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32. Spieltag, 09.05.2021

FC Erzgebirge Aue vs. SC Paderborn 3-8

Aktuelle News

Das Liga Abenteuer der Zweiten von Wismut Aue

Ende April 1986 fiel eine Vorentscheidung gegen die Zweite Mannschaft von Wismut Aue. In einem Nachholespiel aus der 25. Runde verloren die Schützlinge von Trainer Heinz Häcker vor 1.000 Zuschauern mit 0-1 auf den Lindenberg in Weimar. Torschütze Andreas Kretzer (70.) besiegelte da schon, so gut wie sicher, den Abstieg der Auer in der DDR-Liga Staffel B 1985/86. Vier Tage später kam mit einem 0-3 bei Dynamo Dresden II eine weitere Niederlage hinzu. Die 15. im Saisonverlauf. Da hatte das Schlußlicht Wismut Aue II nun bereits vier Zähler Rückstand zum Vorletzten und zu zum rettenden Platz 15, den Motor Suhl (Oberliga Absteiger 1985) innehatte, waren es gar schon fünf Punkte. Am Saisonende standen insgesamt 21 Niederlagen auf dem Konto.
Dabei war die Welt für den Aufsteiger Mitte November 1985 noch halbwegs in Ordnung. Nach einem 2-1 Heimsieg über Glückauf Sondershausen standen die Auer mit bis dahin 3 Siegen, 3 Remis und 6 Niederlagen auf dem 14. Rang und damit über den Strich. Doch danach ging es stetig abwärts. Es sollte nur noch ein Sieg bis zum 34. und letzten Spieltag dazukommen.
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Buchvorstellung – 90 Minuten Erzgebirge Aue

Kurz vor der 500. Partie in der 2. Fußball-Bundesliga gegen Hannover 96 erschien ein neues Buch über den FC Erzgebirge Aue. Es hangelt sich von Minute zu Minute – und setzt auf ausgesuchte Momente im nun bereits 75-jährigen Leben des Vereins. Autor ist Monty Gräßler, Jahrgang 1972, arbeitet als Lokalsportredakteur für die Chemnitzer Freie Presse. Seit 35 Jahren jubelt, bangt und leidet der Erzgebirger mit den Veilchen, wie man den Klub aus Aue auch nennt. "90 Minuten Erzgebirge Aue" ist seine vierte Buch-Veröffentlichung.


Das 144-seitige Buch im Format 21x21 cm (Hardcover, Preis 19,90 €) ist eine herrliche und höchst unterhaltsame Zeitreise durch 75 Auer Fußballjahre. Wer sich mit dem Verein verbunden fühlt oder sogar einige der beschriebenen Spiele live erlebt hat, für den ist das Buch ein Leseerlebnis. Eine schöne Mischung von besonderen und magischen Momenten aus der legendären Wismut Ära und natürlich der Zeit vom FC Erzgebirge Aue den es ja seit dem 1. Januar 1993 unter diesen Namen gibt.
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Zum 500.-mal 2. Bundesliga für den FC Erzgebirge Aue

Fast 18 Jahre ist es nun her, das der Erzgebirge Aue in der Saison 2003/04 erstmals in der Zweiten Liga antrat. Als die Veilchen gegen den SSV Jahn Regensburg (0-1) am 3. August 2003 im Lößnitztal ihr allererstes Spiel in dieser Spielklasse absolvierten, hatten einstige langjährige Rivalen aus alten DDR-Oberliga Zeiten schon eine dreistellige Anzahl von Spielen in dieser Liga gespielt. Der Chemnitzer FC hatte 7 Spielzeiten (252 Spiele), Carl-Zeiss Jena 6 (218), VfB Leipzig 6 (214), Zwickau 4 (136) und der Hansa Rostock 3 Serien mit 118 Spielen auf ihre Konten abgespeichert.
Die Auer Fußballer nahmen nach dem bitteren Abstieg aus der DDR-Oberliga im Mai 1990 einen langen 13-jährigen Anlauf um dann endlich den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu schaffen. Aber wer hätte das jemals gedacht, das sich der Auer Fußball so entwickeln würde, als man 1991 bei der Zuteilung der Ostdeutschen Vereine in die 2. Bundesliga nur Zuschauer war. In der tristen Drittklassigkeit war es nicht leicht sich über Wasser zu halten. Mitten in der Saison 1992/93 mußten sie sich zwangsläufig (Sponsor Wismut zog sich zurück) einen neuen Vereinsnamen geben. Seit dem 1. Januar 1993 spielen die Lila-Weißen nun unter den jetzigen Namen und bestritten seitdem in fünf verschiedene Ligen bisher 967 Punktspiele.

1974 war die 2. Bundesliga eingeführt worden. 40 Fußballvereine, in den zwei Staffeln Nord und Süd aufgeteilt, spielten erstmals gemeinsam um den Aufstieg in das Fußballoberhaus. Mit der am 2. August 1974 angepfiffenen Freitagabendpartie zwischen dem 1. FC Saarbrücken und SV Darmstadt 98 begann ihre erste Saison. Das erste Tor in der neuen Liga erzielte der Saarbrücker Nikolaus Semlitsch in der 18. Minute. Dieses 1-0 war zugleich das Endergebnis im ersten Zweitligaspiel. Mit Ausnahme des FC Bayern München haben alle großen Vereine Deutschlands eine oder mehrere Spielzeiten in der 2. Bundesliga verbracht. Diese Klubs haben neben jahrzehntelangen Institutionen wie der SpVgg Greuther Fürth, Alemannia Aachen oder FC St. Pauli die jeweils bereits über 1.000 Spiele im Unterhaus absolviert haben sowie Fortuna Köln (970 Spiele) oder Stuttgarter Kickers (864 Spiele) die Liga geprägt. Spätere Nationalspieler wie Jürgen Klinsmann, Rudi Völler, Andreas Brehme, Olaf Thon und viele andere erregten in der 2. Liga erstmals Aufmerksamkeit. 1981 wurde die eingleisige 2. Bundesliga mit 20 Vereinen eingeführt. Für die Qualifikation zur neuen Spielklasse gab es erneut ein ausgeklügeltes System.
Nach der politischen Wende spielten dann auch die Clubs des NOFV (Vereine aus dem Territorium der ehemaligen DDR) in der 2. Bundesliga mit. Dies erforderte eine deutliche Erhöhung der Zahl der teilnehmenden Vereine. In der Saison 1991/92 wurden zunächst sechs NOFV-Klubs in die Liga aufgenommen, sodass sich die Anzahl der Vereine auf 24 erhöhte. Daher kehrte man zum Staffelsystem zurück und spielte in zwei Staffeln à 12 Mannschaften. Zwar stiegen in dieser Saison fünf Mannschaften in die Oberliga ab und nur drei aus der Oberliga auf, da jedoch aus der Bundesliga vier Vereine ab- und nur zwei dorthin aufstiegen, nahmen auch in der Folgesaison wieder 24 Mannschaften am Spielbetrieb teil. Auf Wunsch der Vereine kehrte man zur eingleisigen Liga zurück, sodass es in der Saison 1992/93 zu einer historischen Mammut-Saison mit 46 Spieltagen kam. Noch zwei Spielzeiten (1993/94 und 1994/95) waren nötig um auf die heutige Ligastärke von 18 Mannschaften zu kommen. Seit der Saison 2008/09 erhält der Sieger der 2. Bundesliga eine eigene Trophäe. Zur Begründung sagte der damalige DFL-Geschäftsführer Tom Bender († 2018): „Die Meisterschale ist das wichtigste Symbol des sportlichen Wettbewerbs in der Bundesliga. Mit einem eigenen Pokal für den Meister der 2. Bundesliga möchten wir nun auch diese besondere Leistung würdigen.” Sie besteht aus Silber und wiegt achteinhalb Kilogramm, hat einen Durchmesser von einem halben Meter und ist mit 30.000 Euro versichert. Der Zweitligameister der Saison 2008/09, der SC Freiburg, durfte am 24. Mai 2009 als erster Verein diese Trophäe entgegen nehmen.
Die drei meist bespielten Gegner, von bisher insgesamt 54, gegen die Aue seit 2003 antrat in der 2. Liga, sind die SpVgg Greuther Fürth mit 28 Spielen (Bilanz 7/9/12), der VfL Bochum mit 22 Spielen (7/3/12) und der Karlsruher SC mit 21 Spielen (10/6/5). Derzeit rangieren die Auer auf dem 29. Platz von aktuell 127 Mannschaften die je in der 2. Bundesliga spielten. (Burg)
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Aues neuer Rekordhalter - Martin Männel

Martin Männel (li.) kurz vor Anpfiff gegen den VfL Bochum mit Jan Hochscheidt. Foto: FCE (pp/Roger Petzsche)

Herzlichen Glückwunsch an Aues Kapitän Martin Männel. Seit 2008 steht der Torwart beim FC Erzgebirge Aue im Tor. Im Freitags-Abend-Punktspiel der 2. Bundesliga gegen den VfL Bochum absolvierte er sein 419. Pflichtspiel und löst damit Wismut-Legende Holger Erler als Rekordspieler des FCE ab. Der frühere Mittelfeldstratege absolvierte zwischen 1970 und 1985 insgesamt 418 Pflichtspiele (99 Tore). Dass er nun überholt wird, stört den langjährigen Rekordhalter Holger Erler kein bisschen. „Als Torhüter ist es natürlich einfacher, so eine Marke aufzustellen. Aber Martin zeigt auch immer stabile Leistungen“, sagt der 70-Jährige. Erler selbst hielt die Bestmarke knapp 37 Jahre, nachdem er im September 1984 seinerzeit Siegfried Wolf abgelöst hatte.
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Spätstarter schlug auf Anhieb ein im „Schacht”

Bernhard Konik auf einer Autogrammkarte aus Wismut-Tagen. Foto: Burg/Archiv

Fast ein Jahrzehnt lang war Bernhard Konik gesetzt beim Oberligakollektiv der BSG Wismut Aue. Zwischen 1982 und 1990 bestritt der heute 60-Jährige 200 Pflichtspiele für die Veilchen, davon 166 Punktspiele sowie 15 Partien im FDGB-Pokal und 19 im UEFA- beziehungsweise Intertoto-Cup. Teamkollegen wie Aue-Fans schätzten den zuverlässigen, stets einsatzstarken und resoluten Linkverteidiger. Heute lebt er mit seiner Familie in Erfurt, verpasst im Fernsehen aber fast kein Spiel des FC Erzgebirge, wie er erwähnt. Kein Wunder, schließlich nennt Konik die Jahre im Lößnitztal seine schönsten als aktiver Fußballer. Zudem ging er seine ersten Fußballschritte schon bei einer BSG Wismut, allerdings in Gera. „Ich war ein Spätstarter, begann erst mit elf Jahren richtig zu trainieren. Mein Bruder Waldemar, zwei Jahre älter als ich, war dort schon etwas länger am Ball und nahm mich eines Tags mit in den Verein”, erinnert sich der Thüringer. Das heißt, eigentlich stammt seine Familie ja aus Oberschlesien, wo Bernhard am 10. April 1960 in Piekary in der Nähe von Kattowitz geboren wurde.
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Ein ganz heißes Spiel bei Schnee und Kälte

Aue im Dezember 1983. Fast neun Jahre war es her, daß Wismut Aue unter den letzten acht Mannschaften des nationalen Pokalwettbwerbs war. Während der BFC Dynamo Chemie Premnitz (5-1) und den HFC Chemie (5-2) ausschaltete, erreichte Wismut nach Siegen bei Chemie Böhlen (3-0) und zuhause gegen Motor Babelsberg (4-2) dieses Viertelfinale, das seit 1979/80 wieder im K.O.-System in allen Runden ausgetragen wurde. Davor gab es von 1972/73 bis 1978/79 ab dem Achtelfinale Hin- und Rückspiele. Wismut gelang zwar seit dem 19. März 1977 in Aue (1-0) in 14 aufeinanderfolgenden Punktspielen (12 Niederlagen, 2 Unentschieden) kein Doppelpunktgewinn mehr gegen den BFC, doch das 0-0 zum Saisonauftakt am 13. August im Berliner Jahn-Sportpark ist noch nicht vergessen.
Ihr zumeist frühzeitiges Ausscheiden im Pokalwettbewerb in den zurückliegenden Jahren war mit vorrangiger Orientierung auf das Bestehen im Abstiegskampf wohl kaum zu erklären oder gar zu entschuldigen. Letztmals in der Saison 1974/75 (gegen Rostock) im Viertelfinale stehend, das nach zwei Siegen mit 2-0 und 2-1 letztlich auch gemeistert wurde, hat sich im Sinnen und Trachten der Elf offensichtlich ein Wandel vollzogen. Pokalambitioniert wie zur frühen Anstoßzeit um 12.30 Uhr getreu dem festen Vorsatz, über sich hinauszuwachsen, sahen die Mannen um Kapitän Jürgen Escher seit langem nicht aus. „Wir stehen vor einer sehr schweren Aufgabe, die wir nur dann lösen können, wenn die Mannschaft über sich hinauswächst“, meinte Aues Trainer Hans-Ulrich Thomale im Vorwort des Stadionprogrammes. Wozu die Erzgebirgler in heimischer Atmosphäre in der laufenden Saison fähig sind, bekam nun auch der Meister zu spüren. Die Gefahr. wie alle fünf vorausgegangenen Punktspiel-Kontrahenten aus Aue mit einer Niederlage die Heimreise anzutreten, war riesengroß.
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In Gedenken an Uli Ebert

Ulrich Ebert im Mai 1979 bei einem Heimspiel. Foto: F. Kruczynski

Heute am 22. November, vor genau 15 Jahren, starb nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 57 Jahren Aues langjähriger Torhüter Ulrich „Uli“ Ebert. Er wird allen Freunden des Auer Sports immer in guter Erinnerung bleiben. Er war ein Fußballverrückter. Uli hat den Auer Fußball geliebt, ihn mit jeder Faser gelebt. Aues ehemaliger Kapitän Dietmar Pohl: „Uli war ein herausragender Torwart der DDR-Oberliga und Wismut Aue. Er zeigte seine ausgezeichnete Sprungkraft und Reaktionsschnelligkeit in vielen Spielen. Nach seiner Karriere arbeitete ich gemeinsam mit ihm im Nachwuchsbereich und organisierte mit ihm die Spiele der Traditionsmannschaft des FC Erzgebirge Aue.“ Viele erinnern sich noch begeistert seiner Klasseparaden, als er in den siebziger und achtziger Jahren als Nachfolger von Manfred Fuchs das Tor der Wismut-Mannschaft hütete. Zwischen 1970 und 1983 bestritt er 268 DDR-Oberligapunktspiele sowie 31 Pokalspiele für Wismut Aue. Damals wie heute hatte Aue stets exzellente Torhüter in seinen Reihen, unter ihnen war Uli Ebert einer der Besten. „Ulrich Ebert gehörte zu seiner aktiven Zeit zu den besten Torhütern der DDR-Oberliga. Seine Stärken waren vor allem eine hervorragende Athletik, ein gutes Stellungsspiel und ausgezeichnete Reflexe. Oft hat er scheinbar unhaltbare Bälle gehalten und damit für Wismut Aue wichtige Punkte geholt", so sein langjähriger Mitspieler Jürgen Escher.
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Oktober 1985 - Als der Trainer aus dem Bus stieg

Im Sommer 1985 starteten die Auer Veilchen auch diesmal mit Viking Stavanger zu Hause gegen eine norwegische Vertretung in den Intertotocup und trennten sich vor 8.000 Zuschauern 0-0. Nach jahrelanger Abstinenz nutzte seit 1984 auch wieder der DDR-Fußballverband diese attraktive Spielmöglichkeit zur Saison-Vorbereitung. Das Problem lag dann allerdings darin, diese Begegnungen aus dem Grundlagen-Training heraus zu absolvieren, so daß gewisse Mängel in der Spielfitneß nicht ausblieben. Sinn und Zweck dieses Wettbewerbes war es, in der meisterschafts- und pokallosen Sommerzeit mit attraktiven Begegnungen die Tipzettel der Toto-Gemeinschaften in Europa zu füllen. Einst spielte man sogar einen Sieger aus. Danach begnügte man sich eingedenk des umfangreichen europäischen Terminkalenders mit der Ermittlung von Gruppensiegern und honorierte diese dann mit jeweils 10.000 Schweizer Franken.

Im Jahr zuvor (1984) quittierte Wismut Aue gleich im Auftaktspiel zu Hause gegen Norwegens SK Lilleström über eine 0-2 Niederlage. Am Ende wurden die Veilchen ohne Sieg nur Gruppenletzter. „Aber das Lehrgeld welches wir damals zahlten, haben wir im Verlauf der Saison zurückbekommen", so Wismut-Kapitän Jörg Weißflog. Während die beiden anderen Teilnehmer aus der DDR-Oberliga der FCK und der 1. FCM in ihrer Intertoto-Gruppe Zweiter und Dritter wurden aber in der Meisterschaft nur Neunter und Fünfter, qualifizierte sich Aue als Vierter für den Europacup und abermals für den IFC. Dem damals gescholtenen Trainer Hans-Ullrich Thomale wand man am Ende der Saison 1984/85 plötzlich Kränze. Nach vierjähriger Arbeit hatte er das Optimum aus der Mannschaft herausgeholt, die beste Bilanz seit 1962/63 erreicht.
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Vor 35 Jahren wieder Europapokal in Aue – Dnepropetrowsk eine Nummer zu gross

September 1985 – vor 35 Jahren – da war doch mal was? Richtig, am 18. September 1985 gastierte

Aues Startelf gegen Dnepropetrowsk

Dnepr Dnepropetrowsk im Auer Otto-Grotewohl-Stadion zum UEFA-Cup Hinspiel in der ersten Runde. Ein Vierteljahrhundert war damals vergangen, bevor Wismut wieder auf die europäische Bühne zurückkehrte. Die Spannung im Auer Lager auf die Auslosung war riesengroß, lagen doch im Sommer 1985 solche namhaften Mannschaften wie Real Madrid, AC Mailand, Glasgow Rangers, Werder Bremen, Hamburger SV, 1.FC Köln oder Borussia Mönchengladbach im Auslosungstopf. Gezogen wurde jedoch Dnepr Dnepropetrowsk aus der Ukrainischen SSR, die damals noch zur Sowjetunion gehörte. Das war nicht gerade ein attraktiver aber sportlich gesehen für Wismut Aue ein sehr starker Gegner. Dnepr gehörte neben Dynamo Kiew und Schachtjor Donezk zu den erfolgreichsten Mannschaften der Ukraine. 1971 gelang Dnepr erstmals Aufstieg in die höchste sowjetische Liga. Seitdem blieb der Verein mit Ausnahme eines Zweitligazwischenspiels von 1978 bis 1980 erstklassig. Nach dem Wiederaufstieg zählte Dnepr in den 1980er Jahren zu den besten sowjetischen Mannschaften, die regelmäßig um die Meisterschaft mitspielten. Dem damaligen Team gelang 1983 und 1988 der Gewinn der UdSSR-Meisterschaft, 1988 feierten die Ukrainer auch den sowjetischen Pokalsieg. Vizemeister wurde Dnepr 1987 und 1989. Zur damaligen Mannschaft gehörten Stars wie Oleg Protassow, Gennadi Litowtschenko, Oleg Taran oder Wladimir Ljuty, der aber gegen Aue nicht eingesetzt wurde und später zu Schalke 04 wechselte. Die zahlreichen Talente von Dnepropetrowsk kamen in dieser Zeit meistens aus der eigenen Jugend.
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Auer Fussball historisch – Freundschaftsspiele im August 1960

Anfang August im Jahr 1960 trug der SC Wismut Karl-Marx-Stadt zwei interessante Freundschaftsspiele unmittelbar vor Beginn der Meisterschaftsrückrunde 1960 aus. Das Spieljahr 1960 war das letzte, was man analog dem Kalenderjahr spielte. Man hatte den Frühjahr-Herbst-Rhythmus ursprünglich von der Sowjetunion übernommen, wo dieser Spielrhythmus witterungsbedingt aufgrund der strengen Winter notwendig war. Ab 1961 wurde diese Anpassung (seit 1955) wieder rückgängig gemacht. Der SC Wismut hatte sich am Dienstag, 2. August 1960 den sechsmaligen österreichischen Meister First Vienna FC 1894 ins Auer Otto-Grotewohl-Stadion eingeladen. Vienna ist der älteste und zugleich einer der erfolgreichsten österreichischen Fußballvereine. Der Wiener Verein wurde am 22. August 1894 mit den Vereinsfarben Blau-Gelb gegründet und trägt seit 1899 ihre Spiele auf der Hohen Warte, einer Erhebung im Wiener Bezirk Döbling, aus. Das Heimstadion der Vienna war zeitweise mit einem Fassungsvermögen von 85.000 Zuschauern das größte Stadion auf dem europäischen Kontinent und Heimstätte der österreichischen Nationalmannschaft. Die Vienna gewann in ihrer Geschichte den österreich-ungarischen, den österreichischen und den deutschen Pokalwettbewerb. Höhepunkt der Vereinsgeschichte war der Sieg im Mitropapokal 1931, dem Vorläufer des Europapokals, wobei die Mannschaft als einzige in der Geschichte des Wettbewerbes ungeschlagen blieb.
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