Letztes Spiel

9. Spieltag, 28.11.2020

SV Sandhausen vs. FC Erzgebirge Aue 1-4

Aktuelle News

Ein ganz heißes Spiel bei Schnee und Kälte

Aue im Dezember 1983. Fast neun Jahre war es her, daß Wismut Aue unter den letzten acht Mannschaften des nationalen Pokalwettbwerbs war. Während der BFC Dynamo Chemie Premnitz (5-1) und den HFC Chemie (5-2) ausschaltete, erreichte Wismut nach Siegen bei Chemie Böhlen (3-0) und zuhause gegen Motor Babelsberg (4-2) dieses Viertelfinale, das seit 1979/80 wieder im K.O.-System in allen Runden ausgetragen wurde. Davor gab es von 1972/73 bis 1978/79 ab dem Achtelfinale Hin- und Rückspiele. Wismut gelang zwar seit dem 19. März 1977 in Aue (1-0) in 14 aufeinanderfolgenden Punktspielen (12 Niederlagen, 2 Unentschieden) kein Doppelpunktgewinn mehr gegen den BFC, doch das 0-0 zum Saisonauftakt am 13. August im Berliner Jahn-Sportpark ist noch nicht vergessen.
Ihr zumeist frühzeitiges Ausscheiden im Pokalwettbewerb in den zurückliegenden Jahren war mit vorrangiger Orientierung auf das Bestehen im Abstiegskampf wohl kaum zu erklären oder gar zu entschuldigen. Letztmals in der Saison 1974/75 (gegen Rostock) im Viertelfinale stehend, das nach zwei Siegen mit 2-0 und 2-1 letztlich auch gemeistert wurde, hat sich im Sinnen und Trachten der Elf offensichtlich ein Wandel vollzogen. Pokalambitioniert wie zur frühen Anstoßzeit um 12.30 Uhr getreu dem festen Vorsatz, über sich hinauszuwachsen, sahen die Mannen um Kapitän Jürgen Escher seit langem nicht aus. „Wir stehen vor einer sehr schweren Aufgabe, die wir nur dann lösen können, wenn die Mannschaft über sich hinauswächst“, meinte Aues Trainer Hans-Ulrich Thomale im Vorwort des Stadionprogrammes. Wozu die Erzgebirgler in heimischer Atmosphäre in der laufenden Saison fähig sind, bekam nun auch der Meister zu spüren. Die Gefahr. wie alle fünf vorausgegangenen Punktspiel-Kontrahenten aus Aue mit einer Niederlage die Heimreise anzutreten, war riesengroß.
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In Gedenken an Uli Ebert

Ulrich Ebert im Mai 1979 bei einem Heimspiel. Foto: F. Kruczynski

Heute am 22. November, vor genau 15 Jahren, starb nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 57 Jahren Aues langjähriger Torhüter Ulrich „Uli“ Ebert. Er wird allen Freunden des Auer Sports immer in guter Erinnerung bleiben. Er war ein Fußballverrückter. Uli hat den Auer Fußball geliebt, ihn mit jeder Faser gelebt. Aues ehemaliger Kapitän Dietmar Pohl: „Uli war ein herausragender Torwart der DDR-Oberliga und Wismut Aue. Er zeigte seine ausgezeichnete Sprungkraft und Reaktionsschnelligkeit in vielen Spielen. Nach seiner Karriere arbeitete ich gemeinsam mit ihm im Nachwuchsbereich und organisierte mit ihm die Spiele der Traditionsmannschaft des FC Erzgebirge Aue.“ Viele erinnern sich noch begeistert seiner Klasseparaden, als er in den siebziger und achtziger Jahren als Nachfolger von Manfred Fuchs das Tor der Wismut-Mannschaft hütete. Zwischen 1970 und 1983 bestritt er 268 DDR-Oberligapunktspiele sowie 31 Pokalspiele für Wismut Aue. Damals wie heute hatte Aue stets exzellente Torhüter in seinen Reihen, unter ihnen war Uli Ebert einer der Besten. „Ulrich Ebert gehörte zu seiner aktiven Zeit zu den besten Torhütern der DDR-Oberliga. Seine Stärken waren vor allem eine hervorragende Athletik, ein gutes Stellungsspiel und ausgezeichnete Reflexe. Oft hat er scheinbar unhaltbare Bälle gehalten und damit für Wismut Aue wichtige Punkte geholt", so sein langjähriger Mitspieler Jürgen Escher.
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Oktober 1985 - Als der Trainer aus dem Bus stieg

Im Sommer 1985 starteten die Auer Veilchen auch diesmal mit Viking Stavanger zu Hause gegen eine norwegische Vertretung in den Intertotocup und trennten sich vor 8.000 Zuschauern 0-0. Nach jahrelanger Abstinenz nutzte seit 1984 auch wieder der DDR-Fußballverband diese attraktive Spielmöglichkeit zur Saison-Vorbereitung. Das Problem lag dann allerdings darin, diese Begegnungen aus dem Grundlagen-Training heraus zu absolvieren, so daß gewisse Mängel in der Spielfitneß nicht ausblieben. Sinn und Zweck dieses Wettbewerbes war es, in der meisterschafts- und pokallosen Sommerzeit mit attraktiven Begegnungen die Tipzettel der Toto-Gemeinschaften in Europa zu füllen. Einst spielte man sogar einen Sieger aus. Danach begnügte man sich eingedenk des umfangreichen europäischen Terminkalenders mit der Ermittlung von Gruppensiegern und honorierte diese dann mit jeweils 10.000 Schweizer Franken.

Im Jahr zuvor (1984) quittierte Wismut Aue gleich im Auftaktspiel zu Hause gegen Norwegens SK Lilleström über eine 0-2 Niederlage. Am Ende wurden die Veilchen ohne Sieg nur Gruppenletzter. „Aber das Lehrgeld welches wir damals zahlten, haben wir im Verlauf der Saison zurückbekommen", so Wismut-Kapitän Jörg Weißflog. Während die beiden anderen Teilnehmer aus der DDR-Oberliga der FCK und der 1. FCM in ihrer Intertoto-Gruppe Zweiter und Dritter wurden aber in der Meisterschaft nur Neunter und Fünfter, qualifizierte sich Aue als Vierter für den Europacup und abermals für den IFC. Dem damals gescholtenen Trainer Hans-Ullrich Thomale wand man am Ende der Saison 1984/85 plötzlich Kränze. Nach vierjähriger Arbeit hatte er das Optimum aus der Mannschaft herausgeholt, die beste Bilanz seit 1962/63 erreicht.
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Vor 35 Jahren wieder Europapokal in Aue – Dnepropetrowsk eine Nummer zu gross

September 1985 – vor 35 Jahren – da war doch mal was? Richtig, am 18. September 1985 gastierte

Aues Startelf gegen Dnepropetrowsk

Dnepr Dnepropetrowsk im Auer Otto-Grotewohl-Stadion zum UEFA-Cup Hinspiel in der ersten Runde. Ein Vierteljahrhundert war damals vergangen, bevor Wismut wieder auf die europäische Bühne zurückkehrte. Die Spannung im Auer Lager auf die Auslosung war riesengroß, lagen doch im Sommer 1985 solche namhaften Mannschaften wie Real Madrid, AC Mailand, Glasgow Rangers, Werder Bremen, Hamburger SV, 1.FC Köln oder Borussia Mönchengladbach im Auslosungstopf. Gezogen wurde jedoch Dnepr Dnepropetrowsk aus der Ukrainischen SSR, die damals noch zur Sowjetunion gehörte. Das war nicht gerade ein attraktiver aber sportlich gesehen für Wismut Aue ein sehr starker Gegner. Dnepr gehörte neben Dynamo Kiew und Schachtjor Donezk zu den erfolgreichsten Mannschaften der Ukraine. 1971 gelang Dnepr erstmals Aufstieg in die höchste sowjetische Liga. Seitdem blieb der Verein mit Ausnahme eines Zweitligazwischenspiels von 1978 bis 1980 erstklassig. Nach dem Wiederaufstieg zählte Dnepr in den 1980er Jahren zu den besten sowjetischen Mannschaften, die regelmäßig um die Meisterschaft mitspielten. Dem damaligen Team gelang 1983 und 1988 der Gewinn der UdSSR-Meisterschaft, 1988 feierten die Ukrainer auch den sowjetischen Pokalsieg. Vizemeister wurde Dnepr 1987 und 1989. Zur damaligen Mannschaft gehörten Stars wie Oleg Protassow, Gennadi Litowtschenko, Oleg Taran oder Wladimir Ljuty, der aber gegen Aue nicht eingesetzt wurde und später zu Schalke 04 wechselte. Die zahlreichen Talente von Dnepropetrowsk kamen in dieser Zeit meistens aus der eigenen Jugend.
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Auer Fussball historisch – Freundschaftsspiele im August 1960

Anfang August im Jahr 1960 trug der SC Wismut Karl-Marx-Stadt zwei interessante Freundschaftsspiele unmittelbar vor Beginn der Meisterschaftsrückrunde 1960 aus. Das Spieljahr 1960 war das letzte, was man analog dem Kalenderjahr spielte. Man hatte den Frühjahr-Herbst-Rhythmus ursprünglich von der Sowjetunion übernommen, wo dieser Spielrhythmus witterungsbedingt aufgrund der strengen Winter notwendig war. Ab 1961 wurde diese Anpassung (seit 1955) wieder rückgängig gemacht. Der SC Wismut hatte sich am Dienstag, 2. August 1960 den sechsmaligen österreichischen Meister First Vienna FC 1894 ins Auer Otto-Grotewohl-Stadion eingeladen. Vienna ist der älteste und zugleich einer der erfolgreichsten österreichischen Fußballvereine. Der Wiener Verein wurde am 22. August 1894 mit den Vereinsfarben Blau-Gelb gegründet und trägt seit 1899 ihre Spiele auf der Hohen Warte, einer Erhebung im Wiener Bezirk Döbling, aus. Das Heimstadion der Vienna war zeitweise mit einem Fassungsvermögen von 85.000 Zuschauern das größte Stadion auf dem europäischen Kontinent und Heimstätte der österreichischen Nationalmannschaft. Die Vienna gewann in ihrer Geschichte den österreich-ungarischen, den österreichischen und den deutschen Pokalwettbewerb. Höhepunkt der Vereinsgeschichte war der Sieg im Mitropapokal 1931, dem Vorläufer des Europapokals, wobei die Mannschaft als einzige in der Geschichte des Wettbewerbes ungeschlagen blieb.
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Aue trifft auf SSV Ulm 1846

Seit dem gestrigen Finaltag der Amateure steht Aues DFB-Pokalgegner in der ersten Runde

Donaustadion in Ulm. Foto: Stadt Ulm

2020/21 fest. Es ist der SSV Ulm 1846. Das Team von Chef-Trainer Holger Bachthaler hat sich im Duell der beiden Fußball-Regionalligisten gegen die TSG Balingen im Stuttgarter Gazi-Stadion völlig verdient mit 3-0 durchgesetzt und zum dritten Mal in Folge den württembergischen Landespokal gesichert. Für die Spatzen trafen Tobias Rühle (52.) und Ardian Morina (70./90.). Der Rahmenkalender des DFB terminiert die erste Hauptrunde für Freitag, 11. bis Montag, 14. September und damit noch vor den Beginn der Bundesliga-Saison. In der 1. Hauptrunde treten 64 Mannschaften gegeneinander an. Beim SSV Ulm las man - vermutlich am Samstag, 12. September.
Der Verein, der als Fußballabteilung des Muttervereins von 1999/00 in der 1. Bundesliga spielte und nach der dritten Insolvenz 2014 in der fünftklassigen Fußball-Oberliga Baden-Württemberg antrat, spielt inzwischen wieder in der Regionalliga Südwest. Insgesamt gewannen die Spatzen den Verbandspokal bereits zum 11.-mal und sind damit Rekordpokalsieger. Zum 21-mal gelang der Einzug in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals.
Zwischen Ulm und Aue gab es bereits im Mai 1992 ein Pflichtspiel. Im ersten Gruppenspiel um die damalige Deutsche Amateurmeisterschaft 1992 gewann der FC Wismut im Ulmer Donaustadion überraschend mit 1-0.
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Aue startet in Würzburg

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat am Freitagmittag den Spielplan für die Saison 2020/21 der 2. Bundesliga veröffentlicht. Erzgebirge Aue startet mit einem Auswärtsspiel beim Aufsteiger Würzburger Kickers (Flyeralarm Arena) in seine 15. Zweitligasaison. Eine Woche später gastiert die SpVgg Greuther Fürth im Lößnitztal. Danach geht es zum HSV in den Volkspark. Durch die Corona-bedingte Sonderlage wird, nur durch zwei Länderspielpausen im Oktober und November unterbrochen, bis zum 4. Advent durchgespielt. Der 12. Spieltag Mitte Dezember – Aue empfängt den KSC – wird unter der Woche Dienstag bis Donnerstag ausgetragen. Nach Weihnachten und Neujahr geht es nahtlos ab 2. Januar mit dem 14. Spieltag weiter.
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Trainingsauftakt beim FC Erzgebirge Aue für die Saison 2020/21

Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue hat zum Trainingsauftakt am Samstag-Vormittag vor 40 Fans im sonnenüberfluteten Erzgebirgsstadion zwei Neuzugänge für die kommende Saison präsentiert. Florian Ballas und Gaëtan Bussmann wechseln zu den "Veilchen". Innenverteidiger Ballas (27) kommt ablösefrei von Absteiger Dynamo Dresden, war dort Kapitän. "Aue hat sich frühzeitig bemüht um mich."

Auer Trainingsauftakt 2020/21 im Erzgebirgsstadion. Foto: Burg

Ebenso ablösefrei kommt Linksverteidiger Bussmann ins Lößnitztal. Der 29-jährige spielte zuletzt 2019/20 beim französischen Zweitligisten EA Guingamp in der Ligue 2 und absolvierte dort bis zum Corona Abbruch 8 Startelf-Einsätze. "Ich wollte zurück nach Deutschland", erklärte Bussmann, der sich selbst als flexiblen Spieler mit Stärken auf der linken Außenbahn bezeichnet. Zuvor war der französische Linksverteidiger für Mainz 05 und leihweise für den SC Freiburg aktiv. Das Auer Stadion kennt der Franzose, der gut deutsch spricht, bereits nach eigenen Worten vom August 2018. Er stand im Kader von Mainz 05 bei dessen 3-1 Erstrundensieg im DFB-Pokal, kam aber nicht zum Einsatz. Beide unterschrieben jeweils einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022.
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1. Runde DFB-Pokal 2020/21 ausgelost

Update am 22.08.2020: Das Finale im Württemberg-Pokal hat der SSV Ulm 1846 gewonnen, ist somit Gegner des FC Erzgebirge Aue in der 1. Runde am Wochenende 11.-14.09.2020.

Der FC Erzgebirge Aue reist nach Württemberg, mehr steht auch nach der Auslosung noch nicht fest. Coronabedingt wurden die Landespokale noch nicht ausgespielt. Die Auslosung, im ARD-Sportschau-Studion in Köln, brachte für die Veilchen ein Aufeinandertreffen gegen den Sieger des Landespokals aus Württemberg.

Jener WFV-Pokal wird im Viertelfinale erst am kommenden Wochenende ausgespielt, der Gegner für Aue steht also noch nicht fest, nur die Region.
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Ostdino der 2. Bundesliga - FC Erzgebirge Aue

Seit 2003 spielt Erzgebirge Aue mit wenigen Unterbrechungen fast durchgängig in der 2. Bundesliga. Seit Juli 2019 besitzen sie den Status der meisten Spiele im Unterhaus der Bundesliga, wenn man nur auf die Ostvereine schaut die alle in der 2. Bundesliga gespielt haben und im Fall von Aue noch spielen. Doch noch nie gingen die Veilchen als einzige Ost-Mannschaft in eine Saison. Aber das wird ab September 2020 der Fall sein, wenn die Auer dann in ihre schon mittlerweile 15. Saison in der 2. Bundesliga starten. Dreimal gab es schon einmal den Fall mit nur einer Ostmannschaft in der 2. Bundesliga. 1998/99 – Energie Cottbus, 2002/03 – Union Berlin und 2008/09 – Hansa Rostock.


„Ich bin ein bisschen traurig darüber und hoffe, dass sich dieses Bild im Spieljahr 2021/22 wieder ändert. Man wünscht sich schon Vereine wie Rostock, Magdeburg oder Dresden. Das sind für mich vom Potenzial her Minimum Zweitligisten“, erklärte Aues Trainer Dirk Schuster. „Auf der anderen Seite erfüllt es uns mit sehr viel Stolz und Freude, dass wir es wieder geschafft haben, weiter in der 2. Liga zu bleiben.“ Aue schloss die vergangene Saison auf dem siebten Tabellenplatz ab.
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