Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

Amateur Meisterschaft 1991/92

Spielbericht

1. Spieltag - Freitag, 22.05.1992 - 19:00

SSV Ulm 1846 - FC Wismut Aue 0:1 (0:0)

FC Wismut Aue: Jörg Weißflog - René Wendler, Volker Schmidt, Jens Möckel, Enrico Barth - Ronny Thielemann, Mirko Reichel, Mario Nickeleit, Ronald Färber - Steven Zweigler (80. Daniel Popov), John Bemme; Trainer: Lutz Lindemann

Tore: 0:1 Mario Nickeleit (53.)

Schiedsrichter: Gerald Kraus (Pfaffenhausen)

Zuschauer: 300

Kleine Sensation zum Auftakt

Wismut Aue schaffte schon zum Auftakt der deutschen Amateur-Meisterschaft am Freitagabend eine kleine Sensation. Gegen den stärker eingeschätzten Vertreter aus Baden-Württemberg SSV Ulm gelang nach einer bravourösen spielerischen Leistung den Erzgebirglern ein 1:0-Auswärtserfolg. Damit hat die Mannschaft von Lutz Lindemann gute Aussichten, sich, egal ob als Gruppensieger oder Gruppenzweiter für den DFB-Pokal zu qualifizieren, wo dann ja das große Bundesligalos zu winken scheint. Die Darbietung von Wismut im Donaustadion vor leider nur 300 Zuschauern - der Wettbewerb ist trotz Anreiz Pokalqualifikation kein Zuschauerrenner - war im spieleri- schen Bereich allererste Sahne. Und dabei fehlten Leistungsträger bei den Gästen. Auch wenn ein Ulmer Freistoß durch Torjäger Klaus Perfetto in der Anfangsphase (2. Minute) knapp am Auer Tor vorbeistrich, fortan hatte der Gast das Heft in der Hand. Ihr Trainer Lutz Lindemann sprach von einer eindrucksvollen spielerischen Demonstration Und so war es auch.

Der Pausenstand von 0:0 entsprach eigentlich nicht dem Verlauf auf dem Rasen. Wismut spielte couragiert auf und hatte in Färber den auffälligsten Akteur, der aber zweimal wirklich Schußpech bei Abprallern des Ulmer Torhüters Weh hatte. Dies holte man aber in der 53. Minute nach. Mario Nikeleit war nach vorne gerückt und markierte das goldene Tor. Danach tat sich nicht mehr allzu viel auf dem Rasen. Aue verteidigte mit allen Mitteln das italienische Ergebnis. Ulm war trotz Bestbesetzung einfach zu schwach, um den Gegner gefährlich zu werden. Man hat sich schon für den DFB-Pokal qualifiziert. Hektische Szenen noch einmal in den letzten Minuten, als Zweigler (unterschreibt nächste Woche einen Vertrag beim Chemnitzer FC) von Merkle rüde getreten wurde. Die Emotionen kochten auch bei Gäste-Trainer Lindemann hoch. Die zunächst befürchtete Diagnose Wadenbruch bei Zweigler stellte sich nicht heraus. Harald Bleyer, Freie Presse, 23.05.1992