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BSG Wismut Aue: Manfred Fuchs - Dietmar Pohl, Manfred Weikert, Lothar Schmiedel, Andreas Pekarek (66. Volkmar Becher) - Dieter Schüßler, Bernd Bartsch (55. Thomas Teubner), Konrad Schaller - Ernst Einsiedel, Holger Erler, Jürgen Escher; Trainer: Bringfried Müller
FC Karl-Marx-Stadt: Ralf Kunze (46. Wolfgang Krahnke) - Frank Sorge, Eberhard Schuster, Andreas Göbert, Christoph Franke - Friedrich-Wilhelm Göcke, Horst Förster, Volkmar Neubert - Jürgen Ernst, Joachim Müller, Hartmut Rauschenbach; Trainer: Gerhard Hofmann
Tore: 1:0 Konrad Schaller (5.); 1:1 Friedrich-Wilhelm Göcke (24.); 1:2 Friedrich-Wilhelm Göcke (43.); 2:2 Dieter Schüßler (44.); 2:3 Joachim Müller (55.)
Schiedsrichter: Manfred Bahrs (Leipzig)
Zuschauer: 3500
FCK: Beachtliche Steigerung
Wie nicht anders zu erwarten, hatten sich zu diesem Treffen der beiden Bezirksrivalen zahlreiche Zuschauer eingefunden. Leider wurden sie zutiefst enttäuscht, denn sie bekamen ein Spiel zu sehen, das nur selten Oberliga-Zuschnitt hatte. Die Schuld muß hier vor allem beim Gastgeber gesucht werden, der nach einer guten Anfangsphase mehr und mehr ins Mittelmaß zurückfiel. Dabei hatte er sein stärkstes Aufgebot zur Stelle, konnte wieder auf Bartsch und Schmiedel zurückgreifen. Wenn man die Ursache des Leistungsabfalls sucht, dann im frühen Führungstreffer von Schaller, der die Mannschaft zu selbstsicher machte. Das 1:0 wurde dann auch prompt vergeben, und eine blutjunge Gäste-Elf verließ am Ende als verdienter Sieger den Platz.
Zwar lagen die größeren Spielanteile bei Wismut, doch die Elf scheiterte an der eigenen Umständlichkeit. Dazu kommt noch das Glück des Tüchtigen, das die Karl-Marx-Städter ohne Zweifel auf ihrer Seite hatten. Eine Folge davon war eine ständige Steigerung bei den Gästen, die munter durcheinander wirbelten und immer größere Sicherheit in ihren Aktionen aufwiesen. Sie ließen jedenfalls ein weiteres Mal ihre Potenzen erkennen und zeigten sich zukunftsträchtig in Aue wie kaum eine Oberliga-Mannschaft vorher. Als nach dem Wechsel Krahnke für Kunze ins Tor ging, deutete sich auch hier an, daß ein prekäres Problem für die Karl-Marx-Städter gelöst zu werden scheint. Rudolf Schmalfuss, Fuwo, 06.06.1972
Göcke war zweimal erfolgreich
Recht drangvoll begannen die Wismut-Kumpel dieses Treffen. Schnelle und direkte Kombinationen brachten die FCK-Abwehr durcheinander, und Kunze im Tor der Gäste hatte bei einem Pfosten- und einem Lattenschuß, nachdem Schaller in der 5. Minute den Führungstreffer erzielte, noch mehrmals Glück. Fuchs im Tor der Auer brauchte bis zur 20. Minute nur bei einem Sorge-Freistoß einmal einzugreifen. Bis dahin blieben die Angriffe der Gäste recht blaß, weil es aus der Abwehr und aus dem Mittelfeld heraus an Unterstützung für Müller und Rauschenbach fehlte.
Nach 20 Minuten stellten sich die Gäste besser auf ihren Gegner ein, wobei Göcke durch seine blitzschnellen Vorstöße aus dem Mittelfeld Überraschungsmomente schuf und selbst zu Torerfolgen kam. Trotz der Überlegenheit der Gastgeber in der zweiten Halbzeit, was sich auch im Eckenverhältnis von 17:4 ausdrückte, unterlagen diese. Es wurden einfach zu viele Chancen vergeben, und Torwart Krahnke hielt das Übrige. Nach dem durchaus vermeidbaren dritten Tor (Fuchs warf den Ball mit Hand ab, J. Müller schaltete sich ein und hob das Leder über Fuchs ins leere Tor) zerfiel das Spiel bei den Erzgebirglern immer mehr. Man vermißte jetzt auch das kämpferische Aufbegehren bei Wismut, so daß der FCK, der klug und rationell spielte, zu diesem knappen Sieg kam. Kurt Steinbach, Sportecho, 05.06.1972
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