Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

2. Fußball-Bundesliga 2019/20

Spielbericht

17. Spieltag - Freitag, 13.12.2019 - 18:30

FC Erzgebirge Aue - Jahn Regensburg 1:0 (1:0)


FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Marko Mihojevic, Louis Samson, Sören Gonther - John-Patrick Strauß (67. Tom Baumgart), Clemens Fandrich, Philipp Riese, Calogero Rizzuto - Dimitrij Nazarov - Florian Krüger (57. Christoph Daferner), Jan Hochscheidt (82. Philipp Zulechner); Trainer: Dirk Schuster

Kader: Robert Jendrusch, Filip Kusic, Dominik Wydra, Malcolm Cacutalua, Nicolas Sessa, Pascal Testroet

Jahn Regensburg: Alexander Meyer - Benedikt Saller (86. Jan-Marc Schneider), Sebastian Nachreiner, Marcel Correia, Chima Okoroji - Benedikt Gimber (66. Tom Baack), Max Besuschkow - Sebastian Stolze, Jann George (80. Erik Wekesser) - Andreas Albers, Marco Grüttner; Trainer: Mersad Selimbegovic

Kader: Alexander Weidinger, Tim Knipping, Alexander Nandzik, Markus Palionis, Nicolas Wähling, Florian Heister

Tore: 1:0 Sören Gonther (44. / Philipp Riese)

Schiedsrichter: Johann Pfeifer (Hameln)

Zuschauer: 8300

Gelbe Karte: - / Benedikt Saller, Max Besuschkow, Benedikt Gimber

Aue bleibt daheim unbesiegt

Zum Hinrunden-Abschluss bezwang die Schuster-Elf am Freitag-Abend Tabellennachbarn Jahn Regensburg mit 1-0. Torschütze des goldenen Tores war Sören Gonther, der in der 44. Minute einen Eckball von Riesa per Kopf verwertete. Für den Verteidiger war es der erste Pflichtspieltreffer überhaupt für die Veilchen. Es war für die Hausherren der sechste Sieg im achten Heimspiel. Mit den zwei Unentschieden dazu, bleiben sie damit daheim ungeschlagen. Nur der VfB Stuttgart hat in der Heimtabelle ein Punkt mehr aufzuweisen. Die Vorrunden-Bilanz kann sich damit für den FCE sehen lassen: Nur zweimal (2010/11 + 2005/06) stand man punktemäßig besser da nach 17. Spielen. Bis zur letzten Minute blieb es im Auer Stadion spannend, doch die Veilchen verteidigten leidenschaftlich den knappen Vorsprung bis zum Schluss.

Die Platzbesitzer mußten gleich zu Beginn zwei Schrecksekunden überstehen, weil der Jahn sofort ohne jegliche Anlaufzeit da war. Gleich Zweimal tauchte Regensburgs Stürmer Albers allein vor Aues-Torwart Männel auf. Doch der Däne scheiterte erst an Männel (6.) und spitzelte dann die Kugel etwas überhastet knapp am Tor vorbei (8.). Beide Teams verbringen nicht viel Zeit mit langen Kombinationen im Mittelfeld. In der 13. Minute jubelt Aue, jedoch nur für Sekunden, dann geht die Fahne des Assistenten hoch, der nachträglich vom VAR bestätigt wird. Nach der ersten Ecke durch Riesa, wurde aus dem Rückraum ein Distanzschuss von Hochscheidt abgegeben. Doch genau am Fünfer stand noch Mihojevic, der seinen Fuß in den Schuß hält und dadurch den Ball bewusst ins rechte Eck abfälschte. Zwei Jahn-Spieler am Pfosten waren jedoch rechtzeitig rausgerückt, so dass es sich um eine knappe Abseitsposition handelte. Riese und Rizzuto sorgten danach für mächtig Betrieb in den Auer Reihen.

Rizzuto jagte einen Ball nach feinem Solo aus der Distanz (18 m) an den Querbalken und scheiterte nur wenige Sekunden später aus spitzem Winkel am rechten Pfosten (24.). Und auch Strauß machte bei seinem Kopfball Bekanntschaft mit dem Alu, diesmal sprang der Ball vom linken Innenpfosten zurück ins Feld (35.). War für Krüger gedacht, denn der Stürmer verpaßt die Vorlage nur ganz knapp. Die Vorlage für den Strauß-Kopfball kam durch einen Klasse Diagonalball von Rizzuto zustande. Doch bei Aue wechselten sich gute Phasen mit schlechten Phasen ab. Immer mal wieder kam es im Angriffsspiel zu Stottereinlagen. Doch dann schlug es kurz vor dem Seitenwechsel doch noch beim Jahn ein. Riese schlägt den vierten Eckball mit viel Schnitt von rechts in die Mitte. Gonther findet einen freien Raum und läuft mit einem tollen Laufweg ein. Gimber ist zwar an ihm dran, doch der aufgerückte Verteidiger hat so viel Schwung, dass er den Ball sechs Meter vor dem Tor als erster erreicht und ins linke obere Eck über die Linie drückt (44.). Dieses Tor wurde regelrecht erzwungen.

Nach dem Seitenwechsel blieb Aue Anfangs die griffigere Mannschaft. Bei Ballgewinn suchte die Schuster-Elf mit viel Tempo den Weg in die Spitze - und verpasste durch Krüger, der nach einer Stafette über Nazarov und Fandrich aus der Nahdistanz am fast leeren Tor links vorbeischob, das 2-0 (51.). Auf der Gegenseite fällt Gimber (54.) eine zu kurz abgewehrte Ecke genau vor die Füße, sein Schuß geht nur um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Nach einem weiteren schnellen Auer Angriff (Strauß/59./verzieht am langen Pfosten), scheint es so das die Platzbesitzer gefühlt alles unter Kontrolle haben, doch der Schein trog. Aues Trainer sah plötzlich eine immer besser aufkommende Gäste-Elf, die mehrmals am Ausgleich vorbeischrammte. Erst rettete Samson mit letzten Einsatz gegen Albers (63.) und dann tauchte Stolze (74.) völlig frei vor Männel auf. Aber anstatt den Ball am Keeper vorbeizulegen, wollte er ihn überlupfen. Männel krallte sich das Leder und hatte wenig später beim völlig freigespielten George (75.) wieder Glück, der den Ball übers Gebälk setzte. In der Schlussphase warf Regensburgs Trainer Selimbegovic mit fünf Stürmern alles nach vorne. Der eingewechselte Zulechner (83.) hatte für die Veilchen noch eine Kopfballchance nach Flanke Rizzuto. Danach war nur noch verteidigen angesagt.

In der vierminütigen Nachspielzeit mussten die FCE-Anhänger noch zittern: weil die Regensburger in der Schlussphase einige Eckbälle und Freistöße vor das Tor traten. Und dann schaute sich der Videoassistent in der zweiten Minute der Nachspielzeit ein mögliches Handspiel von Fandrich im Strafraum an. Blieb aber folgenlos. (Burg)

Trainerstimmen

Mersad Selimbegovic (Regensburg): "Wir haben ein sehr intensives Zweitligaspiel gesehen, das wir nicht unbedingt verlieren mussten. Aber wir haben leider ein bis zwei Fehler zuviel gemacht. Wir haben uns einen Fehler im Aufbau geleistet und beim anschließenden Eckball standen wir nicht gut. Es war heute schwer, Chancen zu kreieren, trotzdem haben wir ein paar gehabt, waren aber auch nicht effektiv genug. Das Spiel war ziemlich ausgeglichen. Können zufrieden und stolz sein, was wir in der Hinrunde erreicht haben."

Dirk Schuster (Aue): "Es war ein sehr intensives Spiel wo sich beide nichts schenkten. Uns war klar, dass Kleinigkeiten entscheiden werden. In den ersten Minuten kamen wir nicht so richtig ins Spiel. Danach hatten wir ein kleines Chancenplus, speziell in der ersten Halbzeit. Uns war klar, das 1-0 ist ein wackliges Ergebnis. Wir hatten die große Chance auf 2-0 zu erhöhen, hatten wir leider nicht getan. Bei zwei Großchancen von Regensburg hatten wir auch ein bisschen Glück. Danach haben wir defensiv gut gestanden und wir haben nicht mehr viel zugelassen. Das Spiel war rassig und für die 2. Liga ein typisches Spiel."