Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

2. Fußball-Bundesliga 2019/20

Spielbericht

34. Spieltag - Sonntag, 28.06.2020 - 15:30

Jahn Regensburg - FC Erzgebirge Aue 1:2 (1:1)


Jahn Regensburg: Alexander Weidinger - Benedikt Saller, Sebastian Nachreiner (67. Andreas Geipl), Marcel Correia (90+1. Tim Knipping), Chima Okoroji - Benedikt Gimber, Max Besuschkow (90+1. Julian Derstroff) - Sebastian Stolze, Charalambos Makridis (83. Aaron Seydel) - Andreas Albers, Marco Grüttner (84. Erik Wekesser); Trainer: Mersad Selimbegovic

Kader: Kevin Kunz, Oliver Hein, Tom Baack, Florian Heister

FC Erzgebirge Aue: Robert Jendrusch - Malcolm Cacutalua, Sören Gonther, Jacob Rasmussen - John-Patrick Strauß, Philipp Riese, Clemens Fandrich, Dennis Kempe - Dimitrij Nazarov (90. Louis Samson) - Pascal Testroet (90. Christoph Daferner), Florian Krüger (76. Philipp Zulechner); Trainer: Dirk Schuster

Kader: Daniel Haas, Nicolas Sessa, Erik Majetschak, Tom Baumgart, Njegos Kupusovic

Tore: 1:0 Charalambos Makridis (2.); 1:1 Pascal Testroet (45+3. / Philipp Riese); 1:2 Philipp Zulechner (87. / Pascal Testroet)

Schiedsrichter: Johann Pfeifer (Hameln)

Zuschauer: keine - Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt

Gelbe Karte: Andreas Geipl, Marcel Correia, Benedikt Gimber (2.), Marco Grüttner / Dennis Kempe (3.), Clemens Fandrich (10., gesperrt), Jacob Rasmussen (6.), Malcolm Cacutalua

Veilchen schließen Saison mit Auswärtssieg ab

Der FC Erzgebirge Aue schließt die Saison genauso ab wie sie begann – mit einem Auswärtssieg. Im leeren Regensburger Jahnstadion (neuer Name ab 1.7.2020) siegte die Schuster-Elf zum ersten Mal im Kalenderjahr 2020 in der Fremde. „Regensburg hat es uns sehr schwer gemacht, hat von der ersten Sekunde an versucht, uns unter Druck zu setzen“, analysierte der Auer Trainer. „Es wäre nicht unverdient gewesen, wenn wir heute mit leeren Händen nach Hause gefahren wären“, fügte er hinzu. Am Ende notieren die Historiker einen guten 7. Tabellenplatz in der Endabrechnung. Nach 2004, 2005, 2006 und 2011 gelingt dieser einstellige Rang in der 2. Bundesliga zum fünften mal für die Veilchen.

Schuster musste auf die verletzten Mittelfeldspieler Hochscheidt und Rizzuto verzichten. Für das Duo rückten Nazarov und Strauß in die Startelf. Die Partie begann direkt mit einem Paukenschlag. Keine 120 Sekunden waren gespielt und der Ball lag nach einer Stolze-Flanke im Tor. Während beim Kopfball von Albers noch der linke Torpfosten im Weg stand, glückte Makridis das frühe 1-0 (2.) für die Gastgeber. Er stand goldrichtig und staubte aus wenigen Metern eiskalt ab. In der Folge bestimmten die Oberpfälzer das Spiel weiterhin: Makridis (4.), Albers (9.) und Gimber (11.), dessen Distanzschuss Jendrusch parierte, konnten aber nicht auf 2-0 erhöhen. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde kamen die Gäste zum ersten Mal gefährlich vors Tor, wobei Strauß nach einer sehenswerten Kombination den Jahn-Keeper prüfte. Weidigner konnte seine linke Faust aber noch rechtzeitig nach oben reißen (16.) und verhinderte den Ausgleich.

Ansonsten war Regensburg das spielbestimmende Team, das immer wieder durch erfolgreiches Offensivpressing und ein starkes Zweikampfverhalten bestach. Vor allem Albers sorgte immer wieder für Unruhe in der Auer Hintermannschaft. Nach der Trinkpause tauchte der Däne erneut vor Jendrusch auf, der FCE-Keeper blieb wiederum Sieger (32.). Aus dem Spiel heraus tat sich das Schuster-Team sehr schwer, so dass Standardsituationen herhalten mußten. Gonther scheiterte nach einem Riese-Freistoß per Kopf aus kurzer Distanz am stark reagierenden Weidinger (39.), der den Ball mit dem Fingerspitzen über die Latte lenkt. Kurz vor der Pause bekam Aue nach einem Foul von Regensburgs Kapitän Grüttner noch einmal einen Freistoß zugesprochen, der zum Ausgleich führte: Die Hereingabe von Riese (machte sein 150. Pflichtspiel für Aue) verwertete Testroet per Hinterkopf (45.+3) zu seinem siebten Saisontreffer.

Nach Wiederanpfiff begann Regensburg wieder stark und lief weiter hoch an. Wirkliche Torchancen waren aber nicht zu sehen. Stattdessen nahm Aue vermehrt am Spiel teil. Erst scheiterte Nazarov aus der Distanz (55.), dann Strauß an Weidinger (58.). Danach übernahm Aue immer mehr die Spielkontrolle. Zu vielen Chancen kamen beide Teams aber nicht mehr. Jendrusch im Auer Kasten zeichnete sich gegen Makridis aus (74.) und nur zwei Minuten später traf Testroet zum vermeintlichen 1-2, wurde aber aufgrund einer Abseitsstellung zu Recht zurückgepfiffen. Als sich das Spiel schon auf ein Remis einpegelte schlugen die Gäste aber noch einmal zu. Nach einem feinen Außensprint über die linke Seite und der darauffolgenden Flanke von Testroet auf den langen Pfosten, verwertete der eingewechselte Zulechner mit dem linken Oberschenkel den Ball zum Siegtreffer (87.). Sein erstes Saisontor. Wenig später parierte Jendrusch stark gegen Albers (88.). Der Start in die neue Saison der 2. Bundesliga ist für den 11. September 2020 vorgesehen. Ist aber noch nicht bestätigt. (Burg)

Trainerstimmen

Dirk Schuster (Aue): "Ich bin heute sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir mussten lange auf einen Auswärtserfolg warten. Beide Mannschaften haben heute einen sehr intensiven Kampf geliefert. Regensburg hat es uns vor allem in der ersten Halbzeit sehr schwer gemacht. Erst nach der 30. Spielminute und der Systemumstellung fanden wir besser in die Partie. Ich fand, für ein letztes Spiel, wo es tabellarisch um nicht mehr so viel ging, war das ein richtig ordentliches Fußballspiel. Wir sind heute natürlich sehr glücklich, dass wir auswärts mal wieder gewinnen konnten und die Saison mit dem hervorragenden siebten Tabellenplatz abschließen."

Mersad Selimbegovic (Regensburg): "Das war heute ein bisschen unglücklich, dass wir das verloren haben. Ein Unentschieden wäre wohl gerechter gewesen, aber so ist das im Fußball. Wir hätten das 2-0 in der ersten Halbzeit erzielen müssen. Dann wäre die Partie wohl endgültig in unsere Richtung gelaufen. Es war nach gut einer halben Stunde ein absolut offenes Spiel. Wir haben heute leider nicht ganz das umsetzen, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen hatten. Dennoch können wir absolut stolz auf unsere Saison sein. jetzt heißt es gut erholen und nächste Saison greifen wir wieder an."