Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

Fuwo-Pokal 1971/72

Spielbericht

Staffel Süd - 6. Spieltag - Samstag, 10.06.1972 - 15:00

BSG Wismut Aue - SG Dynamo Dresden 0:1 (0:1)

BSG Wismut Aue: Ulrich Ebert - Claus Kreul, Eberhard Haubold, Volkmar Becher, Andreas Pekarek - Thomas Teubner, Bernd Bartsch, Konrad Schaller - Günter Seinig, Holger Erler, Jürgen Escher; Trainer: Bringfried Müller

SG Dynamo Dresden: Claus Boden - Wolfgang Haustein, Joachim Kern (59. Christian Helm), Eberhard Lippmann, Matthias Blaseck - Horst Rau, Meinhard Hemp, Claus Lichtenberger - Klaus Müller, Frank Richter, Rainer Sachse; Trainer: Walter Fritzsch

Tore: 0:1 Claus Lichtenberger (40.)

Schiedsrichter: Rudi Glöckner (Markranstädt)

Zuschauer: 2000

Viele Chancen

Wismut kam in diesem Spiel mit einer veränderten Aufstellung aufs Spielfeld, und diese junge Elf enttäuschte trotz der 0:1-Niederlage nicht. Schon in der ersten Viertelstunde ergaben sich für Seinig, Teubner und Escher Chancen, die aber zu überhastet vergeben wurden. Das war im gesamten Spiel der Kardinalfehler gewesen. Man hatte von insgesamt zehn klaren Chancen nicht eine verwertet. Es gab mitunter sehenswerte Vorarbeit, recht gute Kombinationen. Man paßte die Bälle maßgerecht von der Grundlinie zurück, aber der krönende Abschluß blieb jeweils aus.

Schaller war bei Wismut im gesamten Spiel der Motor. Was dieser Spieler an Laufpensum leistete, was er an technischen Einlagen bot, war einfach bewundernswert. Ständig bot er sich als Anspielpunkt im Mittelfeld an, erkannte die Lücken zum Steilspiel und kurbelte somit die Sturmspitzen an. Aber die scheiterten auch an dem ausgezeichnet haltenden Torwart Boden.

Auf der anderen Seite gaben sich die Dresdener viel Mühe, boten eine gute Laufarbeit und konnten im Mittelfeld durch direktes und schnelles Spiel gefallen. Man sparte auch nicht mit Schüssen aus der zweiten Reihe. Diese waren allerdings zu ungenau angelegt, Torwart Ebert konnte sie ohne große Mühe halten. Allerdings ließ er in der 40. Minute den alles entscheidenden Treffer durch die Hände gleiten. Dieser bedeutete schließlich den Sieg für Dynamo Dresden. In diesem fairen Treffen bemühten sich beide Kollektive um ein Offenes Spiel, und der, umsichtig leitende Schiedsrichter Glöckner hatte kein schweres Amtieren. Kurt Steinbach, Sportecho, 12.06.1972