Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

2. Fußball-Bundesliga 2019/20

Spielbericht

29. Spieltag - Sonntag, 31.05.2020 - 13:30

1. FC Heidenheim - FC Erzgebirge Aue 3:0 (0:0)


1. FC Heidenheim: Kevin Müller - Marnon Busch (78. Robert Strauß), Patrick Mainka, Timo Beermann, Jonas Föhrenbach - Niklas Dorsch, Sebastian Griesbeck - Marc Schnatterer (71. Robert Leipertz), Konstantin Kerschbaumer (78. Norman Theuerkauf), Tobias Mohr (71. Arne Feick) - David Otto (84. Stefan Schimmer); Trainer: Frank Schmidt

Kader: Vitus Eicher, Kevin Sessa, Jonas Brändle, Maurice Multhaup

FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Calogero Rizzuto (69. Dominik Wydra), Malcolm Cacutalua, Jacob Rasmussen, Dennis Kempe - John-Patrick Strauß, Philipp Riese - Florian Krüger (84. Njegos Kupusovic), Tom Baumgart (61. Philipp Zulechner) - Pascal Testroet (69. Christoph Daferner), Jan Hochscheidt; Trainer: Dirk Schuster

Kader: Robert Jendrusch, Filip Kusic, Sören Gonther, Louis Samson, Dimitrij Nazarov

Tore: 1:0 Calogero Rizzuto (Eigentor, 48.); 2:0 Konstantin Kerschbaumer (58.); 3:0 Stefan Schimmer (86.)

Schiedsrichter: Robert Kempter (Stockach)

Zuschauer: keine - Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt

Gelbe Karte: Marnon Busch / Calogero Rizzuto (7.), Jacob Rasmussen (4.), Philipp Riese (8.)

Vergebener Elfmeter: Marc Schnatterer (Foulelfmeter, 24., gehalten von Martin Männel) / -

Nichts zu holen für die Veilchen in Heidenheim

Bei den Auer-Veilchen ist beim 1. FC Heidenheim wenig zusammengelaufen. Aue bot einzig in der Defensive Zweitligaformat – zumindest 45 Minuten lang. Darüber hinaus fehlte es spielerisch an allen Ecken und Enden. Nach einer passablen ersten Hälfte mit einem glänzenden Keeper Martin Männel, der einen Foulelfmeter von Schnatterer (24.) abwehren konnte, hatten die Gäste nach der Pause dem Zweitliga-Überraschungsteam kaum noch etwas entgegenzusetzen und verloren mit 0-3. Es war die 9. Niederlage in der Fremde. Somit bleiben die Auer auswärts ein beliebter Punktelieferant.

Aues Trainer Dirk Schuster nahm im Vergleich zum 1-3 gegen Darmstadt gleich fünf Veränderungen an seiner Startelf vor: Männel, Cacutalua, Rizzuto, Baumgart und Testroet begannen statt Jendrusch, Samson, Gonther, Nazarov (alle vier Bank) und Fandrich (nicht im Kader). Die Partie brauchte etwas, um in Schwung zu kommen. Heidenheim hatte viel den Ball, Aue stand defensiv kompakt und ließ nichts zu. Halbchancen von Busch für den FCH (8.) und auf der Gegenseite Hochscheidt (15.) brachten keine Gefahr. Gefährlich wurde es dann nach einem ungeschickten Einsteigen von Strauß gegen Otto im Strafraum, denn es gab Elfmeter für die Hausherren. Schnatterer nahm sich der Sache an - und scheiterte an Männel (24.). Für Männel war es sein vierter Elfmeter den er in Diensten von Aue halten konnte. Nach dem Fehlschuss wurde die Partie aber munterer, Hochscheidt schlenzte knapp rechts vorbei (27.) und auf der Gegenseite prüfte der aufgerückte Mainka Aues Torwart (30.). Heidenheim erhöhte vor der Pause nochmal die Schlagzahl und hatte in der 32. Minute eine große Chance zur Führung, doch Otto köpfte freistehend rechts vorbei. Der Angreifer hatte sehr auffällige Minuten, prüfte nochmal Männel (39.) und köpfte kurz vor der Pause links vorbei (45.+1). Somit ging es torlos in die Kabinen.

Nach der Pause kamen die Heidenheimer extrem stark aus der Kabine. Schnatterer scheiterte zunächst mit einer Doppelchance, leitete dann aber die Führung ein: Der Kapitän gab das Leder nach innen, Otto touchierte den Ball und Aues Rizzuto beförderte ihn am Ende ins eigene Gehäuse (48.). Aue suchte eine schnelle Antwort, aber Testroet scheiterte aus spitzem Winkel an FCH-Keeper Müller (53.). Heidenheim legt nach. Auf dem linken Flügel setzt sich Mohr durch, narrt den Gegenspieler mit einigen Übersteigern. Die folgende Flanke in die Mitte hat den nötigen Zug. Auf Höhe des zweiten Pfostens wirft sich Kerschbaumer (58.) in die Hereingabe, befördert die Kugel aus kurzer Distanz per Kopf in die Maschen. In Rückstand waren die Jungs von Dirk Schuster in nahezu keinem Zeitpunkt in der Lage, wirklich ernsthaft reagieren zu können. Fortan verteidigte Heidenheim die Führung sehr sicher und ließ kaum etwas zu. Clever lassen die Gastgeber den Ball laufen - und den Gegner gleich mit. Aue kam nicht in die Zweikämpfe, obwohl die Veilchen deutlich hinten raus geschoben haben und früher drauf gehen wollten.

Nach einer Ecke kam Testroet einmal zu einer Chance, aber Schnatterer stand im Weg (66.). Kurz vor dem Ende setzte der eingewechselte Schimmer sogar noch einen drauf und stellte den 3-0 Endstand her (86.). In der gegnerischen Hälfte verliert Aue den Ball, ist zudem weit aufgerückt. Dorsch spielt den Steilpass in den Lauf von Schimmer. Der gerade eingewechselte Stürmer ist frisch und lässt sich nicht stoppen. Cacutalua und Rasmussen hetzen vergeblich hinterher. Am Sechzehner angekommen behält Schimmer die Nerven, überwindet Martin Männel mit einem Rechtsschuss ins linke Eck. (Burg)

Trainerstimmen

Dirk Schuster (Aue): "Wir wussten, was uns hier erwartet. In der Halbzeit hatten wir uns vorgenommen, keinen Zentimeter Boden herzugeben. Leider wurde das in den 15 Minuten nach dem Wechsel über den Haufen geworfen. In Sachen Bereitschaft und Mentalität haben wir das geboten, was wir können. Auch spielerisch waren einige gute Ansätze zu sehen. Aber wir konnten unsere eigenen torgefährlichen Aktionen nicht nutzen und haben heute teures Lehrgeld bezahlt. Herzlichen Glückwunsch und die besten Wünsche an Heidenheim. Es wäre sicherlich eine Bereicherung für die Bundesliga, wenn der 1. FC Heidenheim das erste Mal in seiner Geschichte da oben dabei wäre."

Frank Schmidt (Heidenheim): „Es war wichtig, wieder kein Gegentor zu bekommen und drei zu machen. Am Ende haben wir das Spiel verdient gewonnen. Wir sind unbeeindruckt von der Situation und werden versuchen, jedes Spiel zu gewinnen. Wenn wir da vorne reinstoßen und jemanden ärgern können, machen wir das natürlich. Aber der Druck, das ist selbstredend, liegt bei anderen."