Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

2. Fußball-Bundesliga 2012/13

Spielbericht

28. Spieltag - Freitag, 05.04.2013 - 18:00

VfL Bochum - FC Erzgebirge Aue 0:3 (0:3)


VfL Bochum: Andreas Luthe - Carsten Rothenbach (78. Michael Delura), Marcel Maltritz, Holmar Örn Eyjolfsson, Mounir Chaftar - Paul Freier (46. Zlatko Dedic), Christoph Kramer, Alexander Iashvili (46. Michael Ortega), Leon Goretzka, Marc Rzatkowski - Mirkan Aydin; Trainer: Karsten Neitzel

FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Kevin Schlitte, Tobias Nickenig (87. Marc Hensel), Thomas Paulus, René Klingbeil - Fabian Müller, Oliver Schröder, Michael Fink (79. Guido Koçer), Kevin Pezzoni, Jan Hochscheidt (90. Ronny König) - Jakub Sylvestr; Trainer: Karsten Baumann

Tore: 0:1 René Klingbeil (8. / Jan Hochscheidt); 0:2 Tobias Nickenig (29.); 0:3 Fabian Müller (37. / Jakub Sylvestr)

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)

Zuschauer: 13133 (davon 350 Auer | Quelle VfL Bochum)

Gelbe Karte: Christoph Kramer, Holmar Örn Eyjolfsson / Tobias Nickenig (7.)

Aue entscheidet Abstiegsduell mit 3-0

Der FC Erzgebirge Aue gewann das vielleicht vorentscheidene Duell beim Mitkonkurenten VfL Bochum klar mit 0-3 für sich. Damit gewannen die Veilchen die letzten drei Punkt-Spiele gegen den VfL, bei einem Torverhältnis von 11-2 Toren. Alle drei Tore fielen in der 1. Halbzeit nach Freistößen. Aues Trainer Karsten Baumann meinte in der Pressekonferenz: „Das waren die besten Ersten 40 Minuten in der Saison. Vor dem Spiel hatten wir enormen Respekt vor dem Gegner. In der 2. Halbzeit haben wir, bis auf ein paar Wackler, sehr gut verteidigt“. Bochums Coach Karsten Neitzel: „Bei den drei Standardsituationen die zu den Toren führten hatten wir totalen Tiefschlaf. Über die zweite Halbzeit brauchen wir nicht zu reden, denn das Spiel war schon in Halbzeit-Eins verloren“. Die Spieler des VfL Bochum verweigerten nach dem Spiel komplett jedes Interview an die örtliche Presse.

Mit so einem klaren Sieg konnte man nicht unbedint rechnen. Aber diesmal spielte ein frühes Führungstor von Veilchen-Kapitän René Klingbeil nach 8 Minuten, den Gästen positiv in die Karten und das Spiel nahm seinen Lauf. Bei einem Freistoß von Hochscheidt schraubte sich Klingbeil am höchsten und erwischte die Kugel optimal vor VfL Keeper Luthe mit dem Kopf. Es war sein erstes Ligator in der laufenden Saison. Die Gäste zogen sich danach etwas zurück und der VfL kam durch Goretzka zu drei Möglichkeiten (10., 24. und 25.). Ein halbherziger Schussversuch von F. Müller (22.), war in dieser Phase die einzigste Offensivaktion der Gäste die aber nach 29 Minuten, wieder nach einem Freistoß von Hochscheidt, auf 0-2 erhöhten. Der neu in die Mannschaft gekommende Schröder probierte es per Flachschuss aus der Distanz, den Bochums Torwart Luthe jedoch abwehren konnte. Goretzka brachte den Ball nicht aus den Strafraum heraus und als der Ball Aues Innenverteidiger Nickenig vor die Füsse fällt zieht der einfach mal ab. Von Kramer leicht abgefälscht rauscht der Ball ins Netz. Jetzt war die Bochumer Verunsicherung bis auf den Rängen greifbar. Pfiffe vom eigenen Anhang taten auch ihr übriges. Aues Torwart Männel (36.) hätte die Platzherren um ein Haar wieder ins Spiel gebracht. Ein planlos nach vorn geschlagener Ball aus dem Bochumer Mittelfeld wollte er mit dem Fuß stoppen, doch der Ball versprang ihn. Fast hätte Aydin dies zum Anschlußtreffer genutzt, als er dieses Mißgeschick ausnutzen wollte. Doch Männel reagierte geistesgegenwertig und holte sich den Ball im zweiten Zufassen. Im Gegenzug gab es Freistoß vür Aue. Hochscheidt auf Fink, der gut auf Sylvestr weiterleitet. Der Slowake, der seit Dezember 2012 ein Tor hinterher rennt, verstolpert. Aber F. Müller erkennt blitzschnell die Situation wie ein Habicht und knallt den Ball, umringt von fünf Bochumer, ins gegnerische Tor (37.). Die Stimmung im Bochumer Lager kippt nun vollends. Gegenstände flogen aufs Feld. Beim Halbzeitpfiff gab es ein gellendes Pfeiffkonzert und die Ostkurve skandierte „Absteiger – Abstieger“.

Im zweiten Durchgang verwaltete Aue geschickt den Vorsprung. Bochum probierte alles, hatte aber beim Knaller von Dedic (54.) kein Glück weil Männel phantastisch hielt oder Nickenig fein gegen den selben Spieler (61.) blockte. Die Stimmung beim mitgereisten Auer Anhang war durchgängig auf hohem Niveau. Zehn Minuten vor dem Ende resignierten die Bochumer und die Gäste erhielten etwas mehr Oberwasser. Kleiner Wehrmutstropfen im Auer Lager war die Verletzung von Nickenig (84.) der mit Eyjolfsson zusammenprallte und vom Platz getragen werden mußte. Als Vorsichtsmaßnahme wurde er im Krankenhaus geröntgt, konnte aber mit der Mannschaft die Rückreise antreten. Aues Torwart Martin Männel, der insgesamt eine konzentrierte Leistung zeigte: „Dies war eine gute Antwort von uns, auf die zuletzt vielen Kritiken nach dem 1860-Spiel“. (Burg)