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FSV Frankfurt: Patric Klandt - Alexander Huber, Björn Schlicke (52. Marc Heitmeier), Tim Heubach, Nils Teixeira - Michael Görlitz (82. John Verhoek), Manuel Konrad, Moise Bambara (67. Yannick Stark), Odise Roshi - Zafer Yelen, Edmond Kapllani; Trainer: Benno Möhlmann
FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - René Klingbeil, Dominic Rau, Thomas Paulus, Kevin Schlitte - Fabian Müller (59. Andreas Wiegel), Jan Hochscheidt, Oliver Schröder, Guido Koçer (86. Marc Hensel) - Jakub Sylvestr, Halil Savran (64. Ronny König); Trainer: Karsten Baumann
Tore: 1:0 Edmond Kapllani (87.)
Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)
Zuschauer: 4012 (davon 430 aus Aue | Quelle: Ticketservice FSV)
Gelbe Karte: Marc Heitmeier / -
Niederlage kurz vor Schluß
Der Punkt war so greifbar nahe für die Aue Veilchen, aber am Ende stand man mit leeren Händen da. Die Belohnung (Paulus) bleib aus. Weil sie in der Schlußphase nicht wach genug war. Siebzig Minuten nur tonangebend zu sein reichen eben nicht aus, weil wie Frankfurts Trainer Benno Möhlmann anmerkte, ein Spiel eben Neunzig Minuten dauert. Von den Hausherren war lange fast nichts bis gar nichts zu sehen.
Die ganz in weiss spielenden Gäste begannen selbsbewußt und kannten Anfangs nur eine Richtung – nach vorn. Und hätte Savran, nach schönem Zuspiel von Hochscheidt, anstatt quer zulegen auf Kocer, selber abgeschlossen wer weiß wie das Spiel ausgegangen wäre. So traf Kocer, nach den obendrein nicht ganz so sauberen Zuspiel von Savran, nur das linke Lattenkreuz (4.). Der zuletzt so stark aufspielende Sylvestr hatte wenig später ebenfalls eine vielversprechene Situation im gegnerischen Strafraum, konnte aber von Heubach am Torschuss gehindert werden. Von Frankfurt war im ersten Durchgang so gut wie gar nichts zu sehen. Wenn sie dann doch mal vor dem Tor von Männel auftauchten, suchten sie ihren Neuzugang Kapllani. Drei Chancen der Marke naja gingen logischerweise alle auf sein Konto. Außennetz (4.), Drehschuss (17.) und einen Fallrückzieher (40.). Ansonsten spielte sich das Geschehen in der 1. Halbzeit über weite Strecken zwischen den Strafräumen ab.
Die Hessen kamen das nach den Seitenwechsel etwas wacher aus der Kabine. Roshi (51.) prüfte Männel der sich aber hellwach zeigte. Danach blieb das Niveau bescheiden. Aus Sicht der Gäste hatte man das Spiel im Griff, weil man auch immer die Zweikämpfe suchte und den Gegner früh attackierte.Diese Sicherheit sollte trügerisch sein. Die Hessen waren in den letzten 20 Minuten einfach zwingender. Der feine 18 Meter-Schlenzer vom eingewechselten Stark (73.) ans rechte Tordreieck sollte der Auftakt zu der FSV Schlußoffensive sein. „Danach wurden wir nervös“, analysierte Aues Trainer Karsten Baumann. Die neuformierte Auer Abwehr hatte nun viel Arbeit. Hatten sie noch Glück, als Görlitz (78.) Paulus austanzte und anschließend verzog, so mußte Männel schon sein ganzes Können aufbieten um den Schuß von Verhoek (83.) aus Nahdistanz abzuwehren. Drei Minuten vor dem Ende nahm das Unheil seinen Lauf. Im Vorwärtsgang verlor Wiegel den Ball, Roshi´s Schuß sah eher harmlos aus, aber der ausgebuffte Kapllani hielt einfach den Fuß in die Schußbahn und der Ball lag im Netz. Danach versuchten sie Veilchen etwas zu reparieren was nicht mehr zu reparieren war. Ein 16 Meter Schuß von Sylvestr (88.) war keine Gefahr für Klandt im FSV Tor. Männel eilte in der Nachspielzeit zwar noch einmal vors gegnerische Tor, aber den Gästen fiel ihre Offensivarme Spielweise im zweiten Durchgang auf die Füße. Nur zwei echte Angriffe vor dem entscheidenen Tor (64. und 70.) sind dann doch zu wenig in der 2. Bundesliga. (Burg)
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