Spielberichte
29. Spieltag, 10. 04.2011

1

:

1

Sparkassen Erzgebirgsstadion Aue, Sonntag 10. April 2011
(Kick off 13.30 Uhr)


Klingbeil erlöst Veilchen nach 279 torlosen Minuten im eigenen Stadion


Auch nach diesen Spiel kann Erzgebige Aue die 50 Punkte Marke nicht knacken. Mit 1-1 trennte man sich vom stark abstiegsgefährdeten Karlsruher SC. Im Auer Lager war man im großen und ganzen froh über den einen Punkt, denn die besseren Chancen lagen auf Seiten der Gäste. „Ich Bin froh das ich das Ding reingemacht habe. Das war ein Sonntagschuß. Klar hätten wir gerne die fünfzig Punkte Marke geknackt. Aber es sollte heute nicht sein“, versuchte Aues-Torschütze René Klingbeil, das doch über weite Strecken zähflüssige Spiel der Auer Veilchen zu erklären. Lange 279 Minuten mussten die heimischen Zuschauer warten, ehe sie wieder einmal ein Tor ihrer Mannschaft im heimischen Stadion bejubeln konnten.

Bei bestem Fußballwetter passierte 25 Minuten auf beiden Seiten so gut wie gar nichts. Kein Torschuss, keine Ecke, nichts. Dann lag der Ball plötzlich im Tor vom KSC, aber die Abseitsentscheidung gegen Ramaj, der den Ball noch auf Kern querlegte, war richtig. Fünf Minuten später zwang Ramaj, nach langem Pass von Müller, Robles zu einer ersten Parade. Doch wer dachte das dies jetzt endlich ein Startsignal gewesen sein sollte, sah sich getäuscht. Karlsruhe war nun die gefälligere Mannschaft. Iashvili, Dreh und Angelpunkt im Spiel des KSC, zog in der 33. Minute einfach mal ab. Zum Glück für die Gastgeber ging sein Schuss übers Tor. Nicht ganz unverdient war wenig später die Gästeführung durch Terrazzino (37.). Volley schmetterte er eine Iashvili Eingabe von links in den rechten Torwinkel. Da konnte der gute Martin Männel im Tor nichts ausrichten. Er war zwar noch leicht mit einer Hand am Ball, dieser war aber zu scharf geschossen. Terrazzino hätte noch nachlegen können, doch sein Schuss (41.) verfehlte das Auer Gehäuse. Kern prüfte Sekunden vor dem Pausenpfiff Robles im KSC-Tor, doch der Schuss war einfach zu schwach. Unüberhörbar die Pfiffe von den Zuschauerrängen, als Schiedsrichter Dankert zur Pause pfiff.

Aues Torschütze zum 1-1, René Klingbeil. Foto: Burg

Die zweite Hälfte begann mit einer spielentscheidenen Szene. Nach einem KSC-Konter über Iashvili und Terrazzino schoss Chrisantus aus spitzen Winkel aufs Auer Tor und Männel konnte den Ball per Fußparade grade so klären. Riesenglück für Aue, denn der Ball war hinter der Torlinie – der eigentlich reguläre Treffer zählte nicht. Aue drehte danach etwas auf, doch Robles hielt den Kopfball von Klingbeil (49.), als auch den guten Freistoß von Curri (52.). Und bei einer Kempe-Eingabe kratzte KSC-Abwehrspieler Müller den Ball im letzten Moment vor dem einschussbereiten Kern aus den Gefahrenzone. Der KSC war davon wenig beeindruckt und spielte weiter aufs zweite Tor. Männel hielt seine Mannschaft bei den erstklassigen Chancen von Chrisantus (59.) und Staffeldt (62.) weiter im Spiel. Trainer Schmitt versuchte von draußen mit der Hereinnahme von Stürmer Nr. 2, Glasner (57.) und Stürmer Nr. 3, Braham (69.) mehr Druck nach vorn zu erzwingen. Braham hatte gleich zwei gute Möglichkeiten. Erst mit einem einem Schuss (71.), den Robles leicht prallen läßt und dann mit einem Kopfball (74.) nach Ecke Curri – Aue lebte noch. Groß war die Erleichterung als Klingbeil (76.) von der Strafraumgrenze den Ball zum Ausgleich ins Tor nagelte an Freund und Feind vorbei. Der Schussversuch von Ramaj wurde von Buckley geblockt und der Ball prallte zu Klingbeil der kompromislos draufhielt. „Er hat gezeigt wie es geht, ohne gross nachzudenken und einfach ranhauen. Drin war er“, umschrieb Trainer Schmitt das Tor das den Auern wenigstens den einen Punkt rettete. Auch in der Schlußphase blieben die Gäste weiter am Drücker. Ein Chrisantus-Schuss (79.) den Männel hält, Terrazzino (81.) rechts vorbei und Iashvili (88.) mit einem direkten Freistoß sorgten bis zum Ende für Gefahr vor den Auer Kasten.

Pressekonferenz in Aue. Foto: Burg


Trainerstimmen:
Rico Schmitt (Aue): "Es war für uns ein schwieriges Spiel. Wir konnten nicht das umsetzen, was wir eigentlich wollten. So wie sich der KSC heute präsentiert hat, wird er sicher in den nächsten Wochen hinten raus kommen. Torhüter Martin Männel ist es vor allem zu verdanken, dass wir am Ende wenigstens einen Punkt geholt haben. Lange waren wir gefangen in unseren eigenen Spiel ohne Blick für den Raum. Danke auch an die Zuschauer, das sie trotzdem an die Mannschaft geglaubt haben".

Rainer Scharinger (KSC): "Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt bei den heimstarken Auern zufrieden gewesen. Aber dem Spielverlauf entsprechend hätten wir eigentlich drei Punkte mitnehmen müssen. Besonders in der zweiten Halbzeit hatten wir genügend Chancen für einen Dreier. Leider wurden wir aber nicht belohnt. So ist das eben im Abstiegskampf." (Burg)

Aue: Männel – Klingbeil, Paulus, Lachheb, Birk – Hochscheidt – Müller (57. Glasner), Kempe (69. Braham), Curri, Ramaj (84. Strauß) - Kern

KSC: Robles - Zimmermann, Müller, M. Langkamp, Stadler - Buckley, Mutzel – Terrazzino (84. Groß), Staffeldt, Iashvili (89. Zoller) - Chrisantus (90. + 2 Porcello)

Zuschauer: 10.100

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)

Tore: 0-1 Terrazzino (37.), 1-1 Klingbeil (76.)

Gelbe Karten: - / Iashvilli (72.)

Statistik:
Ecken: 6-3
Flanken: 20-13
Ballbesitz: 49% - 51%
Fouls: 7-10
Abseits: 10-1
Meiste Ballkontakte: Klingbeil mit 114 und Stadler mit 95

Zuschauer im Erzgebirgsstadion 2010/11

Fr.27.08. – Bochum 1-0 | 10.500
So.19.09 - Duisburg 1-0 | 10.100
So. 03.10. - Augsburg 3-2 | 10.600
Mo. 25.10. - Oberhausen 2-0 | 7.200
Fr. 05.11. - Düsseldorf 1-0 | 11.600
So. 21.11. - Aachen 2-1 | 10.636
So. 05.12. - Ingolstadt 1-1 | 7.300
Di. 18.01. - Paderborn 1-0 | 8.050
Fr. 28.01. - Osnabrück 0-1 | 7.700
Di. 01.02. - Frankfurt 3-1 | 7.150
Mo.14.02. - 1860 München 1-0| 8.200
So. 20.02. - Bielefeld 3-0 | 9.200
So. 06.03. - Union Berlin 0-0 | 15.000
So. 20.03. - Fürth 0-0 | 12.000
So. 10.04. - Karlsruhe | 10.100