Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

Regionalliga Nord 2000/01

Spielbericht

34. Spieltag - Samstag, 12.05.2001 - 14:00

FC Erzgebirge Aue - SV Babelsberg 03 1:1 (0:1)

FC Erzgebirge Aue: Maik Kischko - Udo Tautenhahn (46. Radek Sionko), Murat Jasarevic, Petr Grund, Holger Hasse - Borislav Tomoski, Matthias Heidrich, Roman Müller (61. Marian Pagels), Tonci Boban - Veselin Popovic (57. Jörg Kirsten), Maik Kunze; Trainer: Gerd Schädlich

SV Babelsberg 03: Alexander Kunze - Marcus Petsch (81. Igor Lazic), Mentor Miftari, Marco Laaser - Michael Lorenz, Björn Laars, Martino Gatti, Almedin Civa, Slawomir Chalaskiewicz - Enrico Röver, Marco Küntzel

Tore: 0:1 Marco Küntzel (39.); 1:1 Jörg Kirsten (78.)

Schiedsrichter: Detlef Scheppe (Wenden)

Zuschauer: 3100

Gelbe Karte: Udo Tautenhahn (15., gesperrt), Murat Jasarevic (5., gesperrt), Petr Grund (6.) / Martino Gatti (4.)

Balsam für Kirstenís Seele

Er kam, sah und siegte: Jörg „Jockel“ Kirsten. Als im weiten Rund des Erzgebirgsstadions kaum noch einer an den Ausgleich glaubte, tauchte der 33-Jährige im Babelsberger Strafraum auf und knallte nach einer Flanke von Matthias Heidrich das Leder unhaltbar in die Maschen. „Dieser Treffer ist Balsam für die Seele und Lohn für meine guten Trainingsleistungen. Es tut weh, wenn man auf der Bank sitzen muss“, gestand der einstige Auer Torjäger.

Mit dem leistungsgerechten 1:1 (0:1) konnte der FCE am Ende ebenso gut leben wie die Gäste. Die Veilchen blieben in der Fußball-Regionalliga zum fünften Mal in Folge unbesiegt. Babelsberg hat im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga dank der 0:2-Niederlage von Preußen Münster in Leipzig nach wie vor alle Trümpfe selbst in der Hand. Am Samstag allerdings bekleckerten sich die Gäste – zumindest in der Offensive – nicht mit Ruhm. Zwei Chancen, ein Tor reichten dennoch zum Punktgewinn. „Das zeichnet eine Klassemannschaft eben aus“, lobte auch FCE-Trainer Gerd Schädlich die effektive Spielweise des Tabellenzweiten. Dieser hätte in der 3. Minute bereits in Führung gehen können. Roman Müller schlug im Zweikampf gegen Mentor Miftari über den Ball, der Ex-Auer passte maßgerecht auf Enrico Röver, dessen Schuss Maik Kischko mit einer Glanzparade über die Latte lenkte.

Fünf Minuten später lag den 3100 Zuschauern der Torschrei auf den Lippen, als Maik Kunze völlig frei zum Kopfball kam, das runde Leder aus 6 Metern aber am rechten Pfosten vorbei zirkelte. In der 26. Minute war es erneut Kunze mit einem Kopfball, der für Gefahr sorgte. Doch dieses Mal rettete der Namensvetter im SVB-Tor ebenso wie bei einem Grund-Freistoß acht Minuten später. „Wir waren in der Offensive nicht so gut, hatten vor allem im zentralen Bereich zu viele Ballverluste“, bemängelte Gäste-Coach Herman Andreev. Einzige Ausnahme: die 39. Minute. Marco Küntzel ließ seinen Gegenspieler Murat Jasarevic aussteigen, umspielte Kischko und schob zum 1:0 für Babelsberg ein.

In der zweiten Halbzeit stürmte nur noch Aue. Kunze besaß eine weitere Großchance. Doch dessen Schuss hielt Kunze sicher (56.). In der 72. Minute rettete Björn Laars in letzter Sekunde gegen den frei durchgelaufenen Marian Pagels. Sechs Minuten später erzielte der eingewechselte Kirsten den verdienten Ausgleich. Kurz vor dem Ende musste der SVB-Keeper erneut sein ganzes Können aufbieten. Nach einem Schuss von Kunze rettete er mit einer Fußabwehr das 1:1. Kunze konnte Kunze an diesem Tag einfach nicht bezwingen.

„Ich bin froh, dass wir den unverdienten Rückstand noch korrigieren konnten. Wir können mit dem 1:1 zufrieden sein. Das Ergebnis passt auch ganz gut in unsere Überlegungen für das Sachsenpokalfinale“, dachte Schädlich unmittelbar nach der Partie bereits an den kommenden Mittwochabend in Zwickau. Freie Presse, 14.05.2001