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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN ERFURT

Erfurt – Samstag, 12. September 2015 - Steigerwaldstadion (Anstoß 14 Uhr)

Die Landeshauptstadt von Thüringen mit seinen 206.219 Einwohnern (Stand Dez. 2014) ist die größte Stadt in Thüringen. Wichtigste

Umbau des Erfurter Steigerwaldstadions. Der Abriss der Nord- und Ost-Tribüne ist abgeschlossen. Insgesamt 4.000 Lastwagen-Ladungen Erde wurden abtransportiert und zwischengelagert. Aufnahme 21. Mai 2015, kurz vor der Grundsteinlegung. Foto: Erfurter Sportbetrieb
Institutionen neben den Landesbehörden sind das Bundesarbeitsgericht, die Universität und Fachhochschule Erfurt sowie das katholische Bistum Erfurt, dessen Kathedrale der Erfurter Dom ist, der wiederum neben der Krämerbrücke eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt darstellt. Darüber hinaus besitzt die Stadt einen knapp drei Quadratkilometer großen mittelalterlich geprägten Altstadtkern mit etwa 25 Pfarrkirchen und zahlreichen Fachwerk- und Bürgerhäusern. Erfurt ist vorallem durch ihre weltbekannte Krämerbrücke bekannt. Was wie eine enge Gasse aussieht, ist eigentlich eine mit 26 kleinen Fachwerkhäusern bebaute Brücke und kann sich somit rühmen, die längste komplett mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke Europas zu sein. Sie ist sogar 40 m länger als die Ponte Vecchio in Florenz und nach liebevoller Restaurierung der ganze Stolz der Erfurter. Stadtüberragend thront nur ein paar Schritte weiter der Erfurter Dom auf einer Anhöhe – direkt neben der Severikirche (Baubeginn ab 1278). Im St.-Marien-Dom (Baubeginn ab 1154) wurde Martin Luther 1507 in einer Kapelle am Kreuzgang zum Priester geweiht.

Erfurt wurde 742 im Zusammenhang mit der Errichtung des Bistums Erfurt durch Bonifatius erstmals urkundlich erwähnt – schon damals als Großsiedlung. Bereits kurz danach entwickelte es sich zum Zentrum des Thüringer Raumes, wenngleich es lange Zeitabschnitte politisch nicht Teil des Landes war. Im Mittelalter hatte die Stadt ein hohes Maß an Autonomie. Das änderte sich mit der gewaltsamen Unterwerfung durch die Mainzer 1664. 1802 wurde Erfurt Teil Preußens (mit Ausnahme der Zeit von 1806 bis 1814, als es als Fürstentum Erfurt direkt unter französischer Herrschaft stand) und blieb es bis 1945. Die Universität wurde 1392 eröffnet, 1816 geschlossen und 1994 neugegründet. Damit ist sie die dritte Universität, die in Deutschland eröffnet wurde, kann dank eines Gründungsprivilegs von 1379 aber auch als älteste gelten. Martin Luther war ihr bekanntester Student.

Das Steigerwaldstadion wurde am 17. Mai 1931 als Daberstädter Schanze eröffnet. Erst Mitte der 1930er Jahre erhielt es den Namen Mitteldeutsche Kampfbahn und wurde um eine Holztribüne für weitere 1.270 Zuschauer vergrößert. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Stadion nach Aufbringung einer neuen Rasenfläche wieder eröffnet (am 6. November 1948), nun unter dem Namen Georgij-Dimitroff-Stadion (nach dem bulgarischen Politiker Georgi Michajlow Dimitrow). 1991 nach der Wende, erhielt die Sportstätte nach einer Befragung der Erfurter Bevölkerung ihren heutigen Namen Steigerwaldstadion. 1992 wurde die alte Holztribüne abgerissen und es entstand bis 1994 eine neue Tribüne, die Platz für 4.000 Zuschauer bietet. Am 13. Juni 1996 fand das erste Open-Air-Konzert - die US-Rocker „Bon Jovi“ starteten hier ihre damalige Deutschlandtour - der Stadiongeschichte statt. Bei dieser Art der Nutzung, stellt eine Anzahl von rund 45.000 Zuschauern die obere Begrenzung dar, wie am 1. Juni 2003 bei einem Konzert von Herbert Grönemeyer deutlich wurde. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands wurden drei mal die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Steigerwaldstadion ausgetragen. Im Juli 2005 fanden hier die U23-Europameisterschaften statt.
Im Jahr 1999 wurde die Flutlichtanlage komplett erneuert. In der Nacht zum 1. Dezember 1999 knickte die Lichtkrone eines der vier gerade neu im Erfurter Steigerwaldstadion errichteten Beleuchtungstürme ab. Das Unglück geschah offenbar während eines Sturms. Die Stadt entging damals knapp einer Katastrophe, weil nur einen Tag später die Anlage beim Spiel Erfurt gegen Aue ihre Bewährungsprobe vor einer großen Zuschauerkulisse haben sollte. Das Spiel fand dann einen Tag später im Tageslicht statt. Nach jahrelangen Streitigkeiten um die Schuldfrage und einem erneuten Wiederaufbau der Flutlichtmasten, konnte das neue Flutlicht am 7. März 2003 zum Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken endlich eingeweiht werden.


Blick auf die ehemalige Gegengerade und Gästekurve. Foto: Stadtverwaltung Erfurt | Miralf Media (Juli 2015)
Für fast 40 Millionen Euro soll das Steigerwaldstadion in eine Multifunktionsarena für Sport, Konzerte und Veranstaltungen umgebaut werden. Der Stadtrat hatte im Januar 2009 für die Modernisierung Grünes Licht gegeben. Im März dieses Jahres hatte die EU-Kommission in Brüssel die Förderung aus Bundes- und Landesmitteln freigegeben. 33 Millionen Euro sollen als Fördermittel vom Land Thüringen kommen. Nach den Baumaßnahmen soll das Stadion 18.611 Plätze bieten, von denen 11.102 Sitzplätze und 7.509 als Stehplätze geplant sind. Architektonische Besonderheit des umgebauten Steigerwaldstadions wird die achteckige Grundform sein, wie man sie vom Nürnberger Grundig Stadion kennt. Farblich wird die Sportstätte in den Farben Rot und Weiß gehalten sein. Dies sind die Farben des FC Rot-Weiß Erfurt, des Bundeslandes Thüringen und des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Bei laufendem Spielbetrieb sollen nach und nach rund herum neue Tribünen entstehen, wobei die jetzige Haupttribüne im Westen bestehen bleibt. Diese wird im neuen Stadion jedoch nicht mehr als solche verwendet, da die neu entstehende Osttribüne in Zukunft diesen Part übernehmen wird.

Im November 2014 wurde bekannt, dass die letzten historischen Reste der alten Mitteldeutschen Kampfbahn, das "Marathontor", bereits im Frühjahr 2015 abgerissen werden sollen. Das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie hatte es versäumt, die Anlage als Kulturdenkmal einzutragen. Der geplante Abriss führte zu Protesten aus der Bevölkerung. So äußerte sich der Erfurter Sporthistoriker Karl Gaida hierzu: "Wenn das Tor abgerissen wird, verliert das Stadion sein prägendes Symbol". Im Januar 2015 wurde mit dem Abriss der in Typenbauweise errichteten Schalenhalle (1970/71), des "Laufschlauchs" und des Kassenhäuschens am Marathontor begonnen.


Das Steigerwaldstadion vor dem Umbau. Foto: TomKidd (August 2007)
Zum Abschiedsspiel vom „alten“ Steigerwald lud man sich mit dem holländischen Verein FC Groningen aus der Ehrendivision am 8. Oktober 2014 einen Gegner ein, gegen den man auch sein letztes Spiel auf internationaler Ebene absolvierte. Seit dem 27.Januar 2015 wurden im Erfurter Steigerwaldstadion die ersten Blöcke abgerissen. Pünktlich zum Saisonstart in Liga 3 wurde die Westtribüne (Haupttribüne) mit knapp 4.000 neuen Sitzschalen ausgerüstet. 244 weiße und 3.693 rote Sitzschalen bilden zukünftig den Schriftzug "Erfurt".

Anfahrt mit dem PKW
Die eigene Anfahrt per PKW geht problemlos über die A4 und dann weiter in Richtung Hermsdorfer Kreuz/Eisenach bis zur 2. Erfurter Ausfahrt: Erfurt-Ost (47a). Hier abfahren und auf der L1052 (wird später zur „Am Herrenberg“) erst einmal ca. 6,5 Km in Richtung Erfurt bleiben. Dann links in die „Blücherstrasse“ abbiegen und 800m bis zur Kranichfelder Strasse vorfahren. Hier rechts auf dieser abbiegen und ca. 750 weiter geradeaus bis zur nächsten grösseren Abbiegung, wenn linker Hand eine ARAL-Tankstelle auftaucht. Links abbiegen in die Käthe-Kollwitz Strasse in Richtung Thüringenhalle. Diese Strasse wird dann nach der nächsten Kreuzung zur Werner Seelenbinder Strasse. Das Stadion ist mittels Flutlichtmasten gut zu lokalisieren. Hier befinden sich dann rechter Hand die Gästeparkplätze unmittelbar am Stadion. Blick auf den Parkplatz

Der FC Rot-Weiß gibt sein derzeitiges Fassungsvermögen wegen des Umbaus mit ca. 10.000 Plätze an. Die Fans der Gastmannschaft finden in den Stehplatz-Block 3, unterhalb der Anzeigetafel, Platz. Öffnung Stadion ist um 12.00 Uhr. Die Gäste-Tageskasse bleibt geschlossen.

Navi Adresse: Werner Seelenbinder Strasse | 99096 Erfurt

Entfernung Aue - Erfurt ca. 157 km

Infos auf der Auer Homepage
Geschrieben von Burg am 09.09.2015, 20:42   (1026x gelesen)