Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

2. Fußball-Bundesliga 2019/20

Spielbericht

3. Spieltag - Samstag, 17.08.2019 - 13:00

Arminia Bielefeld - FC Erzgebirge Aue 3:1 (1:0)


Arminia Bielefeld: Stefan Ortega - Jonathan Clauss, Brian Behrendt, Joakim Nilsson, Florian Hartherz - Manuel Prietl - Reinhold Yabo (83. Stephan Salger), Marcel Hartel (90+1. Cebio Soukou) - Joan Simun Edmundsson (74. Tom Schütz), Fabian Klos, Andreas Voglsammer; Trainer: Uwe Neuhaus

Kader: Philipp Klewin, Amos Pieper, Anderson Lucoqui, Fabian Kunze, Nils Seufert, Keanu Staude

FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Marko Mihojevic, Dominik Wydra (81. Hikmet Ciftci), Filip Kusic - Tom Baumgart, Jan Hochscheidt, Philipp Riese, Calogero Rizzuto - Dimitrij Nazarov - Pascal Testroet (67. Christoph Daferner), Florian Krüger (72. Philipp Zulechner); Trainer: Daniel Meyer

Kader: Robert Jendrusch, Paul Horschig, Fabian Kalig, John-Patrick Strauß, Erik Majetschak, Clemens Fandrich

Tore: 1:0 Joakim Nilsson (21.); 2:0 Fabian Klos (61.); 2:1 Christoph Daferner (76. / Philipp Riese); 3:1 Andreas Voglsammer (Foulelfmeter, 85.)

Schiedsrichter: Dr. Martin Thomsen (Kleve)

Zuschauer: 15021 (davon 290 Auer Fans)

Gelbe Karte: Manuel Prietl / Philipp Zulechner, Dimitrij Nazarov (2.), Filip Kusic

Aue geht zum ersten Mal als Verlierer vom Platz

Am dritten Spieltag der neuen Saison war Schluss, wie auch schon 2004 und 2010 als man ebenfalls mit zwei Siegen in eine Zweitliga-Saison startete. Auf der Bielefelder Alm gab es eine insgesamt verdiente 1-3 Niederlage. Der Höhenflug der Auer, die zuvor bei Greuther Fürth und gegen Wehen Wiesbaden gesiegt hatten, ist damit vorzeitig beendet. Wobei die Spieler die Lage offenbar ganz gut einordnen können. „Man muss sich nur das Auftaktprogramm angucken, mit zwei Gegnern, gegen die man punkten kann. Bielefeld ist immer schwer – und jetzt kommt der VfB Stuttgart. Da kann man sich ausrechnen, wo wir die Punkte holen müssen. Und diese Aufgabe haben wir erfüllt“, meinte Mitteldeldspieler Jan Hochscheidt nach der Partie.

Zwanzig schleppende Minuten ohne einen einzigen Torschuss hüben wie drüben indem keiner was riskierte. Dann hatte Yabo auf der rechten Seite viel Platz, legt den Ball vors Tor und dort rutscht Voglsammer zunächst drüber. Am zweiten Pfosten befördert Klos den Ball aber wieder in die Mitte und im Hechtsprung kann Voglsammer das Leder nicht unterbringen. Danach hatte der Linienrichter zwar die Fahne oben, aber diese Szene war der Weckruf für die Arminia die anschließend das Geschehen auf dem Platz an sich riss. Zwei Minuten später schlich sich der Schwede Nilsson im Rücken von Baumgart und Wydra frei und köpfte eine Edmundsson-Ecke freistehend zum 1-0 ins obere linke Eck ein (21.). Mit der Führung im Rücken ließ Bielefeld den Ball laufen. Die Gäste, hatten Probleme, das umtriebige DSC-Mittelfeld um Hartel und Yabo unter Kontrolle zu bekommen. Immer wieder waren es die beiden, die mit schnellen Drehungen das Spiel der Arminia eröffneten und Angriffe einleiteten. Bis auf Distanzschüsse von Yabo (25.), Nazarov (27.), Testroet (36.) und Baumgart (42.) wurde es vor der Pause auf beiden Seiten nicht mehr gefährlich. Bei den drei Auer Versuchen mußte Torwart Ortega zwar zugreifen, hatte aber jedoch keine Mühe damit.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich an der Bielefelder Dominanz nichts, das Spiel wurde noch einseitiger. Die Gäste blieben unerklärlich lethargisch und fast willenlos. Lag beim ganz starken Freistoß von Voglsammer (53.) aus 25 Metern, den Männel noch gerade so über die Latte lenkte, die überfällige 2-0 Führung in der Luft, so erledigte das Mr. Arminia höchstpersönlich. Nach einem feinen Pass von Prietl war Klos in der 61. Minute auf und davon, umkurvte Männel und schob locker ein. Es war im Grunde schon die Vorentscheidung. Trainer Meyer versuchte es auf Auer Seite mit frischen Stürmern, Daferner (67.) und Zulechner (72.) kamen für Testroet und Krüger - und bewirkten tatsächlich etwas. Mit den besten Angriff bis dato über Nazarov und Daferner mußte Ortega gegen Zulechner (73.) schon Kopf und Kragen riskieren. Wenig später köpfte dann Daferner, nach der 1. Ecke von Riese, den Anschlusstreffer (76.) aus fünf Metern. Die Gäste, die auch das System umstellten, witterten aber nur kurz Morgenluft. Der eingewechselte Ciftci traf Klos im Strafraum am linken Bein, der Angreifer fiel blitzartig, und Voglsammer verwandelte den fälligen Elfmeter sicher unten rechts (85.). Zwar zeigten die Veilchen danach noch einmal Moral und drängten auf das zweite Tor (Hochscheidt 88./90. +3), doch es war nur noch ein Aufbäumen ohne Wirkung. (Burg)

Trainerstimmen

Daniel Meyer (Aue): Das ist zweifelsfrei ein verdienter Sieg für Arminia. Wir haben heute nicht die Leistung der letzten Wochen auf dem Platz gebracht, weil wir auch nicht in die Zweikämpfe gekommen sind, keinen Mut hatten und auch eigenartige Ballverluste hatten. In der 2. Halbzeit haben wir umgestellt und neue Spieler gebracht. Unsere Flankenqualität war eine absolute Katastrophe. Durch zu viele kleine Fehler konnten wir hier heute nichts mitnehmen.

Uwe Neuhaus (Bielefeld): Nach einer schwierigen Anfangsphase haben wir das Spiel in die Hand genommen und haben versucht die Auer unter Druck zu setzen. Für mich ist die wichtigste Erkenntnis, dass die Mannschaft nach dem Anschlusstreffer nicht gewackelt und weiter nach vorne gespielt hat. Ich freue mich über die drei Punkte.