Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

2. Fußball-Bundesliga 2019/20

Spielbericht

23. Spieltag - Freitag, 21.02.2020 - 18:30

VfL Osnabrück - FC Erzgebirge Aue 0:0


VfL Osnabrück: Phillipp Kühn - Moritz Heyer, Lukas Gugganig (61. Anas Ouahim), Maurice Trapp, Felix Agu - Ulrich Taffertshofer (76. Benjamin Girth) - Bashkim Ajdini, David Blacha, Niklas Schmidt, Marc Heider - Marcos Alvarez; Trainer: Daniel Thioune

Kader: Nils-Jonathan Körber, Kevin Wolze, Adam Susac, Konstantin Engel, Sven Köhler, Bryan Henning, Manuel Farrona Pulido

FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Sören Gonther (84. Marko Mihojevic), Louis Samson, Jacob Rasmussen - Philipp Riese, Clemens Fandrich - John-Patrick Strauß (58. Tom Baumgart), Dimitrij Nazarov, Calogero Rizzuto - Jan Hochscheidt (76. Florian Krüger), Pascal Testroet; Trainer: Dirk Schuster

Kader: Robert Jendrusch, Filip Kusic, Dominik Wydra, Dennis Kempe, Christoph Daferner, Philipp Zulechner

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter: Dr. Martin Thomsen (Kleve)

Zuschauer: 14014 (davon 350 Auer Fans)

Gelbe Karte: Ulrich Taffertshofer (2.) / Calogero Rizzuto (6.), John-Patrick Strauß (2.), Tom Baumgart (3.)

Männel hält Punkt an der Bremer Brücke fest

Der FC Erzgebirge Aue hat in Osnabrück ein torloses Remis und damit den zweiten Punkt im Jahr 2020 erkämpft. In einer insgesamt äußerst chancenarmen Partie war am Ende wieder einmal FCE-Kapitän Männel der Garant für den Punktgewinn der Veilchen. Als alles nach einem sicheren Remis aussah, bediente Agu punktgenau den eingewechselten Girth im Strafraum der Gäste. Der VfL-Angreifer scheiterte mit seinem Flachschuss an Männel (90. +1). „Wir haben nur diese eine wirklich echte Torchance für die Hausherren zugelassen. Den einen Punkt nehmen wir gerne mit. Als Girth vor mir stand habe ich einfach versucht mich breit zumachen. Er hatte ja alle Optionen,“ äußerte sich Aues Kapitän Martin Männel unmittelbar nach dem torlosen Unentschieden an der Bremer Brücke. Sowohl der VfL, als auch die Auer bleiben somit im Jahr 2020 ohne Sieg.

Bereits die Anfangsminuten der ersten Halbzeit zeigten auf, welche Art Partie die 14.014 Zuschauer an der Bremer Brücke erwarten durften. Beide Mannschaften konzentrierten sich vor allem auf die Defensive. Die erste nennenswerte Chance hatten dann die Gäste. Hochscheidt kam eher zufällig im VfL-Strafraum an den Ball und donnerte den Ball aus kurzer Distanz zu zentral auf den Keeper Kühn (16.), der seine Fäuste für die Abwehr nehmen muß. Bei den Gastgebern nimmt Heider (18.) eine flache Hereingabe von Ajdini von rechts am kurzen Pfosten mit der Hacke ab. Der Winkel ist jedoch zu spitz, der Ball geht klar vorbei. Gefühlt generieren die Hausherren so um die 70 Prozent Ballbesitz. Allein etwas anzufangen wissen sie damit nicht. Zu eng wird es im Zentrum der gegnerischen Hälfte. Die Auer verteidigen die zaghaften Angriffsbemühungen des Gegners konsequent weg. Die Gäste bleiben nach vorn ebenfalls völlig farblos. Ein Kopfballheber von Testroet (32.), den sich Kühn aber locker angelt – das war es dann schon. Bis zum Halbzeitpfiff verflachte die Partie dann immer mehr.

Bereits kurz nach Wideranpfiff bekamen die Gäste, nach Foul an Hochscheidt, einen zentralen Freistoß an der Strafraumkante zugesprochen. Nazarov trat an, zielte halbhoch auf das rechte Toreck und scheiterte an Torhüter Kühn (48.) der zur Ecke klären kann. Beim Schuß rutschte er mit dem Standbein weg. Dann hatten Hochscheidt (52.) und Alvarez (62.) zwar gute Schuß Gelegenheiten, aber was dabei herauskam war kaum die Rede wert. Der erste echte Torschuss für die Gastgeber wird nach 66 Minuten notiert. Schmidt probiert es aus der Drehung nach Taffertshofers Ablage. Sein ungefährliches Bällchen stellt Männel vor keinerlei Probleme.

Die Partie blieb ausgeglichen und nahm mit fortschreitender Spielzeit an Härte zu. Fehler auf beiden Seiten häuften sich. Keines der Teams konnte dies jedoch in ein Tor umwandeln. Auch der eingewechselte Krüger nicht, der in der 89. Minute eine Kopfballablage von Testroet im VfL Strafraum nicht unter Kontrolle bringt. Davor mußten die Gäste noch den Ausfall von Abwehrchef Gonther verkraften, der von Männel und Samson gestützt, humpelnd das Spielfeld verlassen muß (84.). Alvarez war unglücklich bei einem Zweikampf mit Rizzuto in die Hacken von Gonther gefallen. Als alles auf klar und deutlich auf ein 0-0 hinauszulaufen schien, haben die Niedersachsen gleich am Anfang der vierminütigen Nachspielzeit, aus dem Nichts die Riesenchance zum 1-0! Nach toller Kombination über Agu, Heider und wieder Agu gelangt das Leder zu Girth. Der Leispieler (von Kiel) steht 14 Meter halblinks frei vor Männel. Seinen direkten Abschluss macht der herauseilende Keeper allerdings klasse zu Nichte. Im Nachsetzen lupft er die Kugel zwar über den Schlussmann. Weil zu wenig Dampf dahinter ist, kann Mihojevic den Ball aber wegschlagen. Die Gäste suchen in der verbleibenden Zeit auch noch den Lucky Punch zu setzten. Testroet dringt über links in den Osnabrücker Strafraum ein, Torwart Kühn greift jedoch beherzt zu. Aufgrund der Riesenparade von Männel ist dieser Punkt viel wert. Dazu der eingewechselte Krüger: „Diesen einen Punkt kann uns keiner mehr nehmen, auch nicht am 34. Spieltag.“ (Burg)

Trainerstimmen

Dirk Schuster (Aue): "Nehmen diesen einen Punkt gerne mit, den wir uns fast versaut hätten in der letzten Minute. Damit haben wir wieder Boden unter den Füßen. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Von beiden Seiten ein brutal intensives, tolles Kampfspiel mit wenig Torchancen auf beiden Seiten. Wir haben bei einer Mannschaft gespielt, die schon die Großen geschlagen hat. Es hätte für uns ein unangenehmes Spiel werden können, aber die Mannschaft hat sich an die taktischen Vorgaben gehalten. Es freut mich, dass wir endlich wieder auswärts etwas mitnehmen konnten."

Daniel Thioune (Osnabrück): "Ein Sieg für uns wäre nicht verdient gewesen. Wir sind nicht zufrieden. Wir waren sehr unsauber im letzten Drittel. Uns fehlt auch manchmal die Qualität. Wir dürfen nicht zu weit zurückschauen und müssen wieder ein Spiel gewinnen. Wir ernähren uns nur mühsam. Das ist das Positive, was ich heute mitnehmen kann. Wir schauen nach vorn. Wir werden wieder Spiele gewinnen und den Abstand nach unten halten."