Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

2. Fußball-Bundesliga 2019/20

Spielbericht

19. Spieltag - Dienstag, 28.01.2020 - 20:30

Wehen Wiesbaden - FC Erzgebirge Aue 1:0 (1:0)


Wehen Wiesbaden: Heinz Lindner - Sascha Mockenhaupt, Niklas Dams, Benedikt Röcker - Sebastian Mrowca, Paterson Chato, Tobias Schwede - Stefan Aigner (65. Nicklas Shipnoski), Daniel-Kofi Kyereh (72. Jakov Medic), Maximilian Dittgen - Manuel Schäffler (81. Phillip Tietz); Trainer: Rüdiger Rehm

Kader: Lukas Watkowiak, Michel Niemeyer, Sidney Friede, Gökhan Gül, Marcel Titsch Rivero, Törles Knöll

FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Marko Mihojevic, Louis Samson (72. Christoph Daferner), Sören Gonther - John-Patrick Strauß (81. Tom Baumgart), Clemens Fandrich, Philipp Riese, Calogero Rizzuto - Dimitrij Nazarov, Florian Krüger (65. Pascal Testroet), Jan Hochscheidt; Trainer: Dirk Schuster

Kader: Robert Jendrusch, Jacob Rasmussen, Dominik Wydra, Malcolm Cacutalua, Dennis Kempe, Philipp Zulechner

Tore: 1:0 Daniel-Kofi Kyereh (14.)

Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg)

Zuschauer: 4037 (darunter 380 Auer Fans)

Gelbe Karte: Stefan Aigner, Benedikt Röcker, Maximilian Dittgen (2.), Daniel-Kofi Kyereh / Calogero Rizzuto (4.)

Gelb/Rote Karte: Sebastian Mrowca (68., wiederholtes Foulspiel) / -

Besondere Vorkommnisse: Heimtrainer Rüdiger Rehm erhielt die 4. Gelbe Karte und ist im nächsten Spiel gesperrt.

Aue bleibt tor- und punktlos in Wiesbaden

Auch im 5. Anlauf blieb der FC Erzgebirge Aue in der Wiesbadener Brita-Arena punkt- und torlos. Am Dienstag-Abend setzte es im ersten Punktspiel nach der Winterpause beim Tabellenvorletzten SV Wehen-Wiesbaden eine 0-1 Niederlage.

Die Hausherren begannen mutig und überrannten die Gäste in der Anfangsphase förmlich. Dittgen prüfte bereits nach 24 Sekunden Männel im Auer Kasten per Kopf. War zwar Abseits, aber schon hier konnte man den puren Siegeswillen der Rehm-Schützlinge erkennen. Aigner (3.) und Schäffler (5.) vergaben aus jeweils aussichtsreicher Position weitere Hochkaräter. Die Verteidigung der Veilchen wirkte völlig verunsichert. Selbst lange, eher ungefährliche Bälle bekommt die Defensive nicht unter Kontrolle. Nach einer Viertelstunde belohnte sich der Tabellenvorletzte für den furiosen Start: Männel konnte zwar einen Schlenzer von Dittgen (14.) mit einer glänzenden Flugeinlage noch entschärfen, doch beim anschließenden Eckball erzielte Chato den überfälligen Führungstreffer für die Hausherren. Kyereh findet mit seiner langen Ecke von der rechten Seite den Torschützen in der Mitte. Der Deutsch-Kameruner nimmt den Ball in halblinker Position und etwa elf Metern Torentfernung per Volleyschuss und trifft flach in die linke untere Ecke. Männel sieht den Ball vielleicht etwas zu spät.

Die Auer fanden erst nach dem Gegentor in die Partie. Was auch daran lag, dass sich die Wiesbadener etwas zurückzogen. Den Gästen war allerdings anzumerken, dass sie nun einen Fußball spielen mussten, der ihnen nicht liegt. Anstatt wie sonst hinten stabil zu stehen und dann schnell umzuschalten, hatte Schusters Truppe dauerhaft den Ball am Fuß. Gefährlich wurde es vor den Gehäuse der Wiesbadener nur im Ansatz: Krüger prüfte Wehens-Torwart Lindner aus spitzem Winkel (20.). Rizzuto versuchte, den Schlussmann bei einem Freistoß aus 17 Metern zu überraschen, als dieser noch am Pfosten seine Mauer dirigierte – der Schuss des Auer Flügelspielers wurde jedoch geblockt (24.). Auch einen Versuch von Fandrich parierte Lindner (43.). Zur Halbzeit verzeichneten die Statistiker zwar einen Ballbesitz von 63 % für die Lila-Weißen, doch im Spiel nach vorne fehlte es an Tempo und Ideen.

Im zweiten Durchgang änderte sich am Geschehen erst einmal wenig. Aue tat sich weiter schwer, Chancen zu erspielen, die Hessen lauerten. Für die Wiesbadener wurde jedoch ihre aggressive Gangart zur Hypothek, da diese zahlreiche Verwarnungen nach sich zog. In der 68. Minute flog Mrocwa nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz. Schuster reagierte, stellte das System um. Und die beiden eingewechselten Angreifer, Daferner und Testroet, beförderten die Kugel sogar ins Netz – doch Testroet stand im knapp Abseits, als er für Daferner (74.) vorlegte der per schönem Hechtflugkopfball traf. Aue drückt jetzt aufs Gas. Röcker will eine Flanke vom Auer Strauß per Kopf klären, köpft das Leder aber gefährlich auf das eigene Tor. Lindner fischt das Ding stark aus der rechten Ecke und hält auch noch den Nachschuß von Testroet (75.). Wehen-Wiesbaden verteidigt nun mit Mann und Maus. Aue rennt an und lässt den Ball rund um den gegnerischen Strafraum zirkulieren. Chancen waren da. Eine Volley-Abnahme von Nazarov (83.) wird noch von Hochscheidt abgefälscht und fällt Daferner zwischen die Beine, der zu überrascht ist. Dann nickt Testroet (90.) das Leder aus etwa sieben Metern knapp links am Gehäuse vorbei. Und zu guter Letzt erobert Riese sich den Ball in der gegnerischen Hälfte und spielt einen Pass über die Abwehr hinweg diagonal rechts rüber auf Hochscheidt. Der nimmt das Zuspiel klasse an und haut den Ball halbhoch in die Maschen (90. +2). Doch wieder geht die Fahne hoch, zu Recht. (Burg)