch mal nach 78 Minuten. Beim Eckball von Curri sprang der aufgerückte Le Beau am höchsten und köpfte knapp neben das Nulle-Tor. „Den muss ich eigentlich machen, obwohl ich den Ball nicht voll getroffen habe“, gab der junge Verteidiger selbstkritisch nach dem Schlusspfiff zu. „Insgesamt war es eine ordentliche Leistung von uns, vor allem gegen die hochgelobten Smeekes und Amirante“, fügte er noch hinzu. Den Siegtreffer hätten die Gäste dann doch noch landen können. Bei einen schnellen Konter bediente Smeekes den mitgelaufenen Truckenbrod (82.), der den Ball aber hoch übers Tor donnerte. (burg)


FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Pierre le Beau, René Klingbeil, Thomas Paulus, Sven Schaffrath - Marco Stark - Skerdilaid Curri, Sven Müller (73. Nico Klotz), Daniyel Cimen (63. Bashiru Gambo) - Alban Ramaj (90. Manuel Hiemer), Najeh Braham; Trainer: Rico Schmitt


FC Carl Zeiss Jena: Carsten Nulle - Jan-André Sievers, Tim Kay Petersen, Marco Riemer, Carsten Sträßer - Jens Truckenbrod - Torsten Ziegner, Timo Nagy, Sebastian Hähnge - Salvatore Amirante (86. René Eckardt), Orlando Smeekes; Trainer: René van Eck


Tore: Fehlanzeige


Schiedsrichter: Dr. Helmut Fleischer (Sigmertshausen)


Zuschauer: 11.400


Gelbe Karte: - / Torsten Ziegner (56.), Salvatore Amirante (76.)